Man hat es schon an anderer Stelle lesen dürfen. Die aSPD hat ein ganz gewaltiges Kanzlerproblem. Und da spreche ich nicht nur vom Genossen der Bosse, Gerhard Schröder, sondern auch von den beiden Steinis und sogar Sigmar Gabriel. Alle stehen da, wollen als Kanzlerkandidat auftreten, haben aber nicht den Schneid, sich gegen den linken Flügel in der Partei richtig durchzusetzen.

Das Problem ist nun, wenn sowohl Steinmeier, als auch Schröder, vor einem Linksruck in der Partei warnen, scheint dort irgendwas falsch zu laufen. Und zwar im mehrfachen Sinne. Eigentlich dachte ich ja immer, die alte rote Tante aSPD, immerhin schon gut 140 Jahre alt, wäre eine sozialistische Arbeiterpartei, bei der Humanität und die Menschenrechte und das Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben auf ewig in Stein gemeißelt als Grundprämisse existieren.

Doch schon die Einführung des grundgesetzwidrigen Hartz IV-Eckregelsatzes und der dann noch von FDP & CDU ausgearbeitete Sanktionskatalog haben mich vor einigen Jahren schon eines Besseren belehrt. Im Prinzip habe ich nichts dagegen, wenn sich im Bundestag faschistische, nationalistische Parteien austoben, die vor 80 Jahren besser in diese Republik gepaßt hätten als heutzutage.

Ständiger Etikettenschwindel wird irgendwann langweilig. Dann wundert man sich schon nicht mehr, warum manche Parteien den Mist bauen, den sie nun einmal bauen. Der Ruf nach Gerechtigkeit führt in der aSPD grundsätzlich zum Parteirauswurf, im günstigsten Fall sogar noch zu einem Parteiausschlußverfahren. Während Volksverhetzer wie Clement und Sarrazin jedoch nicht rausgeschmissen, sondern als neue „freiheitliche“ Kämpfer für das Wohl der Partei angesehen werden.

Wenn man dann noch weiß, daß die beiden Steinis, Schröder und noch einige andere geistig durchaus als minderbemittelt zu bezeichnenden Politiker in der aSPD den Kurs ab 2005 bestimmt haben, muß man sich über gar nichts mehr wundern. Neoliberalismus ist ja auch um so vieles einfacher. Immerhin träumte schon während der Weimarer Republik die aSPD von Rassengesetzen. Damals wurde das Eugenik-Gesetz der aSPD abgeschmettert, aber dann viele Jahre später von der NSDAP noch ein wenig abgeschwächt dann durchgesetzt. Die aSPD sagt deshalb bis heute, daß sie absolut nichts damit zu tun oder angestellt hätte. Eine glatte Lüge, wenn man bedenkt, daß wir das Hartz-System ausgerechnet dieser Partei zu verdanken haben.

Man kann nun natürlich den Glauben an das Soziale in dieser Gesellschaft verlieren, aber dies wäre ein wenig zu kraß. Die aSPD kann nichts dafür, daß sie derzeit von einem Rudel Schweine geführt wird. Immerhin waren es die einfachen Parteigänger, die einen Mann wie Müntefering nicht verhindert haben. Stattdessen wurden Ortsvereine in regelrechte Müntefering-Fanclubs umgebaut. Wer andere Meinung als gelebten Neoliberalismus hatte wurde gnadenlos aus den Ortsvereinen entfernt. Entweder mit Mobbing, oder schlimmeren. Sogar die Teilnahme an Rufmorden im Internet gegen bestimmte Personen kann nachgewiesen werden. Und dies bei mehr als einem Ortsverein der aSPD.

Wenn nun also Schröder und Steinmeier vor einem befürchteten Linksruck in der aSPD warnen, so tun sie dies nicht ohne Grund. Die wenigen Linken in der aSPD, die es bis heute überlebt haben, sind stinksauer. Und sollten sie durchkommen, könnte sehr schnell ein staatsanwaltlicher Haftbefehl bei einigen Parteioberen hereinflattern, vor dem dann nicht einmal mehr die politische Immunität schützt. Und Schröder, als auch Steinmeier, haben keine Lust, in einem bayrischen Knast demnächst Steine zu klopfen, weil ihr Plan, Deutschland wieder in ein faschistisches Kleinreich umzubauen, schiefgegangen ist.

Also warnen sie auf Teufel komm‘ raus! Immerhin hängt ihre Freiheit, ihr gutes, arbeitsscheues, Leben daran. Sie verlieren ihren gesamten gewohnten Luxus und müßten ins oligarche Rußland auswandern, wenn sie überleben wollten. Da sicher ist, daß der geballte Volkszorn ihnen eher den Tod als eine lange Haftstrafe einbringt. Von dieser Warte aus kann man diese Warnung sehr gut verstehen.

Nur ist die aSPD grundsätzlich zu blöde, um zu erkennen, daß sie eh keiner mehr wählen wird, wenn sie weiterhin für neoliberale, faschistische Tugenden einsteht. Wir haben in diesem Land ein Problem mit Nationalsozialisten, schlicht Nazis genannt? Mitnichten. Wir haben ein viel tiefer gehendes politisches Problem. Nur würde sich die Politik auf die Lösung des Problems einlassen, müßten so gut wie alle aktuellen Parteien verboten werden. Inklusive aSPD und Grüne! Da alle menschenfeindliche Politik in den vergangenen 10 Jahren betrieben haben. Und solches verbietet nun einmal das Grundgesetz.

Tags: , ,