In der vergangenen Woche führte ich einige tiefschürfende Gespräche mit sogenannten „freien“ Christen. Also Christen, die sich selbst als säkularisiert erklärt haben, weil sie mit der Politik ihrer Kirche und dem daran hängenden nationalistischen Rattenschwanz absolut nicht einverstanden sind.

Dabei kam ich zu der Erkenntnis, daß es sehr viele Christen, auch sogenannte „freie“ gibt, die keinerlei Ahnung von Geschichte oder auch nur ein rudimentäres Geschichtsverständnis aufweisen. Verwundernd hätte mich dies nicht sollen. Immerhin kennen wir ja den Einfluß des Katholizismus auf unseren Staat, von dem auch einige Besserwisser behaupten, er sei säkularisiert, während sie weiterhin zulassen, daß ihre Kirchensteuer vom Staat beigetrieben wird.

Nur ginge es mir bei diesem Thema nur ums Bashing, oder gar um die Unmöglichmachung irgendeines Glaubens, würde ich mich diplomatischer ausdrücken. Mir liegt jedoch bei diesem Thema nichts an Diplomatie. Diplomatie ist im falschen Moment etwas für Weicheier. Leider muß ich erschreckt feststellen, daß sogar in der LINKEn nicht einmal sonderlich bekannt ist, für was sich die Religion, insbesondere die katholische, bereits ausgezeichnet hat.

Um dies jedoch besser ausführen zu können, bedarf es eines nachhaltigen Geschichtswissen, daß ausnahmsweise mal nicht aus der Wikipedia stammt, sondern aus ernstzunehmenden wahrhaftigen Quellen. Um jedoch zu verstehen, welchen Einfluß die Kirche auf den Nationalismus nahm und nimmt, muß man die Grundlagen der westlichen Kirche verstehen. Leider ist es so, daß bei vielen Safthirnen in der LINKEn dies leider nicht gegeben ist. Deshalb an dieser Stelle ein kurzer Abriß über den Schaden, den der Blutkult – der aus dem Judentum resultierte – bereits in der modernen Zeitrechnung angerichtet hat. [Mir ist klar, daß man mich nun auf eine Stufe mit Verschwörungstheoretikern stellen wird – wie schon so oft – doch mich interessiert dies nicht. Ich fühle mich der Wahrheit verpflichtet.]

Doch beginnen wir am Anfang.

Das Christentum basiert, genauso wie der Islam, auf dem Irrglauben des jüdischen Blutkultes. Das Judentum ist, kulturhistorisch gesehen, um keinen Deut besser als seine nachfolgenden Religionen. Folgt man der jüdischen Geschichtsschreibung, geben die Juden unumwunden zu, in ihren Anfangstagen siebenfachen Genozid betrieben zu haben. Stellenweise so gründlich, daß von besagten Völkern nur noch der Name überliefert ist, man ansonsten jedoch kaum Hinterlassenschaften findet.

Das Christentum – hier vornehmlich der Katholizismus – forderte noch mehr Opfer in seiner langen Zeit. Die Legende, daß die Christen Rom damals abgefackelt haben – wie es Seneca bildlich beschrieb – und es dann Kaiser Nero in die Schuhe schoben, bevor sie ihn ermordeten, entspricht durchaus der Wahrheit. Auch wenn die Besitzer des 7. Hügel Roms bis heute das Gegenteil behaupten. Nur glaube ich hier eher einem Philosophen wie Seneca, der schon zu seiner Zeit das Heuchlertum im Christentum anprangerte und den alten Glauben Roms als den ehrlicheren ansah.

Nachdem die Christen also Rom erobert hatten, kam es erst einmal zu ethnischen Säuberungen im ganzen römischen Reich. Auch dies ist geschichtlich verbürgt, entspringt also nicht meiner Einbildung. Nach den ethnischen Säuberungen kam es zu den Glaubensreinigungen, in denen jene Gruppen, die den reinen Glauben im Christentum vertraten gnadenlos gejagt und zur Strecke gebracht wurden. Dies führte schließlich zur offenen Abspaltung der koptischen Linie, die in Byzanz überleben konnte, während alles, was nur einem modernen Glauben entsprach – und nicht auf absoluter Reihe mit den Ansichten des Blutkultes war europaweit ausradiert wurde. Das es dabei zum ersten Holocaust an Juden kam, wird natürlich dem Geschichtsinteressierten wohlwissend verschwiegen. Es waren ja nur Juden! Kollateralschaden eben.

Doch die blutige Geschichte der Anfangstage des Christentums ziehen sich bis zu Kaiser Konstantin, der schließlich vor den Christen kapitulierte und auf dem Sterbebett das Sakrament empfing, wundersam gesundete und danach in Nizza das erste Konklave abhalten ließ. Mit dem Ergebnis, daß nun jegliche andere Ansicht aus dem Glauben verbannt wurde. Historische Schriften sprechen hier sogar davon, daß nach dem Abfassen der Bibel und derer genauer Zusammenstellung, es erneut zu Glaubensverfolgungen innerhalb des Christentums kam und abermals einige hunderttausende einfach gelyncht wurden, nur weil sie einen anderen Glauben oder andere Ansichten hatten.

