Nein, heute keinen neuen Akt der brutalstmöglichen Aufklärung, sondern die literarische Aufarbeitung des Schwachsinns, den man besonders heute in einigen Tageszeitungen finden kann. Um es kurz zu machen: DIE WELT betitelt die Deutschen als Dreckschweine (was wir eindeutig auch in den Augen von Asiaten sind), und einige andere Zeitungen morkieren sich darüber, daß ausgerechnet von Mungobohnen-Sprossen das EHEC-Virus ausgehen soll.

Nun, beides hat etwas mit Bildung zu tun. Und dem Erfassen logischer Zusammenhänge. In einem Land, daß sich nach außen hin (also der Welt) als BILDUNGSREPUBLIK DEUTSCHLAND präsentiert, sind solche wissenschaftlichen Auswüchse entweder ein Zeichen fortgeschrittener Verblödung, oder schlichtweg die Folge eines chronisch schlechten Gewissens, weil man mit dem Finanzkapitalismus den halben Globus in die Pleite treibt. [Doch darüber gibt es diese Woche einen eigenen Artikel.]

Doch kehren wir zum eigentlichen Thema zurück. Was hat das EHEC-Virus und seine Verbreitung mit Bildung zu tun? Und wo liegt da der eigentliche Zusammenhang? Diese Fragen lassen sich relativ einfach beantworten. Wie schon im anderen Artikel über EHEC beschrieben, ging unsere werte Schulmedizin zuerst davon aus, daß das Virus über spanische Gurken und Tomaten verbreitet würde. An der damaligen Beweiskette gab es auch nichts zu rütteln, selbst dann nicht, als schon damals ein lübecker Restaurant in den Blick der Gesundheitsfahnder geriet. [Inzwischen ist klar, daß dieses Restaurant die neue Hypothese nicht stützen kann, daß die Infektion von Mungobohnen-Keimlingen ausgeht, da jene in diesem Restaurant nicht serviert werden.]

Man bemühte sich also direkt gezielt in Niedersachsen, nachdem Deutschland von Spanien eins auf die Ohren dafür bekam, daß es ausposaunte, daß das Virus möglicherweise aus Spanien stammte, die Quelle des Übels zu finden. Interessanterweise bemühen sich die Herren und Damen Virologen nicht, so schnell wie möglich eine Expertise zu veröffentlichen, nach der sichergestellt ist, daß es dann auch wirklich die Mungobohnen-Sprossen waren. Warum denn wohl? Weil man dort bereits weiß, daß die neue Fährte bereits erkaltet ist. Der Zuchtbetrieb in Niedersachsen ist auch nicht die Quelle des Virus! Also doch Spanien.

Und dann haben wir noch einen gewissenlosen Udo Ulfkotte, der sinnistrerweise nicht mehr bei einem anständigen Verlag veröffentlicht, sondern nur noch im KOPP-Verlag. Dort äußert er unter anderem den Verdacht, daß das EHEC doch aus Spanien stammt, aber an allem die bösen Moslems Schuld sind, weil die schon seit Jahrzehnten einen Scheiße-Djihad gegen normaldenkende Menschen führen. Immerhin sei im Islam jedes Mittel erlaubt, um den Feind zu schwächen! Darunter dann auch, die eigenen Exkremente auszubringen.

Ich habe zwar schon vielen Schwachsinn gehört und gelesen, aber als ich Ulfkottes Diagnose des Problems las, bekam ich einen Lachflash. Ich habe selten dümmeres gelesen. Anscheinend betreibt Ulfkotte selbst einen Scheiße-Djihad, sonst sähe er sich nicht verpflichtet, solchen hirnrissigen Mist zu verfassen. Jeder Mensch weiß, was einem Muslimen droht, sollte er seine eigenen Exkremente mit seiner rechten oder linken Hand auch nur zu berühren wagen! An solchen Hetzartikeln erkennt man dann den wahren Islamkenner. Ulfkotte gehört eindeutig nicht dazu. Denn wäre er einer, wäre schon längst sein Nachfolgebuch erschienen, warum der von ihm für das Jahr 2011 prophezeihte christlich-islamische Bürgerkrieg ausgeblieben ist!

Doch wie immer mit solch halbgaren Propheten steckt der Teufel im Detail. Natürlich haben wir es mit einem toxischen Virus zu tun, daß mittlerweile erfolgreich 1700 Menschen im ganzen Land krank gemacht und bereits 21 erfolgreich umgebracht hat. Doch die Medizin weiß sich nicht zu helfen. Immerhin sind solche e.coli-Epidemien in den USA an der Tagesordnung (auch in den amerikanischen Wohnburgen in unserem Land grasierte die Seuche regelmäßig) und werden dort ganz normal behandelt. Meistens brechen solche Seuchen in den USA nach Hochwassern, Tornados oder anderen ganz natürlichen Phänomenen aus, wenn die heimische Kloake in sich zusammenbricht und das Brackwasser sich mit dem Trinkwasser vermischt.

