In der hessischen CDU rührt sich im Moment gar nichts. Aber die rechtskonservativen, neoliberalen, wirtschaftsfaschistischen Kreise haben deshalb das bundesweite Sprachrohr ihrer Partei reaktiviert, um Druck auf die hessische SPD ausüben zu können. Oder stimmen da einige Legenden doch, die man so hört???

Der für Dienstag geplante Machtwechsel in Hessen rückt näher – und die Union glaubt offenbar selbst nicht mehr an ein Scheitern: CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hat einen Tag vor der entscheidenden Abstimmung die SPD-Spitze zum sofortigen Eingreifen aufgefordert. „Heute hat die Parteiführung der SPD die letzte Gelegenheit, den Wortbruch zu stoppen“, sagte Pofalla der Bild.

Das dumme an der ganzen Sache ist Halt eben nur, das es Roland Koch mal wieder mit seinem ausländerfeindlichen Wahlkampf war, der während des ganzen Landtagswahlkampfes beständig sein Wort gebrochen hat. Was wollte er Hessen nicht alles Gutes tun!

Raus mit diesen, mit jenen Ausländern. Passiert ist nüscht! Und das, obwohl er doch geschäftsführender Ministerpräsident ist. Wie war das noch bei seiner ersten Landtagswahl? Hatte er da nicht diese wunderbare Unterschriftenaktion gegen den Doppelpaß laufen, der jedem Doppelpaßinhaber und auch Deutschland von Vorteil gewesen wäre? Oder bei seiner zweiten Wahl zum Ministerpräsidenten als von ihm diese merkwürdige antisemitische Geschichte kam? Oder wie war das, als der Rabbi im Westteil Frankfurt/Mains von einem Moslem aus dem Ostviertel zusammengestochen wurde! Kam da ein Ministerpräsident Roland Koch zum Rabbiner und wünschte ihm gute Besserung?! Nein, eben nicht. Und der Jörg-Uwe Hahn von der hessischen FDP, die das Ostviertel schon vor Jahren aufgegeben hat, ließ sich bekanntlich auch nicht blicken. Nur Vertreter der hessischen SPD und der Grünen/B90 sind damals am Krankenbett des Rabbiners aufgetaucht. Aber die CDU hat man da suchen müssen.

Und was leistete sich Roland Koch bei der Landtagswahl 2008? Er faselt und phantasiert etwas von gewaltbereiten, kriminellen, jugendlichen Migranten im Land, denen man dringend Einhalt gebieten müsse. Und die Sache wird dann noch im Internet durch einschlägige Internetseiten unterstützt. Irgendwie merkwürdig das Ganze. Dennoch versaut Roland Koch die Landtagswahl. Er ist eindeutig kein Wahlgewinner, wenn er 17,3% Miese einfährt. Zwar hat er gegenüber der SPD noch 0,1% Wählerstimmenvorsprung, aber da Roland Koch es einfach nicht fertig brachte, eine regierungsfähige Mehrheit hinter sich zu kriegen (auch wenn die Grünen/B90 von einer Koalition mit ihm träumten – zumindest einige Clowns aus Darmstadt), ist nun Frau Ypsilanti dran.

Wenn ihr linkes Bündnis hält, hat Roland Koch für Hessen ausgedient. Da nutzt ihm auch kein UBoot in Form des Landesparteivize Jürgen Walter. Wird morgen Frau Ypsilanti gewählt, dürfte es da sehr wahrscheinlich zu einer überraschenden Trennung kommen. Dann kann sich die hessische SPD getrost von Herrn Jürgen Walter trennen, während sich von diesem seine Freundin trennt. Und dann wäre in diesem Bundesland wieder alles im Lot. Immerhin hat die hessische SPD aus diesem Bundesland das gemacht, was MP Koch fast vollständig ruinierte.

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