[die Linke, die Shoa und der ganze Rest.]

Man kennt das ja: Da Streiten sich zwei Weltbilder miteinander und am Ende ist das Land zerbrochen! Aber mit Weltbildern hängen immer auch Ansichten zusammen. Mit Ansichten hängen Meinungen zusammen – und mit Meinungen hängt Politik zusammen herum. Also ist es immer die Politik einer oder mehrerer Staaten, die schließlich zuerst zu einem Stellvertreterkrieg führen und danach zur erfolgreichen Aufspaltung eines Landes. So geschehen in Korea, Vietnam, Deutschland.

Die Koreaner sind inzwischen einen Schritt weiter. Die können sich unter einer Demokratie – oder das, was sie sich unter christlicher Beeinflussung darunter vorzustellen in der Lage sind – schon wieder an eine Wiedervereinigung ihres Landes glauben. Korea hat aber auch andere Probleme als der nahe Osten.

Doch bleiben wir zuerst einmal bei Korea. Ich möchte an dieser Stelle eines klar stellen: Ich bin absolut kein Kriegsbefürworter. Und das ewige Säbelrasseln in Korea macht mich allmählich auch nervös. Zwar gab es mittlerweile wieder eine Annäherung zwischen Nord- und Südkorea, doch ob diese Annäherung auch positiv verlaufen wird, jetzt wo im Land die christlichen Kirchen wüten, sei erst einmal dahin gestellt. Meine Meinung vom Christentum ist berechtigterweise nicht sonderlich hoch. Aber die Aufhetzung des Südens gegen den Norden, dessen Provokationen, weil er seine Seegrenzen geschützt sehen will, können auf Dauer nicht gut gehen. Und einige koreanische Bekannte fürchten jetzt schon einen vereinigenden Bürgerkrieg. Wobei meine Bekannte deutlich mehr Angst davor haben, was geschehen könnte, sollte der in Christianisierung begriffene Süden als Sieger aus dem Krieg hervor gehen!

Deutschland war auch einst einmal ein geteiltes Land, doch dann wurden wir von der DDR übernommen! Unserem Blog liegen eindeutige Belege vor, die schon ab 1980 diverse Treffen zwischen Günter Guillome und Helmut Kohl in Mainz belegen. Und zwar nicht nur eines alle halb Jahre, sondern richtiggehende informelle Treffen, die heute wahrscheinlich unmöglich wären, weil der permanente Überwachungsapparat, dem man als einfacher Bürger ausgesetzt ist, dies ohne weiteres registrieren würde. Helmut Kohl also doch ein StaSi-Spitzel? Die Wahrscheinlichkeit ist ziemlich groß, immerhin wird politisch und an der Wahrheit interessierten der Zugriff auf seine StaSi-Akte schon seit Jahrzehnten verwehrt. Steckt also hinter dem Erschaffer der Einheit doch etwas total anderes? Nun, wir werden es in den nächsten beiden Generationen noch nicht erfahren. Und im Buch des Walter Kohl wird auch auf diesen Gedankengang nur zu kurz eingegangen. Vorstellen kann es sich Kohl Jr. aber! Dies verrät schon eine ganze Menge.

Als Deutschland nach dem selbstverschuldeten WK2 geteilt wurde, geschah dies nicht in bester Absicht – so wie in Vietnam und Korea – sondern allein deshalb, weil sich der brutale Westen gegenüber dem Osten behaupten mußte. Man wollte kein sozialistisches Deutschland, was schließlich in einem sozialistischem Europa enden würde. Obwohl die Amerikaner absolut nichts gegen eine sozialistische Regierung in Italien oder Frankreich einzuwenden hatten. Immerhin war der moderne Sozialismus amerikaphil und deshalb nützlich. Das deshalb auch Griechenland später eine Regierung bekam, deren Mathekenntnisse weit unter denen Pythagoras lagen, war da nur eine kleine Ausformung dieses Sozialismus. Ist deshalb Sozialismus per se schlecht? [Auf diese Frage werde ich weiter unten antworten. Also durchhalten.]

