Titel: Jumper

Genre: Fantasy

Darsteller: Hayden Christensen, Samuel L. Jackson, Rachel Bilson

Regie: Doug Liman

Die Geschichte von David Rice, einem Jumper (einem Teleporter, der jeden Platz der Welt besuchen kann – nur durch Gedankenkraft).  Durch einen Unfall erkennt er seine Fähigkeit – und raubt als Teenager bereits die Bank einer Kreisstadt aus. (Somit beginnt die Geschichte, die es wirklich in sich hat.)

Die nachfolgende Geschichte ist sehr schnell erzählt. David, der unterwegs einen zweiten Jumper trifft, als sein Freudin Millie (Rachel Bilson, bekannt aus OC California) durch Roland (glänzend und sehr selbstironisch von Samuel L. Jackson dargestellt), den Anführer der Paladine, gefährdet wird, macht sich auf die Jagd nach Roland.

Als Roland schließlich Milly doch schnappt, entwickelt David, der eigentlich immer anständig bleiben wollte, wirkliche Beschützerinstinkte und tut das, was wirklich notwendig ist.

[Hier wird nicht gespoilert. Schaut euch einfach den Film an, der wirklich gut geworden ist. Auch wenn er im Kino und bei der Kritik ziemlich durchgefallen ist.]

Überraschend an der ganzen Storie, abgesehen von den Teleportereffekt, den man bereits aus X-Men 3 kennt, ist der Umstand, daß die Paladine dadurch erklärt werden, daß sie christliche Fanatiker sind, die nicht zulassen wollen, das es Menschen mit gottähnlichen Fähigkeiten gibt. Dabei ist Ihnen jedes Mittel Recht, mit den Jumpern abzurechnen, die sie als eine Ausgeburt des Bösen sehen.

Nun zur Bewertung: Die Storie ist originell und besitzt auch einen gewissen skurilen Humor. Die Storie allein ist schon einmal ein großes A wert. Auch wenn man meint, daß die Storie logische Fehler aufweist, ist sie dennoch in sich schlüssig. Der Roman war in den USA ein Reißer und ein großer Erfolg für den Autor, der nicht nach Begründungen sucht, warum die Mutation des Jumper überhaupt auftritt (wie beispielsweise bei den X-Men ständig hinterfragt wurde), sondern zeigt einfach nur die Geschichte eines Mutanten, der lernt mit seiner Mutation umzugehen.

Die Tricks sind einfach gemacht, vornehmlich durch Schnitt und wenige Computereffekte. Aber – und dies ist das Besondere hierbei – dies tut der Storie keinen Abbruch, sondern unterstützt sie sogar. Auch hierfür gebe ich ein A. Auch wenn dies kaum verstanden wird, aber die Benotung trifft zu, weil die Effekte nicht filmbestimmend sind, sondern eher die Storie unterstützen. Also keine großen Feuer- Und Rauchorgien, sondern wirkliche Effekte, die nur allein der Geschichte dienen und nicht um ihrer Selbst willen in den Film integriert sind.

Zu den schauspielerischen Leistungen: Hayden Christensen, dessen letzte Rolle die des Darth Vader war, zeigt hier eindeutig, daß er wirklich spielen kann. Zwar klappt es mit dem Ausdruck von Emotionen immer noch nicht so hundertprozentig, aber er spielt einen gerade einmal 23jährigen Helden, der an seiner Fähigkeit wächst. Samuel L. Jackson spielt den Roland gleichfalls überzeugend, nicht nur mit einer gewissen Spur von Selbstironie, sondern auch mit einem Haß, den diese Person braucht, um einen sehr guten Bluthund abzugeben. Von allen im Film auftretenden Schauspielern ist er derjenige, der wirklich einen Charakter darstellt. Nur wird im Film selbst nicht aufgeklärt, warum Roland die Jumper so haßt.

Rachel Bilson, die ich hier das erste Mal gesehen habe, fiel mir positiv auf, weil sie die Rolle der Millie wirklich mit Ausdruck spielt. Also nicht mehr das Modepüppchen aus OC California ist, sondern eine junge Frau aus Ann Arbor bei Detroit, die sich niemals ihren Traum hat erfüllen können. Man nimmt ihr die Rolle ohne Probleme ab.

Insgesamt vergebe ich für diesen Film das AAA. Er hat es verdient, wird zwar unterschätzt, aber man kann davon ausgehen, wenn man das offene Ende des Filmes berücksichtigt, daß in spätestens drei Jahren eine Fortsetzung der Storie ansteht – falls der Originalautor sich bereit findet, diesen Film dann ebenfalls so zu fördern, wie er es hier tat.

Tags: , , ,