Allmählich wird man des ständigen daran Erinnerns überdrüssig, wenn alle Nase lang irgendeine bundesdeutsche Zeitung (ausnahmsweise einmal nicht die BLÖD) davon berichtet, wie sehr die Griechen doch die restliche €U beschissen hätten und daß es nun Zwangsmaßnahmen bedarf, um den Verfall des Landes aufzuhalten. Zuerst drückte man den Griechen den merkelschen Sparwahn auf, und dann wundert man sich beflissentlich, warum es zu Neuwahlen kommen mußte.

Für den aufmerksamen Beobachter kommt eine solche Entwicklung jedoch nicht von ungefähr. Ja, sie war sogar vorherzusehen. Nein, nicht wegen des angeblich griechischen Verrats am Rest der €U. Sondern wegen dem Gebaren, welches nun die Gläubiger an den Tag legen. Die DEUTSCHE BANK ist wieder einmal Vorreiter, hat aber gerade den Chef gewechselt, so daß der Neue ungeniert lügen und sagen kann: „Aber ich habe doch von Nichts gewußt. Dabei liebe ich euch doch alle!“ (Sehr frei Erich Honecker zitiert.)

Denn: Der Verrat ging nicht von Griechenland, sondern von der DEUTSCHEN BANK aus. Doch nicht wegen irgendwelcher privatwirtschaftlicher Gewinnerwirtschaftung, sondern aus einem weitreichenderen Grund: Europa braucht Geld, ein Vereintes Europa braucht eine krisensichere und bessere Währung als den amerikanischen Dollar. Nachdem Europa schon gezwungen war, seine Goldreserven an die USA auszuliefern, braucht es also stichhaltigerer Sicherheiten. Und durch diesen Check fielen die Griechen. Gold hatten sie eh keines mehr, dafür aber etwas anderes, was ebenfalls als Geldanlage gesehen wird: Aloe Vera!

Nur wächst Aloe Vera nicht überall, sondern nur in besonders trockenen Gebieten. Auch davon kann Griechenland einige zur Verfügung stellen. Nur haben die Griechen ihren pflanzlichen Schatz auch nicht an jeden verkauft. Und dies zog dem Land die Wut eines anderen Landes zu. In Europa wird nicht einmal 20% allens in der Welt produzierten Aloe Vera in der Industrie verbraucht. Der größte Teil geht nach Asien und in die USA. Wobei man sagen muß, daß die USA den größten Teil davon verbrauchen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika – welch überheblicher Name – brauchen sehr viele Öle. Aloe Vera und Olivenöl waren und sind Griechenlands Hauptexportschlager. Nur beileibe nicht so sicher, wie allgemein gedacht. Und nur wegen einiger kaktusähnlichen Pflanzen bricht man doch nicht gleich eine Währungskrise vom Zaum?! Naja, in den USA schon. Dort hat man auch aus einer Immobilienblase einen dicken fetten Elefanten gemacht, um damit vornehmlich die DEUTSCHE BANK zu treffen. Nur leider gelang es nicht. Die DEUTSCHE BANK, die den amerikanischen Immobilienmarkt wie Efeu in ihrer Umklammerung hat, bekam nicht nur Hilfe von der Bundesregierung, sondern auch von anderen Banken. Das Endergebnis war, daß nicht die DEUTSCHE BANK auf faulen Krediten sitzen blieb, sondern die amerikanischen Banken. Der Trick, die wichtigste Bank Europas durch einen solchen Taschenspielertrick in die Knie zu zwingen, ging leider nach hinten los.

Und global verkauft man uns dies alles nun als globale Weltwirtschaftskrise. Wobei ich immer noch nicht erkennen kann, wo die Krise sich versteckt, wenn doch der €Uro nach wie vor bei $ 1,22 herumdümpelt, also immer noch gut 14 Cent über den damaligen Einstiegskurs, als man Europa diese Währung aufnötigte. An dieser Stelle liegt nämlich der Hund begraben. Wie ja inzwischen allgemein bekannt sein dürfte, begann die letzte globale Weltwirtschaftskrise damit, daß die USA idiotischerweise sowohl China als auch Japan den wirtschaftlichen Krieg erklärten. Jener Konflikt schwelte so lange, bis die Japaner sich gezwungen sahen, Pearl Harbor anzugreifen. Andererseits: Hätte Japan Pearl nicht angegriffen, wären die USA wahrscheinlich an ihrem eigenen Weltwirtschaftskrisengejammer Hopps gegangen. Es gäbe also heute keine USA in dem Sinne mehr, sondern nur noch einen freien Zusammenschluß von 51 Staaten.

Da wir gerade bei Geschichte sind: Auch das Piratentum hat zumindest im westlichen Raum seine Wurzeln in den USA. Alle wichtigen Piratenkapitäne der großen wichtigen Jahrhunderte (17. bis 19. Jhdt) waren keine Briten, sondern Amerikaner. Die amerikanische Regierung hat in ihren Gründertagen sehr oft Kaperbriefe erteilt. Die Hauptaufgabe jener Piraten damals – die sich später in der Karibik festsetzten – war nicht nur die Störung des internationalen globalen Handels, sondern die Grundversorgung der USA zu sichern. Irgendwie merkwürdig! Aber leider korrekt.

