Wo wären wir heute, wenn es die kleinen Arbeiterparteien und Gewerkschaften nicht gäbe? Wo wären wir heute, wenn Parteien und Gewerkschaften nicht gewisse Tage im Jahr dazu mißbrauchen würden, den kleinen Bürger, den dummen Arbeiter, zu mißbrauchen? Wo wären wir, wenn es denn wirklich eine Arbeiterklasse in dieser Republik gäbe?

Wenn wir uns nun einmal den von den Nazis geschaffenen und von der LINKEn so gerne gefeierten 1. Mai-Feiertag ansehen, stellen wir erschreckt fest, daß sich wohl nichts seit der Einführung dieses sogenannten Maifeiertags geändert hat. Eher im Gegenteil. Die Gewerkschaften und die linken Parteien betreiben noch schlimmere Leuts-Verarsche als vorher schon.

Bei einem Detail, welches noch nicht einmal so ums Verrecken wichtig wäre, erkennt man schnell, wie sehr sich das angebliche „links“ bereits in ein definitives Rechts gewandelt hat. Man läuft in Dresden Spalier für die braune Brut und nennt dies Widerstand. Am 1. Mai jedoch verkauft man an diversen Ständen Büchern von solch bekannten Verschwörungstheoretikern wie Achim Stein oder David Icke. Hinzu kommt dann auch noch Fachliteratur über den anthropogenen Klimawandel (wir berichteten), und legt noch nach, in dem man Bücher des Lügners Jean Ziegler offen feil bietet.

So sieht die moderne LINKE nämlich aus. Braun, kackbraun und verdorben bis ins Mark. Da ist nichts mehr von der alten Solidarität zu sehen, für die sich die Partei feiern ließ. Hohe Parteibonzen haben sich unter das einfache Volk gemischt und beschwören ihre Art der arischen Säuberung, wenn man es Ihnen nur endlich einmal gestatten würde, die Macht in diesem Land zu ergreifen.

Das Problem liegt nämlich nicht darin, was gesagt wird, sondern in dem, was verschwiegen wird. Im persönlichen Gespräch dann ist man sich bei dem Thema Verschwörungstheorie und Klimawandel gar nicht bewußt, daß man hier gestreuten Fehlinformationen aufsitzt, sondern verbreitet es als absolute Wahrheit. Ja, man stellt sich gegenüber der eigentlichen Wahrheit sogar richtiggehend taub. Es ist also nicht verwunderlich, daß der 1. Mai inzwischen immer mehr zu einem verlogenen Scheinfeiertag verkommt, in dem politische Denkziele der Intelligenz vorgezogen werden.

Es ist auch nicht weiter störend oder verstörend, zu begreifen, daß es eben Menschen gibt, deren Intelligenz nicht ausreicht, den Verrat in den eigenen Reihen zu erkennen, und die die aSPD nach wie vor für eine linke Partei halten. Noch weniger verwunderlich ist in diesem Zusammenhang dann auch das Verhaltensmuster, welches dann an den Tag kommt: Die offizielle Verschwisterung mit Gruppen, die schon immer gegen Gewerkschaften waren. An dieser Stelle sei nur eine genannt: Die Kirche.

Jene besitzt nämlich die Frechheit und schickt inzwischen zu solchen Versammlungen eigene Vertreter. Doch nicht jene im Talar, sondern eher versteckt, getarnt. Entweder als Bildungseinrichtungsträger, oder als caritativer Zweckverband, der doch eigentlich nur das Beste von den Menschen will. Nämlich ihre Arbeitskraft!

Genau aus diesem Grund muß nämlich der 1. Mai als Feiertag auch erhalten bleiben. Damit der kleine Arbeiter, sofern er denn existiert, genau weiß, wo sein Platz in der Gesellschaft ist, und daß er froh darum sein kann, daß ihn weder DIE LINKEn, noch die Rechten ernsthaft gefährden wollen, während sie doch nur ihren Kampf gegeneinander führen.

Wobei schon klar ist, daß heute, in moderner Zeit, das Bild des einfachen, stupiden, ungebildeten Arbeiters schlicht nicht mehr existiert. Dennoch vertritt es die Politik und die Gewerkschaften nach wie vor, weil dieses Bild eines vermittelt: Macht über den einfachen, kleinen, Menschen. Macht über die Gruppe derjenigen, die sich so schon vom System und der Gesellschaft verarscht vorkommen. Und genau deshalb läßt man nicht davon ab, diesen verlogenen Maifeiertag auch zu feiern. Er ist quasi für die ausführenden Gruppen ein deutliches Zeichen dafür, daß sie nach wie vor die Macht über den einfach gestrickten, teils ungebildeten, vornehmlich jedoch dummen, Arbeiter besitzen. Dieser Festtag zeigt überdeutlich, wie die Machtbefugnisse liegen. Und das der kleine Arbeiter die Macht niemals in den Händen halten darf.

Allein die Präsenz der Kirche zeigt bereits, daß auch keine Änderung des Systems erwünscht ist. Der Tag der Arbeit, der Tag des Arbeiters, gehört noch nicht einmal dem kleinen Arbeiter, sondern nur jenen Organisationen, die sich seinen Schutz auf ihr Panier geschrieben haben. Doch ist damit kein echter Schutz gemeint, sondern nur ein vermeintlich vorgezogener. Ein Alibischutz, der, wenn es darauf ankommt, sowieso versagt. Wie eine rostige Rüstung, die in sich zusammenfällt, wenn man sie auch nur leicht mit einem genauso rostigen Schwert berührt.

Der 1. Mai ist inzwischen zu einer Farce verkommen. Zu einer übelrichenden, nicht funktionierenden Farce. Der kleine Arbeiter wird betrogen. Und man macht ihm noch vor, daß er froh und Stolz sein kann, überhaupt betrogen zu werden. Da es in der Denkweise der Gewerkschaften ja auch heißt: „Nur derjenige, der wertvoll ist, ist es auch wert, betrogen zu werden!“ Mehr muß man dazu nicht sagen. Und es widert nicht nur mich inzwischen sehr an, zu sehen, wie hier der kleine Mann erneut um seine Brosamen gebracht wird.

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One Response to “1. Mai, nix dabei!”

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