Die Grünen/B90 haben gewonnen. Ja, sie haben bundesweit gewonnen. Zwar nicht an Vertrauen, sondern nur an Wählerstimmen, aber für ein merkwürdig grünbraunes Faschopack ist dies wohl an der Tagesordnung. Prinzipiell ist nichts gegen Grüne einzuwenden, würden sie sich nur an ihre alten Parteiprogrammserklärungen aus den Jahren 1989/91 halten. Damit wäre schon Vielen geholfen. Nur ist es leider so, daß die Grünen nun mal nicht so sind, sondern viel lieber ihre eigenen Prinzipien über Bord werfen, um in Regierungsgewalt zu kommen.

Die erste Chose dieser Art war aber nicht rot-grün von 1998, sondern geschah schon viel früher in diesem Land. Und zwar begann der grüne Aufstieg nicht – wie immer behauptet in Nordrhein-Westfalen – sondern im primitiven, aber reichen, Hessen. Vor mehr als 25 Jahren begann der grüne Aufstieg zu einer Partei, die man im Auge behalten sollte. Damals sah es zumindest der hessische Landesverfassungsschutz so. Und ironischerweise wird er in den heutigen Zeiten mit seinen damaligen Einschätzungen Recht behalten.

Damals wurden die Grünen vornehmlich als Krawallmacher und elitäre Problemkinder betitelt. Man hatte nichts dagegen, daß sie sich für Biolandbau einsetzten, oder gar für eine artgerechte Tierhaltung. [Der Begriff artgerecht wurde übrigens von dem Grünen-Partei-Hasser Bernhard Grzimek geprägt, der damals Chef das Frankfurter Zoos war.] Und jener berühmte Tierkundler verstand unter artgerechter Haltung alles andere als ein größeres Auslaufgehege für Zoo- oder Zirkustiere, sondern deren angestammten Lebensraum in freier Wildbahn. Schon damals hatten die Grünen, bevor sie sich mit Bündnis90 zusammen taten, ein kleineres Problem mit dem Wortverständnis.

Eine der ersten Amtshandlungen des ersten bundesdeutschen Umweltministers des Bundeslandes Hessen war die Einrichtung von Naturschutzgebieten. An für sich eine prächtige Idee. Nur da Joschka Fischer aus Südhessen stammte, hat er dort natürlich auch dementsprechend während seiner Amtszeit zugeschlagen. Noch heute kann man zwischen Biblis und Hähnlein (Südhessen/Bergstraße) die alten Schilder sehen, die während seiner Amtszeit aufgestellt wurden. Die Flecken, die die Bauern noch bewirtschaften dürfen, sind so gering gehalten, daß es ein Wunder ist, daß Bensheim bis heute noch nicht verhungerte. Jedenfalls ist alles im weiteren Umkreis, bis fast hoch nach Darmstadt-Dieburg ein fast nahezu zusammenhängendes Naturschutzgebiet, nur unterbrochen von sogenannten Bewirtschaftsungsflächen, die die Bauern auch nicht vollständig und vollzeitig bewirtschaften dürfen, sondern nur zu bestimmten Jahren und Jahreszeiten. [Kein Scherz, Fischers damalige Landwirtschaftsverordnung sorgte zu einem Bauernhofsterben in Südhessen. Während Nordhessen da ausgespart wurde und dort Weizen für E10 angebaut wird.]

Der nächste Schritt, den die Grünen mit Füßen zu treten begannen, war ihre soziale Ausrichtung. Im Laufe der Jahre wurden die Parteimitglieder immer wohlhabender und konnten sich bald der gehobenen Mittelschicht zurechnen. Die Grünen setzten an den Universitäten die Schaffung von umwelttechnischen Studienzweigen durch, obwohl ja klar war, daß man diese Technologien nur für einen Übergangszeitraum brauchen würde. Gestört hat es die Grünen nicht! Aber dann kam nach 1998 die Abkehr vom Pazifismus, der bisher immer hoch gehalten wurde. Nachdem die Grünen bereitwillig bei den Kosovo-Einsätzen mitmachten und keinerlei Probleme damit hatten, daß die von Ihnen eigentlich geförderte Partei – die Serben – Völkermord begingen, begann der Putz bereits zu bröckeln.

