Man sollte es kaum für möglich halten, unser zukünftiger Ex-Kaiser und zukünftiger Dauergast in einem mit schwedischen Gardinen ausgestattetem Wohnklo macht wieder von sich reden. Jedoch nicht nur von sich allein, sondern auch von seiner ach so vertrauenswürdigen Gattin. Von wem die Rede ist? Natürlich vom vuz Guttenberg, der wieder einmal beweist, daß gute Propaganda besser ist als ein funktionierendes Gehirn.

Natürlich hat sich die innerparlamentarische Opposition in diesem Land mal wieder ganz gewaltig darüber aufgeregt, daß der Herr Verteidigungs-, Pardon, Kriegsminister, bei seinem siebten Afghanistanbesuch nicht nur von einem lautstarken und wenig eloquenten Medienverein begleiten läßt, sondern auch von seiner heißgeliebten Frau. [Die unter anderem wegen merkwürdiger Spendeneinnahmen in ihrem angeblichen Kinderschutzverein ein wenig in der Kritik steht. Aber wer nicht in Deutschland ist, kann hier schlecht von der deutschen Presse dementsprechend angepißt werden.]

Doch so funktioniert dieses Land nun einmal. Wir werden von total unfähigen Suppenkaspern regiert, bei denen man froh sein kann, daß sie ihren komplizierten Namen richtig schreiben können. Herrn Westerwelle unterläuft auch immer wieder beim Vornamen ein kritischer Schreibfehler, woran man leicht die von ihm abgezeichneten Dokumente von denen unterscheiden kann, die er von seiner Sekretärin gegenzeichnen läßt. Aber Herr Westerwelle genießt leider nicht die Publicity, wie sie der Familie vuz Guttenberg zugute kommt.-

Zugute kommt? Naja, man könnte auch von egomanischer Selbstdarstellung sprechen, wenn man sich mal wieder anschaut, was sich unser Bundeskriegsminister diesmal wieder leistet. Ich habe absolut nichts gegen den Talkmaster Johannes B. Kerner. Immerhin bewies dieser Mann eindeutig, daß er sich selbst abschaffen kann, ohne dabei die niedrige Zuschaltquote der ARD zu gefährden. Und das Herr Kerner gut mit dem vuz Guttenberg steht, ist ja seit dem Besuch des bundesdeutschen Kriegsministers am Broadway in New York bestens bekannt.

Der selbstgefällige Selbstdarsteller

Leider muß ich zugeben, daß vuz Guttenberg schon öfter in diesem Blog Thema war. Meistens deshalb, weil er mal wieder Mist verzapfte oder produzierte. Sein dummes Herumgestotter als es darum ging, Oberst Klein nicht nur den Offiziersrang zu nehmen, sondern gleich noch in den Knast zu werfen und die nachfolgende und nachdrücklich erfolgte Gutheißung eines Kriegsverbrechen haben diesen Kriegsminister zu dem gemacht, was er heute für den deutschen Bürger darstellt: Den größten Arsch mit Ohren unter der Sonne mit Kaiserambitionen.

Nur ist es leider so, daß man für Kaiserambitionen nicht einmal Hirn besitzen muß, wie ja schon der andere Kaiser, der Herr Beckenbauer, immer wieder in Interviews eindeutig beweist. vuz Guttenberg hat jedoch andere Probleme, die ihn nicht nur als einen beschissenen Politiker erscheinen lassen, sondern auch eindeutig den Nachweis Zeugnis ablegen, daß der gute Mann von allen guten wie auch bösen Geistern verlassen worden ist.

Woraus man dies schlußfolgern kann? Auch dies ist ganz einfach zu erklären. Unser Kriegsminister hat es in diesem Jahr geschafft, mehr Sendeminuten im deutschen faschistischen Fernsehen zusammen zu bekommen, als selbst der sprechende Hosenanzug aus dem Bundeskanzleramt. Gleichzeitig schaffte er es mit einer unglaublichen PR-Aktion seinen Landesparteichef als totalen Loser und Vollidioten darzustellen. Und dies ohne sonderlich großen Aufwand.

Des Weiteren brachte es unser Kriegsminister in diesem Jahr gleichzeitig auch noch fertig, in sieben Reisen nach Afghanistan den Eindruck zu erwecken, als wäre der Krieg am Hindukusch nur ein kleines Zwischenspiel. Aber als richtiger Kaisernachfolger – immerhin möchte er in die ausgelatschten Fußstapfen von Kaiser Wilhelm II. treten – und wahrscheinlich auch genauso unrümlich im Exil krepieren – muß man eben Kriegserfahrung haben. Selbst wenn diese nur aus maximal 36stündigen Truppenbesuchen bei der kämpfenden Truppe bestehen.

