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Teil I: Blowjob zur Macht

Teil II: Politik auf konservativ

Kriminelle gibt es viele! Jedoch sieht es im wunderschönen Saarland so aus, als wäre ein Landkreis ganz besonders davon betroffen. Man könnte fast meinen, es wäre eine unaufhaltbare Infektion, die in diesem schönen Landkreis immer weiter fortschreitet. So weit fortschreitet, bis es zu einer Jamaika-Koalition im Landtag kam.

Aus gut unterrichteten Kreisen wird derzeit verbreitet, das Herr Ostermann (der absolut kein juristisch unbeschriebenes Blatt ist) auch bereits an den Koalitionsverhandlungen zwischen der FDP, der CDU und den Grünen/B90 teilgenommen hat. Inwieweit man diesen Gerüchten trauen kann, werde ich nicht sagen. Fest steht nur, das dieses Gerücht in meinen Augen kein solches darstellt, sondern eine wirkliche Darstellung der Fakten.

Um jedoch das Getue der saarländischen Grünen besser verstehen zu können, muß man sich nicht unbedingt mit der Personalie Hubert Ulrich beschäftigen.

Personalien (laut Wikipedia)

Nach Grund- und Hauptschule lernte Hubert Ulrich den Beruf des Werkzeugmachers. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als Qualitätsinspektor bei Ford. Er erwarb jedoch bereits kurz nach Ende der Ausbildung auf dem zweiten Bildungsweg weiterführende Schulabschlüsse. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Fachoberschule studierte Ulrich zunächst Luft- und Raumfahrttechnik in Aachen. 1983 begann er Wirtschaftsingenieurswesen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken zu studieren. Dieses Studium schloss Ulrich als Diplom-Wirtschaftsingenieur ab.

Ulrich begann seine politische Laufbahn 1982 in Saarlouis. Hier wurde er im gleichen Jahr bereits Vorsitzender des Ortsverbandes der Grünen. 1987 wurde Ulrich Kreisvorsitzender, und von 1991 bis 1999 war er Landesvorstandssprecher des grünen Landesverbandes. Dazwischen war er Mitglied des Stadtrats von Saarlouis, des Kreistages des Landkreises Saarlouis und schließlich des saarländischen Landtages.

Soviel erst einmal zur Person. Man kann hier schon deutlich erkennen, vor allem an den Hervorhebungen, das sich der Herr Ulrich beispielsweise nicht scheute, während er im saarlouiser Stadtrat saß, gleichzeitig auch noch Flagge im Kreistag zu zeigen. Und dies zu einer Zeit, als die ASPD den Oberbürgermeister stellte. Unter anderem jenen Oberbürgermeister, der die Kreisstadt aus den roten Zahlen holte.

Ulrich trat 1999 wegen einer so genannten Dienstwagenaffäre von allen politischen Ämtern zurück. Nachdem die Staatsanwaltschaft 2001 mitteilte, gegen Ulrich gebe es keinerlei begründeten Verdacht, begann er das Comeback als Politiker. Ulrich wurde politischer Geschäftsführer seiner Partei und im Mai 2002 erneut Landesvorsitzender.

Hubert Ulrich ist außerdem Sprecher des OV Saarlouis der Grünen, Mitglied des Stadtrats von Saarlouis sowie Vorstandsmitglied (Vizepräsident) des American-Football-Clubs Saarland Hurricanes  – wenn er nicht gerade als Beisitzer eines selbstverwalteten Betriebshofes unterwegs ist.

Ein Mann, der in Personalunion so gut wie jeden Job macht. Aber es wird noch interessanter. Ich war wirklich erstaunt, als ich dies noch über ihn fand.

[…] dass der saarländische Grünen-Vorsitzende Hubert Ulrich Mitglied der Parkhausgesellschaft seiner Heimatstadt ist. Gleichzeitig wollen die Grünen den Fahrradverkehr und das Fahrradsharing und weitere Möglichkeiten zur Verkehrsvermeidung fördern! Wahrscheinlich hofft Herr Ulrich, dass die PKW-Besitzer ihre Autos in Parkhäusern dauerhaft aufbewahren und nicht mehr bewegen. […] Quelle: webnews

Nun sollte man wissen, das Saarlouis über insgesamt 3 städtische Parkhäuser verfügt. Alle drei werden von oben genannter Parkhausgesellschaft unterhalten. Inzwischen weitgehend automatisiert und mit kaum Personal ausgestattet, obwohl Saarlouis im Arbeitslosenranking des Saarlandes auf dem zweiten Platz steht – direkt hinter dem schön-häßlichen Völklingen. Aber es gibt noch mehr über Herrn Ulrich, das ich als besonders wissenswert erachte:

So ist Grünen-Chef Hubert Ulrich als Marketingleiter für die IT-Beratungsfirma Think & Solve tätig, zu deren Gesellschaftern der Unternehmer und FDP-Kreisvorsitzende Hartmut Ostermann aus Saarbrücken zählt.

