Deutschland hat ein Problem. Nein, nicht ganz Deutschland. Ein Bundesland ganz besonders. Das wunderschöne Sachsen, das sich rühmt, das seine schönsten Mädels nach wie vor auf den Bäumen wachsen (nicht im ökologischen Landbau, der ist in Sachsen verpönt, da man nicht genug alte SED-Politiker hat, die man als Dünger unter die Erde bringen könnte), hat seit Neuestem ein Problem mit seinem Ministerpräsidenten in Spe. In Spe befindet er sich zwar, aber ob er noch Ministerpräsident wird, wenn sein Vorgänger frustriert das Handtuch und den Pensionsausweis ergreift, steht noch in den Sternen.

Die neusten Enthüllungen, Herrn Tillich betreffend, lesen sich gerade zu ironisch. Immerhin haben wir es mit Herrn Tillich mit einem gestandenen Demokraten zu tun. In seiner wichtigsten Schaffenszeit war er so demokratisch, das er ein Mitglied der Blockflötenpartei CDU der herrschenden SED gewesen ist. Wie man ja aus einigen anderen Quellen weiß, kamen nur besonders linientreue Genossen den Zuschlag, nicht in der SED politisch aktiv zu sein, sondern durften Mitglied bei der großen Ost-CDU spielen. Ein reiner Marionettenverein, der wohl nur das Ziel hatte, wichtige Devisen für die Zeit nach dem Mauerfall einzusammeln und zu horten.

Dem Ostdeutschen Tillich dreht Nolle einen Strick aus seiner Zeit als kleiner Block-CDU-Funktionär: Nicht Tillichs DDR-Biografie sei eine Schande, sondern sein Umgang damit. 30 Manipulationen in Tillichs Biografie will Nolle entdeckt haben. 105 Fragen zum Lebenslauf des sächsischen Christdemokraten hat Nolle der Landesregierung gestellt – und wartet auf Antworten. „Tillich hat mehr als nur Mangel verwaltet“, sagt Nolle über sein neuestes Forschungsobjekt, „es hat Beschlüsse zur Wehrertüchtigung gegeben. Er hat an Enteignungen teilgenommen.“ Sieben bis acht verschiedene Lebensläufe habe Tillich über sich in Umlauf gebracht. Nolle: „Sie finden alles darin, nur nicht die Wahrheit.“

Die ganze Geschichte ist derart ironisch, das mich schon richtig freut, das Buch Herrn Nolles demnächst in den Händen zu halten und einmal nachzulesen, welche anderen Blockflöten außer Herrn Tillich es im Osten wieder zu etwas gebracht haben. Denn wie heißt es so schön: Landesverrat soll sich doch derzeit wieder lohnen ….

Quelle: hier

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6 Kommentare on Sonate für Blockflöten und Schalmeien

  1. scholz-seidel sagt:

    unsachlicher gehts wohl nicht mehr…

    Und der Tonfall läasst auch zu wünschen übrig
    „SED Politiker als Dünger unter die Erde bringen“

    Aber wahrscheinlich ist genau für Leute mit derartig hochentwickelten Kommentierungsfähigkeiten dieses Buch geschrieben worden.

    [Edit: Martin, falls du es bist, der hier kommentiert hat: Das nächste Mal bitte nicht mit einer TrashAdresse und dann bitte unter dem richtigen Namen, das macht dich glaubwürdiger! Anm. d. Redaktion.]

  2. scholz-seidel sagt:

    unsachlicher gehts wohl nicht mehr…

    Und der Tonfall läasst auch zu wünschen übrig
    „SED Politiker als Dünger unter die Erde bringen“

    Aber wahrscheinlich ist genau für Leute mit derartig hochentwickelten Kommentierungsfähigkeiten dieses Buch geschrieben worden.

    [Edit: Martin, falls du es bist, der hier kommentiert hat: Das nächste Mal bitte nicht mit einer TrashAdresse und dann bitte unter dem richtigen Namen, das macht dich glaubwürdiger! Anm. d. Redaktion.]

  3. scholz-seidel sagt:

    unsachlicher gehts wohl nicht mehr…

    Und der Tonfall läasst auch zu wünschen übrig
    „SED Politiker als Dünger unter die Erde bringen“

    Aber wahrscheinlich ist genau für Leute mit derartig hochentwickelten Kommentierungsfähigkeiten dieses Buch geschrieben worden.

    [Edit: Martin, falls du es bist, der hier kommentiert hat: Das nächste Mal bitte nicht mit einer TrashAdresse und dann bitte unter dem richtigen Namen, das macht dich glaubwürdiger! Anm. d. Redaktion.]

  4. Andreas E. sagt:

    Lieber Herr Scholz-Seidel,

    sie bestreiten wohl nicht, das es die alte Blockflötengarde der SED war, die genauso deutlich hinter den Mauerschützen stand, wie einst Erich Honecker! Das solche Menschen, die einfach nur anderen den Tod und die Unterrdrückung brachten, als Dünger unter die Erde gehören, dürften sie nicht bestreiten!

    Oder sind sie gar ein Sympathisant dieser Unsympathen und wünschen sich verzweifelt eine neue DDR 2 her, damit sie wieder mit Nichtstun über die Runden kommen?

    MfG

    Ps.: Ich stelle diese Fragen ganz ernsthaft, da ich mir bei solchen Äußerungen von Kommentatoren durchaus Sorgen um ihren (Rest)Verstand machen muß.

  5. Andreas E. sagt:

    Lieber Herr Scholz-Seidel,

    sie bestreiten wohl nicht, das es die alte Blockflötengarde der SED war, die genauso deutlich hinter den Mauerschützen stand, wie einst Erich Honecker! Das solche Menschen, die einfach nur anderen den Tod und die Unterrdrückung brachten, als Dünger unter die Erde gehören, dürften sie nicht bestreiten!

    Oder sind sie gar ein Sympathisant dieser Unsympathen und wünschen sich verzweifelt eine neue DDR 2 her, damit sie wieder mit Nichtstun über die Runden kommen?

    MfG

    Ps.: Ich stelle diese Fragen ganz ernsthaft, da ich mir bei solchen Äußerungen von Kommentatoren durchaus Sorgen um ihren (Rest)Verstand machen muß.

  6. Andreas E. sagt:

    Lieber Herr Scholz-Seidel,

    sie bestreiten wohl nicht, das es die alte Blockflötengarde der SED war, die genauso deutlich hinter den Mauerschützen stand, wie einst Erich Honecker! Das solche Menschen, die einfach nur anderen den Tod und die Unterrdrückung brachten, als Dünger unter die Erde gehören, dürften sie nicht bestreiten!

    Oder sind sie gar ein Sympathisant dieser Unsympathen und wünschen sich verzweifelt eine neue DDR 2 her, damit sie wieder mit Nichtstun über die Runden kommen?

    MfG

    Ps.: Ich stelle diese Fragen ganz ernsthaft, da ich mir bei solchen Äußerungen von Kommentatoren durchaus Sorgen um ihren (Rest)Verstand machen muß.