Das Supergenie der hessischen Mamam Sozialdemokratie, Herr Jürgen Walter, hat seine Einsichtsbereitschaft gezeigt in dem er heute morgen erklärte, das er nun doch nicht kandidieren werde. Einerseits ist es traurig, das ein soaufrechter‚, ‚ehrlicher‚, ‚gewissenhafterundehrenvollerKandidat sein Handtuch nimmt und geschlagen vom Feld schleicht, andererseits jedoch finde ich, daß er die Entscheidung aus den richtigen Gründen traf.

Das er bereitwillig auf eine Kandidatur verzichtet, weil er, wie er in der Begründung selbst angibt, mit dem Parteiprogramm der hessischen SPD nicht konform geht (obwohl er es 10 Monate vorher noch aktiv im Wahlkampf beworben hat, zeigt eindeutig die Einsichtsfähigkeit des Guten.

Mag er auch ein Sympathisant der FraPort gewesen sein, ein Lohnempfänger von dort ist er dennoch nicht. In dem er auf seine mögliche Kandidatur, die in seinem Ortsverein sowieso wegen des laufenden Partteiausschlußverfahrens nicht durchgekommen wäre, verzichtet, zeigt er, das der politische Kurs von Andrea Ypsilanti vollkommen richtig und korrekt war.

Und er beweist damit eindeutig, das er der Lügner in der hessischen SPD gewesen ist. Sein unehrenhaftes Verhalten hat nun nämlich der hessischen SPD Möglichkeiten eröffnet, die er ganz und gar nicht gut heißen kann. Auch dies ist verständlich. Immerhin wäre es in seinem Sinne gewesen, wenn die FraPort auch noch Anteile am Flughafen Kassel-Calden übernähme und diesen kleineren Zivilflughafen ebenfalls entsprechend ausbaut.

Man kann demnach nur auf eines hoffen: Das Herr Jürgen Walter aktiv aus der Politik aussteigt, sich zurück zieht und mit seiner Frau (eine bekennende Konservative) irgendwo im Grünen (nach Möglichkeit in der Einflugschneise eines Flughafens) eine Familie gründet und ein neues Leben beginnt. Vielleicht als Hartz IV-Berater in ehrenamtlicher Funktion oder gar als Hartz IV-Anwalt, um den so geschundenen endlich wieder eine Reaktionsmöglichkeit wider die staatliche Unvernunft zu geben. Das Herr Jürgen Walter politisches Potential hat, bewies er oft genug. Das er kein Sozialdemokrat ist (vor allem kein Demokrat), zeigte er mit dem geglückten politischen Abschuß von Frau Ypsilanti. Leider. Das er sich nicht zur Wahl stellt, zeigt jedem Kritiker, das bei ihm noch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Man kann also nur hoffen, das Herr Jürgen Walter in 20 Jahren die politischen Bühnen dieses Landes wieder betritt, mit gereinigter Gesinnung und dem festen Glauben an das Ehrenwort. Welches er ja in dieser Affäre als erster brach – und nicht Frau Ypsilanti. Man kann dem Volksgenossen also nur mehr sehr viel Glück wünschen, sofern er denn bereit ist, sein Parteibuch freiwillig zurück zu geben. Ansonsten wird auch sein persönliches Image unwiderbringlich Schaden nehmen.

Update 27.11.08:

Nun ist es endlich offiziell. Dr. Carmen Ewerts, die ja bekanntlich ihren Doktor in Politik vorzuweisen, aber ansonsten keine Ahnung von dem Thema hat, gab heute ebenfalls bekannt, das sie nicht kandidieren wird. Somit steht einwand- und zweifelsfrei fest,  daß noch ausgemachte Demokraten in der SPD das Sagen haben. Einerseits bin ich froh, das Frau Ewerts nach der letzten Attacke gegen Frau Ypsilanti (heute in der Welt als Interview zu lesen – mit sehr vielen, sehr dümmlichen und sehr fadenscheinigen Suggestivfragen), demnächst freiwillig für uns den Clement machen wird, andererseits ist es Schade, das ein solcher Landesschädling weiterhin meint, zu irgendetwas seinen Senf abzugeben, wenn es diese Person doch selbst war, die mit ihrem eigenen Fehlverhalten (angeblicher Wählerbetrug, angebliche Wahllüge – deshalb erfolgt nämlich auch der Parteiausschluß letztendlich) ihren Status diskreditierte. Ihr persönliches Image, sofern es denn jemals existent gewesen ist, zerblies sie höchstselbst zu subatomaren Staub. Ihr empfehle ich eine Putzstelle in der wiesbadener Universität, damit sie wenigstens etwas richtig lernt …

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