Die Blasphemie lebe hoch!

Nein, sie sind nicht auf dem falschen Kanal. Und einen VBlog werden wir bis auf Weiteres hier auch nicht machen. Aber dennoch lebe die Blasphemie hoch. Der Grund dafür ist ein ganz einfacher: Das braune Menschenmaterial, welches dieses, unseres, Land verseucht, ist endlich so weit, sich öffentlich zu outen.

Nein, keiner unserer üblichen satirischen Anfälle, obschon der ganze Umstand sich ein wenig wie Satire zu verstehen gibt. Doch wenn wir etwas über die Querfront gelernt haben, daß es so mit die humorlosesten Deppen unter Gottes eigener Sonne sind, die man sich vorstellen kann. Wie ich zu dieser grenzenlosen Behauptung komme? Eigentlich fing ja alles so an …

Es war einmal ein kleines Eifeldorf, nicht sonderlich weit vom Nürburgring gelegen, und der Mehrzahl der Einwohner einst Arbeit gebend. Dieses kleine Eifeldorf besitzt nur 830 Einwohner, dafür nun ein leerstehendes Hotel mit mehr als 200 Betten, die einst Touristen nutzten, wenn sie sich die wunderbar gelegene Gegend ansahen. Doch nach dem Tod des Nürburgring-Projektes (wegen dem Mist, den MP Beck dort baute, und der dort grassierenden Korruption), verfügt das kleine Eifeldörfchen nun über 50% Vollzeithartzer, die ohne Arbeit dastehen und ungefähr 200 Eckregelsatzempfänger, die arbeitsunfähig wurden. Im Prinzip arbeiten in dem kleinen Kaff gerade einmal noch 200 Personen außerhalb, also in Kaiserslautern, weil es dort noch in Rheinland-Pfalz Arbeit für sie gibt.

Nun dachte sich der Herr Ortsvorsteher, zusammen mit seinem Landrat, wenn schon im Ort ein so großes leerstehendes Hotel vorhanden ist, könne man dies doch sinnvoll nutzen. Die Idee würde dem Kreis und der kleinen Gemeinde sogar noch Geld vom Bund einbringen, weil es quasi um Umnutzung einer bestehenden Immobilie wäre. [Der Hotelbesitzer stand kurz vor der Pleite, da mit einem inaktiven Nürburgring kein Geld mehr zu verdienen ist, und sich ansonsten kaum Jemand in diese schöne Landschaft verläuft. Und dies, obwohl diese Ecke der Eifel mit die höchste Dichte an Waldwanderwegen aufweist. Aber dies nur als Hintergrundinfo.] Da der Ortsvorsteher und der Hotelbesitzer gute Freunde sind, und sich als Gutmenschen sehen, traten sie also an ihren Landrat mit ihrem Vorschlag heran.

Es gab nur ein kleines Problem: Ungefähr 50 Zimmer des Hotels waren dauerhaft an Eckregelsatzbezieher vermietet. Und zwar zur Maximalmiete, die für Arbeitsunfähige in der Pfalz erhoben werden darf. [In etwa eine Kaltmiete von € 280, zuzüglich € 100 Nebenkosten, ohne Telefon und Internet.]  Für einen Flüchtling, vornehmlich aus Syrien, kann jedoch pro Kopf eine Kaltmiete von € 500 und ein Nebenkostenanteil von € 200 verlangt werden. Dieses zusätzliche Geld käme auch der Gemeinde zugute. Hinzu kommt noch der Umstand, daß ab 171 zusätzlichen Einwohnern das kleine Eifelkaff von Dorf auf Kleinstgemeinde hochgestuft würde, also mehr Geld für innerbauliche Verschönerungsmaßnahmen vom Bund und dem Bundesland beantragt werden könnte. Und zwar als zinsfreies Darlehen, oder direkt als Unterstützung.

Der Plan war also gefaßt! Ortsvorsteher, der sich bereits als Bürgermeister sah, zu dem er automatisch würde, sobald die Anerkennung als Gemeinde durch ist, wenn auf Dauer mehr als 1000 Einwohner in seinem Kaff wohnhaft wären, und Hotelbesitzer waren sich da absolut einig.

Es gab jedoch ein kleines Problem in der Gemeinde. Einmal der protestantische Pfarrer mit seiner kleinen Kirchengemeinde, zum Anderen einige parteilose Humanisten. Diese beiden Gruppen mußten dringend von dem Projekt überzeugt werden.

Wie erzeugt man Überzeugung? In dem man sich eine Minderheit sucht, auf der man herumhacken kann. Man beauftragte also in Kaiserslautern eine kleine Softwarefirma, eine entsprechende Homepage für das Kaff zu erstellen, und darauf hinzuweisen, daß sie optimal dazu geeignet wäre, Flüchtlinge aufzunehmen. Auch mit Religionen, von denen man niemals zuvor etwas in der Gemeinde hörte. Denn dieses kleine Eifelkaff war selbst für Türken zu klein, weil es quasi nur ein Schlauchdorf war, welches sich neben einer unwichtigen Landstraße herzog. Außer Wald gibt es dort nicht viel. Und die Jagd gehörte schon seit Ewigkeiten mit zum Nürburgring, und wurde auch schon seit gut einem Jahrzehnt nicht mehr aktiv betrieben.

