Es muß in diesen Tagen ein deutlich schweres Leben für einen christdemokratischen Konservativen sein. Zuerst kriegt der Landesparteichef und brutalstmögliche Aufklärer von der eigenen Chefin wegen einer unbedachten Äußerung auf den Deckel, dann wird noch ein Landtagsabgeordneter dabei erwischt, daß er in seinem eigenen Schmierblatt von solchen herausragenden Pressequellen wie „politically Incorrect“ oder „Fakt&Fiktion“ kompromißlos abkupfert.

Wenn es denn nur Abkupferei gewesen wäre, denkt sich an dieser Stelle der intelligente Leser, dem bereits einige dieser mentalen Entgleisungen aus dem Mund von Fräulein Möchtegern-Doktorin Kristina Köhler auf deren Homepage bekannt sind. Nun ja, in der CDU, und nicht nur in der hessischen, herrscht eben nun einmal das Bild des Guten Deutschen vor, der vor seinem Führer immer den rechten Arm zu heben hat. Gott sei Dank sind wir noch nicht so weit, aber die christdemokratische Partei Deutschlands (wobei man anmerken muß, daß das Christentum genau konträr zur Begrifflichkeit Demokratie steht, der Parteiname also nicht mehr als sinnbefreites Geschwurbel ist) arbeitet fleißig daran, die Demokratie in unserem schönen Land wieder einmal auf Dauer abzuschaffen.

Das Problem hierbei geht jedoch ein wenig tiefer als gedacht. Zum einen haben wir hier einmal den cholerischen absoluten Ausländerfeind, der sich nicht zu dumm ist, dies auch noch offen zu zeigen. Ganz natürliche CDU-Klientel. Dann haben wir da noch den absoluten Antisemiten, der sogar eine Bombardierung Israels ins Auge faßt, weil dieses Volk in seinen Augen keinerlei Lebensberechtigung hat. Ebenfalls der typische CDU-Anhänger. Die letzte Gruppe Anhänger ist noch leichter zu klassifizieren. Dies sind jene unserer Mitbürger, die gegen jeden Andersdenkenden sofort die Schrotflinte oder die Mistforke aus dem Keller holen. Auch dies sind absolut typische CDU-Anhänger. Und dabei wissen die meisten der genannten Gruppen nicht einmal, warum sie es sind … – Ein Umstand, den man bei CDU-Anhängern im Auge behalten sollte. Die meisten wissen tatsächlich nicht, warum sie einst dieser Partei beigetreten sind. Wegen der guten Karriereaussichten bestimmt nicht. In kleineren Dörfern ist es sogar Usus, daß Familien politisch unter sich bleiben. Einmal brauner Konservativer, immer brauner Konservativer. Diese Regel wird stoisch eingehalten.

Nun besteht das Leben aber nicht aus Statik (außer vielleicht im Hausbau), sondern ist ständig in Bewegung. Dies hat zur Folge, daß sich gelegentlich einmal das Eine oder Andere verändert. So wie die CDU/CSU einst aus dem braunen Loserverein NSDAP hervorgegangen ist, so zeigt sich heute, daß die Denke, die dort an der Tagesordnung war, immer noch vorzufinden ist. Bevorzugt in denjenigen Personen innerhalb der Partei, die sich selbstverständlich und selbstverfreilich als Elite empfinden. Und mag ihr IQ noch so viele Dutzend Punkte unter dem eines Orang Utans liegen.

Da haben wir einmal den Wisconsin-Reisenden, der schon so oft dort war, daß er mittlerweile jeden Insassen eines der dortigen Umerziehungslager mit Vornamen kennen müßte. Oder jenen anderen, der in seiner Zeit im Landtag dadurch auffiel, daß er eine Werbefirma unterhielt, die als Geldwaschanlage diente (der Prozeß läuft immer noch, verlauten tut wie immer nix, aber die Beweislast muß erdrückend sein, sonst wäre längst etwas in der MSM dazu erschienen), oder jenen Dritten, der sich gerne in den Burschenschaftshäusern in Darmstadt herumtreibt und dort schamlos Werbung für das Seminar Weikersheim betreibt.

Diese Leute sind keine Ausnahmen, sie sind die Regel in der CDU. Ebenso sicher kann man hier auch sagen, daß es genau dieser Menschenschlag ist, der nichts gegen die Wiedereinführung der Kinderarbeit in unserem Land hätte. Am besten für Mau, damit die Industrie nicht noch Folgekosten tragen muß. Hier muß ich jedoch sagen, daß seit der OPEL-Pleite die Klappe des brutalstmöglichen Aufklärers nur noch in eine Richtung schießt: In die der zukünftig arbeitslosen OPEL-Mitarbeiter, die wohl immer noch nicht realisiert haben, welchem Spuk sie da aufgesessen sind.