Folgen wir nun der Geschichte weiter, stoßen wir auf die nächste Verfolgung Andersdenkender im Christentum keine fünfhundert Jahre später. Um das Jahr 911 herum wird das erste Mal massiv innerhalb des Glaubens gegen eben jene vorgegangen, die nicht bereit sind, sich den Edikten Roms zu unterwerfen. Das Bischofstum mit seinen Bistümern entsteht. Um dies zu gewährleisten geht die katholische Kirche gnadenlos gegen den Adel vor. Mit dem Endergebnis, daß es kurz vor der ersten Jahrtausendwende zu einer historischen Einigung kommt: Das Christentum darf auf seinen Besitzungen tun und lassen, was es möchte, sofern es dem Adel nicht in die Quere kommt. Gleichzeitig bekommt der Adel das päpstliche Recht, eigene Angehörige in den Kirchendienst zu entsenden. [Im Museum Trier gibt es darüber übrigens noch eine in Latein gehaltene Schrift, die diese Abmachung von Mainz bestätigt.]

Den nächsten größeren Hammer in Sachen Verfolgung leistete sich dann die katholische Kirche erst wieder im 13. Jahrhundert, als mithilfe der Templer, der französischen Armee und noch einiger anderer ungeordneter Kräfte das Reich der Katharer vernichtet wird. Der katharische Glaube war in einem solchen Fall besonders gefährlich für die katholische Kirche, weil er den Nachweis erbrachte, daß jener Glaube nicht nur auf einem falsch verstandenen Blutkult basierte, sondern dort offen Ketzerei betrieben wurde. Dies konnte sich der damalige Papst nicht gefallen lassen. Also handelte er.

Kein Jahrhundert später ließ er dann seine Verbündeten, die Templer, ausradieren, weil jene inzwischen begriffen, daß das Problem ganz woanders lag. Damit wurden die Templer automatisch zu Feinden der Kirche. Der Katholizismus handelte – und schuf damit den ersten Nationalismus in Europa. Katholizismus und der nationale Faschismus gehören zusammen. Schon immer. Wer dies bestreitet, besitzt keinerlei Kenntnisse über die Kirche und ihre Machenschaften.

Hiernach herrschte erst einmal wieder ein wenig Ruhe in Europa, obwohl stellenweise Raubritter rabiat gegen die Kirchengemeinden vorgingen, Klöster abbrannten, plünderten und die so gewonnenen Schätze an die Armen im Reich verteilten. Dies ging solange gut, bis es zu jener wunderbaren Kirchenkrise kam, die mit die Bauernkriege ausgelöst hat. Wie schon einmal in diesem Blog beschrieben, deuten alle historischen Daten darauf hin, daß nach dem Treffen in Worms ein gewisser Martin Luther nicht mehr gegen den Katholizismus, sondern wieder dafür arbeitete. Und dazu war eine scheinbare Kirchenteilung die einzige Alternative. Immerhin durfte die katholische Kirche auf ihren Besitzungen keinerlei Zins erheben, wenn sie an Bauern oder Adlige Kredite vergab. [Welches nach einigen Aufzeichnungen mehr als einmal vorkam.] Doch die Kirche wurde von Saulus und Petrus als wirtschaftstechnischer Betrieb angelegt. Von Anfang an. Sonst wäre es kaum möglich gewesen, schon im Jahre 56 A.D. den vatikanischen Hügel zu erwerben.

Die Kirchenspaltung traf mit den Bauernkriegen zusammen. Und nun wird es interessant. Die Bauernkriege, so wird uns heute erzählt, seien das Resultat der Lehren Luthers gewesen. Dabei war es genau anders herum, wenn man rein den Fakten folgt. [Einige Aussagen Luthers zu dem Thema sind übrigens entlarvend für die Kirche selbst.] Zu den Bauernkriegen und solchen charismatischen Anführern wie Thomas Münzer kam es eben  nicht wegen Luthers Schriften, sondern ebenfalls. Die Bauern waren es Leid für die Kirche in ständiger Fron zu leben und probten den Aufstand. Das Münzer selbst ein ehemaliger Pfaffe war, der sich nicht um die Regeln des Katholizismus scherte, spricht heute für ihn. Immerhin war er vorher ein direkter Nutznießer dieses abscheulichen Systems gewesen.

