Es war einmal ein Land in Europa, daß global für sein gut ausgebautes Sozialsystem von überall her beneidet wurde. Ganz besonders von den neofaschistischen USA, die schon immer ein Problem mit ihren Wurzeln hatten und niemals nicht erkennen konnten, daß die Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr als ein sanfter Abklatsch des alten untergegangenen Atlantis waren. Aber da in den USA schon Mitte der 70’er Jahre des vergangenen Jahrhunderts das Sozialsystem zerstört wurde, machte man dies zur Weltpolitik. Und nachdem die Neofaschisten in den USA auch noch auf die Idee kamen, daß es zuviele Menschen auf der Welt gäbe (vornehmlich zu viele Amerikaner, aber das sagten sie niemals laut), ließ man einen Plan zur Menschheitsreduktion ablaufen. [Wenn ich ein außerirdischer Invasor wäre, würde ich genau so einen Planeten übernehmen, der mir gefällt – und der moralisch ein wenig weiter ist als ich selbst.]

Doch bleiben wir erst einmal bei den grundlegenden Dingen. An dieser Stelle möchte ich nicht über das globale Fiasko schreiben, mit dem wir uns konfrontiert sehen, sondern nur um den Fall Deutschland. Viele rechte und querfrontlerische Blogs schreiben ständig von einer Bananenrepublik Deutschland. Doch mit dieser Bezeichnung irren sie sich. Wir befinden uns mitnichten in einer Bananenrepublik, sondern in einem Abklatsch des Dritten Reiches. Politikerdummheit erkennt man daran, daß offen Geschichtsrevisionismus betrieben wird.

Was dies alles mit dem Titel zu tun hat, wollen sie wissen? Bewahren sie Geduld. Sie werden sie brauchen, da die Causa nicht so einfach zu erklären ist, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint. Nachdem der Bundestag nun bereits auf dem Wege ist, den 5. August zu einem Feiertag zu machen (nachdem vor gut 20 Jahren ungefähr ¾  aller Feiertage abgeschafft wurden), den eigentlich keiner haben möchte, sollte man sich ernsthaft Sorgen um den Geisteszustand unserer Bundespolitiker machen. Aber die Kollegen auf Landesebene sind auch nicht besser.

Nun ist es so, daß schon seit November Verhandlungen über den Hartz-Eckregelsatz laufen. Ob er nun um € 5 oder um € 8 oder gar um € 11 erhöht wird, oder ob man ihn nicht gleich zusammen kürzt, darüber kann man sich partout nicht einig werden. Sowohl aSPD, als auch CDU/FDP sind sich darüber einig, daß Hartz IV eine Hängematte für all jene ist, die schlicht zu faul zum Arbeiten sind. Das sich ungefähr 15% Akademiker unter den gemeldeten Hartz-Eckregelsatzbeziehern befindet – also Menschen aus der eigentlichen Oberschicht – wird schon einmal geflissentlich von der Politik ignoriert. Weiterhin wird von den Verhandlungspartnern ignoriert, daß dieses neue Eckregelsatzerhöhungsgesetz gleichzeitig eine Sanktionsverschärfung ungeahnten Ausmaßes mit sich bringt – und womit innerhalb dieses Gesetzes seine Verfassungsfeindlichkeit offebart wird.

Denn bei der Eckregelsatzfestlegung geht es um mehr als nur um ein Politikum. Es geht darum, daß die Reichen, Adligen und angeblichen „Bildungsbürger“ eine höllische Angst vor den prekär Abgehängten haben. Nicht nur einfache Angst. Hier herrscht etwas vor, daß man schlicht als Todesfurcht bezeichnen kann. Immerhin wissen diese Leute, was sie dem Land seit mehr als 20 Jahren antun. Inzwischen fällt dies immer mehr auf. Und je öfter es auffällt, umso korrupter, krimineller, stehen die Reichen in diesem Land dar. Dabei ist es dann auch total irrelevant, ob sie links, SPD oder CDU wählen.

Ein weiteres Problem ist der Bildungsstand dieses selbsterklärten Bildungsbürgertums. Wie ich aus guten Quellen und durch eigene Anschauung habe miterleben dürfen, beherrscht die Mehrzahl dieser Bildungsbürger die deutsche Schriftsprache gerade einmal gut genug wie ein NPD-Parteimitglied. Man versteift sich auf die NDR (die Neue Deutsche Rechtschreibung), und erkennt gar nicht, daß man gar nicht mehr die deutsche Sprache schreibt, sondern eine Kunstsprache, die von den Gebildeten schlicht als Legasthenikerdeutsch übersetzt wird. Doch dies ist an der Tagesordnung. Immerhin ist die NDR ja gut, weil sie viele grammatikalische Regeln, die scheinbar unsinnig sind, aufhebt. Nunja, wenn dem so wäre, warum haben wir dann den vuz Guttenberg?

Und ich hoffe, die thematische Überleitung ist jetzt gelungen! 😀 Das Problem hierbei ist der Umstand, daß der gute vuz Guttenberg ja zuerst nur wegen Plagiats am Pranger war. Inzwischen sind es (aktueller Stand: 268 Urheberrechtsverstöße) Urheberrechtsverstöße, weil nicht nur blindwütig zitiert wurde, sondern schamlos überall geklaut und stellenweise Informationen miteinander gemixt wurden, die nichts miteinander zu tun hatten. Ok, diese minderbemittelte Selbstleistung könnte man mit einem Doktorandengrad belohnen, muß man aber nicht. Da ja vom Gesetzgeber schon das downloaden eines Filmes aus dem Internet offiziell als Urheberrechtsverstoß gegeißelt wird. Was ist dann das, was vuz Guttenberg an dieser Stelle getan hat?

Der gute Mann hat offenbart, daß er krimineller ist als ein Filmdownloader. Also gebührt ihm, außer der Aberkennung des betrogenen Doktortitels, noch eine bedeutend härtere Strafe. Unser alter Wirtschaftskundelehrer in der Berufsschule nannte Betrüger immer Schädiger der Volkswirtschaft und forderte eine absolute Strafe für solches Gesocks. Und zwar eine sehr hohe Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung, da Betrüger in seinen Augen Triebtäter waren (und ja, er war CDUler).

Wenn man sich also nun anschaut, was Fakt ist: Guttenberg wird des Betruges überführt, damit die ganze restliche Welt vergißt, daß es im neuen Hartz-Gesetz um eine Verschärfung des Sanktionskatalogs geht, bin ich doch ein wenig überrascht. Bisher dachte ich nämlich, der Deutsche wäre allgemein gebildet. Inzwischen habe ich feststellen müssen, daß das Land der Dichter und Denker sich in eines der Richter und Henker unter brauner Fahne zu verwandeln beginnt. Dies heißt aber gleichzeitig auch, daß man solche Verbrecher wie vuz Guttenberg noch nach geltendem Recht aburteilen sollte – und hinterher wirklich in Sicherheitsverwahrung geben, da nicht sicher ist, ob er einen Tag in Freiheit überleben dürfte. Die NAZIs waren schon in der Vergangenheit dafür bekannt, wie sie mit Versagern  (auch aus den eigenen Reihen) umgingen.

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