Da dieser Blog nun schon sein erstes Silvesterfest und nicht lange darauf auch seinen ersten Geburtstag erleben wird, führen wir gleich noch eine neue Kategorie ein: Den Jahresrückblick!

Hier halten wir ein wenig Rückschau über die Themen, die im vergangenen Jahr für uns wirklich interessant waren – und küren den Autoren des Jahres. Hierbei zählt natürlich nur die Menge der Artikel, die einer unserer Autoren verfaßt hat. Ich selbst als admin darf nicht daran teilnehmen, da es mir obliegt, über dem gesamten Zirkus hier den Ãœberblick zu bewahren. Gleichzeitig gibt es auch die aktuellen Zahlen unserer Zugriffsstatistik – jedoch erst ganz am Ende, damit man sieht, wie viele Besucher und Stammleser wir eigentlich wirklich haben.

Fangen wir aber erst einmal mit der Kür an. Ein Blog besteht aus Artikeln. An dieser Stelle nun die monatlich besten und meistbesuchten Artikel des Jahres 2008. Natürlich konnten die Artikel der letzten Dezemberwoche nicht berücksichtigt werden, ich hoffe man kann es unserer Redaktion nachsehen, wenn gerade erst erschienene Texte nicht mit einbezogen werden.

Im Mai diesen Jahres öffnete ‚Der Trottelbot‚ wieder seine Pforten, nachdem sein Zuhause bei blogspot.de (auch Blogger.com) hinterhältigerweise abgebrannt wurde. Es kostete den Blogbesitzer und die Administration jedoch nur sage und schreibe 52 Tage, bis das neue Blogprojekt geistig weit genug ausgereift war, daß man wieder etwas veröffentlichen konnte. Alles in Allem hat der Blogbesitzer es der Seite ‚xxx.net‘ einer faschistische Katholibanhetzseite zu verdanken, daß ‚Der Trottelbot‚ an einem neuen Platz in neuem Glanz erstrahlen konnte. Damals schaffte er gerade einmal 157 Artikel, von denen nicht gerade wenige direkt gegen die Religion gerichtet waren. Jedoch lag auch hier das Hauptbetätigungsfeld in der politischen Kommentierung jener Dinge und Taten, die uns allen am Herzen liegen.

Im Juni kam dann bereits das erste heiße Thema in den Blog. Die Klimalüge und wie damit umgegangen wird. Überraschenderweise meldeten sich bei diesem Thema sehr viele professionell ausgebildete Dummschwätzer zu Wort. Zum Teil, wie man im Laufe der Artikelserie leider feststellen mußte, mit einer echten kranken Argumentation. Jedoch weit davon entfernt, sich auch nur ein wenig der Wahrheit bei diesem Thema anzunähern.

Der Juli sollte eigentlich von der Redaktion hier ruhig angegangen werden, jedoch zog gleich ein kalter Sturmwind der Entrüstung auf, als sich in diesem Jahr das erste Mal der Herr Sarrazin zu Wort meldete. Und dabei mit seinem Hartz IV-Ernährungsplan für sich selbst wunderbare Karriereaussichten schuf. Von den Einen als Verbrecher beschimpft, von der Anderen Seite als nicht mehr ganz gesund befunden, mußte eigentlich der Berliner Finanzsenator einen Schritt zurück machen. Er tat das Gegenteil – und bewies damit jedem Menschen, daß man keine Intelligenz braucht, um in Berlin Finanzsenator zu werden – sondern nur ein freches Mundwerk.

Der August wurde dann der traurigste Monat unserer Schaffenszeit. Der Tod einer libanesischen Pop-Prinzessin überschattete teilweise die traurigen Ereignisse in unserem eigenen Land und zeigte einmal mehr, warum man dem Islam gegenüber zumindest ein wenig skeptisch sein sollte. Andererseits sollte man nicht von einer Person auf einen ganzen Glauben schließen – sonst könnte man gleich die katholische Kirche schließen lassen. Aber im August veränderte sich in Deutschland politisch etwas. Der Don kehrte an die Parteispitze zurück – mit dem üblichen Kolateralschaden. Der Bundesumweltminister mißbraucht die Gelder seines Ministeriums um in Berlin den Eisbären durchfüttern zu lassen und gibt sich und sein Amt damit vollständig der Lächerlichkeit preis. Josef Ackermann, seines Zeichens Chef der Deutschen Bank erhält von der frankfurter Universität die Ehrenprofessur und erhält die Laudatio dazu von einem Mann, der weiß, wie man Gelder verschwinden läßt. Aber Herr Ackermann verschweigt zu jenem Zeitpunkt, daß seine Bank nur deshalb noch in den schwarzen Zahlen steht, weil sie es ja eigentlich war, die den deutschen Landesbanken die faulen Immobilienderivate angedreht hat! Aber Herr Ackermann bleibt im Gespräch, auch in unserem Blog.

