Vergebt mir bitte den langen Titel!

Aber ich verfolge gerade einige Zeitungen, einige Blogs (was wirklich interessant wird) und auch einige Homepages, wo man mit Informationen über bestimmte Tatbestände (oder Nichttatbestände im neuen Amtsdeutsch) informiert wird. Und jetzt zeichnet sich ein Bruch in der deutlich als rechtsradikal, national und faschistisch eingestellten Partei DIE GRÜNEN/B90 ab. Wie es zu diesem Bruch kommen kann?

Nun. Als erstes sollte man wissen, daß Grüne nicht sonderlich helle sind! Die meisten sind Vegetarier, Stricklieseln oder einfach nur Wirtschaftsfunktionäre ohne gewerkschaftlichen Rückhalt. Viele andere in der Partei engagieren sich auch für die neuen Technologien wie GENFOOD oder ERNEUERBARE ENERGIEN. Das EE-Gesetz der Bundesregierung zielte ja bereits in der Richtung ab, die GRÜNEN in den kommenden Jahrzehnten richtig reich zu machen. Klientelpolitik eben!

Politisch stehen die CDU und DIE GRÜNEN gar nicht mal so weit voneinander entfernt. Beide sind absolut wirtschaftshörig, lassen sich gerne bestechen (wie das Ableben des aSPDlers Herman Scheer deutlich vor Augen führte), und haben eine etwas krude Moral, wenn es darum geht, nicht nur die Umwelt, sondern auch den Menschen vor sich selbst zu schützen.

DIE GRÜNEN mischten in der vorletzten Legislatur sehr aktiv mit und stimmten für die AGENDA2010-Umsetzung mit dem Namen HARTZ IV (aka Alg II). Damals stimmten DIE GRÜNEN auch für das fatale Atomstromausstiegsgesetz. Sie wollten damit erreichen, daß die paar in Deutschland befindlichen Atomkraftwerke ein für alle Mal abgeschaltet werden. Immerhin war den GRÜNEN damals schon klar, wenn immer mehr Strom aus solaren Netzwerken oder größeren Off Shore-Windparks in das deutsche Stromnetz eingespeist werden, die alten Kabel der vier großen Energieversorger dieser Belastung nicht auf Dauer standhalten können. Also kam man auf die glorreiche Idee, gleich ganz aus der Atomkraft rauszugehen. Die abgebrannten Brennstäbe konnte man ja zur Atombombenfertigung entweder an die Briten oder die Franzosen geben. Und damit noch zusätzlich ein Vermögen für sich erwirtschaften.

Ja, dies hört sich alles so schrecklich an. Aber es erklärt noch nicht ganz, warum es jetzt zum Bruch innerhalb der GRÜNEN/B90 kommen könnte! Nun, die Erklärung ist einfach. Ein Kern der GRÜNEN hat sich mittlerweile als AKW-Fan geoutet. Wohin soll man an schönen Sonnentagen pilgern, wenn keine AKWs mehr da sind, vor denen man demonstrieren kann? Sich um die Universitäten kümmern? Bloß nicht! Studenten wollen nicht arbeiten, sondern nur faul auf ihrer Haut liegen. Und sich für bessere Lernbedingungen an den Universitäten einzusetzen, wäre kontroproduktiv.

Die meisten GRÜNEN sind heutzutage aber keine Studenten mehr (die stellen nur noch die Mitläufer von solch spinnerten Ideen wie HARTZ IV), sondern gestandene Geschäftsleute des Mittelstandes. Naja, nicht direkt des Mittelstandes. Um genau zu sein: des oberen Mittelstandes! Nun, solche Leute sind es nicht gewohnt zu arbeiten. Sie lassen lieber ihr Geld arbeiten. Aber nicht in Banken, sondern in Off Shore-Windparks oder überdimensionierten Solaranlagen, die nicht nur die Umwelt verschandeln, sondern gleichzeitig auch zerstören.

Inzwischen ist es so, daß die Parteispitze der GRÜNEN/B90 dabei ist, ein Papier zu verabschieden, worin der Weg des sprechenden Hosenanzugs bestätigt wird. Das es doch wichtig sei, daß die jetzige neoliberale Regierung es begriffen hat, daß ein Ausstieg aus dem Ausstieg ein Fehler war und das nur ein Einstieg in den Ausstieg die letzte Chance ist, die dieser Republik noch bleibt.

Im Klartext heißt dies nämlich, daß sich die Parteibasis bei den GRÜNEN radikal verändert hat. Keine Antikriegsfanatiker mehr, sondern absolut systemkonforme, treue Menschen, die nur noch eines wollen: Jederzeit auf Strom zugreifen zu können. Menschen, die nichts anderes wollen, als ihren eigenen Luxus nicht zu verlieren. Und die dafür dann auch bereit sein, das eine oder andere Atomkraftwerk vor ihrer Türe zu akzeptieren. AKWs sind ja solange keine Gefahr, wie es keinen Störfall gibt. Was dies angeht, hat unser jetziger Umweltminister trotz allem Recht! AKWs sind sicher – solange sie nicht laufen.

Womit wir die Erklärung des Frustes von Seitens der Parteibasis haben. Endlich wird etwas getan. Aber dies ist der Basis nicht Recht, weil sie befürchtet, von da an nicht mehr in jedem Moment Strom aus der Steckdose ziehen zu können. Nicht jeder, der umweltbewußt denkt, kann sich auf dem Hausdach eine Solaranlage leisten. Wo soll man denn dann die 5m durchmessende Satellitenschüssel hinstellen? In den Garten? I wo, da beschwert sich dann die Lebensabschnittsgefährtin darüber, weil sie nicht mehr ihr Ökogemüse und den Falafel anpflanzen kann!