Aber zurück zum Thema. Vor was haben denn die Islamophoben so viel Angst? Vor einer Islamisierung unseres Landes? Wie denn, bei gerade einmal 5% islamischer Mitbürger im Land?! Vor einer Moscheebauwelle, die deutsche Architekten arbeitslos und somit zum ungeliebten Abschaum der Republik macht? Wohl auch nicht! Oder gar vor einer Minarettflut, die dem jährlichen hessischen Spargelwuchs ähnelt? Ich glaube kaum. Soviel Phantasie besitzt nämlich ein Christdemokrat gar nicht.

Ein deutliches Beispiel dafür ist Fräulein Möchtegern-Doktor Kristina Köhler. Die Frau hat auf ihrer Homepage lange und ausgiebig darüber referiert, wie man das Islam-Problem (welches denn bitte?) am Besten in den Griff bekommen könnte? Sogar auf Altermedia und „politically correct“ wurde sie wortwörtlich in ihren Ausführungen zitiert, die ich hier nicht zum Besten geben will, da mich solcher Mist einfach nur anekelt. Und so etwas ist derzeit unsere Bundesfamilienministerin! Kaum zu glauben!

Interessanterweise gaben aber diese Ausführungen einen kleinen Aufschluß darüber, wovor die Islamophoben wirklich Angst haben. Wäre es einfacher Xenophobie würde einfach eine zweijährige psychiatrische Behandlung (mit entsprechender Medikation) ausreichen, um diese Menschen wieder zu Verstand zu bringen. Jedoch ist nicht dies das Problem. Dieses geht eher auf das familiäre Umfeld zurück. Und zwar meist auf den Dorf- oder Stadtteilpfarrer, der schon in den 70er Jahren eine verteufelte Angst davor hatte, vor immer noch leereren Kirchenbänken zu predigen und somit nicht in der Lage zu sein, die vom Vatikan geforderte Kollekte wöchentlich beibringen zu können.

Nun ist es aber auch so, daß die Mehrheit der Standardislamophoben noch nicht einmal gute Christen sind. Eher das Gegenteil. Sie haben nicht nur Probleme damit, die Meinungen von Dritten anzuerkennen, sondern auch damit, daß es dem Moslem gestattet ist, seine Frau windelweich zu prügeln, wenn sie einmal das Essen verkocht hat oder sich im Bett verweigert. Der Moslem besitzt also durch seinen Glauben prädistinierte Sonderrechte, die der aufrechte Christ nicht nutzen darf, weil die christliche Religion während der Aufklärung eine Freiwaschung von solchen bestialischen Angewohnheiten erhielt. Was 1699 noch erlaubt war, galt 1720 bereits als verboten, da es als inhuman angesehen wurde.

Genauso wie es den Moslems gestattet ist, eine Ehe auf einen Tag zu schließen und nach einer vollzogenen Brautnacht wieder getrennte Wege zu gehen, herrscht hier bei den Christen der Futterneid auf den Islam vor. Ein Christ kann keine 24 h-Ehe führen, dies wäre unmoralisch. Im Islam kein Problem, im Christentum gilt das Ehegelübde sogar über den Tod hinaus (wenn man den Wortlaut sehr pedantisch auslegt).

Und hier liegt der Hund begraben. Und wahrscheinlich auch der Grund, warum Fräulein Möchtegern-Doktorin Kristina Köhler bisher noch keinen Ehemann gefunden hat. Zum einen möchte sie wohl von einem Ehegatten in guter althergebrachter christlicher Tradition zweimal in der Woche vertrimmt werden, zum anderen ist ihr eine 24 h-Ehe durch ihren Glauben versagt. Ihr bleibt also als aufrechte Christin keine andere Wahl als islamophob zu werden, da der Islam nicht nur auf diesen Gebieten einem Menschen wahnsinnig viel Freiheiten zugesteht.

Genau dies ist die Hauptursache, warum sich „Hitler“-Verehrer neuester Generation also eher im christlich-konservativen Lager sammeln. Sie wollen ihre alten, von ihrem Glauben vorgegebenen, Rechte wieder zurück, die zwar der Islam hat, sie aber nicht zur Anwendung bringen dürfen. Reiner Futterneid. Reiner Existenzneid, weil ihnen Rechte (wie sie glauben) von ihrer eigenen Religion vorgehalten werden, die sie so gerne wieder in Reinkultur ausleben würden. [An dieser Stelle muß ich vermerken, daß bis 1926 ungefähr es in Deutschland für einen Ehemann nicht verboten war, seine Ehefrau in christlicher Tradition todzuschlagen. Dies änderte sich erst kurz vor Ende der Weimarer Republik.] Die Islamophoben haben also mitnichten Angst vor einem Spargelwald aus Minaretten oder einer Stadt, in der eine Moschee neben der nächsten steht, sondern nur davor, daß der Papst ihnen Rechte vorenthält, die jede andere Religion aufweist.

