Geben wir mal Butter bei die Fische! Unser schönes Land hat ein gewaltiges Problem. Nein, nicht die angeblich vorhandene Religionsfreiheit und Säkularisierung, die es vorgeblich besitzt und damit hausieren geht. Nein, auch nicht die Dummheit unserer Politiker. Sondern die Einmischung von kleinen fanatischen Religionsgruppen, die sich denken, sie dürften sich hier alles erlauben, nur weil sie gesellschaftlich anerkannt sind. Es ist ja nicht so, daß die männliche Beschneidung nur ein jüdisches oder islamisches Privileg wäre. Zeugen Jehovas lassen sich auch ganz traditionsbewußt an ihrem Zipfel beschneiden. Doch im Judentum und im Islam werden auch Frauen beschnitten.

Und jetzt wird die Heuchelei offenbar. In DE steht die Beschneidung von Frauen unter Strafe, seitdem einige mutige Politikerinnen an dieser Stelle einmal richtig Dampf machten und sogar Aktionen in den betroffenen Staaten in Afrika und im Nahem Osten starteten. Aber männliche Beschneidung, damit ein Junge auch wirklich einen Bund mit einem falschen Gott eingeht, ist schlicht nur krank. [Schränkt aber sein späteres Sexualleben angeblich nicht ein.]

Doch kehren wir zum einleitenden Satz zurück. Niemand hat etwas dagegen, wenn irgendwas beschnitten wird. Das kürzlich erlassene Meldegesetz beschneidet ja auch nur die persönliche Freiheit über die Verfügungsgewalt der eigenen personenbezogenen Daten. Dabei weiß jeder Depp (naja, fast jeder), daß wir diese Freiheit über die Verfügungsgewalt persönlicher Daten schon qua Geburt verwirken. Immerhin muß jede Geburt beim Standesamt angezeigt werden. [Dennoch gibt es pro Jahr allein in Deutschland über 1.200 illegale nichtgemeldete Geburten, von denen gerade einmal 60 in einer Babyklappe landen. Wo der Rest abbleibt, darüber stellt sich der Staat keine Fragen.]

Doch eine Beschneidung des männlichen Gliedes oder des weiblichen Genitals allein aus religiösen Gründen stellt eindeutig den Straftatbestand der Körperverletzung dar. An dieser Stelle hat das Kölner Gericht eindeutig grundgesetzkonform entschieden. Daß kurz darauf die deutschen Rabbiner auf die Barrikaden gingen und damit drohten, dieses Land nicht mehr zu lieben (welches sie wohl eher hassen), erzeugte genug politischen Druck, daß wir als einfacher, areligiöser Bürger dieses Landes abermals in unseren Rechten beschnitten werden. Und dies nur, weil eine kleine religiöse Minderheit mal wieder auf unser Grundgesetz scheißt und meint, seine eigenen kranken Wertvorstellungen in der Gesellschaft durchsetzen zu müssen. Mit dem Endergebnis, daß die deutsche Politik bereits wieder den Kotau macht und sich weiter biegt, als es selbst Bambus fähig wäre.

Nur hier geht es nicht um archaische, überkommene Wertvorstellungen, sondern allein um Macht. Es geht nicht darum, daß Beschneidungen per se total für die Katz‘ sind, sondern darum, daß gewisse alte Herren die Macht über ihre Glaubensgemeinschaften behalten. Wenn nun schon Gerüchte aufkommen, daß in Israel selbst Juden von ihrer zionistischen Regierung als antisemitisch angesehen werden, die im Heiligen Land selbst gleichfalls gegen die Beschneidung von Jungen und Mädchen Amok laufen und es verabscheuen, stellt man sich die Frage, wer hier eigentlich die Klatsche hat.

