Nachdem uns ein Internettroll öffentlich in einem Atemzug mit PI-News nennt (weil er selbst dort schreibt), dachte sich die Blogredaktion einmal, einen etwas mehr Wissen vermittelnden Artikel zu veröffentlichen. Und nachdem wir nun sogar für die Deppen von PI-News zum roten Tuch mutiert sind (man kann sich dort nicht entscheiden, ob man uns als stalinistisch-kommunistisch ansieht [also StaSi-Leute], oder als Seinesgleichen, weil man uns der Denunziation bezichtigt), finde ich, daß wir ein Thema anschneiden sollten, mit dem die Deppen von PI auch nicht klar kommen. Hier hat keiner etwas gegen Angehörige von Blutkulten, auch wenn wir deren Glauben aus Gewissensgründen ablehnen müssen. Und die Deppen von PI vergessen bei all ihrer Hetze, daß sie nicht besser als die Moslems sind, die sie ständig verunglimpfen. Immerhin hat das Christentum immer noch mehr Tote zu verantworten als der Islam. [Und dies ist leider unleugbarer Fakt.]

Angeblich hat ja jeder der drei Blutkulte, die doch wahrhaftig einer sind, eine Fastenzeit. Meistens zu genau jener Zeit, wenn gerade die frischen Zicklein über die kargen Steppen springen, oder die Kamele sich nicht melken lassen, weil sie sich um die Jungtiere kümmern müssen. Also eigentlich die Zeit im Jahr, wenn das Leben entweder neu erwacht (Christentum), oder man die erfolgreiche Flucht aus dem unterdrückten Land feiert (Judentum), oder halt eben das Zicklein springen (Islam).

Nun, der sogenannte Ramadan ist der neunte Monat des mohammedanischen Kalenders. Ich schreibe mit Absicht nicht islamischen Kalenders, weil der Islam selbst so sittsam war, wenigstens in den Grundzügen dem gregorianischen Kalender treu zu bleiben. Dennoch wird anders gerechnet, gezählt und auch bestimmt. Der Ramadan ist immer der neunte Monat. Selbst wenn inzwischen bekannt ist, daß selbst eine menschliche Schwangerschaft zehn Monate dauert. Doch der Islam hält nun einmal an überkommenden Regeln und veralteten Kalenderberechnungsmethoden fest, obwohl man einst in Mauretanien Meister der Mathematik gewesen ist und PI bis auf die 130. Stelle berechnen konnte. [Und das von Hand, daß schafft heute kein deutscher Abiturient mehr.]

Im Ramadan gilt eines: Offiziell ist Fasten angesagt. Also wirklich Fasten. Es darf so heiß sein, wie es will, einem Moslem ist in dieser Zeit sogar das Trinken von Wasser untersagt. Allein deshalb sieht man zu dieser Zeit sehr oft, wie Ernst Salafisten ihren Glauben nehmen, wenn man sie im Teehaus vorfindet, wo sie riesige Mengen Apfeltee in sich hinein schütten. Etwas, daß nach ihrem Glauben eigentlich verboten ist, da solange Tageslicht herrscht, weder getrunken, noch gegessen werden darf. Und die Dinge, die absolut verboten sind, zählt auch die Aufnahme von Wasser in jeglicher Form. Also nicht einmal als Eis oder Dusche ist es tagsüber gestattet, folgt man den schriftlich festgelegten Regeln wirklich. [Nur halten sich nicht einmal die ach so strengislamischen islamistischen Salafisten daran.]

Wenn jedoch die Sonne nicht mehr am Himmel steht und der Mond den Horizont hinter sich gelassen hat, ist die Fastenzeit für den Tag vorbei. Bis Mitternacht darf nun gegessen und getrunken werden, was man möchte. Auch Alkoholika, die sonst Moslems strengstens verboten sind. Naja, so richtig verboten sind Alkoholika nun auch nicht. Aber sie sind weit genug verboten, daß man meinen sollte, während des Ramadans kommt es dann zu wenigern Alkoholexzessen als während der normalen Zeit des Jahres. Dies ist ein Trugschluß. Während der Nächte des Ramadan wird mehr Alkohol von Moslems verkonsumiert, als jeder deutsche Kampftrinker schaffen könnte. Die Frauen schlagen beim Alkohol übrigens nicht minder zu.

