Ich habe es ja schon immer gewußt. War mir schon immer im Klarem, das bestimmte Dinge tun oder Nichttun krank macht. Aber zuerst dachte ich dann schon, daß sich unsere Gesundheitsexperten bei einigen ihrer Erkenntnisse selbst nicht im Klarem sind. Nun, heute wurde ich eines Besseren belehrt.

Lächeln kann krank machen. Experten haben jetzt herausgefunden, dass Dauergrinsen sogar zu Depressionen, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Problemen führen kann. Gefährdet sind vor allem „Berufslächler“ wie Stewardessen oder Verkäufer.

Viele werden sagen, das die Berufskrankheiten dieser Berufssparten kaum vom Dauergrinsen kommen kann. Doch wie nun internationale Experten festgestellt haben, liegt genau hier das Problem dieser Berufsgruppen. Stewardessen, die bereits in der Ausbildung ein falsches Lächeln lernen müssen, damit sie es überhaupt bis in den Flugdienst schaffen, leiden besonders darunter.

In meinem Heimatort gab es in den 1970er Jahren das große Ausbildungszentrum der deutschen Lufthansa. Und man sah immer im Ort Stewardessen, die sich zwischen ihren Unterrichtseinheiten im Ort aufhielten oder im westlichen Waldstück unserer Gemeinde spazieren gingen. Ein paar dieser schönen Mädels kannte ich auch persönlich. Und schon damals fiel mir auf, das manche dieser jungen Frauen schon unter den Vorzeichen, der nun endlich bestätigten Krankheitsbilder leideten. Damals fragte ich mich, wieso es dazu kam, nun weiß ich es besser.

Sogenannte Berufslächler stehen unter einem höllischen Druck. Die einfache Stewardess muß versuchen, es möglichst jedem Passagier Recht zu machen und sich deshalb einiges Gefallen lassen. Auch heißt dies für die einfache, ungebildete Supermarktverkäuferin, daß ihr Lächeln meistens aufgezwungen ist. Und sie deshalb schlaflose Nächte hat.

Jetzt, wo der Zusammenhang auf diesem Gebiet endlich erkannt ist, kann es nicht mehr lange dauern, bis man auch das Krankheitsbild unseres Kanzlers genauer erkennen kann. Auch hier ist nämlich direkt und auf verschiedenen Bildern nachzuweisen, daß das Kanzler immer nur gezwungen lächelt. Vor allem sieht man dies an jenen Bildern, die sie zusammen mit Chavéz hat machen lassen. Das aufgezwungene Lächeln, das man da sieht, kann einen wirklich krank machen.

Aber die Heuchelei betrifft nicht nur die falsche Freundlichkeit, sondern auch die Hetze gegen Personen – nicht nur des öffentlichen Lebens, sondern auch direkt oder im Internet. Viele dieser Heuchler, die sich der Hetze bedienen, damit sie sich selbst nicht ins Gesicht sehen müssen, leiden genau unter jenen Krankheitsbildern, wie sie in dem diesem Artikel zugrunde liegenden Bericht angegeben sind. Und dabei meine ich nicht die Depressionen oder die scheinbare multiple Persönlichkeit, wie man sie auch beobachten kann.

Das es solche Heuchler am Kreislauf haben, ist sogar für mich als medizinischen Laien nachzuvollziehen. Diese Personen leben eine Lüge – und gehen damit auch noch hausieren. Ein wenig Selbstreflektion (nicht Selbstironie) und ein wenig mehr Ehrlichkeit zu sich selbst, und man könnte mit der Heuchelei aufhören, ständig von sich zu behaupten, das man besser sei als andere, wenn dies gar nicht den eigenen moralischen Ansprüchen entspricht.

Genau hier liegt nämlich der Hund dieser Heuchelkrankheit begraben. Der Körper wehrt sich gegen ein aufgesetztes Bild nach außen, das absolut nicht seinem eigenen Wesenskern entspricht. Wenn ich also immer nur lächle – und es nicht Ernst meine – signalisiere ich Heuchelei. Und so etwas macht krank.- Genauso verhält es sich, wenn ich über eine dritte Person im Internet Lügen verbreite und sie in einer Tour beleidige. Auch hier äußert sich der Körper durch Befindlichkeiten, die durchaus dem oben angesprochenen Krankheitsbild entspricht. Je länger ich also meinen Körper mit falschem Gefühl malträtiere, umso schlimmer wird meine Erkrankung werden. Aber kein Humanmediziner wird, ohne das entsprechende psychologische Grundwissen, direkt erkennen, das er einen Heucheleikranken vor sich hat. Denn würde er dies erkennen, würde er den betreffenden Patienten nicht in die Psychiatrie, sondern zu einem Pfarrer zum Ausweinen und bereuen schicken.

Heuchelei, egal nun im Guten oder Bösen, ist etwas, das wirklich krank macht. Man sollte immer ehrlich bleiben. Auch sich selbst gegenüber. Laut meiner Erfahrung nämlich würde dies bedeuten, das Menschen, die ohne Grund über andere herfallen, hier selbst zuerst etwas über sich lernen müssen. Solche Menschen nehmen sich nicht so an, wie sie wirklich sind. Wie ihr Inneres, ihre Seele, sie wirklich wahrnimmt. Solche Menschen müssen an sich arbeiten, sonst bringt ihre Heuchelei sie vielleicht doch noch um. Was vielleicht in einigen Einzelfällen nicht sonderlich traurig wäre (soviel Sophismus muß sein), aber auf die große Masse betrachtet, wäre es doch ein großer Verlust an durchaus annehmbaren menschlichen Potential, das nur komplett aus dem Ruder gelaufen ist.

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