Seitdem der Afghanistaneinsatz andauert, sind mittlerweile 119 deutsche Soldaten getötet worden. [Davon muß man aber, der Ordnung halber, 12 Mann abziehen, die bei der Sprenung von Landminen draufgingen, weil das dänische Kontingent (das jene Sprengung durchführen sollte) sich als so amateurhaft erwies, daß es sich komplett mit in die Luft sprengte und dabei eben die am Außenrand der Sprengzone befindlichen deutschen Soldaten ebenfalls mit auslöschte. Dieser Unfall war effektiver als jeder bisherige Taliban-Angriff in der Kampfzone.] Bei jedem Truppenbesuch unseres Kriegsministers starben bisher Soldaten eines unrühmlichen Todes. Bei seinem letzten Besuch waren es 4, bei dem davor waren es 6, und zwei schwerverletzte Kameraden gingen während des Transportes nach Deutschland drauf. [Übrigens bestätigen dies auch auf WikiLeaks veröffentlichte Kampfberichte aus Afghanistan, die der amerikanische CIA freundlicherweise angelegt hat.] Nun stellt sich die Frage, wie viele unserer Söhne und Töchter bei diesem Truppenbesuch dran glauben müssen, wenn unser Kriegsminister sogar seine Ehefrau mitschleppt!

Die noch selbstgefälligere Selbstdarstellerin

Und dann hätten wir da noch Freifrau vuz Guttenberg. Auffällig wurde die Gute bereits während ihrer Internatszeit, über die mehr als nur eine Legende inzwischen durch das Internet geistert. Als letzte existierende Von Bismarck (ja, der mit dem Hering) ist sie natürlich etwas ganz Besonderes. Nur mit dem Unterschied, daß ihr Vater sich als intelligenter erwies und sich tunlichst von der Politik fernhielt, nachdem die Familie des Kaisers seinem eigenen Vater ganz gewaltig in den Arsch getreten hatte. Jedenfalls war der Vater der vuz Guttenberg niemals in irgendeiner Art und Weise negativ politische aufgefallen. [Außer vielleicht, daß er während der 68er Aufstände Partei für die APO ergriff und deshalb eine Anzeige wegen des körperlichen Angriffs auf einen Staatshüter kassierte.]

Nun, seine Tochter macht den Namen Bismarck wieder alle Ehre. Mit ihrer noch merkwürdigeren angeblichen Kinderschutzsendung „Tatort Internet“, in dem sie harmlose Bürger diffamiert und als Pederasten und Pädophile outen möchte [eigentlich ein Lieblingssport des Adels, dem sie selbst angehört] hat die gute Freifrau Ministergattin schon genug Ärger erzeugt. Und als nun heraus kam, daß ihr Verein zwar massig Spendengelder abgreift, jedoch nicht mit der Transparenz auftritt, die sie immer wieder in der Fernsehsendung verspricht, mußte man sich ernsthaft um den Geisteszustand von Freifrau Ministergattin Sorgen machen.

Nicht, daß es kritisch wäre. Nein, so weit geht die selbstgefällige Art der Selbstdarstellerin nicht. Sie geht noch weiter. Natürlich wird im Internet alles bestritten und wenn sie dann in Afghanistan in der Kantine dummfröhlich vor sich hin lächelt, muß man sich nicht wundern, wenn es besonders über den deutschen Adel heißt, daß er durch zuviel Inzucht schon komplett versaut ist. Ja, schaut man sich das Lächeln einmal genauer an, erkennt man sofort, daß dahinter nicht der Intellekt steckt, wie er in „Tatort Internet“ vorgemacht wird. Zumindest ist Freifrau Ministergattin in der Lage ohne zu stottern von einem Teleprompter abzulesen, den sie natürlich auch bei der Kerner-Sendung – die heute produziert werden soll – dringendst benötigt.

Kanonenfutter für die Medien

Nun ist es aber so, daß dieser Truppenbesuch des Kaiserpaars nicht von ungefähr kommt. vuz Guttenberg benötigt dringend positive Presse, sonst kann er seine Bundeswehrreform – die Umwandlung in eine geistlose Zombiearmee nach NS-Muster – gleich in die Tonne treten. Und dann wäre es unter Umständen möglich, daß die Abschaffung der Wehrpflicht genau der Nagel zu seinem Sarg ist, der ihn dann wegen Verrats des Sozialstaates hinter eben weiter oben schon erwähnte schwedische Gardinen befördert. [Nein, Herrn Assange wird er dort nicht treffen. Es sei denn, es findet ein Gruppentreffen der in Deutschland ansässigen CIA-Agenten statt.]

