Liebe Freunde,

schaue ich mir die deutsche Gemeinschaft so an, bekomme ich das kalte Grausen, wie seinerseits Thomas Mann oder Bertold Brecht. Sehe ich an, daß sich die deutsche Bundesregierung tatsächlich einbildet, daß am deutschen Wesen die Welt genesen soll, aber die eigenen Bürger am Hungertuch nagen, bekomme ich Angstschweiß auf die Stirn. Und erfahre ich dann auch noch, daß ein NPD-Verbot ansteht, aber keiner so recht weiß, warum, fühle ich mich wie ein Verfolgter.

Doch nicht deshalb, weil ich vielleicht Sympathien für die NPD hätte, sondern weil immer alles mit Parteiverboten anfängt. Selbst der HH, der 88er, fing seine politische Karriere als Reichskanzler mit Parteiverboten an. Zuerst ließ er dann ja auch Kommunisten und Sozialisten verhaften. Heute, nach Einführung von Hartz IV wissen wir, daß diese damalige Verhaftungswelle durchaus ihren Sinn hatte. Immerhin strebten die Sozialisten nach einer eugenischen Neugestaltung des deutschen Volkes und dachten selbst daran, solches Gesocks wie Juden, Andersdenkende und Nationalisten vorher ausrotten zu lassen. Im Prinzip hat der 88er nur das gemacht, was die Sozialisten selbst tun wollten.

Doch wir wissen, welchen Fehler der 88er damals beging: Er löste den WK2 aus, an dessem Ende schließlich der Untergang stand. Der Untergang des deutschen Volkes. Als freies, selbstbestimmtes Volk. Obwohl jeder wohl zugeben wird, daß unter einer sozialistischen Diktatur es kaum anders gelaufen wäre, wie dann unter der nationalsozialistischen Diktatur. Beide Diktaturen, obwohl auf unterschiedlichen Seiten des politischen Spektrums angesiedelt, hätten sich zuerst der Menschen entledigt, die sie als unwert ansahen. Daß es hierbei Schnittmengen von beiden Denkweisen gibt, sollte da einem nicht verwundern. Verwunderlicher ist eher, daß nicht mehr aSPDler damals in den KZs landeten. Sehr viele kollaborierten mit den neuen Herren damals und machten ihren Schnitt. Manche blieben in den sogenannten „12 goldenen Jahren“ im Amt als Bürgermeister und blieben es auch danach noch, weil sie den Alliierten nachweisen konnen, daß sie eben keine Mitläufer oder Nazi-Sympathisanten gewesen waren.

Doch mir geht es heute um das Heute. Um das hier und jetzt. Deutschland ist gerade wieder dabei, ausländische Besitzungen zu erwerben. Wenn auch nur widerwillig und in Zusammenarbeit mit den alten Alliierten. Der Krieg in Mali liest sich wie ein Hohn. Erst erhält die €U den Friedensnobelpreis, danach schickt sie ihre Soldaten schwer bewaffnet in einen Konflikt, der uns nichts angeht. Sollen sich doch Moslems gegenseitig in Afrika das Hirn wegballern. Wir als Europäer haben uns da heraus zu halten. Ok, untereinander halten wir erzwungenermaßen seit 65 Jahren Frieden, wiewohl klar ist, wie gern uns (Deutschland) Frankreich und Großbritannien erobern wollen. An deren Eroberungsgelüsten hat sich seit 450 Jahren nichts geändert.

Hier geht es jedoch nicht um Mali. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, daß wir es mit einem gesellschaftspolitischen Thema zu tun haben. Woran krankt also unsere Gesellschaft? Zuviele Kinder? Zuviel Arbeit, die zu schlecht bezahlt wird? Nun, dieses Lohndumping ist eine der Auswirkungen dessen, worum es hier wirklich geht. Die gesellschaftliche Anerkennung der NPD, und daß sie keine politische Gefahr mehr darstellt, bläuen uns die Politiker aller anderen Parteien ständig ein. Nur die Hosenscheißer von der LINKEn haben ein Problem damit, daß die NPD nicht mehr Ernst genommen wird, arbeitet sie doch an ähnlichen Plänen, wie weiland der 88er.