Der September wurde zäh. Nicht, weil es nicht an interessanten Themen gemangelt hätte, sondern allein deshalb, weil es nur ein Spitzenthema gab. Die Bayernwahl. Natürlich träumte die CSU mal wieder den Wunschtraum aller Diktaturen, wenn sie sich zur Wahl stellen – 50% + X. Nur leider ist der moderne Bayer nicht mehr so ein dumpfes Landei, wie es die CSU gerne hätte. Schlimm genug, das in einem abgelegenen Kuhkaff, wo jeder wirklich jeden kennt ein homosexueller Bürgermeister gewählt wurde, der zudem noch SPD-Mitglied ist. Damit wurde die politische Ãœberlegenheit des bajuwarischen Geistes eindeutig mal wieder unter Beweis gestellt – da jener Bürgermeister ein Zugereister ist. Nur leider gelang unserer Redaktion zu jener Zeit nicht, ein Interview mit diesem Bürgermeister zu bekommen und ihn zu seiner Wahltaktik zu befragen.

Im Oktober wiederum war die komplette Intelligenz der Blogautoren gefragt. Obwohl es in diesem Monat nur schleppend voran ging, zeigte sich dann doch ein gewisser Überlebenswille. Immerhin gab es vier gut platzierte Anschläge gegen die vorhandene Blogsoftware, die nur durch einen glücklichen Zufall (und entsprechenden, vorhandenen Sicherheitskopien) ausgehalten werden konnten. Der Blog überlebte auch dies. Und das, obwohl der Redaktion und Administration damals schon bekannt war, aus welcher Richtung die Angriffe erfolgten. Dies animierte letztlich nur noch dazu, weiter zu machen und nicht aufzugeben. Obwohl es den einen oder anderen Tag gab, an dem intern schwer geschuftet werden mußte, um das Blogprojekt zu retten. An interessanten Artikeln gab es eigentlich nur zwei: Der UNSinn des Prof. UnSinn &  Allmachtsphantasien. Beide setzten sich mit Personen des öffentlichen Lebens auseinander und stellten eindeutig die Meinung der Redaktion dar.

Der November wurde ein arbeitsreicher Monat. Die Anzahl der Artikel nahm proportional zu. Und wir verschwitzten tatsächlich den 200 Artikel im Blog. Die Ãœberraschung war groß. Dann starb die eMail-Verbindung zu diesem Blog. Seitdem wird an dem Problem gearbeitet, wie wir es in den Griff bekommen können, doch noch eine aktive Redaktionsadresse hier anbieten zu können. Aber auch daran wird wieder aktiv gearbeitet. Im November fiel uns einiges ins Auge. Unter anderem das die globale Finanzkrise durchaus einige andere Ursachen hat, als offiziell zu- und bekannt gegeben. Leider wurde der geplante Artikel von der Wirklichkeit mehr als einmal überholt, so das er schließlich der Schere zum Opfer fiel. Der Artikel wurde niemals veröffentlicht, obwohl es eigentlich DAS Thema des Monats gewesen wäre. Statt dessen blieben wir unserer eigentlichen Blogpolitik treu und setzen es noch ein wenig exzessiver um: Der Trottelbot bringt Themen, die in anderen Blogs nicht oder kaum beleuchtet werden. Also kein Anti-Irgendwas-Zeugs, sondern wirkliche Themen, die ernsthaft interessant sind. Erschreckend, aber vorhersagbar, war das Outing von Marco Weiss mit seinem Abenteuerroman über seine Zeit in einem türkischen Gefängnis. Obwohl in der Redaktion bereits Wetten darauf liefen, ob, wann und wie der gute Jung wieder in den Knast wandert, verblüffte uns eine Aussage aus seinem Buch besonders – ein klares Schuldeingeständnis, mehr als dümmlich verpackt. Damit rutschte dieser kleine Artikel, dessen Thema längst in anderen Blogs und Foren kein Thema mehr war, schlagartig nach oben. Die Besucherzahlen lagen zeitweise mit der Klimawandel-Artikelserie gleichauf. Die Dummheit des BND, die bereits mehrfach im Jahr Thema war, meldete sich wieder auf der Weltbühne zurück, als sich drei Agenten des Bundesnachrichtendienst bei etwas erwischen ließen, daß sie nicht einmal selbst erklären konnten.

