Die Stieleiche (Quercus robur, Syn.: Quercus pedunculata), auch Sommereiche oder Deutsche Eiche genannt, ist eine Laubbaum-Art aus der Gattung der Eichen (Quercus) in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Um ihre Zugehörigkeit zur Gattung der Eichen zu betonen, ist in der Botanik die Bindestrichschreibweise Stiel-Eiche üblich.

Man möchte ja nicht unqualifiziert unken. Aber jeder, der auch nur halbwegs Ahnung von Botanik hat, weiß das eine Eiche nun einmal braune Wurzeln hat. Diese Wurzeln gehen im deutschen Volk schon sehr weit zurück und sind nicht – wie allgemein von den Dummen und Blöden behauptet – eine Folge eines irrsinnigen Mißverständnisses.

Doch fangen wir einmal an, damit sich jeder ein Bild machen kann, warum das deutsche Volk in sich quasi schizophren gespalten ist. Ich muß aber dabei auch zugeben, daß die alten Germanen und Kelten, die das alte Teutschland bewohnten, ein eher fremdenfreundliches Volk waren. Zwar schon immer ein wenig durchgeknallt, aber human zum Nächsten eingestellt. Immerhin stellte man schon damals lakonisch-zynisch fest: Jeder ist sich selbst der Nächste!

Ein Abriß deutscher Geschichte (nicht komplett)

Die Geschichte des deutschen Volkes beginnt nicht, wie allgemein behauptet, mit der Unterwerfung durch die römischen Legionen, die im Jahr 9 nach Christi Geburt durch einen germanen Verräter im Teuteburger Wald die wohl blutigste und gemeinste Niederlage einfuhren. Der gute alte Varus, der selbst den germanischen Centurio ausbildete, der ihn dann bei jener Schlacht besiegte, hatte ja nicht ahnen können, was aus diesem Kuhhandel erwuchs, auf den er sich eingelassen hatte.

Danach herrschte erst einmal knapp sieben Jahrhunderte Ruhe. Dann kam der erste wirklich Deutsche in diesem Land ans Ruder. Mit dem kleinen Nebeneffekt, daß er mehr Unfrieden als Frieden stiftete und mit seinem umherreisenden Hof gar nicht alles im Auge behalten konnte, weil er als deutsches Hobby das Kriegsführen echt spannend und lustig fand. So ist zwar Karl der Große als Reichsgründer bekannt und in Aachen auch zum ersten deutschen Kaiser berufen worden, andererseits unterwarf er die norditalienischen Langobarden, bevor er den Bayuwaren Manieren beibrachte. Die Bayern bilden sich heute noch etwas darauf ein, Kaiser Karl I. unterlegen gewesen zu sein. Sie sind regelrecht Stolz darauf, einmal in ihrem Leben die Arschkarte gezogen zu haben. Aber auf solche Ereignisse gründet sich nun einmal Nationalstolz. Mag er auch noch so unangebracht sein.

Kurz vor der ersten Jahrtausendwende zeigte dann das Volk der Germanen dem restlichen Europa, wie man richtig Krieg führt. Und zwar ging es darum, den Ungarn zu zeigen, daß sie nur der Dreck unter deutschen Armeestiefeln sind. Da die Ungarn eigentlich weniger ein Barbaren- als ein Kriegervolk waren, sah sich der nächste deutsche Kaiser gezwungen, entsprechend durchzugreifen. Offiziell wird dies als Bannung der Ungarn-Gefahr bezeichnet. Völkermord umschreibt es jedoch bedeutend direkter und ehrlicher. Damals schlachteten sich die deutschen Fürsten quer durch ungarische Gefilde, um den Ungarn die Lust zu nehmen, jemals wieder in das deutsche Reich einzufallen. Das man gleichzeitig eine radikale Christianisierung betrieb und den einen oder anderen Stammesfürsten auf den Scheiterhaufen warf, weil er nicht von seinen alten Göttern ablassen wollte, ist hier nur eine kleine Nebenepisode eines wirklich dunklen Zeitalters.