Und so wie der 88er in der Vergangenheit seine Kriegszüge als Friedensmissionen betitelte, weil er das deutsche Volk in Gefahr sah, genauso sieht es die moderne LINKE ebenfalls. Dennoch haben wir es hier mit einem gesellschaftlichen Problem zu tun. Die eigenen Leute müssen arm sein, müssen hungern – weil Hartz IV nicht für ein menschenwürdiges Leben reicht. Behinderte oder Beeinträchtigte können davon ganze Opern trällern, die sowieso niemand hören will. Dennoch stellt sich die Partei immer als Diejenige dar, die doch eigentlich für Frieden sei.

Und gesellschaftlichen Frieden wird es erst geben, wenn all die in ihren Augen unnützen Esser weg sind. Darunter fallen Sozialgeldempfänger, ein Großteil der nicht arbeitsfähigen Hartzer und natürlich Ausländer, egal aus welchem Land sie stammen. Dieses Recht, deutschnational zu sein und auch zu verteidigen, ist DIE LINKE inzwischen auch bereit, nicht nur mit Gewaltaufrufen bei Demonstrationen zu verteidigen, sondern auch damit, in dem sie ihre Mitglieder genauso offen bewaffnet, wie es die ganzen Gruppierungen rechter Gesinnung tun. Nur werden jene eben nicht nur von den USA (siehe dieses Lügengebäude mit GLADIO), sondern auch von einheimischer Politik unterstützt.

In den Augen der LINKEn macht man sich schon verdächtig, wenn man für außereuropäische Ausländer Sympathien hegt. Griechen mögen LINKE übrigens auch nur, solange sie auf der Rechnung im Restaurant grundsätzlich ihre 20% Sozialrabatt vorfinden. Und wehe, der Feta war nicht frisch. [Und dem Autor sind da einige Begebenheiten aus griechischen Restaurants zugetragen worden, daß es richtig weh tut.] Ganz besonders dann, wenn einige Bekannte aus der Landeshauptstadt im Polittreff zu Besuch waren.

Die Gesellschaft hat nicht nur ein verzerrtes Bild der Ausländer hier im Land. Überall liest man, daß uns entweder syrische, griechische und spanische Wirtschaftsflüchtlinge ausnehmen würden. Und daß es im Prinzip nur eine Möglichkeit gibt, der Flut wieder Herr zu werden. Man errichtet eine Mauer um ganz Europa, die nicht einmal mit einem hochmodernen Hochgeschwindigkeitszug überwunden werden kann. Ja, ganz Europa soll sich auf DDR-Art einmauern, damit uns die ganzen Schmarotzer vom Hals bleiben. Während doch die Schmarotzer längst in diesem Land an den politischen Fleischtrögen hängen.

Der Süden Europas verarmt immer mehr. Und demnächst greift die Verarmungswelle auch noch auf Frankreich und Belgien zu. Dann wird es wirklich duster in Deutschland. Sehr duster. Wo sollen wir denn die ganzen Belgier und Franzosen aufnehmen, von denen wir doch eh wissen, daß sie uns deutsche Piefkes eh nicht leiden können? In den üblichen Ausländerauffanglagern, die heute kaum besser sind, als die KZs älterer Tage? Oder wo schaffen wir die hin? Und wenn sie nicht spuren, schicken wir ihnen dann die Bundeswehr in die Länder, um sie vorsorglich zu besetzen und damit gleichzeitig den Wunschtraum des 88er’s klar machen, der immer von einem deutschen Europa träumte?

Wenn ich mir also vorstelle, wie es in Deutschland selbst läuft, und mir dann die europäische Insgesamtsituation ansehe, bekomme ich wirklich ernsthaft Angst. Ich komme mir dann vor wie Jemand, der jahrelang gegen den Sturm anschrieb, bis er schließlich heißer war. Und mit der Heißerkeit kommt dann das Vergessen. Mit dem Vergessen der Untaten der Vergangenheit habe ich eh zu kämpfen. Zu viele andere politische Blogger, der angeblich linken Szene, behaupten von sich, daß ihre Verhältnisse nicht so stabil seien, wie es den Eindruck macht. Und daß jene anderen Blogger, die von Stütze leben, einfach nur arbeiten gehen sollten, wenn sie wirklich von der Wirklichkeit berichten wollten.

