Inzwischen ist es amtlich: Tierschutz ist nicht gleich Tierschutz. Und Tierschützer ist nicht gleich Tierschützer. Wir müssen hier lernen, zwischen zwei verschiedenen Charakteren zu unterscheiden. Der normale Standardtierschützer ist ein Mensch wie jeder andere auch, der aus Altruismus und wirklicher Sorge um das Tier versucht es zu schützen. Die andere Kategorie Tierschützer ist derjenige, der Geld mit dem Tierschutz verdienen will und der noch nicht einmal weiß, wie Altruismus geschrieben wird. Beide können fanatisch sein, beide können irregeleitete Amokläufer sein, aber beide sind eines bestimmt nicht: Menschenfreunde!

Womit wir beim eigentlichen Thema sind. Oft liest man in Tierrechtsblogs/Foren davon, daß die Tiere auf diesem Planeten doch ach so Scheiße behandelt werden. Das zu bestimmten Zeiten Wildtiere in den Wäldern bejagt werden, oder das einfach das normale Hausschwein beschissen gehalten wird. Doch die halbwegs idealen Lebensbedingungen der meisten Fleischkühe werden von dieser Art von Tierrechtsfanatiker schlicht ignoriert.

Um es gleich vorne weg zu sagen: Diesem Blog liegt es fern, an dieser Stelle für die Fleischindustrie Partei zu ergreifen. Wir haben hier nur Fleischfresser und die sind zufrieden damit, da sie wissen, daß der Mensch ohne Fleisch nicht überlebensfähig ist. Doch hier geht es nicht um den ewigen Krieg zwischen Veggie und Fleischfresser, sondern um etwas sehr viel tiefsinnigeres.

Beginnen wir die ganze Diskussion doch einmal am Anfang: Und jener sieht folgendermaßen aus. Vor vielen vielen tausend Jahren hat der Mensch begonnen, sein Jagdverhalten umzustellen und statt dessen die Wiltiere in Gehege zu locken, wo er sich leichter unter Kontrolle hat und wo es bedeutend einfacher war, eines dann aus der Herde herauszufangen, um es hinterher zu schlachten. Diese Entwicklung hat einige Jahrtausende in Anspruch genommen und geschah nicht, wie Tierschützer oft denken, von heute auf morgen. Ich gebe diese Informationen vorab, weil unser Thema hier ein wenig weitreichender ist, und nicht nur den normalen Tierschützer betrifft.

Vom Tierschützer zur NGO

Der einzelne Tierschützer ist harmlos. Aber als Gruppe, als geleitete Organisation kann Tierschutz durchaus lebensgefährlich für diejenigen werden, die sich damit anlegen. Dies soll jetzt auch nicht heißen, daß Tierschutzorganisationen die Bösen sind. Nur wird dort Politik betrieben. Tierschutzpolitik, die stellenweise die Tierrechte über die Menschenrechte stellt.

Doch dies ist es nicht allein. So wie der WWF vor kurzem negativ auffiel, weil heraus kam, daß er in den armen Regionen dieses Planeten zwar Tierschutz betreibt, dabei aber gewaltige Gewinne einfährt, wird man hellhörig. Und nicht nur der WWF arbeitet so. Inzwischen liegen diesem Blog Beweise vor, daß auch PETA – die eigentlich von uns hier hochgeschätzt wird – und Greenpeace da in einige merkwürdig krumme Machenschaften verwickelt zu sein scheinen.

Ich habe nichts dagegen, wenn sich Tierschützer um streunende Hunde und Katzen kümmern und deren Menge durch Sterilisation versuchen einzuschränken (was ich persönlich aber für genauso falsch halte. Dies wäre genaus, als würde man alle Armen sterilisieren, um sicher zu stellen, daß sie sich nicht vermehren. Übrigens eine Politik, wie die Nazis sie betrieben haben.) Und dies ist einmal keine Relativierung von Verbrechen, sondern das Aufzeigen eines weiteren, welches jedoch gesellschaftlich geduldet wird. Ob es gut und richtig ist, steht hierbei auf einem völlig anderem Blatt.