Im 14. Jahrhundert dann wieder etwas typisch deutsches. Nachdem sich in den letzten vierhundert Jahren mehrere Städte sowohl von König, als auch von den einzelnen Reichsfürsten losgesagt hatten, und die HANSE-Städte mit ihrem Außenhandel ebenfalls an Macht und Einfluß im Reich gewannen, brach die Kirche, die eben den Investiturstreit hinter sich gebracht hatte, die nächste Katastrophe vom Zaun. Diesmal ging es darum, die kreisfreien Städte (von denen es in Deutschland noch gerade einmal ein Dutzend gibt) wieder in die einzelnen fürstlichen und klerikalen Gemarkungen einzuführen. Das Ergebnis war vorher zu sehen. Die kreisfreien Städte, die eigene Milizen aushoben, überlebten. Jene, die sich auf Söldner verließen, wurden gnadenlos geschleift und die Stadtbevölkerung mit Terror gefügig gemacht. Das hier gleichzeitig die bereits laufende Hexenjagd ebenfalls mitbenutzt wurde, um aufmuckende Bürger loszuwerden, verstand sich von selbst. Und dies zum Ende des Mittelalters hin! Eben typisch deutsch. „Und willst du nicht mein Sklave sein, schlag‘ ich dir den Schädel ein!„, ein Wahlspruch, der besonders im keine zweihundert Jahre später folgenden Dreißigjährigen Krieg von einigen der Generäle wortwörtlich umgesetzt wurden. Immerhin galt es ja, die Macht zu verteidigen. Aber sowohl der Krieg gegen die kreisfreien Städte als auch der Dreißigjährige Krieg bilden die Stützpfeiler für den sich immer mehr ausbildenden Nationalismus, der durch klerikal geförderten Kapitalismus schließlich in reinem Faschismus mündete.

Aber keine hundertsechzig Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg kam es wieder zu einem Ereignis, daß dem deutschen Nationalismus Auftrieb gab. Nachdem die Kirche ihr eigenes Kirchenrecht Dank Luther dahingehend abändern durfte, daß nun auch Christen Zinsen nehmen konnten, die Templer schon lange zerschlagen waren, und Europa eher einem Pulverfaß glich, dachten sich die Deutschen, daß sie unbedingt auf der Seite der Sieger stehen wollten. Also verrieten sie das französische Brudervolk und leisteten sich daraufhin einige Kriege gegen die republikanischen Freiheitskämpfer im Nachbarland. Natürlich und erst recht dann auch, nachdem Napoleon frech ganz Deutschland eingenommen und den republikanischen Gedanken hier verbreitet hatte. Da war aber das Kind schon im Brunnen. Der Deutsche entwickelte nach dem Wiener Kongreß (1815) einen Nationalstolz, der total unbegründet war. Immerhin hatte man als Deutscher auch bei der Ausrottung der Katharer in Südfrankreich, sowie bei der Entmachtung und weitgehenden Vernichtung der Templer im Auftrag Roms geholfen. Was gut und sozial war, sollte eben in Deutschland keinerlei Existenzrecht genießen. An dieser famosen Einstellung änderte sich auch nichts mit dem Untergang des ersten und des zweiten Kaiserreichs.

Danach folgte wieder eine Phase relativer Entspannung und der römische Papst gestattete es dem deutschen Kaiserreich die französische Kaiserkrone wieder zurückzuerobern, sowie die eindeutige Erlaubnis (nur im Beisein eines päpstlichen Prälaten) daß sich das preußische Königshaus wieder zum Kaiser krönen durfte. Zu dieser Zeit war die deutsche Eiche schon ziemlich groß gewachsen, aber ihre braunen Wurzeln hatte sie immer noch. Richtig braun bis unter die Haarwurzeln wurde das deutsche Reich jedoch erst unter dem kleinen ehemaligen Leutnant aus Österreich, der noch nicht mal richtig deutsch sprechen, nur schreien und nicht denken konnte: Der kleine Adolf Schicklgruber, der offiziell niemals als Deutscher nationalisiert war. [Der Redaktion liegt immer noch nicht das entsprechende Dokument vor, obwohl wir bereits mehrfach anfragten.] Es existiert jedoch ein bayrisches Dokument, daß ihn als Volksbayer auswies. Mit diesem Dokument begründet die bayrische Staatskanzlei auch die Verwertungsrechte an der Hetzschrift Mein Kampf dieses kleinen durchgeknallten Österreichers.

Aktuelle Entwicklung

Man kann über den Deutschen so einiges behaupten. Jedoch nicht, daß er von Natur aus xenophob oder fremdenfeindlich sei. Überblickt man einmal die lange deutsche Geschichte, fällt einem auf, daß die Deutschen genauso oft Fremde aus anderen Nationen aufgenommen haben, die dort entweder wegen ihres Glaubens, ihrer Hautfarbe, ihrer Denkweise oder wegen ihres sozialen Status verfolgt wurden. Dies zieht sich gleichermaßen als roter Faden durch die deutsche Geschichte.

