Normalerweise gehört Lästern nicht zum guten Ton. Doch nach dem letzten wirtschaftspolitischen Vorstoß des brutalstmöglichen Aufklärers, des Halters von jüdischen Vermächtnissen und Zentralverwalters der „schwarzen Kassen“ seiner Partei, Roland Koch, scheint Einsparung auf dem Bildungssektor dringend notwendig.

Die ganze Angelegenheit könnte man ja noch als lustig oder komisch abqualifizieren, wenn man nicht den genauen Hintergrund dieser Forderung kennen und verstehen würde. Bildung ist in Deutschland, daß Land der Dichter und Denker, seit neuestem jedoch das Land der Richter und Henker (siehe Afghanistan), ein rares Gut. Wäre wirklich Bildung in diesem Land vorhanden, hätten solche Figuren (oder auch Gestalten) wie Roland Koch keinerlei Bühne, auf der sie sich produzieren könnten.

Der deutsche Bildungsnotstand ist jedoch kein Problem unserer Tage, sondern begann bereits in den letzten Abendstunden des vergangenen Jahrhunderts, als die aSPD mit ihrer Schröder-Regierung sich ernsthaft vornahm, dieses reiche Land zu ruinieren. Und wie ginge dies leichter, in dem man die Bildung an die Zustände wie in Namibia oder Kenia anpaßt? Immerhin soll der deutsche Bürger an das Weltniveau der Bildung angepaßt werden. Und nicht die Welt an das klassische Bildungsniveau Deutschlands.

Allein aus diesem Grunde scheint man einen Entwicklungshilfeminister genommen zu haben, der lieber mit dem Militär spielt, als seinen Job zu machen und das Bildungsniveau generell ein wenig in Drittweltstaaten anzuheben. Doch Deutschland möchte lieber in der Liga der asozialen Staaten mitspielen, anstatt sich seiner geschichtlichen Verantwortung zu stellen.

Die Politik eines Roland Koch ist da Beispiel genug. Wenn er nun auf Bundesebene Kürzungen im Bildungsetat durchbekommt, zeigt er gleichzeitig, daß seine komplette Bildungspolitik nicht mehr als Wählerbetäubung und Wählerbetrug waren. Man erinnert sich in Hessen noch mit Grausen an die „Bildungsinitivative“ und „Bildungsinitivative plus“, die dann Arbeitslose dazu bringen sollte, in den Schulen als Aushilfslehrer den Unterricht zu übernehmen. Was in Koblenz funktionierte, sollte auch in Hessen laufen. Nur leider klappte dies nicht, weil die Qualifizierungsmaßstäbe, die die Koch-Regierung anstrebte, einfach unhaltbar waren. [Warum sollte ein Maurer Kindern den Religionsunterricht zu machen, anstatt den Werken-Unterricht zu geben?] Doch dies waren nur die kleineren Passagen dessen, was wirklich ablief.

Es ist schon schreiend komisch, wenn sich die Konservativen immer wieder selbst outen. Nicht nur mit ihrer fadenscheinigen, verlogenen Politik, sondern auch mit ihrem Betragen insgesamt.  Nachdem also der hessische Landeschef abgetaucht war und seinen Innenminister quasi den Wölfen zum Fraß vorwarf, taucht er nun mit einer neuen Bildungsalternative auf. Weniger ist mehr, Krieg ist Frieden und das Ministerium für Wahrheit lügt nicht!

Wenn dann in der Bloggosphäre offen darüber berichtet wird, wie Bildungsinitiativen in CDU-geführten Bundesländern grundsätzlich zum Scheitern gebracht werden (oder Abitur-Prüfungen mutwillig verfälscht werden – wie in 2 Bundesländern passiert), muß man sich nicht weiter wundern, wenn ein in Deutschland lebender Migrant mittlerweile ein höheres Bildungsniveau als ein Einheimischer besitzt. Schlimm ist dies nicht, aber es wirft ein bezeichnendes Licht auf die bundesdeutsche Bildungspolitik, die diesen Namen schon lange nicht mehr verdient.