Nun wird auf europäischer Ebene genug herumfabuliert, um klarzumachen, daß Griechenland Pleite ist. Nur eine Nation, die Pleite ist, jammert nicht monatelang herum, sondern erklärt einem Nachbarn dem Krieg, weil sie dadurch nicht nur Arbeitslose loswird, sondern gleichzeitig ihr Staatsgebiet weit genug ausdehnen kann, um die wirtschaftlichen Verluste einer Krise kompensieren zu können. Von Seitens der USA hat dies bisher immer gut geklappt: Korea, Vietnam, der Drogenkrieg … (die Liste ist endlos). Warum sollte sich Griechenland ein solches Gebaren nicht leisten können? Militärisch ist das Land sehr gut ausgestattet und Makedonien ist kein sonderlich schwieriger Gegner. Außerdem könnte man mit einem solchen Feldzug den Amerikanern einen Gefallen tun.

Nur wird es dazu nicht kommen. Nicht, weil die Griechen keinen Krieg spielen könnten. Mit Waffen aus deutscher Fertigung sollte es sehr leicht sein, den kompletten Balkan in einem zweimonatigen Krieg zu erobern. Es geht darum, daß ein solches Benehmen automatisch den UN-Weltsicherheitsrat auf den Plan rufen würde, und Griechenland dann als der große Provokateur dargestellt werden könnte. Dies möchte aber keiner. Den USA ist auch ein anderer Sündenbock lieber. Nämlich die wiedervereinte BRD. Und mit unserem aktuellen Kanzler sollte es eigentlich ein Leichtes sein, dementsprechend als Verursacher eines WK3 erneut Geschichte zu schreiben. Ich finde, ein Trick, der bereits zweimal klappte, wird auch ein drittes Mal funktionieren. Immerhin hat man mit einer ehemaligen StaSi-Agentin doch genau den richtigen Sündenbock. Und die Deutschen dürfen weiterhin für amerikanische Interessen schuften. [Und nein, wir schließen uns hier keinerlei Verschwörungstheorie an, bspw. das Deutschland kein souveränes Land wäre und so. Dies ist Mummpitz. Es geht hier ums Prinzip.]

Wenn also von einer griechischen Pleite gesprochen wird, so mag dies durchaus der Fall sein. Europas Stabilität und die des €Uro bedroht diese mitnichten. Man möchte vielmehr von amerikanischer Seite her erneut einen europäischen Bruderkrieg vom Zaum brechen, um dann hinterher bei dem sich entwickelnden System erneut als Retter aufzutreten. Immerhin sind in einigen europäischen Staaten genug Truppen formiert und gesammelt, um jederzeit in einen Krieg eingreifen zu können, sollte die falsche Seite ihn gewinnen. Griechenland hat Probleme, jedoch nur wegen der amerikanischen Rating-Agenturen, die in ihrem Tun ungefähr so nützlich sind, wie die SchuFa in der BRD. Nämlich gar nicht.

Hier geht es darum, wer die Macht auf diesem Globus in Händen hält. Und die Amerikaner geben einmal erreichte Macht, wie es Imperien zu eigen ist, nun einmal nicht gerne auf. Sie tun dies nur, wenn sie einmal wirklich verlieren. Irgendwie erinnert diese ganze Geschichte an den alten Atlantis-Zyklus. Auch dort griffen die Atlanter nach der globalen Macht, stolperten aber über eine Katastrophe, die den eigenen Kontinent heimsuchte und schließlich vernichtete. [Und die Hopi sagen nicht, von wem die Flugzeuge kamen, die sie damals ausflogen, als Atlantis verwüstet wurde.]

Die griechische Pleite ist nur die Vorgeschichte zu einem globalen Krieg. Das Armaggeddon, welches so viele Amerikaner wollen, ist nahe. So nah bereits, daß man den Geruch der Verwesung, nicht nur von der Politik, sondern auch von der Gesellschaft, regelrecht riechen kann. Dieser Globus wäre am Ende, käme die imperiale amerikanische Politik erneut zum Zuge. Und ob diesmal wieder eine Naturkatastrophe ausreicht, den Irrsinn aufzuhalten, halte ich für ein Gerücht. Die alten Atlantiden haben aus ihrem letzten Fehler entscheidend gelernt. Europa befindet sich immer noch in ihrem Würgegriff, dies ist Tatsache. Viele Länder in Europa dulden nach wie vor amerikanische Armeen auf ihrem Gelände, weil ihnen keine andere Wahl bleibt. Nicht, weil sie dies gerne sähen. Die griechische Pleite ist das klassische Vorspiel vor einem weiteren Krieg, der diesmal mehr als nur diesen Planeten verwüsten kann. Diesmal steht unsere Gesellschaft selbst auf dem Prüfstand. Und dies nur im Namen der Wirtschaft eines Imperiums.

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