Das Große Bruder-Freundesland vermeldet: OSAMA BIN LADEN IST TOT. Ein Trupp Marines hat ihn in seinem Höhlenversteck aufgespürt und erledigt. Der größte Feind der USA existiert nicht mehr!

So neu ist diese Meldung auch nicht. In den Jahren von 2001 bis 2010 kam diese Nachricht beinahe stündlich über den Ticker, solange die amerikanischen Marines sich in Afghanistan aufführten, wie in einer Schlachterei in der südlichen Bronx. Da wurden so viele Flüchtlinge, die sich im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet in Höhlen zurückgezogen hatten, dort von Marines mit Schnellfeuergewehren und Automatikwaffen erschossen, daß man meinen könnte, man wäre wieder im Dritten Reich und die Nazis würden ein Judenversteck ausräuchern. (Der Vergleich mag vielleicht geschmacklos sein, aber er ist treffend.) Die amerikanischen Marines führten sich auf, wie die alten deutschen Totenkopf-Brigaden, die jeder fürchtete. Und dann wundern sich die Amis, daß sie Präsident Karsai in Kabul nicht im Amt halten können, ohne die Opposition schmieren zu müssen.

Doch das ist nicht der komplette Kalauer. Der Haken bei militärischen Erfolgsmeldungen ist immer der, daß man keine noch bessere hinterher jagen kann. Nun hat man zum 16. Mal innerhalb von 5 Jahren Osama bin Laden getötet. Endlich ist er endgültig erledigt. Und man schert sich einen Dreck um logische Feinheiten.

Aber das ist nicht weiter schlimm. Faschistische Diktaturen müssen immer damit glänzen, ihren Generalfeind erledigt zu haben. Solange sie dies können, trifft die Orwellsche Regel zu: „Das Volk denkt nur noch an den Feind, dessen Hydra man den Kopf abgeschlagen hat. Dabei wird dem Volk verschwiegen, daß wie bei einer Hydra, die Köpfe immer wieder in doppelter Anzahl nachwachsen und man dadurch gezwungen ist, dem Feind abermals den Kopf abzuschlagen“ Was nicht nur Orwell wußte, war schon vorher bekannt. Deshalb kam es während der französischen Revolution in Mode, die Guillotine effektvoll gegen den Adel einzusetzen. Man muß dabei auch bedenken, daß man nicht vorhatte, wirklich jedem Adligen das Haupt vom Körper zu trennen, sondern nur jenen asozialen Systemschmarotzern. Dies waren immer noch genug und Danton war sogar gezwungen, seinen Erzeuger ebenfalls über das Gerät marschieren zu lassen. (Wissen die Wenigsten: Danton versuchte bis zum Schluß, Robespierres Urteil gegen seinen leiblichen Vater aufheben zu lassen. Doch Robespierre blieb hart. Und rettete damit die französische Monarchie.)

Osama Bin Laden ist also wieder einmal tot. Sofern er inzwischen nicht die Haut eines Werwolfes hat, ist es schon interessant zu sehen, daß das amerikanische Militär wieder einmal eine Erfolgsmeldung hinaus posaunt, obwohl jene doch gar nicht angebracht ist. Gibt es denn einen Beweis, daß Osama tot ist? Bei Saddam war man schnell sicher. Immerhin hat jeder Idiot im Internet das langsame Krepieren an dem unterirdischen Galgen in Bagdad gefilmt und im Internet verbreitet. Saddam ist tot. Eindeutig, und sieben seiner acht Doppelgänger ebenfalls. Der achte jedoch wurde eine Woche, bevor das Original hingerichtet wurde, ins CIA-Hauptquartier nach Langley ausgeflogen! Zufall? Mitnichten!

