Es gibt viele Geschichten. Und manche, die niemals zu einer werden sollten. So kommt es, daß DIE LINKE Saarland eine etwas krude Anfage stellte, der natürlich nicht beschieden wurde. Dabei geht es um die vielen Flugzeuge, die seit mehr als 20 Jahren über dem Saarland immer wieder Gefechtübungen machen. Aber nicht irgendein Flugzeug von irgendeiner Nation findet dabei Verwendung, sondern das berühmte Warzenschwein. Die Fairchild-Rpublic A10. Besser bekannt unter dem Rufnamen Warzenschwein. Ein schwerer Luftüberlegenheitsjäger mit Bombereigenschaften. Im Vietnamkrieg wurde dieser Flugzeugtyp zur Widerstandsbrechung eingesetzt. Ziemlich erfolgreich, weil er den Invasoren regelrechte Schneisen Richtung Norden freimachte.

Nun ist es kein Zufall, daß die USA nach wie vor diesen alten Flugzeugtyp noch in Verwendung haben. Und es ist noch weniger Zufall, daß die Hauptübungsgebiete bei Europas gefährdesten Atommeilern liegen. Dies alles hat System. Wer selbst jahrelang im Saarland gelebt hat, kennt das donnernde Geräusch, wenn die schnelle A10 mal wieder im Tiefflug über die Gemeinde donnert.

Nun ist es jedoch so, daß die saarländische Linke nicht eben die Intelligenz mit Schaumlöffeln gefressen hat. Dummheit ist dort an der Tagesordnung, genauso wie Volksverhetzung und hin und wieder einmal das rechte-Arm-heben. Man kommt sehr gut mit der heimischen CDU aus, die nun von Frau Kramp-Karrenbauer geführt wird. Vorher, als noch Peter Müller im Saarland nicht nur als MP das Sagen hatte, kam es sogar regelrecht zu freundschaftlichen Kontakten. Umso verwunderter wird man die Augen reiben, daß eben diese Linke eine Eingabe macht, weil sie eben befürchtet, daß eine A10 einmal auf Cattenom oder sonstwo herunter fällt. Einen Beinaheabsturz – jedoch eines deutschen Kampfjets – gab es im Kreis Saarlouis schon einmal. Damals hatte ein deutscher Jet Triebwerksprobleme und die Maschine kam in der Nähe von Schmelz sogar in Bodenkontakt. Geschehen ist zum Glück nichts und der Pilot konnte seine Maschine schließlich ein wenig angeschlagen zum Flughafen Saarbrücken bringen, wo er eine handfeste Bruchlandung hinlegte. Jene Maschine stammte damals von Ramstein.

Doch kehren wir erst einmal zu den Tatsachen zurück. Fakt ist, die A10, die über dem Saarland den Luftkampf trainieren, machen auch Bombenabwurfübungen. Da sich kein dementsprechender Schußplatz in der Nähe befindet, wird dieser Kampf nur simuliert. Aber auch simulierte Bomben können, wenn sie sich während des Fluges lösen und in ein Feld einschlagen, ziemlichen Schaden anrichten. So passiert 1995 auf einer Oberfelsberger Wiese. Damals wurde eine Kuh von dem Geschoß nur knapp verfehlt.

Die Warzenschweine über dem Saarland üben unter anderem die Bombardierung von Bundeswehrkasernen (in Saarlouis die Graf Werder-Kaserne, oder auch die alte längst aufgegebene Kaserne in Lebach, die heute als Ausländerasyl herhalten muß), für die Kommandostruktur wichtige Gebäude, und ganz nebenbei noch Angriffe auf das nur 17Km von Saarlouis befindliche französische AKW Cattenom. Entsprechende Zeugenaussagen liegen vor! Zudem konnten einige Bauern aus Großblittersdorf auch bestätigen, daß die Maschinen umgebungsangepaßt fliegen. Auf gut deutsch heißt dies, daß sie unterhalb von 300m unter dem Radar den Hügeln folgen, um ein deutlich schlechtes Ziel für am Boden befindliche Flak-Stellungen abzugeben.

Die A10 verfügt über eine Fern- wie auch über eine Nahkampfbewaffnung. Dies erlaubt es diesem Flugzeugtyp sowohl Luftüberlegenheitskämpfe zu führen, als auch gegen weiter entfernte Ziele aktiv vorzugehen. Für den Bodenkampf befinden sich mindestens 4 Bomben in der Standardkonfiguration an Bord, zuzüglich noch zweier leichter Außenbordtanks, die jedoch ebenfalls scharf gemacht und als Brandbomben verwandt werden können. Hinzu kommt noch – in der modernisierten Version – eine automatische Bug-AK, die es erlaubt angreifende Flugzeuge abzuschießen. Alles in Allem ist das berühmte Warzenschwein ein auf killen festgelegtes Flugzeug, daß auch wegen seiner hohen Geschwindigkeit nur effektiv mit Boden-Luft-Raketen bekämpft werden kann. Reguläre Flak kann sogar mit der an Bord befindlichen Munitionierung auf weitere Distanz ausgeschaltet werden.

Fest steht jedoch, daß das amerikanische Kommando schon seit über 20 Jahren in Deutschland den Kampf gegen Deutschland trainiert. Die A10-Piloten sind absolute Profis. Top Aces, was darunter ist, kommt nicht einmal auf eine solche Maschine. Angriffsziele bilden in Saarbrücken beispielsweise der Landtag und der Sitz des Ministerpräsidenten. Damit die direkte Vorortverteidigung mit einem Generalschlag sofort ausgeschaltet ist.

