An die
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Frau Dr. Kristina Schröder
Per E-Mail

Berlin, 5. März 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,

jeden Tag werden neue Fälle von Gewalt und sexuellem Missbrauch gegen Kinder in kirchlichen, privaten oder staatlichen Schulen oder Heimen bekannt. Die Medien sagen, die bisher bekannten Fälle sind nur die Spitze des Eisberges. Das ist alles furchtbar schrecklich.

Was mich trotzdem wundert ist: Alle gehen davon aus, dass die Fälle in der Vergangenheit passiert sind – und dass so etwas heute in den Heimen, in denen all die Kinder, die mit der Begründung des Kinderschutzes vom Jugendamt aus den Familien genommen wurden, nicht mehr vorkommt. Nach dem Motto: schrecklich, was damals passiert ist – gut, dass das heute nicht mehr geschehen kann.
Ich finde diese Haltung, die ich bei Politikern, Journalisten und der Öffentlichkeit gleichermaßen erkenne, für absolut gefährlich. In der ganzen Debatte spielt nur die Frage eine Rolle, was in der Vergangenheit war, und was man in Zukunft anders machen muss. Aber die Situation in der Gegenwart wird von niemandem beleuchtet!!!

Meine Tochter lebt seit zwei Jahren in einem Heim, nachdem man sie mir mit einer völlig überzogenen und vorgeschobenen Begründung weggenommen hat. Wohlgemerkt: Bei mir hat es nie Missbrauch gegeben (das hat selbst das Jugendamt nie behauptet).

Nun will ich nicht sagen, dass meine Tochter sexuell missbraucht wird im Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin Gatow. Aber auch meine Tochter hat mir gesagt, dass sie geschlagen wurde.

Und die Vormünderin hat verhindert, dass die Polizei, bei der ich Anzeige erstattet habe, meine Tochter vernehmen darf. Das ist das gleiche Problem wie in all den Fällen, die aktuell bekannt werden. Es wird vertuscht, gedeckt, verhindert, dass so etwas ans Tageslicht kommt.

Das ist das gleiche Problem wie damals, als alles völlig intransparent und ohne Kontrolle von unabhängiger Seite war. Und daran hat sich bis heute nichts geändert. Konsequenz: Ich hätte nie eine Chance, zu erfahren, ob meine Tochter missbraucht wird oder nicht. Oder anders formuliert: solange die Strukturen immer noch so sind wie sie sind, solange sich an den Strukturen seit 50 Jahren nichts geändert hat und sich auch jetzt nicht und für die nächsten Jahrzehnte nichts ändert, wird so etwas, was jetzt die Republik bewegt immer wieder geschehen können. Und zwar hier und jetzt – und in 20 Jahren kommt es raus. Dabei wäre es Aufgabe unserer Gesellschaft, heute aufzupassen und dafür zu sorgen, dass es sofort und heute und hier und jetzt herauskommt, wenn so etwas passiert. Ich sehe aber nicht, dass sich daran etwas geändert hätte oder dass auch nur einer darüber nachdenken würde, daran etwas zu ändern.

Übrigens hat Gewalt nicht nur etwas mit körperlicher Gewalt wie Schlägen oder sexueller Gewalt wie Missbrauch zu tun. Gewalt kann auch psychisch ausgeübt werden. Meine Tochter wird massiv psychisch unter Druck gesetzt, sich in einer bestimmten Weise verhalten zu müssen – ansonsten droht man ihr, ihre Mutter nicht mehr sehen zu dürfen. Das ist auch Gewalt. Das ist seelische Gewalt. Nur dass unsere heutige Gesellschaft dafür offenbar keine Sensibilität hat. Aber ich sehe es kommen: In 20 oder 30 Jahren kommen all die Fälle von seelischer Vergewaltigung ans Tageslicht der Gesellschaft, die heute – hier und jetzt – in den Heimen stattfindet, in denen die Kinder leben, die das Jugendamt ihren Eltern weggenommen hat. Und dann äußern sich alle Politiker, Journalisten und die Gesellschaft genauso bestürzt wie sie es derzeit angesichts der Missbrauchsfälle von vor 20 Jahren tun.

Lasst es nicht soweit kommen! Wacht wenigstens dieses Mal heute schon auf und SCHAUT HIN! Schaut nicht nur in die Vergangenheit. Schaut auch in die Gegenwart. Kümmert Euch um die tausende Kinder. Nehmt sie ernst, kümmert Euch um Transparenz! Haltet schon heute das Unvorstellbare für möglich, damit ihr nicht wieder erst in der Zukunft von der Vergangenheit überrascht werdet! Seht hin! Klärt auf und kontrolliert die Heime so, wie ihr inzwischen die Familien kontrolliert! Sonst macht ihr euch alle schuldig an den Kindern von heute.