Und selbst im kalten Dezember ist der Klimawandel nach wie vor ein Thema. Wahrscheinlich deshalb, weil der Klimawandel unmöglich menschgemacht sein kann. 2% CO2 in 200 Jahren in die Atmosphäre eingebracht, können keinerlei Auswirkungen haben. Dies schreibt allein die Logik vor. Da aber Logik gleichermaßen von Lüge – wie von Logos – kommt, verläßt sich hier der Trottelbot eher auf wissenschaftliche Daten und auf Gespräche mit Meteorologen, die es eigentlich Wissen sollten. Durch das Installieren neuer Blogsoftware wurde es gleichzeitig fertig gebracht, einen lange verschollenen Kommentar (eigentlich deren zwei) aus dem SPAM-Speicher zu holen, in den er abgerutscht war. Interessanterweise war nur der zweite Kommentar richtig interessant für uns. Dafür lieben herzlichen Dank an Heinz Eng für die Kommentierung. Der andere Kommentar bestand aus geistigen Dünnschiß eines Klimawandelapologeten, der sich zudem noch als absolut unbelehrbar bewies. Wieder einmal! Aber da wir hier Wort halten und alle Kommentare veröffentlicht werden (nur eben um die Beleidigungen gesäubert, die Internettrollen und welche, die es werden wollen, nicht sein lassen können – anstatt einmal die Kommentarregeln dieses Bloges zu lesen), wurde dieser Kommentar nach kurzer telefonischer Sitzung aller Blogautoren dann doch freigeschaltet. Entsprechend redigiert und um einen Link verkürzt, damit unsere eigene SPAM-Sperre ihn nicht schon wieder ins Aus kickt.

Das neue Jahr wird für diesen Blog sowieso noch einiges an interessanten Themen abwerfen. Unter anderem wird das neue BKA-Gesetz ganz amüsant werden. Vor allem um das Hickhack während der Bundestagswahl, wenn das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe es wieder kippt, wie so einige andere hirnlose Ideen unseres Bundesinnenministers. Auch er war schon in diesem Jahr ein leidiges Thema und so schnell werden wir ihn, befürchte ich, nicht los.

Dies war so weit alles, was es am zurück blicken gab. Da wir nun endlich die erste eigene Schallmauer (die mit den 157 Artikeln im Blog) erfolgreich gemeistert haben, steht im kommenden Jahr eigentlich nur noch der 250. Artikel an – und vielleicht der 10.000 Blogbesucher. Da wir zwei Counter besitzen, die hier synchron laufen, der zweite aber gut einen Monat später erst aktiviert wurde (und wir die Differenz nicht korrigieren können), wird es ein wenig kitzlig werden, den 10.000 Besucher auch genau auszumachen. Immerhin ist es uns dieses Jahr erfolgreich gelungen den nervigen Internettroll loszuwerden, der jahrelang und mit einer ziemlichen Vehemenz den Blogeigner verfolgt hat. Dafür haben wir aber nun ziemlich genau sicher stellen können, welche Personalie dahinter steckt. Die Verdachtsmomente verdichteten sich, als die Administration von einigen Gerüchten erfuhr, die sogar nachprüfbar waren. Und damit die Person hinter dem Internettroll ein für alle Mal 100%ig festgestellt werden konnte. Auch hierfür für die vielen Ratschläge, Tipps und technischen Hilfestellungen unseren lieben Dank an die vielen anonymen Unterstützer dieses Blogprojektes.

Uns allen also dann ein schönes, frohes und vor allem friedvolles Jahr 2009!

Fakten:

Am 24. Dezember 2008 erreicht ‚Der Trottelbot‘ seinen 225. Artikel.

Am 25. Dezember besucht uns unser offizieller 5.000er Besucher

Unser fleißigster Autor war Aristoteles, gefolgt von Free Willy!

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