Zu den Stammkunden der Informatikfirma, die Ulrich seit 2001 beschäftigt, zählen zwei große Unternehmen des weitverzweigten Ostermann-Imperiums: die Hotelkette Victor’s sowie die Pro Seniore-Unternehmensgruppe, die bundesweit mehr als 100 Altenheime mit rund 17000 Betten betreibt. Die Anschrift von Ulrichs Arbeitgeber ist außerdem identisch mit dem Firmensitz der Pro Seniore Consulting und Conception für Senioreneinrichtungen Aufsichtsratsvorsitzender der AG ist ebenfalls Hartmut Ostermann.

Der schillernde Unternehmer Ostermann steht jedoch nicht nur mit dem Chef der Öko-Partei in Verbindung, sondern ist auch mit dem potentiellen Koalitionspartner CDU von Ministerpräsident Peter Müller bestens verdrahtet. Der aktuelle Innenminister und wahrscheinliche CDU-Fraktionschef einer Jamaika-Koalition, Klaus Meiser, war von 2001 bis 2007 als Projektmanager für Ostermanns Firma Victor’s tätig. Er war außerdem unter Präsident Ostermann jahrelang Vize des 1. FC Saarbrücken. (gleiche Quelle wie oben)

Grün-gelber Filz

Um dies oben nun besser verstehen zu können, sollte man einiges über den Kreis Saarlouis wissen. Saarlouis ist nicht nur seitdem Oskar Lafontaine politisch aktiv ist eine rote Stadt, sondern eigentlich das Aushängeschild für Kultur und Lebensart des Saarlandes. Zweimal im Jahr gibt es besondere Events. Da ist einmal die Saarlouiser Woche, die seit über 30 Jahren statt findet, sowie den inzwischen etwas über 20 Jahre alten Weihnachtsmarkt, der Besucher aus Nah und Fern anzieht.

Bei beiden Events haben sowohl der Kreistag, als auch der Stadtrat entsprechende Mitbestimmungsrechte, da nicht nur Steuergelder dadurch reinkommen, sondern auch noch andere finanzielle Vorteile dadurch für den Landkreis entstehen. Hinzu kommt, das die Oldtimer-Rally, die alljährlich im Kreis Saarlouis stattfindet, ein so großes Event ist, das Oldtimer-Freunde aus dem ganzen Bundesgebiet (und sogar dem fremdsprachigen Ausland) hierzu anreisen. Im Besonderen muß man darauf hinweisen, das der AVD ebenfalls Mitausrichter dieser Rally ist, deren Endergebnis sogar in die Bundeswertung einfließt.

Doch dies ist nur der indirekte Filz, der sich auf diese Art und Weise offenbart. Es gibt noch einen weiteren. Und jener betrifft nun die Existenz des Panorama-Hotels am Saarlouiser Bahnhof. Dieses Hotel gehört zur Victor’s-Hotelgruppe. Der Hoteldirektor ist schon seit Jahren ein eingeschriebenes CDU-Mitglied (was mir aus lauterer Quelle bestätigt wurde). Dieser Herr hat sich für die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes eingesetzt, zusammen mit Hubert Ulrich, sowie für den verkehrstechnischen Ausbau im Ortsteil Roden selbst, in dem sowohl der Bahnhof als auch das Hotel liegen. Chef der Hotelgruppe ist Herr Ostermann, der Jahr für Jahr eine kleine Summe zur Saarlouiser Woche für die Oldtimer-Rally spendet (wie ebenfalls eine lautere Quelle aus Saarlouis bestätigen konnte).

Das zweite merkwürdige Standbein, in das ebenfalls Herr Ulrich und Herr Ostermann involviert sind, ist die Pro Seniore-Unternehmensgruppe. Und hier wird es wirklich interessant.