Unser Bundeskriegsminister verheizt also unsere deutschen Truppen in Afghanistan für die eigene Popularität und zeigt damit eindeutig, daß er sehr viel von Goebbels und anderen Kriegsverbrechern gelernt hat. Das er so ganz nebenbei noch Oberst Klein für das Bundesverdienstkreuz für die Ermordung von 142 Zivilisten in Kunduz vorgeschlagen hat, zeugt doch eindeutig von der mentalen Unausgewogenheit des Herrn Ministers. Und sie zeugt davon, daß ihm ein Menschenleben absolut nichts bedeutet.

Also auch kein Leben eines einzelnen Bundeswehrsoldaten. Als er bei seinem vorletzten Besuch 6 tote Kameraden mit nach Hause brachte – wahrscheinlich im Handgepäck – sprach er noch Stolz davon, wie sich die bundesdeutsche Truppe am fernen Hindukusch schlug.  Natürlich ließ er auf der Trauerfeier unerwähnt, daß 4 der 6 gefallenen Kameraden seinetwegen in Afghanistan ins Gras bissen, als sie den Konvoi, in dem er unterwegs war, mit ihrem Leben verteidigten. Anstatt den Wagen des Ministers ohne Schutz zu lassen, damit die Taliban diesen elendigen Kriegstreiber endlich erledigen können.

So müssen also in Afghanistan für diesen Vorzeigekriegsminister unsere Soldaten sterben, die demnächst nicht mehr das Privileg besitzen, eine Armee aus dem Volk zu sein, sondern nur noch Büttel des Staates sind. Nur eine Berufsarmee kann man im eigenen Land gegen das eigene Volk einsetzen. Eine Armee, die sich aus Wehrpflichtigen rekrutiert, würde im Zweifelsfall gegen Kriegsverbrecher mit oder ohne Uniform meutern und sie ihrer gerechten Strafe zufügen. Demnach ist also diese Wehrmachtsreform, wie sie der vuz Guttenberg anstrebt, gar keine, sondern eher die Hintertür zur kompletten, kaiserlichen Machtübernahme ihro Majestät mit der gleichzeitigen Ausklammerung sämtlicher demokratischer Rechte des Volkes. Allein dies beweist schon der vorhandene Wille zum mutwilligen Landesverrat. Und sollte das derzeitige Kanzler das Kriegsrecht ausrufen, bliebe für vuz Guttenberg nur noch die strafrechtliche Erschießung im Bendler-Block. Der Ort, wo schon immer Landesverräter hingerichtet wurden!

Mit diesem Besuch bei der Truppe beweist vuz Guttenberg immerhin eines: Er ist, wie jeder andere Konservative auch, absolut nicht lernfähig. Mit seinem Anspruch des christlichen Kampfes für die Gerechtigkeit und Demokratie in Afghanistan zeigt er sogar gleichzeitig auf, daß er vor dem Gegner keinerlei Respekt hat. Und inwieweit mittlerweile die deutsche Bundeswehr in Afghanistan im dortigen Drogenanbau mit drin hängt – immerhin ist sie verpflichtet Warlords und Drogenbauern zu beschützen – möchte man am liebsten gar nicht wissen.

Wären die Angriffe wider seine Freifrau nicht in so rascher Folge erfolgt, würde die Gute wohl immer noch in der famililären Stammburg sitzen und weiterhin mit einem dicken Filzstift diejenigen aus dem Stammbaum ausstreichen, die ihr noch auf dem Weg zur Kaiserwürde im Wege stehen. Nur sieht es so aus, als wäre der Wahlspendenfonds zugunsten ihres verbrecherischen Mannes endlich aufgeflogen. Transparenz kann man von ihr nicht verlangen, eines jedoch schon: genug Verantwortungsbewußtsein, sich in Deutschland ehrenvoll umzubringen, um der Familie weitere Schande zu ersparen. Die vuz Guttenberg werden niemals die Kaiser von Deutschland oder gar Europa. Vorher werden sie vom aufgebrachten Mob gelyncht werden – wie man eben mit Landesverrätern und Kindsmördern umgeht.

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