Und nun eine ganz einfache Frage für diejenigen, die nicht so mit Politik bewandert sind und immer noch meinen, daß unsere Welt eine flache Scheibe ist: Glaubt ihr wirklich, daß es jetzt nun endlich gelungen ist, Osama Bin Laden zu töten? Angeblich soll er 2007, nachdem ihn das US-Militär vorher schon dreimal als erledigt meldete, in einer deutschen Klinik für Nierenfunktionsstörung aufgetaucht sein und sich dort auf die Liste derer setzen lassen, die ein deutsches Ersatzorgan erhalten. Ihr wißt, was dies bedeutet: Bringt mir den Kopf von Zapata … – in diesem Fall wird der Kopf von Osama bin Laden dringend gebraucht. Allein um zu beweisen, daß das amerikanische Militär mal wieder eine Flüchtlingshöhle ausgeräuchert und mehr als 200 Zivilisten getötet hat.

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2 Kommentare on Militärische Erfolgsmeldungen

  1. Hannelore Zeising sagt:

    Als ich davon erfuhr,dachte ich dass Gleiche,bin also ganz erleichert,dass man seinen Gedanken noch freien Lauf lassen kann und nicht mit seinen Gedankengängen alleine da steht!

  2. Diotima sagt:

    Der Hahn ist tot, der Hahn ist tot, le coque est mort le coque est mort…er kann nicht mehr krähn kokodikokoda…Also der böse Wolf ist tot und er kann jetzt keine Videobotschaften mehr verbreiten.
    Wie schön und das endlich nach 10 Jahren Antiterrorkrieg und noch dazu eine Woche nach dem Osterfest! Einfach göttlich! Da kann man ja wieder aufatmen und angstfrei Aufzug und Untergrundbahn fahren..schööönnn. Toll, da hat sich die Ausbildung im CIA Trainingsacmp ja doch gelohnt. Echt tuff, diese Marines…Wahhnsinn.
    Bestimmt haben sich vor 2000 Jahren die Römer ebenso über die Liquidation des“rex judarum“ gefreut, der die Frechheit besessen hatte, just am Paschafest wie Davis als König in Jerusalem einzuziehen und den Tempel zu schänden, um zu zeigen, dass die romfreundlichen Sadduzäer dort in seinen Augen nix verloren hatten…Aber wir wissen auch, wie die Geschichte endete, nämlich nicht wie in DAS LEBEN DES BRIAN beschrieben. Der echte Heiland starb ja nicht am Kreuz, sondern erstand von den Toten auf. Das heißt, er war entweder ein Zombie oder er hat die Kreuzigung irgendwie dank guter Kondition oder guter Verbindungen zu diversen Hauptmännern und Zöllnern relativ gut und ohne allzu großen Blutverlust überlebt. Darauf folgte eine Apostelgeschichte der römischen Christenverfolgung, die jedoch mit der Übernahme des Imperium durch eben jene Religion endete.
    Wer weiß schon, wie Paulus zum Saulus wurde oder wie Saulus vorher hieß??? Und wer kann denn schon wissen, ob Osama nicht längst die Gesichts OP ,die ihm der CIA noch aus zwei bis drei erfolgreichen Einsätzen in Afghanistan schuldet,erhalten hat???
    Hollywood machts möglich…
    Arme USA, gnade ihr Gott, sollte sie dasselbe grausame Schicksal wie das Imperium Romanum erleiden und von ihrem Erzfeind und dessen neuer Philosophie unterwandert werden…Obwohl der Unterschied würde wie damals kaum auffallen: an der Mordlust würde sich nicht allzu viel ändern und an derem religiösen Überbau ebenfalls nicht. Amerika ist und bleibt wie sein inniggeliebter Erzfeind islamische Welt ein Gottesstaat. Und der Witz ist: trotz der 10 Gebote hüpfen alle doch nur ums goldene Kalb herum…Der Gottesstaat braucht den Krieg wie die Luft zum Atmen. Aber es wird lange dauern bis der CIA den nächsten „Revolutionsführer“ aufgebaut haben wird. Ein Doppelcoup wie damals mit den Mujaheddin in Iran und Afghanistan, das war ein echter Knüller. Das erinnerte fast ein wenig an die Zelotenpartei