Die Machenschaften der Pro Seniore-Unternehmensgruppe in Saarlouis sind wirklich eine Recherche wert. Kritisch wird es nur dann, wenn man als Bürger ein wenig Einblick in den Mist hat, der da wirklich abgelaufen ist. Der Filz ist vorhanden – und in mehr als einer Ebene eindeutig nachweisbar.

In Saarlouis gibt es mehrere Alten- und Seniorenheime. Insgesamt mehr als 8 oder 9. Die genaue Zahl ist mir nicht bekannt, da ich schon länger nicht mehr dort lebe. Jedoch ist mir bekannt, das von diesen 8 oder 9 Liegenschaften mindestens 4 sich fest in der Hand der Pro Seniore-Unternehmensgruppe befinden. Unter anderem das Haus Sonneneck in Lisdorf, das während der Stadtratszeit von Hubert Ulrich dort gebaut wurde – entgegen dem Widerstand der Stadtbevölkerung.

Nur – wo liegt jetzt der Zusammenhang zwischen den Vistor’s-Prestige-Hotels und der Pro Seniore-Unternehmensgruppe? Da wäre einmal die Person Hartmut Ostermann. Er ist bei beiden Unternehmen Aufsichtsratsvorsitzender (laut meiner Quellen). Dann kommt noch hinzu, das die IT-Firma, bei der Hubert Ulrich längere Zeit tätig war, ebenfalls mit zum Ostermann-Imperium gehört und die Stadt Saarlouis sowohl beim Bau des Panorama-Hotels beraten hat, als auch den Bau der Seniorenresidenz Sonneneck als zusätzliche Einnahmequelle empfahl (auch dies ist durch einige private Quellen mittlerweile abgesichert).

Krumme Machenschaften

Die Causa Hubert Ulrich hat aber noch einen anderen Beisgeschmack. So hatte Hubert Ulrich in seiner Zeit im Saarlouiser Stadtrat einen Vertrauten, der zwar nicht mit zur Fraktion gehörte, aber für ihn die Drecksarbeit im Rathaus als auch außerhalb erledigte. Hier ist die Sprache von Michael Rupp, dessen Sündenregister von diversen rassistischen Äußerungen bis zu provozierten Schlägereien in der Saarlouiser Altstadt reicht. Auch dieser Herr ist Mitglied bei den Grünen/B90 in Saarlouis und absolut frenetisch loyal gegenüber Herrn Ulrich. Hinzu kommt noch, das die Gerüchteküche in Saarlouis nach wie vor permanent behauptet, das Herr Ulrich Herrn Rupp bei einer Intrige gegen das Stadtsratsmitglied der Republikaner Späth unterstützte. (Hier waren jedoch tiefer gehende Details nicht erfahrbar, jedoch scheint irgendwas dran zu sein, da kaum jemand drüber sprechen will.)

Auch Herr Rupp hat eine merkwürdige Affinität zu den FORD-Werken und für schwere Arbeit war er nie zu haben. (Und dies ist mir aus persönlicher Erfahrung bekannt.) Fest steht jedoch, das Herr Ulrich immer schützend die Hand über seinen Adlatus hielt, der so einiges ausgefressen hat, was juristisch von Belang ist.

Das Herr Ulrich in seiner Zeit als Landtagsabgeordneter vier FORD MONDEO beinahe zum Neuwagenpreis verscherbelte (plus eines nennenswerten Gewinns für angeblichen Fußmattenkauf), dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Weniger bekannt ist, das er die Fahrzeuge zwar in Saarlouis anbot, sie jedoch immer nach außerhalb verkaufte. Auch dies ist etwas, was man durchaus als ein wenig krummes Geschäft ansehen kann.

Welche Personen, die sich eindeutig von ihrer Ausdrucksweise und ihres Gebarens her deutlich am rechten Rand bewegen, ebenfalls von Herrn Ulrich gedeckt wurden, läßt sich nicht ganz klar ermitteln. Es steht jedoch fest, das es sich hier um eine kleine Gruppe aus allen Stadtteilen Saarlouis handelt, die wegen ihres auffälligen Benehmens in der Stadt schon bekannt sind. Allein deshalb trägt die Stadt Saarlouis den leichten Makel eher braun als rot zu sein. (Aber auch hier weise ich darauf hin, das dies Gerüchte sind, die mir zu Ohren kamen, als ich über Herrn Ulrich recherchierte. Namen wollte mir keiner meiner Kontakte nennen.)