Die Bauernkriege fanden also trotz Kirchenspaltung statt, die jene eigentlich hätte verhindern sollen. Luther war eben nicht schnell genug bei seiner Bibelübersetzung! Doch erlaubte die Kirchenspaltung nun der Kirche Zins auf verliehenes Geld zu erheben und den Juden – die darauf seit gut tausend Jahren das Monopol hatten – Schwierigkeiten zu bereiten. Das es vorher schon unter einigen Kaisern zu Judenpogromen gekommen war, interessierte aber niemanden aus der Kirche. Im Gegenteil. Einem deutschen Kaiser wurde für sein rasches Handeln bei diesen Judenpogromen sogar ein Lob des Papstes ausgesprochen. [Nachzulesen im Aachener Museum. Und im Internet war diese Info schwer aufzutreiben.]

Die nächste blutige Epoche, die dem Nationalismus wieder Vorschub leistete, kam dann mit dem 30jährigen Krieg über Europa. Als der Streit zwischen Katholizismus und offenen Protestanten zu weit ging, wurde reagiert. Der vornehmlich katholische Adel entschloß sich einfach, sich des protestantischen (evangelischen) Problems auf seine eigene Art zu entledigen. Mit dem Endergebnis, daß das von der Pest noch geschwächte Land von einem Krieg überzogen wurde, der gut 2/3 der europäischen Bevölkerung auslöschte. Es überlebten nur jene Bistümer, die nicht nur gut mit dem Adel konnten, sondern ihre Bürger besonders gut unter Kontrolle hatten.

Dann herrschte erst einmal wieder Ruhe in Europa, während die Kirche ihre Macht und ihre Fäden immer fester sponn, um nicht noch einmal von einem solchen Krieg überrascht zu werden. Der Schaden war immens und an den Verdienstausfällen zahlen beispielsweise die Deutschen bis heute immer noch, die in der damaligen Zeit zustande kamen. Bis zum 19. Jahrhundert half die Kirche nun dem Adel seine Macht wieder zu stabilisieren, während sie gleichzeitig in Europa den Nationalismus und den Antisemitismus förderte. Dies war relativ einfach, da bis 1806 die Schulbildung in kirchlicher Hand lag. Und man schwor die Kinder auf die Nation ein, nicht auf den Herrscher. Auf die Nation. Da die Kirche die Nation war. [Siehe hierzu altes Schulmaterial aus den Jahren 1796 bis 1840.]

Als ob dies jedoch nicht reichte, wurde die nationalistische Bewegung von der Kirche deutlich forciert. Unter Napoleon mit seinen heute kommunistisch anmutenden Politikbestrebungen litt die Kirche. Als das französische Kaiserreich fiel – welches durch eine ungehörige Krönung ohne Beisein und Segen des Papstes zustande kam – atmete nicht nur der Vatikan auf. Jener hatte damals im tiroler Krieg bereits seine Besitzungen jenseits der Alpen eingebüßt. Jenen Landstrich, der heute als Bayern bekannt ist. Der Freistaat Bayern verdankt seinen kruden Status den Machenschaften der katholischen Kirche, obwohl die Landeshauptstadt einst als Handelsposten von der Hanse gegründet worden war.

Richtig interessant wird es jedoch erst zu Beginn unseres Jahrhunderts, als sich die Kirche offen gegen den deutschen Kaiser stellte, der ja unbedingt eine Seemacht etablieren wollte. Den Preis, den Deutschland hierfür bezahlen mußte, ist allgemein bekannt. Erst im vergangenen Jahr wurden die Reparationen für den 1. Weltkrieg endlich komplett abgelöst. An den Reparationen des 2. Weltkrieges, der gleichfalls aktiv mit der Kirche fabriziert wurde, knabbern die Deutschen noch bis zum Jahr 2157 – sofern nicht noch ein 3. Weltkrieg dazwischen kommt!

Jedenfalls half die Kirche der NSDAP aktiv und lieferte auch mißliebige Priester und Pfarrer aus, die sich weigerten, der neuen vatikanischen Doktrin zu folgen. Einige moderne Märtyrer wurden dadurch geschaffen, die die Kirche heute noch verehren läßt, obwohl sie diese eigentlich eher als Nestbeschmutzer ansieht.

Das Problem auf dieser Welt ist nicht die Religion an sich – Marx sagt dies auch nicht aus. Sondern rein der vom Vatikan vertretene katholische Glaube. Der Katholizismus festigt global seine Macht durch Förderung des Nationalismus, des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit. Wer heute in das moderne Südkorea geht, findet nicht nur an jeder Straßenecke eine katholische Kirche, sondern auch dementsprechend Koreaner, die als Missionare im eigenen Land unterwegs sind und nicht einmal davor zurückschrecken, Touristen zu belästigen. [Uns liegen mehrere Aussagen von Touristen und Einheimischen vor. Darunter auch die interessante Aussage eines Hotelbesitzers, der sein Hotel schließen mußte, weil beinahe täglich Besuch der Missionare kam.] Der Glaube hält sich also für unfehlbar, basiert aber nur auf Feuer und Schwert. Hierin unterscheidet sich der Katholizismus in nichts vom Islam. [Von dem diese Redaktion hier auch nicht gerade sonderlich überzeugt ist.]

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1 Kommentar on Die Unfehlbarkeit des Glaubens

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