Folge ich einmal der Denkweise unserer Regierung, fällt mir das Folgende auf:

  1. das deutsche Bildungssystem ist durch einen chronischen Lehrermangel hoffnungslos überfordert und kann deshalb für die Jugend nicht mehr richtig die Weichen für die Zukunft stellen.
  2. Der Lehrermangel in heutiger Zeit ist nur der Unentschlossenheit der modernen Jugend geschuldet, die schlichtweg zu faul sind, um richtig studieren zu wollen.
  3. Das Bildungsniveau stürzt bereits in der Grundschule entscheidend ab, weil viele alte Lehrer mehr den Verlust ihrer Pension fürchten, als Kinder, die ihren Lehren bereitwillig folgen und deshalb etwas aus ihrem Leben machen.
  4. Bildung soll nicht Spaß machen, sondern den einzelnen Bundesländern auch Geld einbringen.

Und diese kleinen Auffälligkeiten im System sind, es die mich letztlich darauf brachten, daß die Verbertelmannisierung unseres Bildungssystems zu weit fortgeschritten ist, um den Untergang dieses Volkes noch aufhalten zu können.

Doch kehren wir uns doch einmal den Details zu, die mich darauf brachten, daß diese vier Argumente für unser Bildungssystem absolut zutreffend sind. [Ich möchte darauf hinweisen, daß ich hierzu mit einigen Studenten sprach, die auf Lehramt studieren, und die jetzt schon teilweise mit der Dichte des Stoffes überfordert sind.] Das deutsche Bildungssystem war über Jahrzehnte hinweg das Beste in der Welt. Doch seit 12 Jahren stagniert es beständig. Und dies ist sogar politisch gewollt, wie unsere Recherchen ergaben.

Es ist nun einmal so, daß gute Bildung einen guten, fairen, Staat so gut wie kein Geld kostet. Wenn man aber Bereiche der Bildung offensichtlich jenen Beutelschneidern überläßt, die ohne pädagogische Vorbildung denken, daß man die Abiturjahrgänge um ein Jahr verkürzen kann – oder die Bologna-Reform dadurch umsetzt, in dem man zusätzlich den Master-Titel einführt – kann daraus ja auch nichts werden.

Das deutsche Bildungssystem galt jahrzehntelang nicht nur als das weltbeste, es galt sogar als Vorbild. Nachdem jedoch die BERTELSMANN AG hier das Oberkommando übernahm – wie gesagt, ohne pädagogische Vorbildung – wurde unser Bildungssystem verschlimmbessert. Es mag ja für Elite-Kids von Vorteil sein, wenn sie anstatt 9 Jahre an der Schule, nur noch 8 dort herumhängen müssen, um Mitschüler zu terrorisieren, aber an ihrem Bildungsstand wird dadurch nichts getan. Eher im Gegenteil. Durch Einführung des supergenialen G8 wurde nicht nur aktuelle Zeitgeschichte im Unterricht vernachlässigt, durch die gestiegene Anwesenheitsstundenzahl wurde es schlicht unmöglich, den Stoff, den man während der regulären Schulzeit lernen soll, dann auch richtig zu verstehen und richtig zu lernen. Durch die Einführung der Bertelsmann-Erfindung G8 kam es zu einer deutlichen Absenkung des deutschen Bildungsniveaus.

Schaut man sich dann bei den Studenten um, wird einem noch flauer ums Herz. Der Umstand, daß man Bologna auf Bertelsmann-Art umsetzte, machte es nicht besser. Nun sollen Studenten in der halben Zeit eines regulären Studiums in einigen Bereichen das Lernen, was noch nicht einmal normale Studenten in der normalen Studienzeit lernen, nur um dann als Master von der Universität abzugehen. Da die Master alle keinen Doktor-Titel vorweisen können, kann die Industrie sie nun zum einem Viertel jenes Gehaltes beschäftigen, welches sie vorher für Universitätsabgänger bezahlen mußte. Die Industrie spart massiv Geld, erhöht sogar ihre Gewinne, nur beim studierten Mitarbeiter bleibt nun absolut nichts mehr hängen. Eine schöne Verbesserung unseres Bildungssystems, welches die Altersarmut selbst für Studierte schon vorprogrammiert.

Da gefallen mir dann schon Studentinnen besser, die sich zusammentun, gemeinsam einen Puff eröffnen, damit sie ihre Studiengebühren, die regulär anfallen, dann auch bezahlen können. Und ja, dies ist kein Scherz von mir. Mir sind zwei solcher Unternehmungen von Studentinnen bekannt, die sich damit ihren Lebensunterhalt fianzieren. Kein einfacher Escort-Service, sondern offene Prostutition. Und was ist das Schlimme daran? Ich meine, bei einem solchen Studentinnen-Bordell gibt es doch auch für den Kunden nur Vorteile!

Der Haken daran ist, daß besagte Studentinnen inzwischen darüber nachdenken, im horizontalen Gewerbe zu bleiben, weil sie dort definitiv mehr Geld verdienen, als würden sie später mit ihren Doktor-Titeln arbeiten. Allein schon diese Erkenntnis von diesen Studentinnen ist schon erschreckend. Unser Bildungssystem ist derart auf den Hund(t) gekommen, daß man nicht weiß, wie oft man denn nun kotzen soll.