Parteigeklüngel

[…] wurden bei Partei-Insidern an der Saar schlechte Erinnerungen an die 90er Jahre wach. Damals kursierten Hinweise, in Ulrichs Ortsverband Saarlouis gebe es Ungereimtheiten bei der Mitgliederverwaltung. Nach Recherchen des Grünen-Bundesschatzmeisters Dietmar Strehl zahlten dort angeblich 20 bis 25 Prozent der Grünen keine Beiträge. Quelle: Stuttgarter Zeitung

Die damals angelaufene Postkartenaktion offenbarte dann jedoch etwas völlig anderes. Die Postkarte wurde wild im gesamten Landkreis verteilt. Selbst an Haushalte, in denen kein Grünen-Mitglied aufzufinden war. Interessanterweise kam nun dabei raus – nachdem der Rücklauf der Postkarten unter 10% lag, daß es im Landkreis Saarlouis tatsächlich mehr Parteimitglieder gab als im größeren Saarbrücken. Ein Umstand, der bis heute noch nicht gänzlich aufgeklärt ist.

Hubert Ulrich führt den im Saarland stärksten Kreisverband an. Damit hat er natürlich ein entsprechendes Mitspracherecht und konnte so, via seiner Delegierten, entsprechend Druck auf die entsprechenden Stellen machen. So drückte er schon vor Jahren diverse Dinge durch, die eigentlich total kontraproduktiv zu eigentlichen Grünen-Politik stehen. So wie die Pillenabgabe damals bei dem Cattenom-Unfall.

Der Ortsverband Saarlouis ist ein illustrer Kreis. Angeblich sollen sich in ihm sehr viele Mittelständler aufhalten. Nun, wer die wirtschaftlichen Verflechtungen in Saarlouis kennt, weiß, das die meisten Geschäfte nur von drei oder vier Familien betrieben werden. Vor allem in der Gastronomie hat Saarlouis eine beachtliche Anzahl Präsenzen entwickelt, die wirklich unter einigen eng zusammen arbeitenden Familien aufgeteilt sind. Keiner wildert im Gebiet des Anderen. Aber bei der Saarlouiser Woche beispielsweise arbeitet die Konkurrenz dann auch knallhart zusammen. Möglich wurde dies durch einen Mann wie Hubert Ulrich, der in der saarlouiser Kneipenszene ebenfalls diverse Kontakte aufzuweisen hat. Vor allem beim Saarlouiser Bieradel der Altstadt.

Hier pflegt er dann auch Kontakte wie mit Herrn Braun, dem Vorsitzenden der Templergruppe aus dem nahem Schmelz. Oder mit anderen Personen, deren Namen ich an dieser Stelle besser nicht nenne. Ortskundige werden wissen, wer gemeint ist. Und dies alles läuft unter der offensichtlichen Deckung seines Ortsvereins ab. Dies muß man dabei bedenken.

Doch zurück zum Titel.

Ostermann-Weekend

Ein weiteres interessantes Detail über Herrn Ostermann ist der Umstand, das er den damals aus Amt und Würden gejagten saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann als Berater mit in Pro Seniore aufnahm. Aber nicht nur das, inzwischen ist Hajo Hoffmann dort im Aufsichtsrat tätig.

Eigentlich kein schlechter Deal für jemanden, dem nan Bestechlichkeit im Amt nachweisen konnte. Die Frage ist nur, nachdem das damalige Verfahren zwar zum Rücktritt, jedoch nicht zur Verurteilung führte, wer da wen weshalb bestochen haben soll. Jedenfalls hatte sich damals Hajo Hoffmann unrechtmäßig bereichert – und die Affäre um den Ausbau seines Privathauses in einem saarbrücker Stadtteil war nur ein Teil der Geschichte.

Hartmut „Harry“ Ostermann ist ein Mensch, der herzlich wenig anbrennen läßt. Zwar ist gerade wieder in Mannheim ein Verfahren gegen ihn anhängig – abermals gewerbsmäßigen Steuerbetrugs – doch scheint er keine sonderliche Berühungsangst zu haben, diesen Prozeß zu verlieren. Ostermann ist ein Gewinner.

