Es war einmal …

So beginnen doch im allgemeinen Märchen! Nun, es ist ein Märchen, daß die Bürger vom Kelsterbach von Anfang an gegen den Ausbau der Landebahn des Frankfurter Flughafens gewesen sind. Eher ist es so, daß die jetzige Antilärmbürgerinitiative sich sogar darum bemühte, daß grün-linke Walddorf der politisch aktiven Gegendemonstranten, so schnell wie möglich loszuwerden, weil man ja immerhin diese Landebahn wollte. Schon damals wußte man aus diversen Gutachten, daß die Lärmbelästigung nicht über weitere 20% steigen würde. [Aktueller Wert laut Umweltamt: 14%]

Es ist mir demnach völlig unbegreiflich, warum sich nun seit über einem halben Jahr eben jene Antilärmterrortruppe, zwar geschrumpft, aber immer noch intensiv, darum bemüht, am Terminal 1 des FraPort sich als Idiotenhaufen darzustellen. Wenn ihre Demonstrationen wirklich etwas gebracht haben, dann nur der FraPort, die mit ihrem Verhalten weiter machen wird. Den Bau des Terminal 3 verhindern zu wollen, ist eh illusorisch, nachdem man damals von Kelsterbacher Seite aus dem Ausbau des Flughafens und dem Bau der Nordwest-Landebahn zugestimmt hatte. Auch die Leute, die heute als BI Antiflughafenlärm von sich reden machen, stimmten damals in ihrem kleinen Rathaus für den weiteren Ausbau des Flughafens.

Es macht also rein faktisch keinen Sinn, weiterhin zu demonstrieren, wenn doch klar ist, daß man an der angeblichen Lärmbelästigung selbst die Schuld trägt. Ok, die Wirbelschleppen einiger falsch einfliegender Flugzeuge haben einige Dachziegel von morschen Dächern geblasen. Aber dies passiert hin und wieder. Gerade in jenen Gebieten, die offiziell als Einflugschneise deklariert sind. FraPort kommt den Betroffenen jedoch mit Klimaanlagen und Spezialglas zur Hilfe – und besteht nicht auf der notwendigen Vertreibung jener, die damals unbedingt die dritte Startbahn haben wollten.

Ja, haben wollten. Die FraPort hatte vor dem Bau der Nordwestbahn in den umliegenden Gemeinden nachfragen lassen, ob die Bürger mit einem weiteren Ausbau des Flughafens und im Besonderen mit der Nordwestbahn einverstanden waren. Laut meines Wissens lief die Sache damals so ab, daß in Gemeindeversammlungen die Bürger darüber entscheiden und diskutieren durften, ob ein weiterer Ausbau in Richtung Kelsterbach unbedingt notwendig sei. Schon damals stellten sich Grüne und aSPD auf die Seite des Flughafenbetreibers. Ihre jetzige Antilärmpolitik macht demnach also auch keinen Sinn, weil sie einfach nur geheuchelt ist. Am Wahlergebnis in Hessen sieht man ja, daß es vor allem die Frankfurter waren, die dieser Lüge auch noch geglaubt haben. Ich meine, die Kelsterbacher Bürger waren es selbst, die der Polizei dabei halfen, daß Walddorf der Widerständler im Kelsterbacher Wald niederzureißen. [Die Bilder sind heute noch bei der FR aufrufbar und man erkennt genug Privatpersonen, die heute bei den Antilärmdemos im Terminal 1 zugegen sind.]

Doch bleiben wir bei den Fakten: Als damals die Startbahn West angelegt wurde, fragte die FraPort die Bürger der umliegenden Gemeinden nicht nach ihrer Meinung, sondern setzte den Bau auf Landesebene durch, weil diese zusätzliche Start/Landebahn für den weiteren Flughafenbetrieb unbedingt notwendig war. Bei der Nordwestbahn fragte man dann und da stimmten dann alle umliegenden Gemeinden dem Ausbau zu.

Wer ist dann also der Heuchler? Die FraPort oder eher doch die neureichen Deppen, die sich in Kelsterbach noch schnell ein schmuckes Häuschen günstig gekauft haben und nun über Fluglärm klagen, der so eigentlich gar nicht existiert? Um sich ein Bild von der Lärmlage zu machen, waren genug Berufspolitiker vor Ort und jene stellten keine übermäßige Lärmbelästigung  – außer vielleicht durch die anwesenden Demonstranten – fest. Wer lügt hier also?

Ein weiterer Ausbau des FraPort ist unausweichlich. Auch ein Terminal 3 wird man nicht verhindern können. Aber man sollte zumindest schon einmal mit dem partiellen Nachtflugverbot zufrieden sein – welches hoffentlich bald vom hessischen Verwaltungsgericht ein für alle Mal abgeschafft wird – anstatt mit weiterem Widerstand gegen den Flughafen zu zeigen, daß man massivst zukunftsfeindlich ist.

Wo sollen denn unsere Kinder arbeiten, wenn keine FraPort in entsprechender Größe vorhanden ist? Sollen die zur Bundeswehr gehen und sich in Afghanistan abknallen lassen, nur damit noch faulere Amerikaner weiterhin in Öl und Uran schwimmen können? An dieser Stelle sollten die Antilärmdemonstranten einmal ihr Erbsenhirn einschalten und endlich einsehen, daß ihre Demonstrationen rein gar nichts bringen. Außer vielleicht zusätzliche Sympathien für die FraPort, die sich beim Ausbau der Nordwestbahn und auch dem nachfolgenden Gegängel um das Nachtflugverbot bisher wirklich vorbildlich verhielt, während die Demonstranten zeigten, daß sie als ehemaliger Unterstützer des Landebahnbaus nur kranke Egoisten sind.

Frankfurt braucht auch noch eine Nordostbahn. Jene wird frühestens um das Jahr 2025 herum gebaut werden können. Und auch hier wird es dann nicht besser aussehen. Werden dann die Kelsterbacher, die so gerne von ihrem FraPort in die Südsee jetten, gleichfalls Widerstand gegen diesen weiteren Ausbau leisten, oder geben sie endlich ihr verlogenes und verheucheltes Getue zu und hören mit diesem Irrsinn auf? Man kann nur das Zweite hoffen. Denn eines ist gewiß: Die Dummheit des Menschen ist grenzenloser als das Universum. Dies wußte sogar schon Einstein. Also, Leute, hört endlich mit diesen total sinnlosen Demonstrationen auf! Ihr macht euch nur lächerlich.

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