Der Ramadan ist ein heiliger Monat in den Augen der Moslems. Während dieses Monats darf nur tagsüber nichts gegessen werden. Warum Mohammed (sic!) sich von den Christen und Juden den Fastenmonat lieh, ist nicht genau überliefert, fest steht, daß die entsprechende Koransure hierüber nicht sonderlich aufschlußreich ist, weil sie ziemlich schwammig gehalten ist. Demnach ist das Sichten des letzten Mondes des Vormonats entscheidend, wann der Ramadan beginnt. Nur warum er für den gläubigen Moslem vorgeschrieben ist, erklärt sich einfach nicht. Der Prophet geht an dieser Stelle in der Sure davon aus, daß der einfache Moslem früher oder später den Grund für das Fasten bei Tageslicht erkennen würde.

Dies bedeutet nun nicht, daß wir uns an dieser Stelle über diese Tradition von Gläubigen lustig machen wollten. Auch das Fasten in der Christenheit ergibt herzlich wenig Sinn. Während das Geflügel und das sonstige heimische Getier sich fröhlich vermehrt, wird bei den Christen sinnentleert gefastet. Ok, der normale Christ ist dumm und fettgefressen, und da tut es hin und wieder gut, wenn ein wenig abgespeckt wird. Doch während der christlichen Fastenzeit ist es wenigstens tagsüber erlaubt, Salzhering und Sauerkraut zu essen und auch Wasser zu trinken. Alles Vergünstigungen, die der Moslem nicht hat. Im Judentum beispielsweise wird während der Fastenzeit nur das Passah-Brot gereicht.

Fasten ist sowieso in unseren modernen Zeiten etwas, dem nicht nur Moslems und Christen einen Monat im Jahr ausgesetzt sind. Hartzer beispielsweise fasten 12 von 12 Monate, weil ihre staatliche Stütze nicht ausreichend genug ist, um wirklich gesund und ausgewogen zu leben. Deshalb sollte man davon ausgehen, daß Hartzer mehr in irgendeinem Glauben stehen als Angehörige der Blutkulte. Dem ist aber nicht so. Wer ständig zum Fasten gezwungen ist, schmeißt früher oder später seinen Glauben über Bord. Deshalb erfanden die islamischen Imame die Ramadan-Regel, daß nur bei Sonnenlicht nichts gegessen und getrunken werden darf, sobald es jedoch Nacht ist, darf man essen, auf das man Lust und Vergnügen hat.

Diese Regel ist in sich schon genial, weil sie den Eindruck erweckt, daß Moslems während des Ramadans wirklich überzeugte Gläubige sind. Sobald aber der Abend hereingebrochen ist, gibt es Schweinebraten satt. [Und mir soll keiner erzählen, daß Moslems wirklich kein Schweinefleisch essen. Mir sind genug persönlich bekannt, die Schweinefleisch lieben.]

Um es also einmal deutlich zu sagen: In unserer modernen Zeit, wo eigentlich jeder genug zu essen haben sollte, wäre ein generelle Fastenperiode wirklich für jeden angebracht. Es ist jedoch so,  daß Hartzer das ganze Jahr über Fasten müssen, während es Angehörige des dreigeteilten Blutkultes dies nur einen Monat im Jahr tun müssen. Wo bleibt da bitte schön die Fairness und Gerechtigkeit? Sollten die Hartzer sich nicht eigentlich genug Lebensmittel leisten können, um gleichfalls einmal ihrem Glauben entsprechend nur 30 Tage im Jahr fasten zu müssen, anstatt 360 Tage?

Demnach ist Fasten also abzulehnen, solange nicht alle Bevölkerungsgruppen den gleichen Zugang dazu haben. Solange dies nicht gewährleistet ist, kann man nicht von einem glaubensabhängigen Fasten sprechen. Der Ramadan ist deshalb für jeden abzulehnen. Doch sollte man nun nicht auf die Idee kommen, einen Moslems wegen seines Fastens tagsüber aufzuziehen. Manche Moslems nehmen es sogar so ernst, daß sie auch am Abend fasten und nicht gleich zu riesengroßen Gelagen aufbrechen. Dies sind zwar wenige, aber jene haben auch kein Interesse an salafistischen Unsinn, den man in den Moscheen zu hören bekommt.

Der Ramadan hat schon Sinn und Zweck. Und an dieser Stelle halte ich es mit Mohammed (sic!): Jeder sollte selbst darauf kommen, warum es sinnvoll ist, einmal im Jahr richtig zu fasten. Die einzige Ausnahme, die Mohammed damals erlaubte, daß ein gläubiger Moslem tagsüber essen durfte, war der Umstand, wenn dieser Gläubige einem Armen oder sozial prekär abgehängten ein Essen spendierte. Dann galt für ihn nicht mehr die Regel des täglichen Fastens während des Ramadans. Ich finde diese Regelung sehr gut, nur leider schlug sie sich niemals im Christen- oder Judentum entsprechend nieder, weil sie den Menschen dazu zwingt, ein soziales Wesen zu bleiben.

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