Hauptproblem bei der Causa Tierschutz ist, wie er betrieben wird. Ob man als Tierschutzorganisation nun Tierheime aufbaut oder aktiv gegen die Massentierhaltung opponiert, ist eine Sache der Denkweise. Das PETA aber beispielsweise ganz dick in der osteuropäischen Pelzzucht drin hängt und damit einen Großteil ihrer Ausgaben bestrietet, wird sehr oft übersehen. Ausgerechnet jene Organisation, die sich den Kampf gegen den Pelz verschrieben hat, unterhält (nachweislich) in mehr als sechs osteuropäischen Ländern gigantische Zobelfarmen. Als echter Tierfreund bin ich da ein wenig von PETA enttäuscht, da die Beweise offenkundig sind und demnächst auch in einer Fernsehdokumentation dementsprechend dem werten Leser gezeigt werden. [Sendetermin wurde Mitte August zugesichert, wenn die großen Ferien in diesem Land so weit vorbei sind.] Und PETA steht auch dafür ein, daß in einigen dieser osteuropäischen Ländern Streuner gezielt und in Masse getötet werden. (Als Streuner sieht man entlaufene Hunde und Katzen an.)

Massentierhaltung kontra Massentierhaltung

Massentierhaltung ist auch nicht gleich Massentierhaltung, wenn wir hier einem Artikel von Greenpeace folgen dürfen. Obwohl Greenpeace sehr viel für die Walkampfbekämpfung getan hat, hat diese Organisation seitdem der französische Geheimdienst damals das Greenpeace-Schiff versenkt hat, ziemlich an Lack verloren. Auch Greenpeace hat in Sachen Naturschutz Dreck am Zinken. Und nicht eben wenig, wenn man auch nur die Hälfte der Gerüchte für bare Münze nimmt, die im Net kursieren. Greenpeace, nicht nur eine der größten Umweltschutzorganisationen, besitzt auch noch einen Bereich, der sich mit Tierschutz beschäftigt. In den frühen 90er Jahren waren es meist Angehörige von Greenpeace, die in Massentierfarmen einbrachen und die Tiere freiließen. Einmal davon abgesehen, daß dies nicht nur ein Akt des Terrors darstellt, sondern auch noch Hausfriedensbruch und Diebstahl bedeutet, hat es Greenpeace niemals sonderlich interessiert, ob die freigelassenen Tiere in freier Wildbahn überhaupt überlebensfähig waren.

Ein ähnliches Bild beim WWF. Dort gibt es zwar Auswilderungsoperationen für Orang-Utans oder Warane (ja, auch diese Spezies ist vor dem Aussterben bedroht), jedoch nur im Rahmen von sogenannten Erschließungsoperationen, wie man ja erst kürzlich im deutschen Fernsehen bewundern durfte. Der WWF, der als einer der Hauptsponsoren des frankfurter Zoos gilt, geht unverhältnismäßig grausam mit den in Freiheit gesetzten Tieren um. Und deren Überleben scheint die Vorstandsetage dieser NGO nicht weiter zu interessieren.

Dasselbe in grün, wenn es die Massentierhaltung betrifft. Wußten sie, daß nicht alle Massentierhaltung böse ist? Laut unserer Recherche unterstützen sowohl WWF als auch PETA als Tierschutzorganisationen Massentierhaltung. Und ich spreche hier nicht vom russischen Zobel, sondern von normalen Nutztieren wie Kühe und Schweine. Beide Tierrechtsorganisationen unterstützen die Massentierhaltung. Solange die Tiere geschächtet und nicht regulär (also schmerzfrei) geschlachtet werden, erhebt sogar nicht einmal PETA Einspruch, obwohl jeder weiß, daß das Schächten für ein Tier bedeutend schmerzvoller gestaltet ist. Dagegen ist es dann schon harmlos, wenn einem Zobel bei lebendigen Leibe die Haut vom Leib gerissen wird.

Der WWF macht sich auch für riesige Monokulturen stark, auf denen dann jene Pflanzen angebaut werden, damit Ethanoltreibstoffe hergestellt werden können. Wo hierbei dann natürlich der Tierschutz bleibt, konnte so recht keiner erklären und merkwürdigerweise faßte sich die Frankfurter WWF-Zentrale schlagartig in Schweigen, als wir einmal unverbindlich anfragten, was denn zu solchen Aktionen des Mutterhauses zu sagen sei! Interessanterweise war nicht nur das Schweigen beredt, sondern auch die folgende Reaktion, bei der wir gebeten wurden, die WWF bitte aus einem Artikel herauszuhalten. Im Prinzip nichts dagegen, wenn die Beweislage nicht bereits durch einen Fernsehbericht abgesichert worden wäre.

Monokulturen und Massentierhaltung sind also zwei der Einnahmefüße, über die solche Organisationen verfügen. Hinzu kommen noch steuerliche Erleichterungen und natürlich das Spendenaufkommen. Der WWF beschwert sich sowieso ständig darüber, daß er zu wenig Spenden bekäme. Dabei ist sein Spendenaufkommen deutlich höher als das von PETA. Und PETA muß Werbung machen – meistens mit nackten weiblichen Stars – weil ansonsten niemand mehr dem PETA-Gedanken folgen würde.