Nur hatten wir in Spanien außer einem vom US-Militär gemeldeten Flugzeugabsturz vor drei Wochen keinen Tornado, Erdbeben oder gar ein Hochwasser. Es gibt also keinen Grund anzunehmen, daß dieses Virus wirklich aus Deutschland stammt. Die Wahrscheinlichkeit, daß der Keim des Übels wirklich in Spanien sitzt, ist immens hoch. Aber nicht sehr wahrscheinlich. Nach dem Verhalten, welches das e.coli bisher zeigte, ist es kein natürliches Virus. Nicht einmal normal mutiert. Man kann also davon ausgehen, daß in jener US-Militärmaschine eine biologische Waffe befindlich war, die dann freigesetzt wurde, als der Flieger in Spanien herunter kam. Immerhin wurde die Maschine inzwischen geboren und die Spuren verwischt. Die einzige Folge ist nun die Epidemie, die ja nicht nur in Deutschland wütet. Hier aber am stärksten.

Ich schließe bei so etwas den Zufall generell aus. Merkwürdigerweise haben wir noch ein zweites Phänomen bei diesem Virus. Wenn es doch angeblich in den Mungobohnen-Keimlingen steckt, die bundesweit verkauft werden (vornehmlich in Delikatessgeschäften mit vegetarischer Kundschaft), warum findet sich kein einziger Asiate oder asienstämmiger unter den bisher Infizierten? Auch wieder nur ein dummer Zufall? Nicht einmal unter den Toten findet sich ein Asiate. Auch das lübecker Restaurant kann inzwischen als Primärquelle ausgeschlossen werden.

Es stellt sich also die Frage, mit was für einem Virus wir es genau zu tun haben, und warum es anscheinend vollkommen selektiv zuerst auf Frauen losgeht, obwohl Männer wohl die gleichen Lebensmittel wie ihre Partnerin gegessen haben (inklusive jener ominösen Sprossen), Männer aber bedeutend geringer erkranken als es bei Frauen der Fall ist. Man muß kein Spezialist sein, um zu erkennen, daß wir es hier mit einem besonderen Virus zu tun haben. Ein Virus, daß selektiv nur Frauen tötet, ist mehr als ungewöhnlich – und entspricht nicht den Maßgaben der Natur.

Nun aber zur anderen Hälfte des Themas. Natürlich wird uns Deutschen nun vorgeworfen, wir lebten viel zu schmutzig und würden uns nicht richtig um unsere Körperhygiene und ähnliche Dinge kümmern. Auf unseren ehemaligen Bundesgesundheitsminister angewandt, mag dieser Einwand wahrscheinlich richtig sein. Allgemein gesehen jedoch ist diese Aussage vollständig falsch. Schon in der Grundschule lernt man die Grundzüge von Hygiene und die hygienische Hysterie, die in den frühen 70er Jahren herrschte, tat ihr übriges, um die Menschen in diesem Land zu übertriebener Hygiene anzuspornen.

Das Endergebnis kennen wir. In Ländern mit übertriebenen Hygienewahn ist die Zahl derer, die an Allergien leiden um gut 20% höher als in Ländern, die ein normales gesundes Verhältnis zum Dreck haben. In Südamerika gibt es beispielsweise so gut wie keine Allergetiker. Zufall? Nein, absolut nicht. Auch von Südafrika, von den Slums dort, ist mir nicht bekannt, daß dort sonderlich viel Menschen an gewissen Zivilisationsallergien leiden würden. Nun, Bildung ist alles. Und jeder, der auch nur ein wenig Ahnung hat, weiß, daß ein gewisses Schmutzpensum durchaus für den Körper erträglich ist. Dies heißt aber nicht, daß man sich zu seinem Hund ins Körbchen legt. Dies kann man zwar schon machen, aber im Prinzip hat dies keinerlei Auswirkungen auf die Allergenbildung.

Fest steht: Ein Virus wie EHEC kann sich nur in Ländern mit übertriebener Hygiene breit machen. Die jetzt anlaufende Kampagne, die Deutschen noch kranker zu machen (sonst verdient ja die Pharmaindustrie nichts mehr), indem man sie zu noch mehr Reinlichkeit anhält, ist genau der Kardinalfehler, der gemacht werden kann. Allein schon, in dem man den Leuten vorschreibt, wie oft und wie lange sie die Hände zu waschen haben, macht doch eindeutig klar, daß nicht nur die Wissenschaft bei diesem e.coli-Bakterium überfordert ist, sondern auch die Regierung.

Ich gehe davon aus, daß wir, sobald der 30. tote Patient auftaucht, in diesem Land vorübergehend das Kriegsrecht ausrufen, um sicher zu stellen, daß das Volk nicht mehr auf die Idee kommt, aufzumucken. So kann man dann natürlich auch den Zeitraum bis zur nächsten Bundestagswahl 2013 überstehen. Sobald dann keine direkte Gefahr mehr besteht, daß das Virus erneut Todesfälle fordert, werden dann die Bedingungen wieder geändert und das Kriegsrecht wieder aufgehoben. Und es wäre nicht das erste Mal, daß eine Diktatur einen Virenausbruch als Anlaß nehmen würde, ihr sich unliebsam gewordene Mitbürger vom Hals zu schaffen. [So geschehen während der Perón-Ära in Argentinien, als mehr als 20.000 Hellseher von der Militär-Junta getötet wurden.] Es wäre also nicht das erste Mal, aber gewiss nicht zum letzten Male.

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