Das der Konservativismus in Zusammenarbeit mit dem faschistoiden Christentum gegen eine Gemeinschaftsschule ist, erklärt sich aus der Natur der Sache. Besitzstandsbewahrer möchten grundsätzlich, daß ihr Wissen auch nur in ihren Kreisen bleibt und die Allgemeinheit nicht daran partizipieren kann. Konservative neigen generell sowieso zu einer Weltsicht, die ich schon als bedenklich empfinde. Im Zusammenhang mit der Kirche, die gleichfalls einige merkwürdige Bildungsangebote zur Verfügung stellt, ergibt sich ein Insgesamtbild von Deutschland, daß gar nicht einmal mehr so sonderlich weit von den Zuständen von 1933 entfernt sind.

Mit dem jetzigen Vorstoß in Sachen Bildungspolitik enttarnt sich die NSDAP-Nachfolgepartei CDU eindeutig als der braune Dreckshaufen, als den man sie schon immer wahrnehmen konnte. Kürzungen in der Bildung bedeuten weniger Lehrer – also mehr Freistunden. Kürzungen in der Bildung bedeuten insgesamt weniger Unterrichtsstunden – also ein abgesenktes Bildungsniveau. Das im verkürzten Abitur (G8) manche Themen gar nicht mehr unterrichtet werden, konnten mir bereits einige Referendare bestätigen. In Geschichte wird seit Jahren permanent das III. Reich ausgelassen. Zumindest auf den höheren Schulen. In der Haupschule wird dies noch unterrichtet, aber auch nicht mehr so intensiv, wie noch vor 25 Jahren. Eine richtige Aufarbeitung wird noch nicht einmal bei der DDR-Geschichte betrieben, sondern den Kindern die Unwahrheit eingebläut, daß es sich bei der DDR um keinen Rechtsstaat gehandelt habe, sondern um einen Unrechtsstaat, wie man ihn beispielsweise auch im Iran vorfindet.

Die Bildung wird also mutwillig von den konservativen Kräften in diesem Land politisiert, um den Kindern, Jugendlichen und Neuwählern klar zu machen, daß der konservative Weg in dieser Welt der einzige zur Erhaltung dieser Welt wäre. Dabei geht es nur um die Heranzüchtung von Stimmvieh, daß zu dumm ist, die neofaschistischen und neoliberalen Parolen der vier Einheitsparteien zu verstehen. Es geht nicht mehr darum, den eigenständigen Wissenserwerb zu fördern, sondern darum, den Kindern von heute zu sabbernden Idioten umzuerziehen, der alles schluckt, was ihm die Regierung vorgibt.

Einerseits soll also nun an der Bildung gespart werden, andererseits möchte man via Bundesrat auch noch eine Sozialgeldkürzung durchsetzen, die absolut widersinnig ist. Jedoch genau dem Tenor von Prof. UNSinn entspricht, der ja schon einmal davon fabulierte, daß die deutsche Wirtschaft keinerlei Binnenmarkt benötigte, um Wachstum zu erzeugen. Diese Denkweise, die sich nun auch in der Bildung niederschlägt, zeugt nur davon, daß man den Menschen nicht mehr als solchen wahrnimmt, sondern nur noch als reinen Kostenfaktor, den es zu minimieren gilt. In dem Moment, in dem ein Menschenleben nicht mehr von Seitens des Staates geschützt ist, hat der Faschismus bereits gewonnen!

Das Hauptproblem, daß sich nun durch die Forderung von Roland Koch ergibt, ist ein ziemlich einfaches: Deutschland braucht dringend dumme, einfache Soldaten, die sich in völkerrechtswidrigen Kriegen zugunsten des Profits opfern. Deutschland braucht keine intelligenten Wähler, die sich dem Diktat und dem Duktus der Wohlstandsbewahrer im Widerstand zusammenfinden und versuchen, den Untergang dieses Staates als Demokratie abzuwenden. Deutschland, und damit ist auch explizit die jetzige Bundesregierung gemeint, entwickelt sich immer mehr zu einem Land, in dem die Menschenrechte – die in der Verfassung festgeschrieben sind – nicht einmal mehr das Papier Wert sind, auf dem sie geschrieben stehen. Und ein solches Land maßt sich dann auch noch keck an, über eine Nation wie den Iran zu urteilen.