Bei einem Manöver, daß ich selbst einmal in Oberfelsberg beobachten durfte, nahmen vier A10 teil. Ihre Aufgabe war es, nicht die Deckung für die Bundeswehreinheiten 216 & 218 zu bilden, sondern als Angreifer zu fungieren. Die eingesetzten Einheiten der Bundeswehr waren innerhalb weniger Minuten neutralisiert und der nebenan befindliche Sportflughafen – der als Einsatzzentrale diente – war durch gezieltes Bombardement außer Gefecht gesetzt. Die beiden Luftlandeeinheiten kamen nicht einmal dazu, besagtes Gebiet (also bis hinunter nach Wallerfangen) zu sichern. Die Einheitenteile, die das erste Bombardement überstanden hatten, wären gegen vorrrückende amerikanische Panzer nicht schlagkräftig genug gewesen.

Wenn man nun davon ausgeht, daß die US-Armee auf deutschem Grund die Bekämpfung der deutschen Bundeswehr trainiert, sollte man sich als Politiker schon einmal Gedanken darum machen, ob die USA wirklich die aktuelle deutsche Loyalität verdient haben. Und ob nicht nur das Saarland als Tiefflugübungsgebiet herhalten muß. Aus noch unbestätigter – aber sicherer – Quelle hat die Blogredaktion erfahren, daß ähnliche Flugmanöver von A10 und auch schweren Bombern über Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen im Westen beobachtet wurden. Die Datenlage über Ostdeutschland ist nicht so genau, hier jedoch sind Sachsen, Sachsen-Anhalt und gelegentlich auch Thüringen bis nach Hessen hinein Übungsgebiete. Nicht nur für Tiefflug, sondern auch für gezieltes Bombardement. Und auch hier, in den besagten Bundesländern sind alle in Frage kommenden Atomkraftwerke Übungsziele. An einen Zufall mag man bei einer solchen Massierung von Übungen kaum glauben.

Wenn also DIE LINKE Saarland bei der saarländischen Landesregierung eine Eingabe macht, um nach dem Sinn und Zweck dieser Übungsflüge zu fragen, fragen sie an der falschen Stelle. Der hier schon mehrfach im Blog negativ beschriebene Grünen-Chef Hubert Ulrich wird jedoch bereitwillig hierzu Auskunft geben können, immerhin hat er als Grüner im damaligen saarlouiser Stadtrat der Tiefflugerlaubnis über die Stadt zugestimmt. [Wir wir aus gut informierten Quellen wissen.]

Ich gebe noch einmal zu bedenken, daß solche Kampfübungen kein Spaß sind. Und wenn die USA sich damit herausreden, daß solche Übungen nur der eigentlichen Feindabwehr – sprich der untergegangenen UdsSR – gelten, so ist dies schlicht gelogen. Hier wird ein gezielter Angriff auf die wichtigsten Nervenzentren der wichtigsten Bundesländer trainiert. Hier über Hessen sind übrigens auch gelegentlich Warzenschweine zu beobachten, jedoch nicht in der Häufigkeit, wie im Saarland.

[Und ich möchte an dieser Stelle zu bedenken geben, daß nicht alle Blogs so gut recherchieren, wie wir dies tun. Ein uns bekannter Blog hat hierüber vor einiger Zeit nur Halbwahrheiten berichtet, weil nicht richtig recherchiert wurde. Hinzu kommt noch, daß DER TROTTELBOT auch über Quellen im Saarland verfügt, die weitab jeglicher linker Machenschaft dort stehen und dennoch sehr informativ sind.]

Update 11.11.2011 13:07

Nach den letzten Erkenntnissen, die uns inzwischen vorliegen, liegt die Angst der PDL darin begründet, daß Oskar Lafontaine, Parteichef und -Gründer in unmittelbarer Nähe zu Cattenom, in Oberfelsberg in seiner Bauernhofvilla wohnt. Und dadurch wäre natürlich sein Leib und Leben als Erstes gefährdet, würde eine A10 auf das AKW Cattenom abstürzen.

Jedoch hat die französische Regierung im Vorjahr Cattenom noch zusätzlich sichern lassen. Also die Gefahr eines China-Syndroms wurde auf 50% verringert, wobei man nicht vergessen darf, daß der Reaktorkernbereich vorher eine Gefahrenstufe von 80% aufwies, weil er nicht richtig nach den modernsten Sicherheitsanforderungen gesichert war. Hubert Ulrich, saarländischer Grünen-Chef und Königsmacher, war selbst bei der Neueröffnung des neuen Maschinenraums und der Steuerzentrale anwesend und bestätigte sogar im französischen Fernsehen die neue Sicherheit, die das AKW Cattenom nun ausstrahlt.

Gleichzeitig muß man aber zu bedenken geben, daß selbst beim ungünstigsten Wind und bei einem wirklich ernsthaften Störfall im AKW Cattenom die saarländische Landesregierung erst 5h später informiert werden könnte, weil vorher in Frankreich ein gewisses Sicherheitsszenario abläuft und erst an dessen Ende steht die Information der Bundesrepublik. [Und dies alles nur, weil die Saarländer 1957 nicht bei Frankreich bleiben wollten. So etwas empfinde ich als nachtragend.]

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