Extremestische, demokratiefeindliche Katholibans betreiben dies am liebsten. Homeschooling. Damit wollen sie sicher stellen, daß ihre Brut im Sinne des Herrn entsprechend gebildet wird. Die meisten dieser Familien, die Homeschooling betreiben, kann man wirklich in der Pfeife rauchen. Nicht nur durch die übersteigerte Verehrung für ein Phantasieprodukt einer labilen Psyche, sondern auch der Umgang damit im Homeschooling, ist bedenklich. Ein berühmter Spruch aus der Bibel lautet beispielsweise: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser ist, alles andere gehört mir, deinem Gott!“ [Ist irgendwo im NT zu finden.]

Das damit schon seit der ersten deutschen Übersetzung der Bibel nicht das Kaiserreich in Frage gestellt wird, dürfte selbst der größte Idiot mittlerweile begriffen haben. Die Kernaussage dieses Satzes ist viel fataler, als es sich die Kirchenkritiker ausmalen können. [Naja, Drewermann und Deschner haben allein über diesen Satz halbe Bücher verfaßt, die sehr eindeutig in ihren Aussagen sind.] Dieser Satz gehört nämlich zu den Dingen, die im Homeschooling den Kids von ihren demokratiefeindlichen Eltern eingebleut werden. Dieser Satz sagt aus, daß Körper, Geist und Seele eben jenem Phantasieprodukt Gott gehören, das Geld, daß erarbeitet wird, jedoch steuersatzgemäß dem Kaiser (der Regierung) gehört.

Die Art von Untertan, die durch Homeschooling herangezüchtet wird, ist schon problematisch. Nicht nur, daß diese Gruppe eher ein faschistisches Regierungssystem (mit nur einem Souverän) akzeptieren würde. Nein, diese Gruppe von Kids würde auch eher in einem solchen System mitzuarbeiten, um es von Schmarotzern, Migranten und Ungläubigen zu säubern. Homeschooling könnte eine gute Errungenschaft sein, wenn es nicht zu einen solche Nebenwirkungen hätte. [Zwar nicht bei allen davon betroffenen Kindern und Erwachsenen, aber nach wie vor beim Großteil.] Jedoch werden gewisse Sozialisationen mit dem Homeschooling einfach unmöglich gemacht.

Wenn man sich nun im Vergleich unser reguläres Bildungssystem anschaut, rauft man sich früher oder später die Haare aus. Das deutsche dreigliedrige Schulsystem hat seine Schwächen. Nicht nur, daß von Anfang an gezielt zwischen den sozialen Stati der Eltern her ausgesiebt wird – und somit Talente, die aus ärmeren Schichten kommen, schlicht hintergangen werden – sondern auch, daß man mit Absicht in diesem System versucht, die Massen entsprechend zu beruhigen. Zweites klappt übrigens öfter als es sich manche Genies im Bereich Bildung und Kultur vorstellen können.

So ist schon einmal sicher, daß die wenigstens Gymnasiasten etwas über das DRITTE REICH und die zwölf Jahre „tausendjähriges Reich“ lernen, in der Hauptschule (so fern sie denn noch in den Bundesländern existiert) dieser Stoff jedoch im Abschlußjahrgang durchgekaut wird. Jedoch auch nicht allzu gründlich und Hauptschüler, die über dieses Thema Referate abhalten, spielen mit ihrer Zukunft! Das deutsche Lehrersystem duldet keinen Widerstand. Vor allem nicht bei Themen, über die die wenigsten Lehrer wirkliche Kenntnisse haben wollen. [Und davon gibt es einige.]

Das Homeschooling wird da leichthin als Gegengewicht zum herkömmlichen Schulsystem dargestellt. Aber dies ist es nicht. So sehr auch der normale staatliche Schulunterricht nicht fanatisiert, vollbringt das Homeschooling dieses schon. Da hier der Schwerpunkt auf den Glauben gelegt wird, ist klar, daß Homeschooler meistens sehr von sich selbst eingenommen sind und deshalb Niederlagen nicht so gut verkraften können, wie beispielsweise Real- oder Hauptschüler städtischer Schulen, denen ja öfter von ihrem Lehrkörper Übel mitgespielt wird. Homeschooler haben den Nachteil, daß sie eine schlechte Sozialisation besitzen und sich deshalb nur schwer anpassen können. Vor allem haben sie ein kleines Problem mit geltendem Recht und Gesetz, da diese Themenbereiche (wie die Demokratie) während ihrer Ausbildung vernachlässigt wurde. „Was des Kaisers ist …“

Ich sehe deshalb im Homeschooling eine eindeutige Tendenz zur staatsgefährdenden Ausbrechermentalität. Menschen, die ihre Kinder nicht auf die staatlichen und städtischen Schulen gehen lassen wollen, weil sie Angst vor Überfremdung, Schülerrivalität und anderen Dingen haben, könnten diese Gesellschaft ändern. Mit Homeschooling unterstützen sie nur die Faschistierung unserer Gesellschaft. Und dies alles im Namen eines phantasierten, ausgedachten Gottes, der sie sowieso nicht erhört und sie endlich von Moslems und Juden befreit, wie sie es sich gerne wünschen. [Und darüber liegen mir entsprechende Aussagen vor.]

Zwar kann nicht bestritten werden, daß ein Schüler in einer kleineren Lerneinheit mehr und besser lernt, jedoch darf man bei diesem Gedanken auch nicht vergessen, daß es in unserem staatlichen Schulsystem nicht nur am Aussieben krankt, sondern auch am Lehrernachwuchs, der wirklich für diesen Job geschaffen ist und nicht gleich in absoluter Unterwürfigkeit Dinge praktiziert, die heutzutage schon als kritisch anzusehen sind. Unsere Schulen brauchen mehr Lehrer, ein späteres Auswahlverfahren und eine fairere Benotung. Alles Dinge, die im Homeschooling sowieso nicht gegeben sind, da Eltern immer parteiisch zu Gunsten ihrer Kinder entscheiden. In unseren Schulen muß die Lerneinheit kleiner werden und der Bezug des einzelnen Lehrers zum Schüler verbessert werden. Vorurteile haben dabei jedoch nichts im Unterricht verloren, es sei denn, sie werden im Ethikunterricht genauer beleuchtet, der jedem Religionsunterricht vorzuziehen ist. Im Homeschooling ist so etwas nicht möglich. Dort steht anstatt Religion Bibelkunde auf dem Stundenplan und dies verheißt auch selten etwas Gutes.

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