Liebe Gemeinde, liebe Mitwisser und Mitwisserinnen, liebe Opfer,

ich spreche heute vor dem Bundestag, um zu beweisen, daß die Kirche durchaus nicht so lernfähig ist, wie ihr immer wieder unterstellt wird. Ich spreche heute vor den kaum legitimierten Vertretern dieses Landes, um sicher zu stellen, daß die Ablaßzahlungen für die Politik der letzten gut 70 Jahre an den Vatikan nicht abreißen werden. Ich bin hier und stehe nun vor Ihnen, um eindeutig aufzuzeigen, wem sie gehören.

Seien sie doch einmal ehrlich zu sich selbst. Dieses Land hier befindet sich seit gut 70 Jahren in einer schweren Krise. Keine Midlifecrises wie sie in den USA vorherrscht, sondern eindeutig eine Gesinnungskrise. Wie wir uns alle erinnern können, und ich mich besonders gut, gab es vor gut 70 Jahren in diesem Land eine Regierung, die es gut mit ihrem Volk meinte, und jeden Andersdenkenden vernichtete. Ok, dies war nicht gerade sonderlich gut, aber es half der Religion, ganz besonders der katholischen Kirche, dieses Land endgültig in ihre Umklammerung zu nehmen.

Es ist ja nicht so, daß die Kirche von Natur aus bösartig wäre. Nein, wir sind es nicht von Natur aus, wir die Kirchenoberen. Wir sind es aus reiner Notwendigkeit. Auf der Welt muß etwas Böses vorhanden sein, daß von den „Gutmenschen“ bekämpft werden muß. Wenn also so sich dem immer weiter ausbreitenden Atheismus Folge und Schub geleistet werden kann, steht die katholische Kirche dort an vorderster Front, um die Menschen dazu zu bringen, von ihrem Glauben abzufallen. Immerhin sollen laut Offenbarung sowieso nur 144.000 das Himmelreich betreten und dort als Sachwalter Jesu ihren Dienst an der Menschengemeinschaft leisten. Hier muß die Kirche zu ihren bösartigen Wurzeln stehen und zugeben, daß nur sie die einzigen 144.000 Repräsentanten der Menschheit stellen kann.

Doch kehren wir zur Politik zurück. Vor 70 Jahren gab es in diesem Land eine Regierung, die richtig gut mit den Menschen umging. Andersdenkende, Juden, Zigeuner und anderer menschlicher Dreck wurde von ihr gnadenlos entsorgt, um das deutsche Volk wieder artrein zu bekommen. Schauen wir uns heute an, wie gering doch der Einfluß der Kirche auf diese Denkweise ist, so muß ich, als amtierender Papst, zugeben, daß die Kirche sich damals schon nicht weit genug einmischte. Das Opfern einiger unwichtiger Pastoren sorgte nur dafür, daß nach dem verlorenen Krieg dem Katholizismus für seine weiteren Programme mit der Menschheit in diesem Land noch genug Gläubige verblieben sind, um die Einhaltung des Konkordatsvertrages mit jener damaligen Regierung zu rechtfertigen. Die Aussetzung dieses Vertrages nur durch eine Seite bedeutet nicht, daß der Vatikan ihn ebenfalls nicht mehr als gültig anerkennt. Ganz im Gegenteil, wir plädieren sogar darauf, daß er absolut eingehalten wird.

Wir, die katholische Kirche Gottes auf Erden, sind die Schäfer der Menschheit. Uns obliegt es, ob die Menschheit das Himmelreich erreichen kann. Solange es Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratiebestrebungen gibt, ist dieses Ziel nicht möglich. Der einfache Mensch, nicht der Elitäre, hat kein Anrecht auf Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie. Der einfache Mensch muß als Leibeigener für die Kirche und für die Elite arbeiten. Dieses bedeutet jedoch auch, daß Deutschland auf diesem Gebiet, daß Land für die Kirche zu bereiten, am weitesten aller europäischen Staaten fortgeschritten ist.

Wir dürfen keinerlei Reformen innerhalb der Kirche zulassen. Eine Reform, die beispielsweise das Zölibat aufhöbe, würde den Willen der Kirche unterminieren, schwächen. Die Kirche selbst muß darum kämpfen, daß weder Frauen, Kinder, noch Homosexuelle irgendwelche Rechte in der Kirche bekommen. Die Forderung nach Reformen, wie die Säkularität des deutschen Staates, sind unannehmbar. Reformen dürfen nicht passieren. Genau deshalb kämpft die katholische Kirche in diesem Land dafür, daß es niemals Reformen geben kann. Weder im Vatikan, noch in diesem Land – ganz exemplarisch. Das wichtigste ist, daß sich selbst Gott an die Dogmen unserer Kirche halten muß, möchte er nicht unglaubwürdig werden.

Die Einführung von Hartz IV und den damit einher gehenden Sanktionskatalog war Wasser auf die Mühlen der Kirche, weil wir so endlich in die Lage versetzt wurden, noch billiger an Arbeitssklaven in allen Bereichen heranzukommen und somit den Reichtum der Kirche zu vermehren. Doch die bisherigen Anstrenungen unter Kanzler Merkel sind für uns Kirche noch nicht weit genug. Deutschland muß das erste Land in Europa sein, in dem, wie in so vielen anderen asiatischen Ländern auch, wieder Sklaverei eingeführt wird. Was auf kommunaler Ebene in China funktioniert, kann auch in Deutschland funktionieren.

