Gehen wir vom mittleren Einkommen eines normalen Arbeiters in diesem Land aus, muß ich sagen: Wir haben Krise.

Hege ich die gleichen Annahmen auch von den Diäten der Politiker in diesem Land, muß ich ebenfalls sagen: Wir haben Krise.

Wie kann man bei zwei total unterschiedlichen Arbeitsanforderungen (von denen die Bundespolitiker nicht einmal die leichteste erfüllen können) sagen, daß sie in der Krise befindlich sind, schlußfolgern? Nun, dies geht relativ einfach, wenn man nur sich selbst gegenüber ehrlich ist. Der Angestellte/Arbeiter im ersten Beispiel wird eindeutig unterbezahlt, da er inzwischen zusätzlich Hartz IV beantragen muß, wenn er überhaupt noch überleben oder ein Dach über dem Kopf haben will. Im zweiten genannten Fall liegt eine absolute Überbezahlung um 90% vor. Und dies bei Menschen, die rein faktisch gesehen, nicht einmal richtig arbeiten, sondern nur faule Sprüche reißen und sich darüber amüsieren, wie das deutsche Volk sich von Ihnen verarschen läßt. Und der einfache Steuerzahler darf es dann hinterher auch noch bezahlen.

Doch ich möchte nicht zu polemisch erscheinen. Hauptproblem an diesem Dilemma scheint wohl eher zu sein, daß unsere werte Politik absolut nicht interessiert, wie es dem Arbeiter geht und man sich hier an typisch freidemokratische Maßgaben hält, nach denen sich die Politik gefälligst aus den Machenschaften der Industrie und Wirtschaft herauszuhalten hat. Ja, sogar die sogenannten Regularien der Politik aus der Wirtschaft zu entfernen seien (O-Ton Ex-Parteichef Westerwelle).

Regularien sind etwas Gutes, sofern sich denn auch alle daran halten. Die Zeitarbeitsbranche entpuppt sich immer mehr als ein faules, den Arbeitnehmer um sein Arbeitsentgeld bescheißender Bereich. In der Zeitarbeit gilt nur eines: Anwesenheit. Es spielt noch nicht einmal eine Rolle, ob man seinen Job dementsprechend gut macht. Es zählt nur, daß man innerhalb der geforderten Soll-Zahlen bleibt und jene auf Ist-Niveau verharren. In meiner Jugend nannte man Zeitarbeit noch Akkordarbeit. Und jene wurde irgendwann Mitte der 70er Jahre verboten, weil sie nicht nur betriebsklimatechnisch eine absolute Katastrophe war, sondern weil sie den sie tätigenden Mitarbeiter um das betrog, was er mit seiner Arbeitskraft schuf.

Doch die schwarz-gelbe Regierungskoalition, die wir derzeit haben, ist sich da in einigen Dingen eh nicht einig. Nicht einmal im Ansatz. Wäre es anders, würde die FDP nicht, nur um den eigenen gelben Hals zu retten, derzeit genau um jenen quatschen. Womit wir wieder bei der Überschrift angekommen wären!

Hauptproblem in diesem Land ist, daß nicht jeder Politiker werden kann. Wenn ein Arbeiter versucht auf Politik umzusatteln, weil er in seinem alten Beruf wegen zu vieler Zeitarbeiter nicht mehr arbeiten kann, wird er systematisch von selbsterklärter Elite ausgebremst. Dies beginnt nicht nur auf Kommunaler Ebene, sondern noch eine Ebene darunter. In den Parteikadern. Egal welche Partei sie nehmen. Es ist überall so. Selbsterklärte Elite schiebt und drängelt sich immer nach vorne, obwohl die meisten noch nicht einmal richtig lesen und schreiben können – und dann noch ein Abitur vorweisen, bei dem man sich nicht erklären kann, wie es zustande kam. Doch dies sind nur Kleinigkeiten.

Alle Welt spricht von der Krise. Die Amerikaner haben ja eine gute Möglichkeit gefunden, nach 9/11 ihre eigene Krisenwirtschaft zu übertünchen. Nicht nur, daß im Ländle nun absolute Überwachung Trumpf ist, Menschenrechte jederzeit unwirksam gemacht werden können. Die USA haben sich bereits in eine faschistische Nation verwandelt. Nur möchte dies keiner dieser angeblichen Demokraten wirklich sehen. Immerhin wurde noch nicht alles abgeschafft, was eine Demokratie ausmacht. Hierbei ist man in Europa schon ein wenig weiter. Doch Amerika lenkt von der eigenen innenpolitischen Krisensituation damit ab, in dem es überall in der Welt Krieg spielt. Ähnlich wie Nazi-Deutschland, daß offiziell auf Welteroberungsfeldzug ging, um vom Judenmorden und Arbeitslosenabschlachten im eigenen Land abzulenken. Immerhin gab es dringendere Probleme, die dringend angegangen werden mußten.

