Der brutalst mögliche Aufklärer hat heute wieder zugeschlagen. Aber nicht so laut, wie er es sonst zu tun pflegt, da sonst seine Eskapaden und Launen deutlich eher zu vernehmen sind. Der Ministerpräsident von Hessen (geschäftsführend) hat heute wieder einmal gezeigt, welch gute Laune er Angesichts von vier Verrätern der Spitzenklasse aus den Reihen der Maman Sozialdemokratie hat.

Das er dennoch leicht angefressen ist, weil sich die südhessischen Landesverbände der SPD nicht mit einer Großen Koalition unter seiner Ägide solidarisieren, kann man da sogar noch verstehen. Aber kommen wir auf den Punkt. Roland Koch ist nur deshalb so übellaunig, weil er immer noch nicht regieren kann. Da hat auch die angebliche Bürgerinitiative (über die hier schon berichtet wurde – und deren genaue Geschichte auf Mein Parteibuch zu finden ist – nachdem hier darüber berichtet wurde) mit dem Wortbruchgesalbader nicht mehr sonderlich viel helfen.

Roland Koch kann sich sogar noch glücklich schätzen. Er sollte sich erst einmal vorstellen, wie das ausgegangen wäre, wenn die vier Verräter des sozialdemokratischen Gedankens die Ministerpräsidentenwahl wirklich durchgezogen hätten – und danach erst meuterten! Dann wäre er jetzt kein geschäftsführender Ministerpräsident mehr, sondern nur noch ein winzig kleiner, total unwichtiger Fraktionsabgeordneter. An dieser Stelle muß ich sagen, das die Gehirnwäsche, die von dieser angeblichen Bürgerinitiative ausging, mich erst vor wenigen Tagen erreicht hat, ich den ausgemachten Schwachsinn auf dieser Internetseite dennoch niemals glauben konnte. Dazu reichte das persönliche Erleben von Frau Ypsilanti dreimal aus, um eine entsprechende Meinung zu bilden. Und auch hier erkennt der Leser wieder, das Herr Roland Koch Frau Ypsilanti noch gefährlicher einschätzt, als ich es im allgemeinen tue.

Nun hat aber der gute Mann eines noch nicht begriffen: Wie er weitgehend in großen Teilen der SPD mittlerweile wahrgenommen wird. Seine Stellungnahme hierzu las sich heute amüsant, auch wenn sie dabei knallhart aufzeigt, wie der Hase wirklich in Hessen läuft. Und Roland Koch mitnichten der Igel ist.

„Wir haben ein Problem, mit einer Partei zu verhandeln, die einen Beschluss – mit allen außer der CDU zu sprechen – gegen uns gefasst hat“, sagte Koch. Entsprechende Beschlüsse habe die CDU nur gegen extremistische Parteien gefasst: „Ich glaube, das wird die SPD auch nie wieder so machen, aber erst mal ist er in der Welt.“

Das der gute Mann nicht erkennt, das die SPD seine eigene Partei bereits bei den extremistischen Politikrichtungen eingereiht hat, entgeht ihm total. Und es entgeht ihm, weil er sich immer noch nicht darüber im Klarem ist, warum er eigentlich die Landtagswahl zu Beginn des Jahres so versaubeutelt hat. Wäre Roland Koch zur Selbstreflektion fähig, würde er nicht mehr so gebetsmühlenartig diese dummen Sprüche von sich geben. Er ist zwar nicht einer der sympathischsten Zeitgenossen in Hessen, aber er ist auch nicht der beliebteste. Allein sein ausländerfeindlicher Wahlkampf hat doch eindeutig gezeigt, das er in eine ganz bestimmte Richtung tickt. Das er nicht am Krankenbett des niedergestochenen Rabbis aus Frankfurt/Main aufgetaucht ist, zeigte doch eindeutig, wie er zum Judentum steht. (Und ohne die Frankfurter Juden wäre Frankfurt/Main heute nicht das, was es ist.)

Roland Koch ist hier die Made im Speck, die sich auf Kosten der hessischen Bürger weiterhin ein leichtes Leben macht. Es ist klar, das zwar nun die Mehrheit der im Landtags vorhandenen Fraktionen zugunsten von Neuwahlen stimmt (die SPD ausgenommen), aber dies heißt nicht, das diese Neuwahlen nun legitimer wären, als sie es vor 5 Monaten gewesen wären. An dieser Stelle hakt es nämlich beim Demokrateiverständnis der CDU. Man meint in dieser Partei wirklich, man könne ungestraft das Volk als Ganzes ständig beleidigen und sich dennoch laufend wählen lassen! Und viele der Ausländer im Land haben Kochs Ausrutscher mit den gewalttätigen, juvenilen Ausländern immer noch nicht verziehen. Ob man deshalb in Moscheen deshalb Djins anruft, um ihn bestrafen zu lassen, ließ sich nicht ausfindig machen.

Die hessische CDU befindet sich auf dem absteigenden Ast. Und mag sie noch so viele kleinere Ortschaften und Gemeindebürgermeister stellen, wie sie will. An dieser Stelle nämlich, als es um den Wortbruch ging, wurde sie bereits unglaubwürdig. Roland Koch war derjenige, der hier wortbrüchig wurde. Immerhin hatte er versprochen, sämtliche gewaltätigen, juvenilen Ausländer aus dem Land ausweisen zu lassen, wenn er die Wahl gewinnt. Er hat die Wahl mit 0,1% Stimmenmehrheit gewonnen (behaupten zumindest die gehirnamputierten CDU-Anhänger häufig), warum hat er dann sein Versprechen nicht durchgezogen? Nur, weil es ihm an der parlamentarischen Mehrheit fehlte?! Wer diesen Schmarrn glaubt, kann diesen netten Herrn im Zweireiher ruhig wieder wählen, auch als Ausländer. Das hieße nämlich, das man unter Roland Koch als krimineller Ausländer sicherer wäre als unter einer sozialdemokratischen Regierung. Überlegen sollten es sich diverse Kreise einmal. Da Roland Koch an dieser Stelle eindeutig nicht sein Wort gehalten hat.

Man darf aber auch nicht vergessen, das der aktuelle Niedergang von Frau Ypsilanti nur wegen ihrer Politik angezettelt wurde – und wahrscheinlich sogar noch von der Bundespartei Unterstützung fand. Aber wenn ich mir diese Anti-Ypsilanti-Hetzseite genauer betrachte, muß ich leider feststellen, das diese Seite sehr genau wieder gibt, warum die SPD von vorneherein jegliche Verhandlungen mit der CDU ausschloß. Hier ist wirklich eine antidemokratische Denkweise am Werke, die bundesweit aufgehalten werden sollte. Und zwar schnellstens. Das die SPD die hessische CDU bereits radikalisiert hat, zeigt die Hetzseite eindeutitg. Damit hat Roland Koch zumindest eines für den aufrechten Hessen erreicht: Er hat die Maske des sanftmütigen Gönners endlich gegen die mit dem Pferdefuß vertauscht!

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