Und ironischerweise beweisen ausgerechnet die Ungarn-Feldzüge, daß es den Deutschen gar nicht gibt. Warum ausgerechnet jene Feldzüge? Aus einem ganz einfachen Grund: Schon unter dem damaligen Kaiser gab es die Pflicht eines unverheirateten deutschen Soldaten, im eroberten Land eine Einheimische zum Weib zu nehmen und mit in die Heimat zu entführen. So sollte nicht nur sicher gestellt werden, daß sich die Deutschen weiterhin wie die Kaninchen vermehrten, sondern gleichzeitig auch die Fruchtbarkeit des eroberten Volkes und Landes eingeschränkt werden. Ohne deutschen Samen lief dort dann gar nichts mehr. Bei mehr als 10.000 Soldaten, die solche Feldzüge im Allgemeinen zu überleben pflegten, heißt dies, daß die Fruchtbarkeit des unterworfenen Volkes ziemlich ins Hintertreffen geriet.

Wenn nun also deutsche Eichen darüber lästern, daß wir hier im Land eine Überfremdung haben, so haben sie nur darin Recht, wenn es um ihre eigene Person geht. Die meisten deutschen Eichen sind nämlich gar keine! Würden man diese Personenkreise der alten Arierprüfung des III. Reiches unterwerfen, hätten sie die Arschkarte gezogen und würden ausgewiesen. Die Familie Sarrazin ist da ein ganz besonderer Fall. Klar, er macht jetzt Werbung für eindeutig braunes Gedankengut, wie es der deutschen Eiche wegen des tausendjährigen Nationalismus ansteht, nur vergißt dieser Schelm dabei, daß er gar nicht als Deutscher durchgehen würde, würde er die Arierprüfung wieder einführen.

An dieser Stelle ist die Dummheit der Blöden mal wieder ganz besonders gut zu sehen. Die Bajuwaren waren immer Stolz darauf von Kaiser Karl I. unterworfen worden zu sein und ihre geliebte Unabhängigkeit verloren zu haben. Jedoch verleugnen sie ihre eigene Geschichte, weil eben in einem Drecksland wie Bayern die NSDAP von eben jenem Adolf Schicklgruber gegründet und ausgebaut wurde. Der Hitler-Putsch 1923 hat die Bayern auch nicht intelligenter gemacht. Sie fühlten sich durch dieses Verbrechen an ihrer eigenen Freiheit (zum zweiten Mal in ihrer Geschichte) sogar noch bestätigt. Da stellt sich mir die Frage, ob der bayrische IQ wirklich dauerhaft unter Raumtemperatur angesiedelt ist, oder ob dies nur kulturelle Peaks sind, wo er derart in den Keller fällt?!

Es entbehrt natürlich keiner gewissen Ironie, wenn man sich einmal anschaut, was sich da heute als große, gute, deutsche Eiche in der Politik und in den Medien verkaufen will. Fangen wir bei Bertelsmann an. Dieser Konzern, dieses kleine Imperium, wurde von der Familie Mohn gegründet. Dummerweise ist der Name Mohn ein alter jüdischer Name, der bei der Nationalisierung ungarischer und slowakischer Familen, sowie Polen und Masuren vergeben wurde. Also nix mit Deutsch! Dann der Name Westerwelle. Auch kein deutscher Name, sondern ein dänischer! Westwell bezeichnete früher in Dänemark einen Wallhüter, der das Land hinter diesem Wall im Blick behalten mußte, wenn Sturmfluten oder so etwas anstanden. [Ist übrigens über das allgemeine deutsche Namenslexikon verbürgt.] Oder von Donahnyi. Der Name hat ebenfalls nichts deutsches, stammt er doch – in dieser Schreibweise – von belgischen oder holländischen Flüchtlingen ab, die während der Unabhängigkeitskriege der Niederlande nach Deutschland flohen, weil sie zu feige waren, um ihr Land zu kämpfen.