Wenn ihr es nicht tut, dann sagt nicht in 20 Jahren, ihr hättet euch das alles nicht vorstellen können. Sagt nicht, ihr hättet von nichts gewusst. Wenn ihr heute nichts tut, dann müsst ihr in 20 Jahren eingestehen, dass ihr alle mitverantwortlich seid für das Leid der Menschen von morgen, die die Kinder von heute sind.

Ich werde systematisch von meiner Tochter ferngehalten. Es wird mir systematisch die Transparenz verweigert, die mir zusteht. Ich darf nicht mit den Ärzten sprechen, die meine Tochter behandeln. Ich darf nicht mit der Schule reden, in die sie geht. Ich darf nicht mit der Kirche sprechen, wo meine Tochter die Kindergruppe besucht.

Das Albert-Schweizer-Kinder-Dorf hat dafür gesorgt, dass der Umgang zwischen mir und meiner Tochter ausgesetzt wurde, nach dem die Leiterin des Kinderdorfes meine immer noch nicht vorhandene „innere Akzeptanz“ für die Unterbringung als Kindeswohlgefährdung einstufte – ohne Gerichtsbeschluss, ohne auch nur einen Antrag auf Aussetzung des Umgangs beim Gericht zu stellen.

Der wahre Grund war, dass der Heimleiterin des Albert-Schweizer-Kinderdorfes nicht gefiel, dass Sie von mir in einem Gespräch erfuhr, dass mich meine Tochter trotz Androhung von Strafe weiterhin über Abläufe und Missstände im Albert-Schweizer-Kinderdorf informierte. Seit diesem Tag durfte ich meine Tochter nicht mehr ohne Aufsicht sehen oder sprechen. Diesen Umgang musste ich mir gerichtlich einklagen. Und die Umgangsbegleiterin hat in ihrem Bericht ans Jugendamt die Ausweitung des Umgangs empfohlen, weil es keinen wirklichen Grund gibt, der es rechtfertigen könnte, dass mich meine Tochter nicht sehen darf.

Nach wie vor dürfen wir aber nicht darüber sprechen, wie es im Heim ist. Meiner Tochter wurde nochmals verboten, sich diesbezüglich an mich zu wenden und vertrauensvoll mit mir darüber zu reden, sich über Abläufe und Missstände mit mir zu unterhalten. Sie darf mir lediglich sagen, wie gut es ihr dort angeblich geht.

Und das lässt sich das Jugendamt viel Geld kosten. Fast 5000 Euro für einmal im Monat allein für die Begleitung des Umgangs – für ein paar Stunden unter Aufsicht meine Tochter sehen zu dürfen.
Meine Tochter wird in ärztliche Behandlung gebracht, den Behandlungsbericht wollte man mir gar nicht aushändigen. Ich erfahre trotz mehrfacher Nachfragen nicht, welche Medikamente meine Tochter in den letzten Monaten erhalten hat. Jetzt hat man gestanden, dass man ihr Ritalin verabreicht, mein ausdrücklicher Widerspruch, dass ich damit nicht einverstanden bin, bleibt unbeantwortet. Das sind nur ein paar Beispiele.

Um zum Punkt zu kommen: Ich fordere Sie auf und bitte Sie sehr herzlich, dafür zu sorgen,

1) dass alle Heime, in denen Kinder heute fremduntergebracht sind, systematischer und viel umfassender als derzeit kontrolliert werden und allen Beteiligten transparant und umfassend Rechenschaft ablegen müssen, und zwar nicht nur dem Jugendamt oder den Gerichten, sondern ausdrücklich auch den Eltern,

2) dass Eltern, deren Kinder fremdunterbracht sind, umfassenden Einblick in alle Belange ihres Kindes erhalten und nehmen können, und zwar unabhängig davon, welche Informationen das jeweilige Heim oder das zuständige Jugendamt weiter gibt. Dazu gehören insbesondere auch umfassende Informationsrechte in Fragen ärztlich-medizinischer Behandlungen und der schulischen Belange, inkl. das Recht, als Eltern selbst mit den behandelnden Ärzten oder mit den Lehrern zu sprechen, und umfassend alle Akten einsehen zu dürfen.