Die Spaltung, die eine Spaltung nach sich zog

Der WK2 forderte viele Opfer und löste die Shoa aus. Die sogenannte Auswanderung der Juden nach Israel. Nun, damals, als die ersten Juden Europa in Richtung naher Osten verließen, weil sie sich auf die Tora beriefen und darin ja drin steht, daß sie nach dem Auszug aus Ägypten das Land bekommen hatten, in denen Milch und Honig floß, gab es noch kein Israel. Sondern nur ein Palästina, daß wegen internationaler Verträge zwar im Besitz des osmanischen Reiches befindlich, aber unter britischer und amerikanischem Protektorat befindlich war. Ein schönes Land. Beinahe überall Wüste. Aber dies heißt nicht, daß die Palästinenser nicht alles dafür getan hätten, ihr Land urbar zu machen. Sie ließen sich eben nur muslimische Ruhe bei dieser Arbeit und versuchten nicht, irgendetwas über das Knie zu brechen.

Die Israeliten, die wieder ins Gelobte Land heimkehrten, beriefen sich auf einen Vertrag zwischen dem Deutschen Reich – eben jenes, was sie noch wenige Tage zuvor zu vergasen versucht hatte – und dem Osmanischen Reich, nach denen Ihnen Palästina gehöre. Nun, dummerweise scheint irgendwie dieser Vertrag über 960 Mrd. Reichsmark in Gold beim Brand von Berlin vernichtet worden zu sein. Jedenfalls konnten die siedelnden Zionisten keinen solchen Beweis beibringen. Also beriefen sie sich auf die Tora, ihr heiliges Buch. Und immer, wenn sich eine Nation auf ein heiliges Buch beruft, sollte man als Außenstehender die Sachen packen und warten, bis das Problem sich von selbst gelöst hatte. Dies geschah jedoch nicht. Amerikaner und Briten behielten Palästina unter Protektorat. Zum Glück wohl für die restliche Welt. Wer weiß, was geschehen wäre, wenn sie nicht so gehandelt hätten.

Der Teilung Palästinas in einen islamischen und einen jüdischen Teil ging eine Teilung Deutschlands in einen demokratischen und einen sozialdemokratischen Teil voraus. Die eine Hälfte wurde von den Russen beinahe komplett umgemodelt, während die andere Seite die Nachteile des Kapitalismus kennenlernte. (Geld kann man nicht essen, deshalb bunkert man möglichst viel auf seinen Konten – am besten noch auf denen, für die man keine Steuern zahlen muß.)

Die Spaltung des Deutschen Reiches in eine DDR und eine BRD sorgte dann auch für zeitweiligen Frieden zwischen den Supermächten, obwohl eigentlich etwas völlig anderes geplant war. Die Folgen des damaligen unverantwortlichen Handelns der Siegermächte erkannte man dann schon bald an der Gründung des Staates Israel und der drei Stellvertreterkriege in Korea, Vietnam und Kambodscha. Das Patt war perfekt und hätte diesem Planeten wohl auch die weitere Existenz retten können.

Doch das britische Protektorat Palästina war bald keines mehr, weil die jetzige zionistische Regierungsclique Israels die britischen Soldaten mit muslimischen Selbstmordattentätern vertrieb. Womit quasi die jetzige politische Situation im nahem Osten geschaffen wurde. Eine Nation, die vorgibt, demokratisch zu sein, terrorisiert die umliegenden Nationen, die dies eben nicht sind, sondern immer noch totalitär geführt werden müssen, weil der Islam keine andere Regierungsform zuläßt. So führte die deutsche Teilung letztlich zur Teilung Palästinas.

Die Zweistaatenlösung

Nun ist es so, daß alle Welt nach einer Zweistaatenlösung im nahen Osten schreit, obwohl dies rein juristisch falsch ist. Eigentlich haben die israelischen Zionisten dort mehrfach illegale Landnahmen vorgenommen. Sogenanntes Land Grabbing findet derzeit auch in Afrika zu Hauf statt. Aber weder die UN, noch andere selbsterklärte Demokratiebewahrer beschweren sich darüber. Statt dessen hat man nun im Kopf, daß für das Israel/Palästina-Problem eine Zweistaatenlösung her muß.

