Manche Fragen stellen sich in einem Leben nur einmal. Da man, sollte man sie ein zweites Mal gestellt bekommt, erst Recht nicht überleben würde – die Fragenstellung! Ungefähr so müssen es DIE GRÜNEN/B90 sehen, wenn sie unsere Jugend gezielt zu Spitzeln ausbilden. Und dabei dachte ich, die BRD hätte endlich die DDR hinter sich gelassen. Pustekuchen. Die wiedervereinigte BRD ist mehr DDR als es die DDR jemals war. [Nicht nur ich vertrete inzwischen diese Ansicht, sondern noch einige andere bloggende Kollegen gleichfalls.]

Das Problem stellt hierbei jedoch nicht das übliche StaSi-Getue unseres Beamtenwasserkopfes dar, sondern die lieben Kleinen. Unsere Kinder. Unsere Enkel. Unsere Zukunft. Folgende eMail erhielt ich vor einiger Zeit von einem befreundeten Blogger, der selbst mehrfacher Großvater ist, und der bereits unter den Folgen der braunen Gehirnwäsche von Seitens der Grünen Leiden muß:

Lieber Andreas,

vor kurzem wurde meine kleinste Enkelin eingeschult. Endlich sollte man meinen, weil sie sich doch daheim und bei ihren Großeltern hier immer wieder so langweilte. Die erste Klasse macht ihr wirklich Spaß, vor allem der Umweltunterricht, wie er nun beschlossen wurde. Von nun an wurde ihre Klasse angehalten, einen Biogarten im hinteren Teil des Schulhofes anzulegen. Dafür holte man dann auch von Zuhause Sämereien und legte richtige schöne Beete an. Doch damit begann das Problem.

Laut Lehrplan ist in ihrer Grundschulklasse bis zum Ende der dritten Klasse vorgesehen, daß sie nicht nur den Aufbau eines Gartens lernen, sondern gleichzeitig auch, wie Ökologie in Ökonomie greift. Also wie man mit Hilfe der Natur einen wirklich erfolgreichen Garten führen kann. Ihre beiden Paralellklassen unterhalten ebenfalls kleinere Gartenanlagen, die jedoch nicht so gut entwickelt sind, wie der ihrer eigenen Klasse. Doch dies ist nicht entscheidend. Entscheidend ist der Umstand, daß der Biologielehrer sie aufgefordert hat, daheim Beobachtungen anzustellen und aufzuschreiben, wie ihre eigenen Eltern oder die Großeltern mit ihrem eigenen Garten umgehen.

Und genau an dieser Stelle begann der ganze Ärger. Meine kleine Enkelin führte wirklich nervend genau ein Gartenbuch, da wir ja noch einen größeren Garten haben, ihre Eltern aber nicht mehr, weil sie in einer Betonburg wohnen. So ein Wohnsilo, wo ein Hasenstall neben dem anderen liegt, und wo der größte Raum der Wohnung der Balkon ist. [Also schon fast japanischer Baustil. Anm. d. Verfassers.] Ihr Gartenbuch wurde dann von ihrem Biologielehrer, eine wirklich eklige Type mit buntem Baumwollhemd und langen fettigen Haaren, als besonders detailiert ausgezeichnet. Keine zwei Tage später stand der städtische Bauhof an unserem Gartenzaun und forderte die Herausgabe des angeblich illegalen Düngers, den ich benutze.

Als ich mich der Herausgabe meines Spezialdüngers verweigerte, drang eine Horde städtischer Arbeiter in meinen Garten ein und stellten mein Gartenhäuschen, daß du ja kennst, und die Garage auf den Kopf. Sie fanden aber nur den Blaukorndünger, den ich jährlich auf den Rasen ausbringe. Anstatt jedoch unverrichteter Dinge abzuziehen, wurden offiziell die Hälfte meiner Gartengeräte konfisziert. Gerätschaften, die du heutzutage nicht einmal mehr im Gartencenter kaufen kannst. Du kannst dir also mein Gerenne vorstellen, bis ich mir die Werkzeuge wieder neu besorgt hatte. Der Schaden beläuft sich, ohne die Spritkosten, auf € 800.

An dieser Stelle unterbreche ich kurz die eMail, die ich erhielt. Natürlich machte ich mich an die Recherche, um herauszubekommen, ob diese Schilderungen wirklich so weit der Wahrheit entsprechen. Bei meinem Freund waren übrigens nur die nichtmechanischen Gartengeräte von der Stadt beschlagnahmt worden. Von Konfiszikation konnte man nicht sprechen, da es ja keine Polizeiaktion war, sondern die Reaktion einer übervorsichtigen Gemeinde auf den Bericht einer Erstklässlerin.