zur Zeit Jesu unter den romfeindlichen Pharisäern…Aber wer lässt sich schon gerne wegen einer Lappalie steinigen, nur um antiimperialistisch -nationalistisch zu sein ? Und das nur, weil man am Sonntag Holz gesammelt hat oder schwul oder feministisch eingestellt ist??? Die islamische Revolution war der Geniestreich des CIA und ist es bis zum heutigen Tag. Denn der Kommunismus ist tot, und sein Gespenst irrt durch Europa. Da brauchte es andere Feinde. Feinde, die man im kalten Krieg durchaus als Freunde benutzte, um eine weltliche Revolution eben genau in Persien und Afghanistan zu verhindern-und dies mit Erfolg. Doch zuerst musste man in den USA selbst zur Hexenjagd aufrufen. So sehr fürchtete man sich im Mutterland der Sklaverei vorm Kommunismus, dass man sogar die Demokraten durch den CIA verfolgen ließ. Und dennoch kam es zum Watergate Skandal…
    Heute ist ein Angehöriger der Demokraten Präsident von Amerika und dennoch sitzen Angehörige der Black Panther Partei in politischer Haft. Dies dürfte ein klarer Beweis dafür sein, dass wir es mitnichten mit einem Rassen- sondern einem Klassenkampf zu tun haben. Es wird immer wieder Leute aus gewissen Schichten geben, die bereit sein werden, untere Schichten zu versklaven oder in die Sklaverei zu verkaufen und sie werden international operieren…Die schlimmste Form der Sklaverei aber ist die selbsterwählte, die aus purer Perspektivlosigkeit entspringt…Diese treibt junge Menschen dazu, Mitglied in solchen terroristischen Vereinigungen wie der Bundeswehr, der army oder al quaida zu werden…um für eine heilige Sache zu sterben oder zu töten. Und das ist dann kein Menschenopfer, das ist dann einfacher Dünger auf dem sogenannten Feld der Ehre…Das Mittelalter scheint noch nicht vorbei zu sein , denn die Ritter der Kokosnuss reiten weiter auf ihrem LSD Trip hinüber ins gelobte Land, wo der Hanf blüht, das Uran glüht und das Öl fließt und als schwarzes Gold aus der Erde schießt…Wie schön, dass es die Tempelritter immer noch gibt, mir läuft ein heiliger Schauer den Rücken herab. Soviel vergossenes Blut, heiliges Blut, sang royal…Das Blut jedes Menschen sollte heilig sein, zu heilig, um es zu vergießen.
    Kaum zu glauben, dass wir alle mal süße unschuldige babies gewesen sind…Ja, vielleicht ist es doch ein Fehler, den Männern als erstes nach der Geschlechtsreife beizubringen, wie man Babies abknallt und Frauen vergewaltigt. Vielleicht fühlt man sich deshalb als Frau oft so schmutzig, wegen des sinnlos vergossenen Blutes und so unverstanden. Aber vielleicht sind wir Frauen ja wirklich hysterische Bestien, die auf diese Gewalttaten abfahren, vielleicht sind wir ja stolz darauf, wenn uns unsere Jungs Totenschädel als Andenken nachhause bringen???
    Aber irgendwie ist mir der Odysseus, der seiner Frau auf dem selbstgezimmerten Bett bei der Geburt des auf jenem Bett selbstgezeugten Kindes mit eben jenen Händen die das Bett erzeugten helfenden …also der ist mir immer noch sympathischer als der Odysseus, der hinterher für das Blutbad in Troja verantwortlich zeichnet!!!
    Aber vielleicht können Männer ja beides sein: liebende Ehemänner, während sie die Frauen und Kinder und Männer des Feindes brutalst abschlachten? Ein echt schizoider Akt, den wir ihnen da zumuten. Da wäre die Rückkehr zur Polygamie und dem Polytheismus doch irgendwie humaner…Na egal, jetzt haben wir schon alle denselben Gott, wir die wir von Noah abstammen wie Erik der Wikinger und dann schlagen wir uns erst recht die Köpfe ein und zwar aus Erbstreitigkeiten. Echt unappetitlich sowas.Pfui.