Doch gehen wir einmal tiefer ins Detail. Wie kommt es, daß vornehmlich im Judentum und Islam zum einen behauptet wird, die Beschneidigung von Jungen und Mädchen diene dem Bund mit ihrem falschen Gott, andererseits dann auch noch schamlos behauptet wird, es sei vornehmlich eine hygienische Frage! Also was denn nun? Hygienisch oder glaubensrelevant?

Fragt man dazu einen Rabbi, bekommt man die Sache mit dem Bund Gottes zu hören. Fragt man einen Moslem, kommt zuerst die Antwort mit der Hygiene. Also was denn nun? Beides zusammen kann es nicht sein. Immerhin gibt es in diesem Land fließendes Wasser, welches es dort, wo einst diese beiden Religionen (und das gleichfalls beschneidungsfreudige Christentum) entstanden, reichlich selten anzutreffen war. Zudem ist bekannt, daß Kameldiebe es nicht so mit der Sauberkeit hatten!

Wenn hier also von Beschneidung gesprochen wird, verweist man zuerst auf die männliche Variante, die dem Mann ja später nicht das Sexualleben versaut, sondern primär dem Bund mit Gott und dann der Hygiene diene. Und dennoch finden unter anderem in Afrika (auch hier in Deutschland, obwohl dies oft verschwiegen wird) Beschneidungen junger Mädchen statt. Heutzutage unter besseren hygienischen Bedingungen als früher einmal – immerhin gibt es dort ja fließendes Wasser – aber dennoch.

Wenn beschnitten werden kann, wird beschnitten. Ob dies sinnvoll oder sinnlos ist, stellt sich dabei gar nicht. Wer die Macht hat, junge Mädchen noch vor ihrem 12. Lebensjahr dementsprechend genital zu verstümmeln, unterwirft sich damit die Frau vollständig. Die Frau wird nicht mehr als zur Handelsware dadurch. Also wie viele Kamele müssen es sein? Wie hoch ist der Wert einer unbeschnittenen Frau? Ach, stimmt ja. Es ging ja in dem Prozeß nur um eine männliche Beschneidung.

Doch dies ist, wie gesagt, irrelevant. [Auch auf die Gefahr hin, daß ich mir nun die wenigen Juden zum Feind mache, zu denen ich persönlich gute Kontakte pflege, an dieser Stelle habe ich eindeutige Ansichten.] Es gibt nämlich eine kleine Geschichte aus meiner Kindheit, die sehr gut zu diesem Thema paßt ..

Als ich noch ein kleiner Junge war, hatte ich eine sehr gute Freundin. Sie war Jüdin. Mein damals bester Freund war normaler Christ (naja, aber sind Christen schon normal?) und kannte sie schon viele Jahre vorher. Von ihm erfuhr ich, daß sie im zarten Alter von 6 Jahren beschnitten worden war. Ihr Vater war damals schon der tonangebende Rabbi seiner Gemeinde gewesen, die sich in unserer Kreisstadt immer im Geheimen traf, weil es die alte Synagoge nicht mehr gab. [Jene war in der Reichspogromnacht ein Opfer eines Feuers geworden.] Nun, der Vater meiner Freundin verachtete nichts mehr als die Deutschen. Mehr als einmal ließ er mich deutlich spüren, was er von einem Volk hielt, welches nicht einmal einen Holocaust richtig bewerkstelligen konnte, während sein Volk sich damit brüstete, bereits sieben erfolgreiche Genozide durchgeführt zu haben. [Ja, der Mann war Einer, der heute eindeutig unter die Terroristen/Fanatiker-Klausel fiele.]

Er strafte mich bei jedem Besuch mit einer Verachtung, die Ihresgleichen suchte. Und meinte einmal, als er meinen Schniedel sah, daß ich eh nur ungläubiges Pack sei. Und sollte er mich später in meiner Pubertät mit seiner Tochter erwischen, würde er mir meine Wurst mit einem großen Messer abtrennen. Seine Worte, nicht meine. Von da an fror mein Verhältnis zu seiner Tochter ein, weil mir nicht in den Kopf ging, welcher Teufel den guten Mann geritten haben mochte.