Das Geheimnis des Spezialdüngers ist auch einfach geklärt. Es gibt in schlicht gar nicht. Ein Nachbar meines Freundes hat noch eine alte Sickergrube unter dem Garten – neben dem Keller – und sammelt dort Abfälle und Fäkalien und läßt den ganzen Mist dort über ein Jahr immer vergären, bevor er absticht. Die Feststoffe holt mein Freund immer mit einem Hänger ab, trocknet ihn hinten im Garten ab und verteilt ihn dann auf die Bereiche, wo er Gemüse ziehen will. Dieser Spezialdünger ist absolut biologisch. Dennoch versetzt er eine ganze Schule in Aufregung. Er ist absolut nicht chemisch, dennoch betrachtet ihn die Kleinstadt, in der mein Freund lebt, als Gefährdung ihrer Interessen. Doch nun weiter im Text.

Als nächster Hammer kam eine Vorladung für den Umweltausschuß unserer Gemeinde. Nichts Besonderes eigentlich, aber sonst ist dieser Ausschuß ein Bild der Unfähigkeit. Jetzt, wo meine Enkelin in ihrem Gartenbuch aufgeführt hat, wie ich mit meinem Garten umgehe, erhalte ich auch noch für diese Clowns eine Vorladung. Die Sache ist schnell erzählt. Ich konnte sowohl den Bürgermeister, als auch den Umweltamtsleiter unserer kleinen Gemeinde davon überzeugen, daß ich keinen Superdünger benutze, um 12cm durchmessende Tomaten zu bekommen. Die Gemeinde zeigte sich daraufhin ein wenig verständnisvoller, wies mich aber an, mit meiner maschinenfreien Kultur im Garten aufzuhören und mir endlich mechanische Gartengeräte zuzulegen und die alten Gartenwerkzeuge wegzuwerfen. Man würde in drei Wochen kommen und kontrollieren.

Du kannst dir also gar nicht vorstellen, wie ich mich fühlte, als ich dies meiner Frau klar machte, daß ich nun gezwungen werde, die Sense gegen einen motorisierten Rasenmäher auszutauschen, nur weil die Grünen in unserem Gemeinderat total am durchdrehen sind. Ihre Antwort kannst du dir sicherlich denken. Ich möchte aber keinen Motorrasenmäher. Also fuhr ich die Bauern in der Umgebung ab, um nach Kleintieren zu schauen, die man als Rasenmäher einsetzen könnte, die jedoch die Rosen und andere Blumen ungeschoren lassen. Schafe und Ziegen schieden auf den ersten Blick aus. Schließlich entschied ich mich, bei einem Bauern eine Färse zu erstehen. Das Tier wird morgen angeliefert und wird sich bei uns wie daheim fühlen. Nur daß es als Einzeltier mehr Auslauf und einen größeren Rasen zum abfressen hat. Die Kontrolle der Gemeinde dürfte auch noch in dieser Woche statt finden. Mal schauen, ob sie mit diesem Kompromiß einverstanden sind.

Seitdem die Grünen bundesweit dabei sind, merkwürdig krude gartenbauliche Regeln durchzusetzen, werden wir solche Geschichten noch öfter zu lesen bekommen. Ich glaube, die Färse wird von der Gemeinde nicht gebilligt werden. Immerhin kann man auf eine Kuh keine Steuern erheben. Sie braucht keinen Treibstoff und düngt den Bereich, den sie abfrißt auch noch selbst. Den Abschnitt, in dem der neue Kuhstall beschrieben wird, habe ich mit Absicht ausgelassen, weil dieser sich schon in zu vielen Details verliert.

Nun ist es jedoch so, daß hier eine Politik betrieben wird, die immer mehr in die Menschenrechte eingreift. Und nicht nur in jene. Wenn ich nicht einmal mehr in meinem eigenen Garten tun und lassen kann, was ich will, welche Rechte besitze ich als steuerzahlender Bürger überhaupt noch? Bin ich nur dazu verdammt, Steuern zu bezahlen? Habe ich selbst keinerlei Rechte mehr? Oder bestimmen nun die Grünen auf Bundes- und Landesebene, was ich als Hausbesitzer zu tun und zu lassen habe?

Mir stellt sich hierbei die Frage, inwieweit eine Politik noch Ernst genommen werden kann, die den Bürger nicht mehr als mündig ansieht. Die Kinder dazu anzustiften, die eigenen Großeltern auszuspionieren, kennen wir noch aus alten DDR-Zeiten, bei den Nazis war dies auch an der Tagesordnung. Nun schon wieder? Hat die deutsche Politik aus mehr als 60 Jahren Demokratie absolut nichts gelernt? Wo bleiben die Menschenrechte, wenn die Rechte eines Grashalms schwerer wiegen als die eines Menschen? Darüber sollte man wirklich ernsthaft einmal nachdenken.

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