Die Liste ist endlos. Auch der Familienname Speer hat nichts deutsches an sich. Auch er ist jüdischer Herkunft. Bezeichnet aber einen jüdischen Zweig, der über das Merowinger-Reich ins deutsche Reich kam. Die Langobarden galten lange als Erben der Merowinger. Aber Langobarden und Merowinger verbindet ihre gemeinsame kartharische Herkunft. So gesehen hat sogar die Familie Sarrazin ihr eigenes Scherflein zu tragen, ist sie gar nicht deutsch, sondern hugenottisch. Und jene flohen in der Bartholomäusnacht aus Frankreich nach Deutschland. Nicht nur, weil sie als gute Tuchweber gebraucht wurden, sondern weil sie in Frankreich ihres Lebens nicht mehr sicher waren.

Schaut man sich also heute genauer an, was sich da als deutsche Eiche verkauft, kommt man aus dem Lachen nicht heraus. Aber wie heißt es so schön: Konvertiten sind immer schlimmer als die Eingesessenen. Dieser Spruch trifft in diesem Fall auf die neue faschistische Elite in diesem Land in besonderer Weise zu. Genau aus diesem Grunde sehe ich dies so schreiend ironisch. Hier versuchen einige Zuwanderer, Siedler, Kolonisten, anderen, die es ihnen nachmachen, um sich in diesem Land in das gemachte Nest zu setzen, das Leben schwer zu machen, weil sie ein so krankes, asoziales Pack sind, daß sie aus ihren alten Heimaten schon flüchten mußten, weil sie wegen ihres kultur- und volksfeindlichen Verhaltens auffällig gewesen waren.

Also keine Scheu: Diese Art von Faschist und Nationalist darf ungestraft beleidigt werden. Immerhin sollten sie sich zuerst an die eigene Nase fassen, anstatt hier etwas von Deutschtum zu faseln, welches sie bis zur heutigen Zeit noch nicht begriffen haben. Und allein dieser Gedanke sollte beruhigen. Sollten also jemals wieder NAZIs in diesem Land ans Ruder kommen, sind diese Sprachrohre die ersten, die in den Gasofen wandern. Der normale politische linke Dissident kommt erst mit dem zweiten Schwung dran. Zuerst jedoch sind solche chronischen Nestbeschmutzer an der Reihe! Dies sollte eigentlich beruhigen. Tut es aber nicht. Da wir hier für eine Demokratie einstehen, heißt dies, daß wir diese Art von Idiot vor sich selbst schützen müssen. Immerhin ist uns jedes Leben gleich wichtig. Und gleich wertvoll. Auch wenn dieses arbeitsscheue Pack noch niemals etwas für dieses Land getan hat, haben wir die Verpflichtung es vor den eigenen Dummheiten zu bewahren. Und wenn es bedeutet, daß wir die mehr als tausend Jahre alte deutsche Eiche nun mit einer Motorsäge fällen müssen, um schlimmeres Unheil zu verhindern.

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5 Kommentare on Die deutsche Eiche

  1. […] This post was mentioned on Twitter by CONTRACOMA and Net News Global, Dietmar Walser. Dietmar Walser said: Die deutsche Eiche http://j.mp/dyQQsb […]

  2. Wolle sagt:

    Der GröFaz war IMHO Gefreiter, kein Leutnant.

  3. Andreas E. sagt:

    Ob der GröFaz nun Gefreiter oder Leutnant war, ist total irrelevant! Aber ich finde es toll, daß sich Leute über solche kleinen Fehler derart echauvieren! 😀

    mfg

  4. Ed Zed sagt:

    Exzellent. Habe das gerne gelesen. Erinnert mich an ’nen Aufsatz zur Geschichte den ich vor Jahrzehnten mal im Comicstil abgeliefert habe.
    Wie auch immer, vielleicht etwas Themenfern und auch fiktiv hat mir in jüngerer Zeit das geradezu epische „The Years of Rice and Salt“ von Kim Stanley Robinson mal wieder neue Einblicke in die Willkür all dessen was man gemeinhin als gegeben annimmt gegeben.

  5. silv. sagt:

    … da kann ich nur Wolf-Dieter Storls Buch „Die Pflanzen der Kelten“ empfehlen, da geht es vor allem auch um europäische Kulturgeschichte, sowas an dichtem Wissen in einem so leichten Schreibstil liest man selten!
    Ich denke auch, dass man vor den Römern und der Christianisierung anfangen muss deutsche und europäische Geschichte zu betrachten.
    Gälisch heißt die Eiche übrigens „duir“.
    😉