Ich möchte ja mit Absicht nicht unken, doch das, was derzeit aus der Hauptstadt wegen der morgigen Senatswahl zu vernehmen ist, läßt mich leicht nervös werden. Nicht, daß ich etwas dagegen hätte, wenn irgendwelche linke oder rechte Spinner damit drohen, endlich in den Berliner Senat einzuziehen. Mich irritiert da eher etwas (das mir sogar auf Facebook von einem aSPD-Mitglied bestätigt wurde) anderes.

Wie allgemein bekannt ist, hat die Piratenpartei eine Parteispende in Höhe von € 20.000 von einem Softwareunternehmen bekommen. Die Sache war in allen Zeitungen! Nun kamen mir noch zwei weitere interessante Details zu Ohren. Zum einen hat die aSPD Berlins, also Wowereits Partei, ebenfalls von diesem Softwareunternehmen eine nicht gerade unbeachtliche Parteispende erhalten, die ungefähr doppelt so hoch gewesen sein soll, wie das, was die Piratenpartei erhalten hat. Zum anderen arbeitet jene Softwarefirma auf dem Gebiet der Überwachungssoftware und Hardwareangleich. Im Klartext bedeutet dies, daß die Bürgerrechtspartei, die Piratenpartei, sich von einem Nutznießer der aktuellen Überwachungsgesetze hat kaufen lassen. Die aSPD ist da übrigens um keinen Deut besser, obwohl laut Gerüchteküche der Kontakt zwischen jener Softwarefirma und der aSPD schon seit Jahren sehr gut ausgebaut ist. [Bisher ist noch unbestätigt, ob die Kontakte über den Stadtteilbürgermeister laufen oder nicht. An dieser Stelle wird schon nachrecherchiert.]

Da sich dieses Blog bisher immer auf seine Zuträger verlassen kann, raten wir dringend davon ab, sowohl die aSPD, als auch die Piratenpartei zu wählen, die hier ja schon einmal im Fokus stand, nur eine getarnte braune Partei zu sein. Interessanterweise verwenden die Piraten auch vornehmlich die Farben braun und schwarz, welches sehr viel über ihre Gesinnung auszusagen scheint, wenn man bedenkt, daß sie eine Parteipolitik betreiben, die weniger den Bürgerrechten nutzen, als vielmehr den Machterhalt der Reichen in diesem Land sichern sollen. Genauso dröge sieht es übrigens auch bei der Berliner aSPD aus, die sich in den letzten Jahren nicht eben mit Ruhm bekleckerte. Man darf hierbei nicht vergessen, daß die rot-rote Regierung (unter Beteiligung der LINKEn) einen massiven sozialen Einschnitt unter einem gewissen Finanzsenator Sarrazin vornahm, der die Schulden der Stadt von den geerbten € 60 Mrd. um weitere € 89 Mrd. vergrößerte. Aktuell steht Berlin wegen dieser verfehlten Finanzpolitik mit dem Hang zum Sparen an den Armen, bei etwa € 160 Mrd. Das die Piratenpartei hierbei auch keine Abhilfe an den laufenden Sparmaßnahmen nehmen will – obschon sie sich doch die Bürgerrechte auf das Panier gepinselt hat – deutet schon darauf hin, welchen Charakter diese Partei hat.

Wir raten also öffentlich davon ab, sowohl die aSPD, als auch die Piratenpartei zu wählen. Die FDP ist vor Ort auch nicht wählbar, geschweige denn die konservative CDU, die in Berlin umso weniger gebacken bekommt. Selbst LINKE und NPD sind bei dieser Senats- (oder auch Bürgerschafts-) Wahl unwählbar geworden. Die Grünen werden sowieso von diesem Blog niemals als Wahlalternative empfohlen werden, weil sie mit ihrem eigenen braunen Gedankengut den Piraten in nichts nachstehen. [Beweise gibt es zu Hauf im Internet, wir verlinken aber nicht darauf, da wir davon ausgehen, daß wenigstens unsere Leser mit einer Suchmaschine umgehen können.]

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