Auch wünschen sich viele Islamophobe das gleiche Umgangsrecht mit Kindern, wie es Mohammed, der muslimische Glaubensgründer, der Welt vorgemacht hat. Doch darüber spricht man nur hinter vorgehaltener Hand oder in speziell abgeschirmten Internetforen, die zum größten Teil von diesen katholibanischen Islamophoben selbst betrieben werden. Es geht hier um nicht mehr, als um die Wünsche einer Minderheit, die eine absolute Gleichstellung ihres Glaubens mit den Glaubensrechten eines anderen Glaubens einfordern – und dabei den Boden der Rechtmäßigkeit voll wissentlich verlassen. Neid, Eifersucht, Zerstörungswut sind nur einige wenige Ausdrücke dieser Angst, unter der Islamophobe permanent leiden. Und es wird immer schlimmer, denn mittlerweile geht diese Angst schon so weit, daß sie auch die Grundrechte der nichtislamischen Bürger in diesem Land bedroht, da ja jeder, der anders denkt oder fühlt eine Gefahr für einen Islamophoben darstellt. Selbst dann, wenn diese Angst vor diesem Anderssein nur eingebildet ist.

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2 Kommentare on Die Angst der Islamophoben

  1. Uwe sagt:

    Hallo Andreas!

    Deine These, die von Dir beschriebene Islamophobie beruhe auf „religiösem Futterneid“, liesse sich auch damit belegen, dass ein häufiges Argument für das Schweizer Minaretturteil aus dem simplen Relativismus bestand, solange in islamischen Ländern die christlichen Kirchen unterdrückt würden, dürfe man hierzulande auch Minarette verbieten.

    Das ist aber ein Rückschritt. Zunächst wird ja Unrecht mit Unrecht gerechtfertigt, denn Kopftuch- und Minarettverbote als Ausdruck einer islamophoben Stimmung stellen in erster Linie Diskriminierungen dar. Sie verletzten ethische – und im Übrigen auch christliche – Ideale der Gleichbehandlung, der freien Religionsausübung, der Toleranz und der Menschenrechte. Stattdessen macht man sich gemein mit denjenigen unterdrückerischen Regimen, die im gleichen Atemzug angeprangert werden.

    Außerdem ist es unaufrichtig. Was hat eine Schweizerin oder ein Hesse mit einem syrischen Christen gemein? Gibt es nicht mehr Gemeinsamkeiten mit einem in Europa lebenden, islamischen Migranten der dritten Generation? Den missachteten Rechten religiöser Minderheiten in islamischen Ländern wird doch eher ein Bärendienst erwiesen, wenn eine folgenlose Solidarität angeführt wird, um hier lebende Migranten zu schikanieren.

    Bürgerlich-konservative Parteien als faschistische Organisationen zu brandmarken und ihren Vertretern und Anhängern allesamt Schwachsinnigkeit zu attestieren, ist wiederum selbst Demagogie.

    Die politischen Haltungen von Einzelpersonen führst Du mit Hilfe psychologischer Begriffe zu Typisierungen zusammen. die Du dann als Gruppe abwertest. Die Diffamierung setzt dann an biologischen Vergleichen an, die sie gegenüber menschlichen Qualitäten als defizitär kennzeichnen. Mit anderen Worten: CDU-ler und CDU-lerinnen sind für Dich Untermenschen.

    Ich frage mich, ob Du einen unheimlichen Brast auf alles Rechte und Konservative hast, weil Du selbst in Deinen Argumenten eine rechte Rhetorik verarbeitest. Das schwächt nicht nur Deine Argumentation, sondern wird Dich wütend und unzufrieden machen.

    Oder handelt es sich vielleicht komplett um Sarkasmus?

    Uwe

    P.S. Kristina Köhler ist mit Ole Schröder verlobt.

  2. Andreas E. sagt:

    Hallo, Uwe,

    in erster Hinsicht lebt dieser Blog von seinem offenen Sarkasmus, der hin und wieder auch ins zynische schlägt. Würde ich eine der Äußerungen hier wirklich absolut todernst meinen (auch wenn es sich vielleicht so liest), müßte ich mich jeden Tag fremdschämen, bei dem Mist, den die hier beschriebenen Menschen bauen.

    Es stimmt zwar schon, daß ich einen ziemlichen Brast gegen alles Rechte und Konservative habe, jedoch beeinträchtigt dies meine Objektivität so denkenden Menschen gegenüber nicht im Geringsten. Meiner Meinung nach hat jeder eine Chance, gewaltigen Bockmist zu bauen und sich dabei erwischen zu lassen. Die meisten kommen eben durch das Leben, ohne das man sie beständig erwischt, der Rest erzeugt den Mißmut, der auch mir selbst manchmal zu schaffen macht.

    mfg

    Ps.: Who to fuck is Ole Schröder? Im Net ist nichts über ihn zu finden! 🙂