Ein weiteres Jahr ist ins Land gegangen. Und der TROTTELBOT existiert, entgegen der landläfigen Meinung, immer noch. Unser Blog mußte sich von seinem alten Netzwerk trennen und arbeitet nun bei einem anderen Netzwerk mit, in dem unsere Arbeit ein wenig mehr Wprdigung erfährt – vor allem frei von rechtslastigen oder nach der politischen Rechten driftenden Blogpartnern.

Der Jahresrückblick ist notwendig, um einmal mehr zu reflektieren, ob unsere Arbeit hier überhaupt richtige Anerkennung findet. Immerhin kann die Redaktion Stolz vermelden, nun endgültig alle störenden Internettrolle und Katholibans bis auf den Einen oder anderen Spinner losgeworden zu sein. Dies war auch ein hartes Stück Arbeit, zeigte uns aber, solange uns noch diese Klientel im Auge hat, wir eindeutig etwas nicht falsch machen: Unsere Berichterstattung.

Der Monat mit den meisten Artikeln war diesmal der Februar dieses Jahres. Dies lag unter anderem an der Landtagswahl in Hessen, sowie dem Umstand geschuldet, das so einiges passierte, mit dem wirklich nicht zu rechnen war. Der artikelsparsamte Monat war jedoch der April, in dem nicht einmal halb so viel passierte, wie ursprünglich erwartet. Jedoch gelang es diesem Blog im April diesen Jahres die 10.000-Leser-Grenze locker zu überschreiten und die 50.000 Leser-Grenze wurde im vergangenen Oktober hinter uns gelassen. Bei einem täglichen Schnitt von 70 bis 90 Lesern gar nicht mal so schlecht.

Aber fangen wir der Reihe nach an. Im Januar waren es wieder einmal die konservativen Kräfte, die da schon aufzeigten, das Gelehrsamkeit etwas ist, das sie nicht einmal im Ansatz kennen. Schon da warnte der TROTTELBOT eindeutig davor, die CDU oder die FDP in den Landtag zu wählen und deutete da schon an, mit was man rechnen muß, wenn es so weiter geht, wie bisher. Leider verwarf man die Warnungen des TROTTELBOT, auch wenn ziemlich häufig in den hessischen Zeitungen von hier zitiert wurde. Im Januar überraschte uns dann die Reaktion auf diesen Artikel!

Im Februar, dem Monat der Landtagswahl, versuchte dieser Blog gezielt auf den Wähler- und Bürgerverrat der konservativen Parteien hinzuweisen. Jedoch verklangen unsere Warnungen ungehört, ja wurden nicht einmal richtig Ernst genommen. Und dies, obwohl da die tägliche Leserzahl immer um die 200 User lag. Schuld trug da unter anderem dieser Artikel daran.

Im März wurde es dann leicht aufregender, auch wenn wir unseren eigentlichen Schnitt an Artikeln vornehmlich damit abgleichen mußten, was denn so eigentlich auch in der Bloggosphäre geschah. Dieser Artikel und dieser hier waren systemisch für das vergangene Jahr. Überraschend für die Redaktion war nur, daß absolut keine der politischen Parteien an der Offenlegung ihrer Machenschaften irgendwelchen Anstoß nahm.

Im April gab es nur sehr wenige Artikel. In der Gunst unserer Leser stand jedoch dieser hier, den wir auch weiterhin empfehlen. Immerhin war uns damals schon klar, daß einiges in diesem Bundesland nicht so weiter gehen konnte, wie bisher. Und obwohl der April ein sogenannter Saure-Gurken-Monat war, beschied er uns dennoch einen stetigen Zuwachs an Lesersympathien, wie in unserer Leserpost damals festzustellen war. Für uns war jedoch noch interessanter, daß es ausgerechnet jener Artikel war, der die konservativ-faschistischen Kreise, die diesen Blog vehement bekämpfen, ein wenig zum Nachdenken brachte. Anscheinend war denen selbst nicht bekannt, wie Übel ihre eigenen Kreise wirklich sind.

Der Monat Mai bot wieder entsprechend Abwechslung. In diesem Monat wurde dieser Artikel besonders von unseren Lesern gewürdigt. Es lag wohl daran, daß wirklich objektiv berichtet wurde, was man ja von bestimmten konservativen, katholibanischen oder gar faschistischen Internetpräsenzen nicht erwarten kann. Das es quasi auch dabei um dieses Thema ging, sorgte wohl dafür, daß unser Blog endlich einmal ein wenig mehr Aufmerksamkeit von der linken Seite des politischen Spektrums erfuhr. Überraschenderweise bekam die Redaktion die Aufforderung, gewisse linke Artikel aus unserem Blog zu löschen, nachdem wir diesen Artikel veröffentlicht hatten.