Doch dies war noch nicht alles. Der Spaß begann an dieser Stelle erst. Seine Tochter ging mit mir in die gleiche Klasse und bekam von ihm nach jenem denkwürdigen Gespräch folgende Warnung: Sollte Er noch einmal hören, daß sie sich mit mir Ketzer herumtrieb, würde er sie in die Heimat schicken, damit sie lerne, was eine richtige Jüdin ausmacht. Trotzdem trafen wir uns danach noch einmal für einen Kinobesuch, danach wurde ich abgelenkt, und der Kontakt verlor sich.

Jahre später nun erfuhr ich, wo und wie meine damalige Freundin beschnitten worden war. Natürlich wurde die Beschneidung hochoffiziell in einem der Krankenhäuser unserer Kreisstadt durchgeführt, natürlich von einem jüdischen Arzt, weil kein anderer Hand an einen Juden bei dieser OP legen darf. [Hat irgendwas mit einem archaischen Regelkanon zu tun. Nur Jude darf Jude beschneiden, nur Moslem darf Moslem beschneiden. Keine Ahnung, wo das herrührt.] Meine alte Freundin wurde von ihrem Vater dann nach Israel ins gelobte Land geschickt, damit sie wirklich lernt, was eine Jüdin ausmacht. Doch sie kam nicht zu Verwandten nach Tel Aviv, sondern kam in einen Kibbuz in irgendeinem damals frisch eroberten Gebiet, wo sie bei harter Feldarbeit lernen sollte, was einen Juden ausmacht.

Kibbuze sind die KZs der Juden für das eigene Volk. Dies ist nicht nur meine Meinung. Was meine alte Freundin in diesem Kibbuz genau lernen mußte, weiß ich nicht. Ich weiß aber, welche Gerüchte sich dort um ihre Erfahrungen ranken. [Und jene Gerüchte lasse ich an dieser Stelle aus, auch wenn ich weiß, daß sie vielleicht relevant wären.] Fest steht, sie wurde dort zur Zionistin umerzogen. Ihr vormals weltoffenes Weltbild wurde so sehr beschnitten, wie sie es bereits zwischen ihren Schenkeln war. Deutsche, vor allem Christen, waren generell böse. Nur ihr eigener Glaube war der einzig Gute und es war nur Recht und billig, daß ihr Volk erfolgreich siebenfachen Genozid durchgezogen hat.

In den nachfolgenden Jahren lernte ich noch eine andere Sorte als die eben beschriebene kennen. Diese Juden stellen sich auch hier in Deutschland gegen die Beschneidung für den Bund mit Gott. Nicht nur für Jungs, sondern auch für Mädchen. [Und jetzt wird das Argument kommen, daß Juden in Deutschland gar nicht ihre Mädchen beschneiden, sondern daß dies nur eine islamisch-afrikanische Tradition sei.] Entschuldigung, mir sind allein aus meiner damaligen Kreisstadt 60 solcher Fälle bekannt. Nach meiner einen jüdischen Klassenkameradin lernte ich noch andere Jüdinnen kennen. Die heute beileibe nicht so abgedreht sind, wie meine Klassenkameradin.

Und diese Jüdinnen wurden ebenfalls von ihren Vätern, im Auftrag des Rabbiners, als Kleinkinder beschnitten. Nicht, weil etwas falsch gewachsen wäre, sondern nur deshalb, damit diese damals jungen Frauen sich auch schön brav dem Glauben unterwerfen. Zwar wurden nicht alle in Kibbuze abgeschoben, weil sie sich auf Christen aka Deutsche einließen. Doch sie wurden ganz schön gegängelt und gemaßregelt.