Muß sie nicht wirklich, da die Israelis sogar aus ihrem eigenen heiligen Buch wissen, daß sie das Landrecht über jenen Streifen verloren haben. Sie halten sich nur nicht daran. Die Shoa ist eine mehrfache gewesen. Zuerst wurden die Juden aus Palästina vertrieben, weil sie gegen die Gebote ihres Gottes handelten. Danach flüchteten sie aus Deutschland, weil man dort probiert hatte, sie auszulöschen (was ja auch eigentlich verständlich ist. Nur aufzeigt, wie wenig Loyalität dem Mutterland gegenüber besteht). Übrigens lief der gleiche Mist mit der Shoa und der Teilauswanderung in Richtung Palästina schon einmal. Im 16. Jahrhundert von Spanien aus. Auch dort kam es zu einer Shoa, nachdem es in Andalusien zu merkwürdigen Morden unter Juden gekommen war. Später stellte sich dann heraus, daß jene spanischen Adligen eigentlich Konvertiten gewesen waren, die an ihrem Judentum festgehalten hatten. Und deshalb von ihrem obersten Rabbiner ermordet wurden, weil jener es nicht ertrug, daß dieser Betrug des Gottes seit Jahrhunderten ungestraft vonstatten ging. Damals kam dann heraus, daß ungefähr 60% der adligen Familien jüdischer Herkunft waren. Jene Familien wanderten dann auch keine 20 Jahre nach diesem Geschehniss als erste nach Palästina aus, maßten sich aber nicht an, ihr eigenes heiliges Land zu gründen.

Dies taten erst europäische Juden, die im Zuge der Shoa aus Deutschland, Österreich und Russland kamen. Jene Zionisten wollten wieder ihr altes Land und ihre alten Rechte zurück, anstatt sich so intelligent wie ihre jüdischen Vorgänger aus dem Spätmittelalter zu verhalten. Es kam, wie es kommen mußte. Und nun steht Israel vor der bangen Frage, was denn wäre, käme es zur Zweistaatenlösung?!

Um es einfach zu sagen: Die Zweistaatenlösung kann nur auf mittlere Zeit eine Lösung darstellen. Auf Dauer jedoch dürften sich die Zionisten wieder zu irgendwelchen Dummheiten hinreißen lassen. Und genau dies macht mir Sorgen. Berechtigte Sorgen, wie ich zugebe. Zweistaatenlösungen waren noch nie gut. Schaut man sich heute Nord- und Südkorea an, oder Nord- und Südvietnam, erkennt man schnell, daß es hier immer wieder Defizite geben wird, die nicht so einfach aufzuheben sind. Und sollte es in besagten Ländern zu einer Wiedervereinigung kommen – was zu hoffen ist – stellt sich die Frage, welches System letztlich den Sieg davontragen wird. In Korea richtet das moderne Christentum schon genug Kollateralschaden an, der sich locker mit dem des Krieges messen kann. Und auch wenn dort eine Wiedervereinigung wahrscheinlich erscheint, ist sie unter den aktuellen Umständen nicht zu begrüßen.

Genauso das Problem in Israel/Palästina. Zwar wäre eine Zweistaatenregelung eine Lösung. Die Frage stellt sich nur: Auf wie lange? Und wie lange würde es dauern, bis erneut Krieg ausbricht? Diesmal zwischen zwei gleichberechtigten Nachbarstaaten? Die Quoten stehen hier äußerst schlecht. Die Zweistaatenlösung würde nicht einmal eine Generation halten.

Zweistaatenlösung & Sozialismus

Als Israel damals begann den kompletten nahen Osten zu dominieren und seine Dominanz auch via Sechs-Tage-Krieg bewies, war das Land noch sozialistisch. Also in etwa Mitte-Links zu verorten. Doch in den nachfolgenden Jahrzehnten und die ständige Provokation der Nachbarn brachte wieder eine Mitte-rechts bis nun heute mit dem Liqud-Block eine rechte Partei im Land das Sagen hat.

Nun, Faschismus ist so eine Sache, vor allem, wenn er sich aus einem Sozialismus heraus entwickelte. Die israelischen Zionisten haben durchaus ihre Probleme mit einer Mehrstaatenlösung, weil diese nicht nur bedeuten würde, daß die Israelis Land verlören, daß sie in aller Eile fruchtbar gemacht haben, sondern auch, daß sie den Zusammenhalt zu den heute schon faschistisch geprägten Vereinigten Staaten, verlieren könnten. Und ohne den Großen Bruder im Nacken getraute sich Israel nicht die Hälfte seiner Kriegsverbrechen, die es bis heute begangen hat.

Die Opposition im Land möchte eine Abkehr von der Zwangsenteignung und des Landraubes und arbeitet daran, eine einvernehmliche Lösung mit den Palästinensern zu erarbeiten. Doch ständige Terrorattentate oder Spielzeugraketen, die dann mit Mittelstreckenraketen beantwortet werden, sind auf Dauer keine Lösung – sondern schaffen nur weitere Probleme. Ein sozialeres Miteinander wäre für Israel genau das Richtige. Nur wird man heute im Land keinen einzigen Politiker finden, der bereit ist, dafür einzustehen. Eher schießen Israelis auf Israelis.

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