Im Juni dann wuchs unsere Kategorienliste überraschend an, als ein längeres Telefongespräch mit Jochen Hoff (duckhome) unseren Hauptautoren auf die Idee brachte, doch im TROTTELBOT ganz unverblümt das Grundgesetz einzustellen. In der Hoffnung natürlich, daß noch andere, der Demokratie verhaftete Blogs da gleichziehen und es ebenfalls Stück für Stück veröffentlichen. Immerhin ist das Grundgesetz das Gesetz von uns Allen in diesem Land – außer vielleicht den neuen konservativen und neoliberalen Politikern, die schon in der Mitte des vergangenen Jahres daran arbeiteten, das Grundgesetz auszuhebeln. Jedoch wurde eine richtige Kontroverse mit diesem Artikel ausgelöst, der mal wieder einmal deutlich aufzeigte, daß es so in diesem Land nicht weiter gehen kann. Die Redaktion steht übrigens nach wie vor hinter diesem Artikel!

Der Juli wurde dann ein wenig langweilig, obwohl das Thema Religion in diesem Jahr wirklich wieder Zulauf erhielt. Als wir jedoch die Petition und den dazugehörigen Aufruf der freien Katholiken veröffentlichten (jenen, die sich von solchen Internethetzseiten wie PI, kreuts.net, kreuz.net und fakt&fiktion distanzierten), brach im entgegengesetzten politischen Lager schlichtweg ein wenig Panik aus. Umso mehr, als dann sogar bekannt wurde, das unser Hauptautor Mitzeichner der Petition ist, obwohl er kein Katholik ist.

Im August des vergangenen Jahres nun wurde der TROTTELBOT noch ein wenig zynischer, als man es sonst von ihm gewohnt ist. Mit diesem Artikel hier stießen wir wieder in ein Wespennest – und überraschenderweise blieb die erwartete Attacke von Seitens unserer Gegner und Kritiker aus! Ob es am mittlerweile gewonnenen Respekt lag, kann nicht genau gesagt werden. Jedenfalls stellten bis auf zwei Internettrolle aus dieser Klientel alle anderen ihre Kommentar- und Beleidigungsversuche auf diesem Blog in diesem Monat so weit ein. Nicht einmal mehr beleidigende eMails oder anderes kam mehr nach diesem Artikel. Dafür aber umso mehr Einladungen für die Sitzungen der Darmstädter JuSos. Anscheinend fand dort der Blog wenigstens ein wenig Anklang.

Der September wurde besonders interessant für uns. Nicht nur wegen der vergangenen Wahl im Saarland, sondern auch, weil unsere Autorin Diotima zu neuer Größe fand. Zum September muß man noch hinzufügen, daß auch da weniger Artikel als üblich erschienen, dafür uns aber von unseren regelmäßigen Lesern eine bedeutend höhere Qualität bescheinigt wurde.

Im Oktober des vergangenen Jahres nun wurde es richtig heiß. Mit unserem Netzwerk-Artikel lösten wir regelrechte Politik aus. Durch unseren Artikel (und seine rasche Weiterverbreitung durch diverse Bloggernetzwerke)  zwangen wir Hubert Ulrich, den Chef der saarländischen Grünen/B90 Farbe zu bekennen und zeigten den Saarländern, wie weit sie sich bereits von der Demokratie entfernt hatten. Der Kaisermacher nutzte seine Macht klug, aber nicht weise. Der Sturm der Entrüstung, den wir damit im Saarland auslösten, nachdem der dreiteilige Netzwerk-Artikel erschienen war, war von uns nicht so geplant gewesen. Eigentlich wollten wir den Saarländern die notwendige Zeit verschaffen, die Jamaika-Koalition zu verhindern und wieder zur Demokratie zurück zu finden. Jedoch zeigte unser Artikel ironischerweise aber auch auf, daß Hubert Ulrich niemals jemand gewesen ist, der vertrauenswürdig zu nennen wäre.

Der November wurde langweilig. Zwar deckte der TROTTELBOT abermals einen weiteren Skandal um Roland Koch auf – jedoch verpufften unsere Beschwerden und Befragungen wie beim letzten Mal. Gleichzeitig wurde ein Jahr nach dem Sturz von Andrea Ypsilanti bekannt gegeben, daß die gehirntoten Mitglieder der ASPD einen neuen, kleinen Landesverband gebildet haben. Es war nicht sonderlich überraschend, daß weder Slike Tesch, Heike Ewerts oder gar Jürgen Walter sich bei der Gründungssitzung in Darmstadt einfanden, sondern dies eher Duzfreunden von Christean Wagner überließen, die Glaubwürdigkeit der ASPD noch ein wenig weiter zu untergraben. Zu Beginn der zweiten Novemberwoche durchbrach der Blog jedoch die 50.000-Besucher-Marke, was uns alle hier sehr gefreut hat. Und keine weiteren Monat darauf durchbrachen wir dann auch die 500-Artikel-Marke, womit sicher gestellt war, das dieses Blogprojekt wirklich mehr als nur eine einfache Ãœberlebenschance hat.

Der Dezember bot keinerlei sonderlich einfältiges oder Artikel, die wir gesondert präsentieren könnten. Das einzige, wa sman über den Dezember sagen kann, ist der kleine Umstand, daß einmal genauer über die „Hessischen Verhältnisse“ reflektiert wurde. So viel Streß dieser Artikel auch machte, war der Autor des Artikels über die Hilfestellung Frau Köhler betreffend, mehr als froh.

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