Werte Politiker, scheißt endlich auf die Menschenrechte. Sie sind total unnötig und sie erschweren die Arbeit der Kirche nur. Wenn ihr wirklich Gottes Kinder auf Erden sein wollt, wenn ihr wirklich ernsthaft konservative Politik betreiben wollt, hört mit dem Herumgeeiere in der Arbeitspolitik auf und macht endlich den endgültigen Schritt, der euch in den Augen der Kirche zu wahren Gläubigen macht. Führt endlich die Sklavenarbeit wieder ein. Schont nicht die Armen, die Schwachen, die Kranken. Jeder Mensch kann produktiv sein. Jeder Mensch hat eine Arbeitskraft, die ihr für die Kirche nutzbar machen müßt. Darum wurdet ihr gewählt. Darum wurde von der Kanzel immer wieder das einfache Volk an die Regeln Jesu Christi, unseres Kirchengründers, erinnert: Der Mensch ist nicht zum freien Wesen geschaffen, sondern er gehört Gott – und somit der Kirche.

Die Ehre, hier vor dem Bundestag meine Gedanken offen äußern zu können, nahm ich gerne an. Immerhin wird es Zeit, daß diese Regierung wieder auf die alten Werte eingeschworen wird, die einst die alte Regierung vor 70 Jahren hier als Maßstab setzte. Dazu gehört auch, daß Moscheen und Synagogen abgefackelt gehören, da sie nicht Gottes sind. Moslems müssen zur Konvention gezwungen werden. Tun sie es nicht, schickt sie in ihre Heimatländer zurück. Deutschland ist christlich. Und dies bedeutet, daß nur derjenige als Bürger in diesem Land überleben darf, der sein Leben voll und ganz der Kirche und ihren Regeln verschreibt. Genauso, wie ihr es tut, liebe konservative Politiker in diesem Land. Nur seid ihr nicht konservativ genug.

Lieber Bundeskanzler, sie müssen etwas tun. So kann es in diesem Land nicht weiter gehen. Die Armen sind immer noch zu reich. Der Mittelstand existiert noch, obwohl uns ihr Amtsvorgänger Schröder versprach, jenen innerhalb von 10 Jahren endgültig in diesem Land zu vernichten. Deutschland hat sich mit seinem alten Namen auf Gedeih und Verderb dem Vatikan verpflichtet. Einst hieß dieses Land: „Das heilige römische Reich deutscher Nation“. Und dieser Name ist Programm. Jedes Leben hier gehört dem Vatikan. Dies heißt für sie, als Regierungsführerin, daß sie unbedingt dafür Sorge tragen müssen, daß der Geldfluß aus ihrem Land in Richtung Vatikan niemals abreißt. Im Gegenteil, er muß noch forciert werden. Dies können sie nur erreichen, wenn sie endlich die Menschenrechtscharta außer Kraft setzen und in diesem Land so handeln, wie es die Kirche von Ihnen und ihren Genossen erwartet.

Genauso diese bösartigen Unterstellungen von LINKEn und Protestanten, daß Kinder in der katholischen Kirche mißbraucht würden. So etwas ist niemals vorgekommen. Vor allem nicht in diesem Land. Warum denken die Menschen, die Kirche versetzt derart straffällige Priester immer wieder an neue Orte? Wären sie wirklich straffällig geworden, würde der Klerus sie nicht versetzen, sondern aus dem Amt werfen. Da wir dies nicht tun, sind es nur unmögliche Unterstellungen gegen die Kirche. Es gibt keinerlei Beweise. Und ich, als ehemaliger Direktor der Inquisitionsbehörde, weiß genau, daß Beweise gefunden worden wären, wenn wir danach gesucht hätten. Und wir haben gesucht und keinerlei Beweis für derartige Unterstellungen gefunden. Es gab und gibt in der katholischen Kirche keinerlei Kindesmißbrauch. Dies sind alles Lügen.

Dieses Land ist Eigentum der Kirche. War es immer und wird es immer bleiben. Irische Mönche ließen ihr Leben, um es zu christianisieren. Franziskaner kämpften hier Seite an Seite mit Barbaren, um dieses Land vor islamischen Einfluß zu schützen. Liebes Kabinett, erfüllen sie endlich ihre Aufgabe, die sie mit ihrem Eid auf die Bibel angenommen haben. Bringen sie dieses Land zu seiner höchsten Leistungsfähigkeit im Namen der Kirche. Und vergessen sie ihren Obulus nicht an diese abzutreten.

Ich bedanke mich herzlich, daß ich vor Ihnen sprechen durfte. Und lassen sie bitte die Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude abknallen. Ich bin hier der Chef. Mein Wort ist Befehl für sie.


Uns wurde dieser Text anonym zugespielt. Wir übernehmen keinerlei Gewähr dafür, geben ihn aber zur weiteren Vervielfältigung frei.

Tags: , , ,

1 Kommentar on Encyclica katholika germanica

  1. Ossi sagt:

    Habe ich zur Kenntniß genommen und werde es meinem Boss ( GOTT) weitergeben.
    Ossi
    der von Gott waltende.
    Demm Benni werde ich aber gehörig die Leviten lesen. lol