Und daran trägt ja nicht nur Bertelsmann die Schuld. Die BLÖD-Zeitung macht es einem auch wirklich vor, wie der Hase denn zu laufen hat. In diesem Fachblatt für Idioten wird damit geprahlt, wie gut es Studenten heutzutage in diesem Land haben. Dabei wird dann vollständig verschwiegen, daß bestimmte Studienbereiche, ganze Fakultäten inzwischen von Studenten leergefegt sind. Vor Jahren war es noch möglich, mit einem Abschluß in Philosophie seinen Lebensunterhalt zu verdienen, wenn man nur entsprechende zusätzliche Kenntnisse aufweisen konnte. Heutzutage sieht es so aus, daß nicht einmal ein Abschluß in Philosophie zukünftig das Sozialamt ersparen wird.

Richtig pervers wird dieser Umstand dann bei den Studentinnen. Glauben sie nicht alle Gerüchte, die sie darüber hören, zu welchen persönlichen und finanziellen Opfern die Mädels angehalten werden. Fragen sie doch mal selbst nach! In jeder bundesdeutschen Großstadt ist es so, daß ein wirkliches studentisches Leben für weibliche Studentinnen kaum mehr möglich ist. Entweder hängen sie in Nebenjobs fest, müssen anschaffen gehen, um überhaupt die Miete bezahlen zu können, oder aber es läuft ganz pervers und die Mädchen verdingen sich auf dem Straßenstrich, weil man bei der heutigen Hatz an den Universitäten nicht einmal Freundschaften schließen kann. Außerdem gehen inzwischen einige Dozenten dazu über, weibliche Studentinnen in ihren Fächern chronisch abzulehnen. Und dies, obwohl die Mädels die im Durchschnitt besseren Noten vorweisen können.

Eingebracht hat uns dies diese Bildungsreform um jeden Preis. Der Preis für angeblich gute Bildung ist nun Bildung. Erkenntnissammeln wird nun als neue Bildungsform verkauft und universitäre Bildung wird gleich so teuer verkauft, daß sie sich kein Ottonormalokind mehr leisten kann. Dann bleibt wirklich nur noch auf den Strich zu gehen, will man zumindest halbwegs menschenwürdig leben. Zu verdanken haben wir dies nicht nur der Politik von rot-grün, sondern auch der Unfähigkeit der PDL, und deren Populismus auf Kosten des kleinen Bürgers. Da ist selbst BLÖD-lesen bildender.

Schaut man sich nun noch zusätzlich die Zahlen an, die dabei entstehen, wenn überforderte Abiturienten sich verzweifelt versuchen kurz vor der Abiturprüfung für ein Fach ihrer Wahl an ihrer Universität zu bewerben, bekommt man ebenfalls das kalte Grausen. Die Presse behauptet natürlich, daß durch G8 der Level gestiegen sei. Die Frage ist nur: Welchen Level genau meint die Presse hier? Der Level der Unfähigkeit ist eindeutig gestiegen. Der Notendurchschnitt auch. Das hessische Abitur hat bis zur Einführung von G8 vor einigen Jahren einen Notendurchschnitt von 1.4 locker halten können. Seitdem es G8 gibt, liegt der Notendurchschnitt beim Abitur (und nur jener ist für das Studium wichtig) bei 2.3! Zufall? Mitnichten.

Unsere letzte Bildungsreform kostet uns genau dies: Bildung. Und mit einem 2.3er-Notendurchschnitt kann nicht ein Drittklassiger Schüler an der Universität auf Lehramt studieren. Also werden jene Fakultäten, aus denen unsere zukünftigen Lehrer spazieren sollen, immer leerer und leerer. Die Universitäten denken jedoch auch nicht daran, den Numerus clausus entsprechend anzuheben oder anzupassen. Dann würden ihnen ja Landesgelder verloren gehen, wenn sie dies täten, und dann wären sie umso mehr auf die Abzocke ihrer Studenten angewiesen.

Wie man es also dreht und wendet, und wenn man genauer hinschaut, wird einem schon schlecht: Das deutsche Bildungssystem ist entweder nur noch gut, um als Zuchtanstalt für günstige Huren zu fungieren, oder aber um drittklassiges Menschenmaterial zu erzeugen, welchem die Hälfte der Vorbildung fehlt. Und darauf ist unsere Landespolitik nun natürlich wahnsinnig stolz. So viele studentische Huren, wie in den letzten Jahren seit Einführung von G8 in diesem Land, habe ich vorher niemals gesehen. Bislang hielt sich deren Zahl sogar in unserer Kreisstadt niedrig. Seit G8 hat sich die Zahl gut vervierfacht (wodurch die Preise noch mehr sanken), und das Niveau fiel gleichfalls mit.

Und darauf ist unsere Bundes- wie Landesregierung auch noch Stolz. Übermässig stolz. Das die Zahl der Huren gestiegen ist, interessiert aber rein faktisch niemanden. Es geht ja nur darum, diese jungen Mädels den eigenen Gelüsten entsprechend zu mißbrauchen. Daß sie sich eigentlich auf einem Bildungsweg befinden, interessiert die große Politik nicht. Bologna wurde umgesetzt, auf Biegen und Brechen, die Lex Bertelsmann wurde gleichzeitig mit umgesetzt, egal, ob dabei die Menschenrechte auf anständige Bildung auf der Strecke bleiben. Und was erhalten wir als einfache Bürger hinterher heraus: Nichts als Huren und Studienabbrecher, die als einfacher Arbeiter weiterexistieren müssen.

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