Die danach immer mehr zu Tage tretende schwarz-braune Farbe wurde in den nachfolgenden Jahren immer offensichtlicher. Aber welche Alternativen gab es gegen die Alternativen, die so bereitwillig ihre eigenen Grundprinzipien für das Recht mitzuregieren aufgaben? Zuerst gab es keine. Als dann die PDL auftrat, veränderte sich sofort alles. Die Grünen, die sich aus enttäuschten aSPDlern und Faschisten rekrutiert hatte, sah rot. Und zwar wortwörtlich. Die rote-Socken-Kampagne der aSPD wurde mit gefördert und man stellte lakonisch fest, daß man mit der PDL niemals würde regieren können.

Und nun, nachdem man auch sein wichtigstes Zugpferd, den Pazifismus auf dem Altar des Kapitalismus geopfert hatte, kam der nächste Schritt: Man wollte wirklich versuchen in Regierungsgewalt zu kommen. Und hat es nun in einem Bundesland vollständig und in einem zweiten zur Hälfte geschafft. In Hessen schnitten die Grünen in den Kommunen derart gut ab, daß man sich Sorgen machen sollte. Nun können sie bei den anstehenden Bürgermeisterwahlen locker einen eigenen Kandidaten ins Feld führen, der unter Umständen die Wahl auch für sich entscheiden kann.

Es ist jedoch so, daß die Grünen keine wirkliche politische Alternative darstellen. In BaWü werden sie in den nächsten Wochen und Monaten beweisen, daß die Faschisten von der CDU, die jetzt bereits entsprechend Druck und Propaganda in Richtung auf Neuwahlen machen, teilweise absolut mit ihrer parteipolitischen Unfähigkeit Recht behalten werden. Dies sollte aber nicht weiter erschrecken, hat doch CDU/CSU & FDP schon vor Jahrzehnten diese Unfähigkeit selbst erbracht. Hier versuchen nur sehr braune Faschisten grünbraune Faschisten aus den Ämtern zu drängen, weil die eigenen Leute nicht nur Pfründe verlieren, sondern sogar in der Gefahr schweben, zukünftig Hartz IV-Empfänger zu werden. Also mit dem gemeinen Volk gemein zu werden!

Die Grünen stellen nun auch auf bundespolitischer Ebene eine Alternative dar, obwohl sie gar keine Alternative sind, da man von ihrer Seite weder soziale, noch konservative, Politik erwarten kann. Hier geht es nur ums Pfründe-sichern. Nicht einfach, sondern komplex und auch das ganze Land betreffend. Man sollte sich also Sorgen machen, wenn die alternativlosen Alternativen zum letzten Rettungsanker des noch teilweise denkfähigen Deutschen werden. Trug nicht einst auch die NSAP die Farbe grün? Und war es nicht so, daß die Konsequenzen aus der Unfähigkeit nach der Machtübernahme nicht ein Terrorregime erwuchs, wogegen sich das Regime aus dem Buch 1984 richtig harmlos gibt?!

Die Grünen sind keine Alternative, sondern das Begraben der letzten politischen Alternative in diesem Land. Die sollten wir berücksichtigen, wenn wir das nächste Mal zur Wahlurne gehen. Nicht grün ist die Lösung, sondern eine allgemeine für das Volk gestrickte Politik, die nicht populistisch und machtgeil erhaben ist. Nur dürfte es bei dem Parteiendickicht in diesem Land äußerst schwer werden, eine dementsprechende Partei zu finden, wenn derzeit bereits die PDL dabei ist, Kontakte zu den Grünen aufzubauen, und sich an deren Politik des Volksverrates anzubiedern.

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