Und dann kriechen Deutsche Politiker Islamisten in den Anus, und wollen durch die Hintertüre weiterhin Beschneidungen dulden, obwohl es in diesem Land Gesetze gibt, die zumindest die weibliche Beschneidung bei Moslems verbieten. Kaum machen Moslems und Rabbiner Druck auf unsere Regierung, knickt jene ein und möchte weiterhin dieses Unterdrückungsinstrument gegen die Jugend weiterhin dulden. Wer beschnitten ist, akzeptiert eher die Regeln, die ein Imam oder Rabbiner vorgibt.

Wenn also ein Rabbi beim Talmudvortrag sagt, daß sich kein Jude mit einem Deutschen einlassen darf, wegen Shoa und so, dann ist das rechtens. Dann wird dies von der beschnittenen Gemeinde angenommen, als unbrüchliches Gesetz akzeptiert. Und im nächsten Moment beginnt man dann jene aus der Gemeinde zu denunzieren, die sich eben nicht daran halten wollen. Dies ist bei Juden und bei Moslems gleich. Es läuft in beiden Lagern. Und die Christen, die sich beschneiden lassen, stoßen in das gleiche Horn. Immerhin sind sie auch nichts weiter als religiöse Fanatiker.

Doch zählt dies heutzutage in diesem Staat etwas? Ist dieses Land etwa nicht säkular? Gelten die Menschenrechte nur insoweit, solange keine religiöse Glaubensgemeinschaft in irgendeiner Form in der Ausübung ihrer Religion beschnitten wird? Mal ganz ehrlich, mal zum mitschreiben: Gilt die Säkularisierung in diesem Land nur solange, wie es nicht bei der Religionsausübung stört? Werden deshalb Atheisten konsequent von allen Religionen verfolgt, die hier in diesem Land die gesellschaftlichen Rechte genießen?

Wo bleibt dann bitte das Grundgesetz, außer auf der Strecke? Wo bleiben die Menschenrechte, als an gleicher Stelle? Wo sind wir, wenn uns Religionen vorschreiben, was wir zu denken haben? In was für einer Nation leben wir, wo Nationalismus bereits als Religion begriffen und deshalb von den bekannten Religionen absolut bekämpft wird? Hierauf hätte ich gerne einmal eine Antwort. Die man mir jedoch schuldig bleiben wird, weil man sich nicht als Verfassungsfeind outen möchte.

Wie gesagt, ich habe auch Kontakte zu normal tickenden Moslems und Juden. Und alle lehnen die Beschneidung als Zeichen des Bundes ab. Aus hygienischen Gründen findet es nur dann Zustimmung, wenn sie die Lebensumstände der betreffenden Personen gesehen haben. Und wie bereits schon vorher ausgeführt: In diesem Land gibt es fließendes Wasser. Eine Beschneidung wird hier nicht gebraucht. Diese Praktik in unseren Breiten wieterhin anzuwenden, bedeutet das Grundgesetz zu verachten. An dieser Stelle ist mir dann wurscht, ob sich ein faschistischer Rabbi für das Fortbestehen dieser archaischen Quälerei einsetzt, oder ein durchgeknallter Mullah! In meinen Augen sind diese Menschenfeinde absolut gleich.

Ich respektiere jede andere Religion, die nicht die Meine ist. Ich bin auch dementsprechend tolerant. Nur meine Toleranz endet dort, wo durch falsche Toleranz Menschenrechte und die Menschenwürde beschnitten wird. Ein Gebaren, wie es hier einige Glaubensgruppen an den Tag legen, ist in meinen Augen bereits faschistisch. In einem solchen Fall sollte man die kultische Ausübung der in der Frage kommenden Religionen vom Gesetzgeber her sofort unterbinden. Auch wenn dies bedeutet, daß eine Menge Priester und Pfaffen damit gleichzeitig arbeitslos würden. Nur zählen Menschenrechte nicht mehr als eine mutwillige Verstümmelung von Kindern im Namen eines Glaubens an einen falschen Gott?

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