Macht, Wahn und Wirklichkeit

Es ist aber so, daß die meisten Tierrechtsorganisationen wirklich dem folgen, was sie auf ihrem Panier stehen haben. Nur leider geht es den meisten nicht um Tierschutz, sondern eher darum, Kasse zu machen. Nicht nur einfach Kasse: Es müssen Menschen davon ernährt und Tierheime unterhalten werden. Obwohl die Tierheime zweitrangig sind. Würde jdes PETA-Mitglied von seinem Monatslohn € 5 allein für die Erhaltung von Tierheimen spenden, wäre genug Geld vorhanden, um selbst im kleinsten Dorf ein Tierheim zu errichten. Dies ist jedoch von höherer Stelle nicht erwünscht.

Tierrechte und Tierschutz sind Politik. Und dies bedeutet, daß sie dazu benutzt werden, um den normalen Bürger dazu zu bewegen, Dinge zu befürworten, die er sonst niemals befürworten würde. Die Zwangssterilisation in Tierheimen von Hunden und Katzen beispielsweise ist so eine Sache. Auf den Menschen angewandt, würde sie abgelehnt. Am Tier jedoch darf sie verwandt werden. Obwohl sie dort genauso gegen die Rechte des Tieres ist, wie bei einem Menschen. Und dann noch von Tierschutzorganisationen durchgeführt, wirft dies ein bezeichnendes Bild auf jene.

Tierschutz ist also nicht gleich Tierschutz. Man sollte also aufpassen, welcher Organisation man überhaupt noch etwas spendet. Tierschutz kann auch anders aussehen, wie eine französische Initiative bewiesen hat, die sich mit Bauern zusammen setzte, die auf Massentierhaltung bauten. Inzwischen haben sich die Lebensbedingungen für die Hühner und Schweine, um die es dabei ging, bedeutend verbessert. Ohne eine direkte Intervention und durch Terror, Tierbefreiungen, beweist man gar nichts.

Es ist jedoch so, daß Tierschutz als Waffe auch gegen den kleinen Bürger eingesetzt wird. Wie oft gab es schon Beschwerden, wenn ein Nachbar seinen Hund nicht ordnungsgemäß behandelte? Oder wie oft wird eingeschritten, wenn mal wieder eine Straßenkatze von einem Kind gequält wurde? Ich weiß, Tierquälerei ist ein Verbrechen. Tut man dasselbe aber mit dem Menschen, passiert gar nichts. Ignoriert die Politik jeglichen Widerstand, jegliche Beschwerde! Zufall?

Absolut nicht. Tierschutz wird als Placebo, als Ablenkung benutzt, um den Menschen von den Dingen abzulenken, die wirklich wichtig und von Belang sind. Tierschutz ist also nicht mehr als ein Darüberhinwegtäuschen von Tatsachen! Meist zum Nachteil des Getäuschten. Was bringt es mir persönlich, wenn das Huhn, daß ich esse, unter vernünftigen Bedingungen groß geworden ist? Meist ist der Preis dann dreimal so hoch, während die Fleischqualität nachläßt! Ok, ich bin auch kein Freund von Kraftfutter, aber man sollte erst einmal die Konsequenzen einer Handlung bedenken, bevor man sie begeht. Beim Tierschutz bleibt meist das logische Denken auf der Strecke.

Und mit dem Tierschutz auf dem Panier agitiert auch die Vegetarier-Szene  [über die es demnächst einen weiteren aufklärerischen Artikel gibt].  Hier sind Gemeinsamkeiten zu entdecken, die eher unter dem Tisch bleiben sollten. Tierschutz bedeutet gleichzeitig Hunger für einen Großteil der Menschheit. Heute sind wir nun einmal auf Massentierhaltung angewiesen. Obwohl die althergebrachte Schweinezucht wahrscheinlich genauso effektiv wäre. Nur könnten dann einige Züchter nicht mehr die Qualität ihrer Tiere sicher stellen und wären wahrscheinlich sogar verpflichtet, an Monsanto dann eine Zins für ihre Tiere zu entrichten. Hier stellt sich dann die Frage: Was wollen wir wirklich? Und was bedeutet Tierschutz für uns wirklich? Auf diese Fragen gibt es in einigen Tagen eine Antwort. Mit dem zweiten Teil dieses Artikels.

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