Hin und wieder flattert auch unserer Redaktion mal ein kleines Vögelchen ins Ohr. Ich gebe ehrlich zu, daß die Quelle an exponierter Stelle sitzt, hat uns auch verwundert. Überraschter waren wir jedoch vom Inhalt dessen, was man uns zugespielt hat. Und dies sollte sich reichlich dümmlich auf die hessische LINKE auswirken.

Heute geht es um ein vielsagendes Aktenzeichen. Nämlich um dieses hier: 1153 JS 34839/12. Irritiert? Nun, dies war die Redaktion zuerst auch, als wir schon vor einigen Wochen auf diesen Fall angesetzt wurden. Angesetzt ist wohl ein wenig übertrieben, jedoch war es wieder jener grüne Informant, der uns schon das letzte Mal über die Causa Schon so schön auf dem Laufenden hielt, der uns auch diesmal wieder unter dem Siegel der Verschwiegenheit eben jenes Aktenzeichen mitteilte.

Da wir im Redaktionsteam keinen Volljuristen am Start haben und unserer eigener Bloganwalt des Öfteren in Frankfurt/Main an diversen Gerichtsverhandlungen teilnehmen muß, standen wir reichlich dumm da. Deshalb auch zu Beginn des Jahres die zusätzliche Recherchepause, die wir einlegen mußten, weil wir erst einmal einige Details miteinander in Zusammenhang bringen mußten, die so recht keinen Sinn ergaben.

Doch in dem Moment sinnvoll wurden, als ein befreundeter Blogger aus Frankfurt/Main feststellte, daß er an seinem Arbeitsplatz schon einmal von dem Aktenzeichen gehört hatte. In den politischen Redaktionen seines Senders, bei dem er arbeitete, kursierte ein ominöses Fax aus noch unzureichenderer, aber sicherer, Quelle, in dem dieses Aktenzeichen auch Erwähnung fand.

Der Zusammenhang war dann relativ leicht herzustellen, nachdem man uns über dunkle Kanäle ebenfalls ein solches Fax zukommen ließ. Mit dem Inhalt des Faxschreibens und dem Aktenzeichen bewaffnet, schickten wir einen unserer Spürhunde aus, um vor Ort ein wenig nachzurecherchieren, um nachzusehen, worum es da überhaupt geht. Aber man kennt ja die Gerichte und die Polizei kennt man noch besser! Unser Spürhund wurde dreimal abgeblockt, bis er schließlich einen Gerichtsschreiber fand, der ihm gegenüber das Aktenzeichen bestätigte.

In besagter Causa geht es um Untreue. Aber nicht zwischen Ulrich Wilken und Manuela Schon, sondern beiden gegenüber dem hessischen Land. Was die Sache auch nicht einfacher machte für uns, weil dies ja nun bedeutete, daß in einigen politischen Redaktionen einige Leute wohl ein wenig zuviel Angst vor der nicht vorhandenen politischen Macht eines Herrn Ulrich Wilken haben.

Ja, die hessische LINKE hat fertig. Und zwar bedeutend weiter als Trabatoni. Wir haben hier im Blog ja schon des Öfteren über die merkwürdigen und kruden Machenschaften dieser Möchtegernpartei geschrieben. Nun stolperten wir über etwas, was sogar uns ein wenig Angst einjagt. Ein Landesvorsitzender einer im Bundestag vertretenen Partei scheut sich nicht, Bundes- als auch Landesrecht derart öffentlich zu brechen, daß man sich schon fragt, ob hier nur einfache kriminelle Energie am Werke ist, oder galoppierende Dummheit.