Dieses Land hier strebt nicht auf einen Bürgerkrieg zu, es befindet sich schon längst in einem. Es geht schlicht gegen Jeden. Arm agitiert gegen Reich, Reich gegen gebildet, ungebildet gegen arm. Und die Kette ließe sich endlos weiter führen. LINKE hacken gegen RECHTE, die doch die gleiche Denkweise wie sie selbst vertreten! Jeder gegen Jeden. Und jede Fraktion ist gerade dabei, sich dementsprechend zu bewaffnen. Ob es nun ein Hartzer ist, der sich einen Waffenschein besorgt, damit er sich eine Schußwaffe daheim neben das Bett stellen kann, um für den Tag X gerüstet zu sein, obwohl er weiß, daß er als hartzender Waffenbesitzer schnell in den Verdacht gerät in den deutschen Wäldern zu wildern. Oder ob es der rechtsnational denkende Geschäftsmann ist, der sich beim Jagdwaffenhändler gleich mit einem guten Dutzend mehrschüssiger Flinten eindeckt, weil er seinen Haus und Grund entsprechend verteidigen möchte – aber in seiner Eile völlig vergißt, für das Dutzend verschiedener Waffen entsprechende Munition mitzunehmen.

Die Ausländer bewaffnen sich immer öfter mit den in ihrer Heimat üblichen Hieb- und Stichwaffen. Manche treten sogar extra in Fechtclubs ein, um Zugang zu unregistrierten Schlagwaffen zu bekommen. Und immer öfter werden Waffen aus den Debots der Waffenvereine gestohlen. Alles nur Zufall? Nein, der Bürgerkrieg läuft bereits. Alle Seiten sind sich dabei zu bewaffnen.- Also sehr frei nach Darwin, wo doch gesagt wird, daß nur der Vorbereitete das Kommende überleben wird.

Vorbereitung half damals während der Regentschaft des 88er’s auch nicht sonderlich. Damals waren auch viele Leute bewaffnet, dennoch kamen sie alle ins KZ, landeten im Ofen. Nicht, weil es ihnen an Vorbereitung fehlte, sondern letztendlich deshalb, weil sie ihre vollen Waffenschränke nicht dazu benutzten, wirklich ernsthaft Widerstand zu leisten. Sich der Verhaftung mutig zu widersetzen, um damit den Nachbarn zu zeigen: Wir wehren uns. Wir lassen uns von der neuen Denkweise nicht das Leben diktieren. Doch wer getraute es sich damals? Und wer weiß, wie viele konfiszierte Waffen im Nachhinein von der SA und der SS dazu benutzt wurde, Systemkritiker umzubringen? Darüber schweigen sich unsere Historiker bis heute aus. Da zählt man schon lieber abgeschossene Flugzeuge aus Bombennächten.

Ich habe eher Angst davor, wenn eines Tages diese bewaffneten Friedensapostel vor meiner Türe stehen und mich mitnehmen, weil ich es wagte, etwas gegen das Regime zu sagen, lange bevor sich das Regime etablierte. Unser Problem sind nicht die Spinner von links, oder gar die von rechts. Sondern die gesamtgesellschaftliche Denke ist das Problem. Dort sieht man Ausländer bereits wieder als Problem an. Und Menschen, die zu Ausländern Sympathien hegen, werden jetzt schon fast als Staatsfeinde behandelt. Mir graut vor dem Tag, wenn diese bewaffneten Freischärler vor der Türe stehen und Gerechtigkeit üben wollen. Nun, ich habe keine Waffen im Haus. Bevor es jedoch zum Prozeß kommt, werde ich dann meine Peiniger bitten, mich zu erschießen. Dann gehe ich lieber als namenloses Opfer der Umsturznächte in die Annalen ein, als zusehen zu müssen, wie sich dieses Land wirklich ernsthaft von einer Denkweise weiterhin vergiften läßt, die nichts menschliches mehr an sich hat.

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