Zum Einen: Die Ukraine ist kein von Natur aus brauner Staat, wie bspw. Ungarn. Die Ukraine hat eine lange Geschichte des Freiheitskampfes gegen irgendeine Form von Diktatur. Zwar haben in der Vergangenheit ukrainische Extremisten an der Seite deutscher Nazis gegen ihre eigenen Brüder und Schwestern gekämpft, doch die ukrainischen Kollaborateure bezahlten nach dem Ende des WK2 diesen Landesverrat durch die Bank mit ihrem Leben. Das damalige Regime – welches sich bereitwillig der UdsSR anschloß – reinigte das Land auf blutige Art und Weise von solchem menschlichem Abfall.

Und nun haben wir in der Ukraine wieder einmal ein braunes Problem! Doch diesmal kontrolliert von Julia Timoschenko, die wohl besser im Knast verrottet wäre, als von dort aus die Revolte gegen ihren demokratisch legitim gewählten Nachfolger anzuzetteln und zu koordinieren. Hätte ihr Amtsnachfolger nicht darauf bestanden, daß sie wenigstens Gefängnis für den Mord an ihrem Ehemann und dem damaligen obersten Politiker im Land erhalten würde, hätte die Timoschenko damals nämlich bereits die Todesstrafe wegen Landesverrat erwartet. Ihr Überleben hat sie eben genau jenem Präsidenten zu verdanken, den sie durch ihren Verrat und Aufstand in die Wüste schicken ließ.

Und nun einmal ganz ehrlich: Eine Ukraine unter Timoschenko ist keine Hilfe für Europa oder die €U, sondern mehr eine Belastung. Diese Frau war die einzige Oligarchin des ehemaligen Ostblocks, die willens genug war, ein Drittel ihres Volkes umbringen zu lassen, nur um die €U-Mitgliedschaft zu bekommen. Da war mir ihr Amtsnachfolger schon lieber, weil jener den Anschluß an die €U mißtrauisch sah und erkannte, daß damit das Volk ausverkauft wird.

Nun, durch Timoschenkos überstürztem Regierungssturz wird die Ukraine nicht um einen Bürgerkrieg herumkommen. Selbst Neuwahlen im Mai werden das, was nun folgt, nicht aufhalten können. Zum einen weil die braune Brut im Land deutlich an zuviel Macht gewonnen hat, zum anderen, weil die Klitschkos sich kaum zu einer Nation bekennen werden, die ähnlich menschenrechtswidrige Gesetze wie Ungarn erläßt. Es wird also in jedem Fall zum Bürgerkrieg kommen. Und die Klitschkos haben keine andere Wahl als eben jenen Teil des Volkes dann zu führen, der nicht bereit ist, sich den braunen Horden zu unterwerfen.

Allein durch die Ablösung eines Oligarchen durch einen Anderen ändert sich eigentlich nicht sonderlich viel in der Ukraine. Doch das politische Bild hat sich radikal verschoben. Schon damals bei der ersten orangen Revolution nahm die Timoschenko ohne Gewissensbisse mehrere tausend Tote in Kauf, nur um ihre prowestliche Haltung durchsetzen zu können. Dies gelang ihr nur, weil sie ihren Ehemann – der ebenfalls ein Kritiker der €U-Politik und der USA war – ermorden ließ. Obwohl Timoschenkos Tochter davon spricht, daß es die Mutter selbst gewesen sei, die ihn ermordet hätte. Ganz so deutlich sind da die Details leider nicht!

Nun sieht es jedoch so aus, als würde dieser braune gesteuerte Volksaufstand zu einer neuen ukrainischen Legende beitragen. Immerhin heißt es ja in einer uralten Legende, daß ein uralter – längst verstorbener Ritter – wieder erscheinen wird, wenn das Land sich in deutlichen Problemem befindet. Und daß er dann das Volk in eine neue Freiheit führen wird. Dummerweise benutzen sowohl die Klitschkos als auch die braune Brut im Land das Bild dieses glänzenden Ritters. Es wird also interessant, inwieweit sich diese alte Legende letztlich bewahrheiten wird. An dieser Stelle sollte der Westen schon einmal von mindestens einer halben Million Toten während der ersten Bürgerkriegstage ausgehen.

Und der Westen kann froh sein, wenn der Bürgerkrieg sich nur auf Kiew beschränkt und nicht auf andere Landesteile übergreifen wird. Eine Spaltung des Landes ist nur dann wahrscheinlich, sollten die braunen Horden den Bürgerkrieg gewinnen. Damit wäre vielleicht nicht viel gewonnen, aber es gäbe der GUS, allen voran Rußland, die Möglichkeit, als Friedensstifter – vielleicht auch unter Waffen – auftreten zu können. Diktator Putin kann kein zweites Georgien vor seiner Haustüre dulden. Wenn er es dennoch tut, sind seine Tage im Kreml gezählt. Und es ist davon auszugehen, daß er bei der Ukraine nicht halb so lange zusehen wird, wie er es bei Georgien damals tat.

Die Ukraine steht definitiv vor einem Bürgerkrieg. Und solange sich die €U aus diesem Mist heraushält, ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Weltkrieg nicht gegeben. Sollte es jedoch zu deutscher Einmischung kommen, können wir davon ausgehen, daß Deutschland nach Beendigung des Krieges wieder die Schuld für seinen Ausbruch bekommt. Unsere Politik derzeit beweist nämlich eindeutig, daß sie aus den vergangenen 70 Jahren nichts gelernt hat. Die Ukrainer übrigens genauso wenig.

Wir können uns also in der Ukraine auf ethnische und moralische Säuberungen vorbereiten. Säuberungen, die von Timoschenko sanktioniert werden. Nur Eingreifen sollte niemand. Nicht einmal aus humanitären Gründen, sonst entwickelt sich das Pulverfaß derart, daß auch die Nachbarländer miteinbezogen werden. Den braunen Horden der Ukraine käme solches nämlich gerade Recht, um sich an Polen gütlich zu tun. Hier schwelt es schon seit Jahren und unter Timoschenkos Führung ist davon auszugehen, daß eine Ausweitung des Krieges in das erzkatholische Polen unter dem Vorwand des Landesschutzes eh betrieben wird. Mit ethnischen Säuberungen und allem drum und dran.

Die Ukraine als Demokratie hat erst einmal fertig. Nun sollten wir im Westen nur noch darauf warten, daß die Schießerei beginnt. Ich drücke den beiden Klitschkos die Daumen, daß sie genug Widerständler zusammen bekommen, um zumindest einen Teil des Landes von Anfang an zu halten. Ansonsten werden beide am Galgen enden. Womit dann die letzte Chance auf Demokratie in der Ukraine verspielt wäre.

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