Wie wir ja schon mehrmals feststellten, benötigt die Partei DIE LINKE unbedingt die Armut und Unterbezahlung in diesem Land, weil sie sonst ihren Existenzanspruch verliert. Ab dem Moment, wo die anderen landesverräterisch gearteten Parteien bereit sind, gezielt gegen die Armut (nicht gegen den Armen, wie es DIE LINKE gerne hätte) vorzugehen, kommt DIE LINKE ins Schwitzen. Und noch schlimmer: Ihre ganze Glaubwürdigkeit geht in dem Moment den Bach runter, wenn der Landesvorsitzende einer Partei nur deshalb illegales Handeln tut, weil es die anderen Parteien eben auch machen.

Schaut man sich dann aber an, was da an Mitgliedsbeiträgen von den einzelnen KVs monatlich zugunsten des Landesverbandes eingefahren wird, versteht man nicht, warum eine Partei dann zu derartigen Mitteln gezwungen ist zu greifen. Zudem es ja inzwischen offensichtlich ist, daß gewisse Vorwürfe gegen Herrn Wilken nicht aus der Luft gegriffen, sondern inzwischen auch durch eigene Kontake noch innerhalb der Partei verifiziert werden konnten.

Die Anzeigepunkte, die dem Aktenzeichen zugrunde liegen, sind also beweisbar. Nicht nur durch die Aussagen eines Veit Wilhelmy, sondern inzwischen auch durch die Aussagen einiger, noch anständiger, LINKEn-Politiker, die keinen Bock haben, ihr Landtagsmandat zu verlieren, nur weil ihr Landesvorsitzender fortgesetzt Schwachsinn fabriziert und sich dann auch noch beim „Gesetze brechen“ erwischen läßt. Noch ist Ulrich Wilken nicht richtig erwischt. Aber er wird es in dem Moment sein, wenn in diesem Land Landtagswahlen stattfinden und kein einziger LINKEr mehr in den Landtag gewählt wird. Ab dem Moment ist es mit politischer Immunität vorbei und er und Madame Schon dürften sich danach auf einen längeren Aufenthalt in Weiterstadt einrichten. Direkt neben den Zellen, die für Herrn Bouffier und Herrn Rhein bereits von der Belegschaft reserviert wurden.

Wenn also eine Partei wie DIE LINKE derart offensichtlich Veruntreuung begeht – und sie dies nur deshalb tut, weil es die anderen Parteien auch machen – ist sie nicht besser als die anderen Parteien. Dann ist sie schlicht unwählbar. Doch es geht hier eigentlich schon um die Wahl.- Sollte Herr Wilken mit seiner krummen Tour durchkommen, wäre dies der Untergang des Bundeslandes Hessen. Dann würde Landesrecht mit Füßen getreten und ein weiterer Verbrecher könnte sich auf unverdienten Brosamen im Landtag ausruhen. Zudem es ja dann rein rechtlich gesehen nicht einmal einen Richter gäbe, der darüber urteilen könnte. Wird DIE LINKE jedoch gegen Ende diesen Jahres aus dem Landtag gewählt, kann man etwas gegen solche Verbrecher rein disziplinarisch und vollkommen juristisch abgedeckt unternehmen.

Hier wird also nicht nur Landesrecht mit Füßen getreten, sondern auch die Loyalität des normalen, stimmlosen LINKEn-Parteimitglieds, daß sich gegen solche Machenschaften des Landesvorsitzenden nicht wehren kann. Ich glaube nämlich nicht, daß auch nur ein einziger linker Sympathisant damit einverstanden ist, daß derart (wie bereits in der Wilhelmy-Erklärung hier im Blog geschildert) geltendes Recht und Gesetz mit Füßen getreten wird.

Wenn also die einzelnen Delegierten der LINKEn noch etwas in diesem Land taugen, so dürfen sie nicht, wenn demnächst die Kür der Landtagskandidaten festgestellt wird, Herrn Ulrich Wilken und seinem Troß die Treue und Gefolgschaft aussprechen, sondern müssen sie dringend abwählen und der Justiz überantworten, damit diese Sache hier ein für alle Mal anständig geklärt wird. [Und die kriminell gewordenen Betroffenen ihre Haftstrafe endlich antreten können.]

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