Und genau dies ist der Grund, warum den GRÜNEN nun eine Spaltung bevor steht. Nicht nur, weil es hier ums Eingemachte ginge, sondern deshalb, weil die Parteiführung mit einmal wieder erkannt hat, warum man vor 35 Jahren die Partei mal gegründet hatte! Es geht um Umweltbelange. Und bei so was zieht die nationalistische Parteibasis nun nicht mehr mit. Man hat zwar nichts gegen Türken oder sonstige Ausländer – solange sie im eigenen Land bleiben. Und Deutschland produziert seinen eigenen Strom. Wir brauchen keinen dreckigen Strom aus dem Ausland!

Deshalb müssen alle AKWs abgeschaltet werden. AKWs sind dreckig, schmutzig und leider nicht in der Lage, daß durch HARTZ IV geoffenbarte Arbeitslosenproblem auf Dauer zu lösen! Also müssen die AKWs ganz schnell weg. Da die GRÜNEN ja durch diverse Anteilsscheine an Solar- und Windkraftproduzenten beteiligt sind, verdienen sie sich zukünftig eine goldene Nase mit dem selbstgemachten Strom. Und auch wenn das EE-Gesetz dafür sorgt, daß die einzelne kW/h nicht mehr so üppig bezahlt wird, bleibt dennoch genug Geld in der Kasse, da es ja für Anlagen ab einer gewissen Größenordnungen staatliche Förderungen gibt. Genau deshalb müssen die AKWs abgeschaltet werden! Genau aus diesem Grund!

Aber dies sieht die Parteibasis nicht länger ein. Sie möchte nicht auf ihren Strom verzichten und statt dessen viel lieber, daß die AKWs weiter betrieben werden. Dies geht eindeutig aus den Papieren hervor, die man überall verlinkt vorfindet. Sind also die GRÜNEN noch grün, oder sind sie längst BRAUN ???

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1 Kommentar on Der Wieder-Einstieg in den Ausstieg aus der Atomtechnik

  1. Diotima sagt:

    Sind die Grünen grün oder sind Sie längst braun? Das ist eine interessante Frage. Du stellst die These auf, die Spitze der Grünen sei noch grün und belegst dies mit deren Agitation für den Wiedereinstieg in den Ausstieg aus der Kernenergie…Ja, ich empfinde es als logisch, die Parteispitze als grün zu bezeichnen. Da entsteht vor meinem geistigen Auge sofort das Bild eines Baumes mit grüner Baumkrone…Nur ist es ja so, dass es im Herbst manche Blätter zu Boden fallen und dann dort zu Morast und Humus und wiederum zu Erde werden. Erdboden ist nun mal braun, weil die Erde nun mal aus nichts anderem als aus verrotteten Exkrementen von Lebewesen besteht…Erde ist kackbraun…Leider, aus diesem Grund empfinde ich auch das unter Ökomystikern so beliebte Frauenbild von Mutter Erde als so abstoßend…Als Frau soll man sich mit einem Stück Scheiße identifizieren? Halten wir aber mal fest, aus was dann die Parteibasis bestehen muss: aus braunem Morast. Und dieser braune Morast ist logischerweise ,da er das Fundament des Baumes bildet, fundamentalistisch.
    Dass es ausgerechnet die KernSPALTUNGsfrage ist, die die Partei BÜNDNIS 90 zu SPALTEN droht, macht die Sache fast noch absurder.

    Wobei GRÜN ja nun mal auch die Farbe des Islam ist. Also kann man mutmaßen, ob die iranische grüne Bewegung zu großen Teilen wenn auch gemäßigt reformatorisch religiös motiviert sein könnte. Denn Atomkraft ist eigentlich unislamisch…Es ist ein Wunder, dass das die Christdemokraten hierzulande noch nicht erkannt haben. Denn normalerweise sind religiöse Parteien sehr forschungsfeindlich…Wenn man nun bedenkt, dass zur Zeit vor der islamischen Revolution in Persien der Sonnenkult offizielle Religion war und die grüne Bewegung vorallem für Solarenergie agitiert, dann versteht man die Welt überhaupt nicht mehr…Vorallem versteht man nicht, warum der Schah als Hauptzeremonienmeister des Zoroasterkultes diesen blöden Atomvertrag mit Siemens abgeschlossen hat, und warum er unter rot-grün NICHT aufgekündigt worden ist…Vielleicht können wir uns den Wiedereinstieg in den Ausstieg daher hierzulande leisten, weil wir anderenorts den Ausstieg aus dem Einstieg zurrücknehmen und wir immer noch Ahmdinischah als Abnehmer in peto haben… Der wird sich über den Atommüll freuen…
    Und wenn es dann zum dritten Weltkrieg kommt, dann waren wieder einmal deutsche Faschisten, die das ermöglicht haben…
    Die grüne Bewegung im Iran fühlt sich von der grünen in Deutschland wahrscheinlich völligst verarscht…Zuerst schieben die Gründerväter der Grünen mit der 68 er Revolution die Revolution im Iran an,um das Atomprojekt zu stoppen und jetzt wollen wir ihnen unseren Atommüll auch noch aufzwingen. Das heißt, die grüne Spitze möchte den braunen Dreck einfach loswerden. Aber es ist unfair, ein Land als Kloake zu missbrauchen…Es wird Zeit, den Siemensvertrag zu kündigen…Diese sogenannte deutsche „Wertarbeit“ ist einfach scheiße.