Man kann nicht einerseits mehr Sensibilität für Signale der Kinder von den Eltern verlangen und andererseits Eltern systematisch von allen Belangen fernhalten. Das gilt umso mehr, wenn Kinder wegen schulischer Probleme oder angeblicher Auffälligkeiten und nicht wegen Verwahrlosung, Missbrauch oder körperlicher Gewalt aus ihren Elternhäusern gerissen wurden!
Wenn Ihnen das Wohl unserer Kinder am Herzen liegt, dann bitten ich und viele andere betroffene Eltern in der Initiative www.betroffene-eltern.com Sie darum, unser Anliegen zu unterstützen.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Fatima xxxxxxx

—————————————–

Kommentar DER TROTTELBOT

Ich weise eindrücklich darauf hin, daß das Bundesfamilienministerium der Briefautorin bisher noch nicht geantwortet hat, obwohl dieser Brief bereits vor gut einer Woche dorthin abgeschickt wurde. Das keine Stellungnahme zu dem Thema genommen wird, deutet für den aufmerksamen Beobachter nur darauf hin, daß Kindesmißbrauch für unsere Bundesfamilienministerin eindeutig kein Problem darstellt. Dies sollte zu denken geben.

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3 Kommentare on OFFENER BRIEF AN UNSERE FAMILIENMINISTERIN

  1. nura's mama sagt:

    Ich habe übrigens immer noch keine Antwort bekommen, ich weiss auch dass ich keine Bekommen werde, dafür habe ich gestern Post von einem Gutachter bekommen!!!!!!!!
    Er emphelt einen stark eingeschränkten Umgang zur Kindesmutter!!!
    Diese Menschen sind so sadistisch und missgünstig, weil Sie keine Liebe kennen…………
    da kommt ein wild fremder Mann und darf darüber richten ob ich in Zukunft mein Kind in die Arme nehmen darf oder nicht!!!
    Was ist das für eine kranke Welt!!???
    Nur perverse Sadisten sind zu so etwas fähig.
    Das Gutachten werde ich sobald ich mich von diesem Schock erholt habe ins Netz setzen!!!

    Meine kleine Nura Du bist mein ein und alles und Mama hat Dich sehr lieb!!

  2. nura's mama sagt:

    EINER ZUM ISLAM KONVERTIERTEN MUTTER WERDEN FÜNF KINDER VOM JUGENAMT WEGGENOMMEN!!!

    Wie die Kinderkommisiion auf die tragische Geschichte reagiet

    Sehr geehrte Damen und Herrn Abgeordnete der Kinderkommission des deutschen Bundestages,

    leider hatten Sie mir auf mein Letztes Schreiben vom 05.03.2010 bis jetzt keine Antwort zukommen lassen und auf mein Schreiben vom 30.01.2010 eine recht unbefriedigende Antwort gesendet.

    Nichts desto trotz möchte ich Ihnen die folgenden Links zusenden. Ich hoffe, Sie schauen sich die Filme an und teilen mir mit, ob Sie dann immer noch der Meinung sind, in Deutschland wäre alles in bester Ordnung und die Jugendämter würden ordentlich arbeiten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Betroffene-eltern.com

    http://www.youtube.com/watch?v=46RxfPDIxiQ

    http://www.youtube.com/watch?v=JiNgeCk47Wg

    http://www.youtube.com/watch?v=XQurnWabIC8

    http://www.youtube.com/watch?v=y1Qm2_5aW-Y

    http://www.youtube.com/watch?v=w0nGCGTkkvM

    http://www.youtube.com/watch?v=sVsz-cBvKoY

    WAS MIR DIE KINDERKOMMISSION GEANTWORTET HAT!!!!!

    Sehr geehrte Frau

    Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom 16. Mai 2010 teile ich Ihnen
    Folgendes mit.
    Nach den mir vorliegenden Unterlagen haben Sie Ihr Schreiben vom 5. März
    2010, an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
    gerichtet.
    Dieses Schreiben haben Sie als Anhang zu Ihrer E-Mail vom 6. April 2010 den
    Mitgliedern der Kinderkommission des Deutschen Bundestages zur
    Kenntnisnahme zugeleitet. Dass Sie eine Beantwortung Ihres Schreibens vom
    5. März 2010 durch die Kinderkommission erwarten, kann aus dem Wortlaut
    Ihres Anschreibens mithin nicht abgeleitet werden. Sollten Sie eine
    Antwort wünschen, empfehle ich Ihnen, darum beim Bundesministerium für
    Familie, Senioren, Frauen und Jugend nachzusuchen.
    Sofern Sie das Schreiben der Kinderkommission vom 8. März 2010 als
    unbefriedigend betrachten, so ist dies sehr bedauerlich. Die rechtliche
    Situation hat sich jedoch zwischenzeitlich nicht geändert, so dass ich
    Ihnen diesbezüglich keine günstigere Mitteilung geben kann.

