Neulich habe ich einmal einen dieser exklusiven Veggie-Läden in unserer Kreisstadt besucht. Ich dachte mir dabei nichts Besonderes, ich wollte nur wissen, wie der Feind allen Lebens denn selbst so lebt.

Die Verkäuferin war in der Art „spätes Mädchen“, also über 50, nicht so dick, wie erwartet, dafür aber mit spröden, brüchigen Haaren, die schlecht gefärbt waren, einer dicken Brille und einem mißerablen deutsch gesegnet, welches man ansonsten nur bei Analphabeten oder bei Faschisten findet. [Wobei an dieser Stelle nicht ausgesagt sein soll, daß nur Faschisten ein bescheidenes sprachliches deutsch aufweisen, sondern auch noch andere Randgruppen, wie rechte Parteiler, Schläger, und anderes Gesocks, welches sich für arisch hält, es aber nicht ist. Jesus war arisch. Aber den verachten ja sämtliche Braunärsche in diesem Land.]

Aber weiter im Text. Besagte Verkäuferin war auf den ersten Blick interessiert. Also warf sie mir den typischen Schwarze-Witwe-Blick zu! Und der Gedanke dahinter war laut und deutlich im ganzen Raum – der übrigens nicht sonderlich groß war – zu vernehmen: „Ich konvertiere dich!“

Also fragte die Verkäuferin zuerst einmal, was ich im Geschäft wollte, und kam dann sofort mit diesem wunderbaren Fake-Pesto, daß noch weniger Olivenöl als das Olivenöl im Supermarkt enthält, in dem man Pinienkerne nur auf der Verpackung aufgedruckt findet, aber nicht im Produkt drin. [Und dann wird das Ganze noch als absolut bio und vegan angepriesen, obwohl jedes Motoröl mehr Vitamine enthält als dieser Sojakack.] Ich lehnte höflich das Pesto ab, da ich ein kleines nahrhaftes und mainstreamiges Gericht für zwei Personen suchte – immerhin stand ja Weihnachten vor der Türe.

Der nächste Vorstoß kam dann in Form der Anpreisung einer anderen angeblichen Hochqualitätsware des Ladens: vegane Brotaufstriche, in denen der Geschmack von (ich zitiere): Eiern, Huhn, Rindfleisch, Käse, Butter und sogar Feta täuschend echt nachgemacht war. Natürlich alles ohne natürliche Aromstoffe, angefüllt mit einem Chemiecocktail, den man locker zur Krebsbekämpfung in der Chemotherapie zum Einsatz bringen könnte. Ab dem Moment wurde es gruslig!, wie ich anführen muß.

Als ich darauf hinwies, daß ich glücklicher, gesunder und vor allem noch denkfähiger Omnivore bin, schaltete die Verkäuferin vom „Missionsmodus“ in den „Belehrungsmodus“ um, während sie mich mit ihrer bleichen, schon fast tot wirkenden Hautfarbe musterte, und irgendetwas davon nuschelte, daß ein Omnivore niemals gesund sein könne, daß nur vegane Kost die einzig gesunde Kost des Lebens sei. Der Belehrungsmodus bei bekennenden Veggiefaschisten funktioniert folgendermaßen: Zuerst nuschelt man sich etwas in den Bart, vorgeblich das eigene Mantra, daß nur die eigene Ernährung echte Ernährung ist. Dann geht man sofort zum Gegenangriff über und wirft in den Raum: „Fleischfresser können nicht gesund sein!“ Genau dies geschah in diesem Moment.

Ich sah zu der Verkäuferin hinüber, die dem Grab wohl näher stand, als ich es jemals tun werde, und entgegnete: „Wußten Sie schon, daß zuviel sojahaltige Kost nicht nur unfruchtbar macht, sondern auch die Neuronentätigkeit einschränkt? Und das dies bereits international wissenschaftlich bewiesen ist!“ Anscheinend hatte ich mit diesem Satz bei der Verkäuferin einen wunden Punkt getroffen, und sie begann wie ein Fisch an Land nach Luft zu schnappen. Ich legte auch sofort nach, wie es sich gehört: „Und sie scheinen mit ihrer veganen Kost gar nicht so gesund zu sein. Essen sie mehr Fleisch!“

In einem absoluten Szeneladen wäre nun der Manager gekommen und ich hätte lebenslanges Hausverbot erhalten, weil ich es gewagt hatte, die heilige Doktrin mit Füßen zu treten, mich nicht nur nicht belehren zu lassen, sondern jegliche Art von Indoktrination einfach ablehnte. Besagte Verkäuferin war der Manager und sie japste immer noch nach Luft, während ich begann mir die in der Auslage liegende Ware näher anzuschauen.

Das Biogemüse sah mehr tot als lebendig aus. Das Gemüse aus dem Supermarkt um die Ecke war immer frischer und sah nicht so aus, als wäre es von einem fahrenden LKW gefallen. Den in der Ecke liegenden Pilzen sah man an, daß sie in der Nacht zuviel Kälte bekommen hatten, denn sie hatten geschwitzt und schrumpften bereits. Auch das Obst sah aus, als wäre es mehr als einmal unter die Räder gekommen. Die Bananen sahen aus, als hätten sie einen Südafrika-Urlaub hinter sich. So schön braun … – Die anwesenden Kohlköpfe ähnelten mehr Blumen, so welk und lasch hingen sie in ihren Körben herum.

Schließlich nötigte mir die Verkäuferin aka Managerin noch einen Hauskatalog auf, in dem so wundervoll mit Propaganda um sich geworfen wurde, daß man gar nicht schnell genug mit dem Lesen aufhören konnte. So viel Müll, zu solchen Mondpreisen. Ein rundes, 4kg schweres, angebliches Bauernbrot, aus einer noch dem Handwerk verpflichteten Bäckerei kommend, kostet sage und schreibe € 20! Und das ist noch nicht mal übertrieben. Ich würde gerne Bilder des Katalogs hier im Blog veröffentlichen, aber wie allgemein bekannt, verlinken wir nicht auf braune Seiten und veröffentlichen auch keine deren Hetzschriften.

Die Preise für einfachen Brotaufstrich konnte man auch auf dem Mond finden. Und hier spreche ich von denen, die noch aus echten Früchten hergestellt waren – angeblich! Butter von glücklichen Kühen wurde übrigens im Katalog nur kilogrammweise angeboten, jedoch zu einem Preis, für den ich im Supermarkt locker 10kg Butter bekäme. Aber echte Butter, keine mit Wasser gestreckte und ausgeschlagene Sojamilch!

An dieser Stelle höre ich besser auf! Es war schon frustrierend genug zu sehen, daß in dem Laden, der von der Stadtverwaltung als eines der Geschäfte aufgeführt war, in dem man Küchengewürze erhalten könnte – die man dort definitiv nicht kriegt, außer fertigen Mischungen für Suppen und anderen Tamtam, den Veggie heutzutage nicht einmal mehr selbst kochen kann. Denn von Kochen haben Veggies eindeutig keinerlei Ahnung, denn diese Mischungen, unter anderem für nachgemachte Hühnerbouillon, garantiert ohne Zugabe von Hühnerfleisch hergestellt, sahen für mich absolut gesundheitsschädlich aus, und erklären wohl auch den schlechten Gesundheitszustand der Verkäuferin aka Managerin.

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