Schmerzlich mußte dies Ver.di erkennen, als es um die Gehaltsverhandlungen mit Pro Seniore ging. Hier zeigte Ostermann dann wirklich Zähne und so, wie es der Blätterwald darstellt, verweigert Pro Seniore hier den helfenden Mitarbeitern ihre mit der Ver.di ausgehandelten Vertragsklauseln. Auf gut deutsch: Der ausgehandelte Tarifvertrag ist seit Abschluß, rein technisch gesehen, ungültig. Und Pro Seniore betreibt dieses „Rambo“-Verhalten mutwillig, wie man von Insidern hört.

Hinzu kommt nun noch, und dies ist erschwerend in dieser Angelegenheit, das Pro Seniore Dank Hubert Ulrich einen gewaltigen Einfluß in Saarlouis besitzt, der nicht so einfach gebrochen werden kann. Auch wenn es hart klingt – dem Mann wäre nur dann beizukommen, wenn man seine Verbindungen zu Ostermann, auch die privaten, eindeutig und für immer kappt. Solange also Ostermann nicht wirklich zu einer längeren Haftstrafe verurteilt wird, kann es im Saarland nur so weiter gehen, wie bisher.

Zusätzliche Quellen: hier & hier

Und als kleines Schmankerl: hier

[Ich möchte darum bitten, beide Koalitionsprotokolle entsprechend zu vergleichen. Das, was da zutage tritt, macht einem Angst.]

Fazit

Mit dem Ausrufen der Jamaika-Koalition hat Hubert Ulrich weder den saarländischen Grünen/B90, noch der Bundespartei einen sonderlichen Gefallen getan. Wenn man nun das gesamte Sündenregister und die Verstrickungen dieses Herrn näher kennt, wird eindeutig dafür sein, das diese Koalition nicht zustande kommt. Besser noch: Man sollte versuchen, in jedem Fall Neuwahlen durchzudrücken, da nur diese eine absolute Sicherheit sind.

Der Filz zwischen Grünen/B90 und der FDP ist das Erschreckende hierbei. Es steht eindeutig fest, das hier etwas abgelaufen ist, welches in einer echten Demokratie unmöglich ist. Klar, viele sind mit dem Wahlergebnis an für sich nicht einverstanden. Aber durch diese Art von Politik müssen sich bundesdeutsche Politiker nicht wundern, wenn sie in Verruf geraten oder der einfache Bürger ihnen schlichtweg nicht mehr traut.

Hubert Ulrich muß weg. So schnell wie möglich. Und zwar dauerhaft. Eine gemütliche Zelle, die er sich mit Hajo Hoffmann und Harry Ostermann in der JVA Lerchesflur teilen kann, wäre der optimale Wohnort für ihn. Weitab von der Politik und endlich einmal nur mit sich selbst beschäftigt.

Diese Sache jedoch, der offene Verrat des Wählerwillens wird sich nicht nur in Volkes Stimme in Saarlouis niederschlagen, sondern bundesweit. Das mit dieser Jamaika-Koalition die Demokratie ad absurdum geführt wird, ist für jeden klar verständlich, der nun die Seilschaften kennt. Allein der finanzielle Schaden, der der Stadt Saarlouis durch die Hubert/Ostermann-Seilschaft bisher entstanden ist, übersteigt jeden normal verständlichen Wert. Und Hubert Ulrich wird so weiter machen, falls er nicht endlich gestoppt wird. Nicht nur das Saarland ist in Gefahr zu einem kleinen feudalistisch geführten Bundesland zu verkommen, sondern die gesamte Republik, wenn solche Politiker nicht gestoppt werden.

Wir sollten also eines aus der Causa Ulrich lernen: Man darf keinem Politiker vertrauen, selbst dann nicht, wenn man ihn selbst gewählt hat. Das Saarland braucht Perspektiven, Hubert Ulrich ist eindeutig keine davon.

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3 Kommentare on Netzwerk-Artikel: Das Ostermann-Kartell (III)

  1. rabe sagt:

    ergänzend und, wie ich finde, erschreckend informativ:

    „mobbing bei den saar grünen“
    http://www.stuttgarter-zeitung.....uenen.html

    stuttgarter zeitung, sonntag aktuell vom 31.10.09, wilfried voigt

  2. a non sagt:

    HGi

    der zweite SZ-Prokotolllink geht nicht.
    Das Jamaikapr0otokoll bleibt im Orkus …

    Gruß Anon

  3. Toby Tyler sagt:

    Hallo Andreas,

    ich habe den Artikel heute übernommen:
    http://tobytyler.wordpress.com.....rtell-iii/

    Grüzi