    Sie werden sicher verstehen, dass die Mitglieder der Kinderkommission
    ihre Meinungsbildung nicht auf youtube-Filmen gründen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Das KiKo- Team

  3. nura's mama sagt:

    MAL GANZ EHRLICH!!!!!!

    ETWAS MEHR MITGEFÜHL VON EINER KOMMISSION DIE SICH VON BERUFS WEGEN MIT KINDERN AUSEINANDER SETZT UND VORGIBT SICH FÜR DIE EINHALTUNG UND UMSETZTUNG DER KINDERRERCHTSKONVENTIONEN ZU BEMÜHEN,
    HÄTTE ICH SCHON ERWARTET!!!!!

    MIR WIRD IMMER KLARER DAS MENSCHEN DIE AUF SOLCHEN POSTEN SITZTEN,
    NUR DORT SITZTEN WEIL SIE DAS KINDESWOHL AUS DER SICHT DER SOGENANNTEN FACHKRÄFTE LOBIISTEN VERTETEN, DIE EIN GESTEIGERTES INTERESSE DARAN HABEN DIE ELTERN, ALS UNFÄHIG UND GEFÄHRLICH FÜR IHRE KINDER IM FOKUS DER ÖFFENTLICHKEIT DARZUSTELLEN, ANSTATT SIE ALS DIE BESTEN FACHKRÄFTE DER EIGENEN KINDER ZU UNTERSTÜZEN UND ZU STÄRKEN:

    WORUM ES DEN VIELEN SELBST ERNANNTEN FACHKRÄFTEN IM KAMPF UM DAS NEU DEFENIERTE KINDESWOHL AUS SICHT GELDGIERIGER KINDESRETTER GEHT IST JA WOHL KLAR!!!!!!!!

    GELD!!!!!!!!

    SIE BUHLEN UM DIE GUNST DER JUGENDÄMTER UND RICHTER AN DEN FAMILIEN-GERICHTEN DURCH FRAGWÜRDIGE SEMINARE IN DENEN FRAGWÜRDIGE STUDIEN VORGESTELLTE WERDEN DIE IM WESENTLICHEM IMMER WIEDR DIE GLEICHE AUSSAGE HABE:ELTERN NIX GUT FÜR KIND FACHKRAFT GUT FÜR KIND!!!

    IN EINEM LAND WAS IM KERN EHER ALS KINDERFEINDLICH ZU BEZEICHNEN IST, IST DOCH KLAR DAS KINDER NUR DANN ETWAS WERT SIND, WENN MAN PLÖTZLICH UND DANK DER VIELEN DURCH DIE FACHKRÄFTE FESTGESTELLTEN DEFIZIETE AUF EINMAL RIESEN SUMMEN LOCKER GEMACHT WERDEN,WOBEI DIE EIGENTLICHEN PROFITEURE LETZTENDLICH MEHR DIE FACHKRÄFTE ALS DIE KINDER SIND! EIGENE JOBS ERHALTEN UND DURCH ERFUNDENE KRANKHEITEN UND STÖRUNGEN NEUE JOBS SCHAFFEN, DIE KEIN MENSCH BRAUCH!!!

    DER PSYCHO-MARKT UND DIE PHARMA INDUSTRIE SIND DIE GRÖßTEN LÜGNER UND PROFITEURE DIESER SKANDALÖSEN UND MENSCHENRECHTS-VERACHTENDEN ENTWICKLUNG IM NAMEN DES KINDESWOHL!!!!!!!

    KINDER GEHÖREN ZU IHREN FAMILIEN UND NICHT IN DIE HÄNDE WILD GEWORDERNER STAATS-DIENER, MAFIOSEN HELFERSHELERN DER JUGEND HILFEN, KRIMINELLE PSYCHOLOGEN MIT DUBIOSEN BEHANDLUNGS-METHODEN, SKRUPELLOSE ÄRZTE DENEN DIE GESUNDHEIT UNSERER KINDER SCHEISS EGAL IST, DER PROFIT DURCH ZUWENDUNGEN DER PFARMA-INDUSTRIE NACH VERSCHREIBUNG FRAGWÜRDIGER MIDIKAMENTE WIE RETALIN AN GESUNDE KINDER,WICHTIGER IST!!!