Titel: Get smart

Genre: Actionkomödie

Darsteller: Steve Carell, Anne Hathaway, Dwayne Johnson, Alan Arkin, Terry Crews, Terence Stamp, David Koechner, James Caan, Bill Murray, Patrick Warburton, Masi Oka, Nate Torrence, Ken Davitian,

Regie: Peter Segal

Es gibt Agenten – und es gibt 007. Aber es gibt auch Agent 86. In den mittleren 70’ern der Agent, der alles wieder ins Lot bringen konnte. Die Serie eines amerikanischen Superagenten mit Gimmicks wie James Bond, einer sexy Agentin an der Seite, lief einige Jahre wirklich sehr gut.

Gestartet wurde ‚get smart‘ als einfache Fernsehserie in den 60’er Jahren und lief sehr lange gut durch. Der zweite Aufguß in den 70’er Jahren (mit der Originalbesetzung) feierte solche Triumphe, das es in den 80’er Jahren sogar noch zwei Filme gab – Nein, nicht die nackte Kanone, sondern die nackte Bombe! Bei jenen Filmen verdienten sich die Zucker-Brüder jene Lorbeeren, die sie mit ihrer nackten Kanone-Trilogie dann herzhaft auskosteten.

Aber zur aktuellen ‚get smart‘-Verfilmung zurück. Steve Carell, den man nun wirklich nicht eben als ernstzunehmenden Schauspieler kennt, zeigt in diesem Film wirkliches Stehvermögen. Und obwohl die Mehrzahl der Gags dieses Streifens unter dem normal üblichen Niveau sind (obwohl sie höher sind als die im vierten Teil der Scream-Verarsche), sind sie besser gemacht und kommen auch sehr gut rüber.

Zu den Actionszenen sei gesagt, das sie wirklich gut gelungen sind. Sogar das Timing wurde durch den Schnitt eingehalten – also keine Kunstpause, um 3 Sekunden als 3 Minuten erscheinen zu lassen – und zeigt damit eindeutig, das der Film von absoluten Profis gemacht wurde.

Anne Hathaway als Agent 99 kommt super sexy und das erste Mal auch erwachsen rüber. Ihre Rolle in Plötzlich Prinzessin I & II war, trotz Star-Aufgebot, ein wenig dünn und wurde ihr nicht gerecht. Hier in ‚get smart‘ darf sie endlich einmal die toughe Lady heraushängen lassen. Man nimmt ihr die Rolle direkt ab – und wie gesagt – Sie kommt zum ersten Mal richtig erwachsen rüber.

Alan Arkin als Leiter von C.O.N.T.R.O.L. zeigt zum ersten Male, das er diese Rolle wirklich genießt. Man nimmt ihm nicht nur den Dienststellenleiter ab, sondern auch seine Verärgerung darüber, das ihn wirklich niemand so richtig Ernst nimmt (was im Film als altersbedingt dargestellt wird und von Alan Arkin bravorös herüber gebracht wird).

Dwayne Johnson, der Mann, der den Skorpion King im zweiten Teil der Mumie spielte, darf sich mal wieder komisch zeigen. Man merkt, das ihm die letzten beiden Filme Spaß gemacht haben. Als Daddy ohne Plan ist er sowieso ein Gedicht. Aber hier zeigt er als Agent 23, das er richtige Nehmerqualitäten hat. Auch wenn es nur eine Nebenrolle ist (über die ich nicht mehr verrate, da ich nicht spoilern will), so stellt er sie dar, als sei er der Star des Films. Er kommt überzeugend rüber – und nimmt dabei sein Image als der brutale, kalte Wrestlingstar wieder einmal total auf die Schippe. Als Schauspieler dürfte er nun wirklich Ernst zu nehmen sein – aber oskarverdächtig war diese Darstellung noch nicht.

Nach den Darstellern geht es mir auch um die Storie eines Films. Um es direkt zu sagen: Es ist eine typische Agent 86-Geschichte. Ohne tiefgreifende Hänger, ohne sinnlose Gewalt (obwohl im Film durchaus herzhaft geprügelt wird), und mit einem abgedrehten Sinn für Humor und Actioneinlagen, die jeden Bondfilm verblassen lassen (sofern man denn auf die neueren Bondfilme steht).

Alles in allem hat der Film ein AAA verdient. Bei mir erhält er jedoch ein einschränkendes AAC, weil die Storie ein wenig dünn ist. Und manche Gags eine Vorlaufzeit haben, daß darüber ein gutes Drittel des Streifens vergeht. IN jedem Fall empfehle ich hier, ihn sich dennoch anzusehen. Der Film kann Kult werden, wenn ein zweiter Teil folgt!

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