Konservativismus hatte schon immer negative Folgen für die Länder, die von dieser Krankheit befallen sind. Argentinien und Griechenland haben am eigenen Leib erfahren, wohin dieser Weg führt. Die Staatspleite ist da nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einem System, in dem Menschenleben und Bildung nichts mehr bedeuten. Schulen wurden auch in Argentinien in Folge der Krise damals geschlossen, während das verdummende Goethe-Institut mit Absicht Widerständler hervor brachte, um das knirschende System umso leichter zum Einsturz zu bringen. Dies ist kein Zufall, sondern Absicht der Konservativen.

Jene Kreise können die Macht nur solange behalten, solange Bildung im Volk nicht möglich ist. Gebildete Menschen wählen, ihrem Bildungsgrad entsprechend, keine der rückwärtsgewandten asozialen Parteien, sondern konzentrieren sich auf ein gesittetes, humanes Gemeinwohl. Da jedoch die konservativen Kräfte dringend Nachwuchs brauchen – und eine Welt unter einer sozialen Ägide sie dazu zwingen würde, ihren Beitrag an der Gesellschaft zu leisten und sich nicht auf ihren gestohlenen und angehäuften Reichtümern auszuruhen – ist die jetzige Handlungsweise direkt logisch nachzuvollziehen.

Bildung nur noch für Reiche. Keinerlei oder nur minimalste Bildung für die Armen und Arbeiter. Zustände wie im schlimmsten Manchester-Kapitalismus, in dem Grubenunglücke in Kohlengruben an der Tagesordnung waren, da es nicht genug Leute gab, die über Ingenieurswissen verfügten. Solche Zustände sind wieder gewollt. Solche Zustände brauchen, benötigen, die Konservativen, wollen sie die Macht behalten. Deshalb wird in den Schulen auch nicht über die Umweltgefahren der Atomenergie berichtet, sondern diese Energie als dringend notwendig verkauft. Deshalb lassen die Konservativen zu, daß immer mehr Kohlekraftwerke (total widersinnig) gebaut werden.

Bildung ist heutzutage kein Allgemeingut mehr. Bildung gehört nur noch demjenigen, der es sich leisten kann, sein Kind auf eine Privatschule zu schicken. Und daß das Land Hessen Privatschulen freundlicherweise mit € 50 Mio. fördert, wird einfach ignoriert. Am Bildungssystem für Wohlhabende und Reiche wird nicht gespart, aber am Bildungssystem für den Ottonormalbürger, der bald nicht mehr existiert, da immer mehr Menschen, trotz hervorragender Bildung, gezwungen werden, zwei oder drei Jobs anzunehmen, damit überhaupt die Miete bezahlt werden kann. Bildung ist kein Allgemeingut mehr. Und genau dies sollte zu denken geben, wenn Jemand wie Roland Koch etwas davon fabuliert, daß dringend gespart werden müßte.

Man ist also eher bereit gewaltbereite, ungebildete Migranten heranzuzüchten, anstatt seiner Aufgabe gerecht zu werden und keine Klientelpolitik zu betreiben. Man ist also bereit, wieder Sündenböcke für die eigenen Verbrechen zu konstruieren, damit man einen Spargrund hat. Was dies bedeutet ist klar: Die Demokratie in diesem Land ist dabei sich zu verabschieden und auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Genauso, wie es Bundeskanzler Merkel vor einigen Jahren auf einem CSU-Parteitag versprochen hat: „Deutschland hat keinen Anspruch auf eine immerwährende, fortlaufende Demokratie.“ Ich glaube, dies erklärt auch, warum ausgerechnet bei der Bildung, und nicht bei den Abgeordnetendiäten dringend eingespart werden muß. Genau so erzeugt man nämlich faschistische Diktaturen – in dem man dem einfachen Volk ein weiteres Grundrecht nimmt: Nämlich das Recht auf Bildung.

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