Europa ist noch nicht so weit. Hier werden Krisenschirme für die Banken aufgespannt, Volkswirtschaften ruiniert, nur damit die Plage der Heuschrecken mal wieder eine Nation ruinieren kann. Man redet sich hier in Europa dann damit heraus, daß die Finanzmärkte entfesselt seien – aber man unternimmt nichts dagegen. Demokratie? Schon lange nicht mehr. Wir sind irgendwie in einer Mischkultur zwischen Parteiendiktatur und Demokratie hängen geblieben. Und dann beschweren sich Deutsche Politiker darüber, daß die ungarische Regierung augenscheinlich rassistisch, nationalistisch und egomanisch ist. Selten so gelacht. Das gleiche kaliber Politker haben wir auch in diesem Land hier. [Und an dieser Stelle verweigere ich einmal die Namensnennung dieser Selbstdarsteller, da sie oft genug im Blog auftauchen.]

Doch was stellt die eigentliche Krise dar? Das wir in diesem Land so viele Arbeitslose haben? Mitnichten. Dieses Land könnte, bei vernünftiger Steuererhebung ohne weiteres das Doppelte (also mindestens die Hälfte der Insgesamtbevölkerung) auf Hartz IV-Niveau als arbeitslos durchfüttern. Dies wäre gar kein Problem. Nur soviel soziale Kultur besitzen Christen nun einmal nicht. Wenn ich arm und obdachlos bin und in einen Kebab-Stand gebe und dort um eine Suppe bete, bekomme ich sie meist, ohne zu bezahlen. Versuche ich dassselbe in einer von einem Christen geführten Metzgerei, jagt man mich mit dem Besen gleich aus dem Geschäft. Und genau deshalb ist der Islam Böse und das Christentum gut oder wie? Wie verstrahlt sind die Islamophoben? Warum geben sie nicht einfach offen zu, daß sie gegen alles soziale sind? Damit würden sie nicht nur dem Verfassungsschutz eine Menge Arbeit ersparen.

Zumal es bei diesem ganzen Krisengequatsche, Herumgeeiere, absolut nicht um die Krisen geht. Ginge es um die Krisen, würde man die Probleme als aufrechter Politiker auch dementsprechend lösen. Und nicht einfach  den Kopf in den Sand stecken, wenn mal wieder zuviel Gegenwind da ist. Das nun zwei angebliche Spitzenpolitiker der FDP erkennen, daß sie mit dem Krisengelaber nur dann durchkommen, wenn sie sich auf faschistische, neonazistische und islamophobe Sprüche einlassen, muß an dieser Stelle nicht noch einmal erwähnt werden. Ironischerweise gelten beide als Einwanderer. [Der zweite ganz besonders, da Bayern nie deutsch war.]

Unsere Poltik verschließt die Augen vor den Tatsachen. Und wundert sich dann, daß es im Land für die einfache Bevölkerung immer schlechter wird. Vor gerade einmal 210 Jahren wurde die Leibeigenschaft in Deutschland abgeschafft. Nun befindet man sich mit Lichtgeschwindigkeit wieder auf dem Weg sie wieder neu einzuführen. Warum wohl, werden sie fragen? Die Antwort ist sehr einfach. Mit Leibeigenen durfte man verfahren, wie man wollte. Menschenrechte und vernünftige Arbeitsbedingungen galten da nicht. Jeder war für sich selbst verantwortlich und der Freikaufpreis aus der Leibeigenschaft betrug schon damals pro Kopf mindestens 30 Goldmark. Und zwar echte Goldstücke, nicht Entsprechungen.

Das Problem, die Krise, die in diesem Land wirklich vorherrscht, ist eine rein politische. Wir müssen uns daran gewöhnen, daß sich unsere Politiker in der Krise befinden. Frau Dr. von der Leyen sogar in einer Sinnkrise. Ihre ständigen Menschenrechtsverletzungen müssen endlich nach Den Haag transportiert werden. Die Machenschaften eines unerfahrenen Herrn Dr. Rösler müssen endlich vor einen europäischen Wirtschaftsausschuß gebracht werden und der gute Mann auf Lebenszeit eingesperrt. Das gleiche Bild bei Herrn Lindner. Auch jener gehört – zur eigenen Sicherheit – weggesperrt, am besten mit nachfolgender Sicherheitsverwahrung, für die er doch so schwärmt. Und die Namensliste und deren Verfehlungen wären endlos. Bei 660 Bundestagsabgeordneten findet man vielleicht 2 die unbescholten sind. [Und nein, diese beiden sind mitnichten Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht.] Der Rest jedoch gehört weggesperrt, da diese Leute die Krise erzeugen. Sie reden sie nicht nur herbei, sie fabrizieren sie auch allein dadurch, weil sie untätig bleiben, wo endlich einmal Tat und Mut gegen die Industrie, die Wirtschaft und die Banken gebraucht wird.

Es existiert also tatsächlich eine Krise. Nur ist es eine andere, als man uns erzählt. Daran wollte ich mit diesen Kommentar nur noch einmal erinnern. Freisprechungen gibt es hierbei nicht. Alle Parteien machen sich da schuldig, egal wie unwichtig sie sich selbst nehmen. Das dumme daran ist nur: Jemand, der Ahnung von Wirtschaftsdaten hat, weiß, daß sich der €Uro nicht in einer Krise befindet. Dies ist auch sehr leicht zu beweisen. Nur ist unsere Politik zu doof, zu ungebildet, dazu, um dies auch richtig zu erkennen und dann auch danach zu handeln. Und man kann fest davon ausgehen, daß es hierbei nicht Unwissen ist, sondern schlichte Untätigkeit. Genau das, was eine der Regierungsparteien als staatsfeindlich ansieht.

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