Auf der neuen Gemeindehomepage wurde nun auch ein Gästebuch eingerichtet, mit der Aufforderung, wie man denn die Gemeinde flüchtlingsfreundlich entsprechend verbessern könnte. Was zuerst wie ein formaler Witz daher kam, fand auch relativ schnell Anklang bei Einwohnern in der Gemeinde. Und die erste Minderheit, die den arbeitenden Dörflern auf die Nerven ging, waren die arbeitsunfähigen Eckregelsatzbezieher, die man nicht mehr in der Gemeinde haben wollte. Denn sie arbeiteten nichts, und taten auch sonst nichts, was gut für die Gemeinde wäre.

Hierbei wurde jedoch nur vergessen, daß es ohne diese Eckregelsatzbezieher schon längst keinen Discounter oder Supermarkt mehr in dem Kaff gegeben hätte. Jener wäre auch abgewandert, da dessen Umsatzzahlen ebenfalls im Keller waren, da der Tod des Nürburgringes auch bei ihm Kollateralschaden hinterließ. Die gewaltigen Biervorräte, die hier gebunkert wurden, würden für mehrere Pollerwiesen-Festivals reichen. Denn dummerweise kauften nur die Arbeitenden ihr Bier dort, während sich die Eckregelsatzbezieher nicht einmal dieses mehr leisten konnten.

Es brach also ein – gut beobachtbarer – Shitstorm gegen die Eckregelsatzbezieher in der Gemeinde los. Meist Angehörige alteingesessener Familien, die länger in der Gemeinde lebten, als jene, die noch Arbeit hatten, und sich auch nicht scheuten, mit ihren SUVs täglich nach Kaiserslautern rüber zu fahren. Der Shitstorm erreichte dann zu jener Zeit seinen Höhepunkt, als DIE GRÃœNEN mit der genialen Idee kamen, daß auch Privatleute Flüchtlinge bei sich privat aufnehmen sollten. Natürlich unbezahlt!

Ab diesem Moment war klar, wie der Wind in der kleinen Eifelgemeinde wehte. Es kam zu offenen Demonstrationen gegen die Eckregelsatzbezieher, während man sich umso mehr wünschte, vom Bund eine entsprechend hohe Anzahl Flüchtlinge zugewiesen zu bekommen. Schließlich setzte der Bund die Grundzahl auf 130 Flüchtlinge pro Gemeinde fest. Leider 40 zu wenig, als daß der Ortsvorsteher direkt Bürgermeister werden konnte.

Man stimmte sich also mit dem Landkreis ab, daß man auch mit insgesamt 960 Einwohnern bereits als Gemeinde im Register geführt werden würde. Da man ja die Vermehrungsrate von Flüchtlingen kennt, wären die 40 fehlenden Einwohner bei einem durchschnittlichen zweijährigen Aufenthalt der Flüchtlinge locker zu erreichen. Der Ortsvorsteher bekam also seinen neuen Titel Bürgermeister, und akzeptierte auch die nun mit der Gemeindeernennung einher gehenden Regeln. Und dies bedeutete, daß es einen öffentlichen Wahlkampf außerhalb der Eckkneipe der Gemeinde geben müsse.

Seine Amtszeit als Ortsvorsteher lief also automatisch aus, damit er offiziell auf eine fünfjährige Amtszeit als Bürgermeister eingewählt werden konnte. Doch die Nummer lief nicht ganz so ab, wie es sich besagter Personenkreis es sich vorstellte.

Durch den aktiv laufenden Shitstorm auf dem Gemeindegästebuch sah sich eine einzelne Person gezwungen in die Opposition zu gehen. Ausgerechnet einer jener Eckregelsatzbezieher, die teilweise Opfer dieses vernichtenden Shitstorms geworden waren. Man sollte es kaum für möglich halten, aber Minderheiten halten hin und wieder auch zusammen. Selbst dann, wenn es sich nur um arbeitsunfähige Eckregelsatzbezieher handelt. Jener sich zum Bürgermeisterschaftskandidat erklärende Eckregelsatzbezieher bekam genug Unterschriften seiner Unterstützer zusammen, so daß er sich beim Landrat ebenfalls als wahlberechtigter Kandidat registrieren lassen konnte.

An dieser Stelle erreichte die Geschichte gerade die ersten politischen Foren im Internet. Mit fatalen Konsequenzen. Als der Landrat mitbekam, daß diese kleine Gemeinde Ziel einiger laufender Diskussionen dort wurde, wollte er die Reißleine ziehen. Und die Annahme der Wahlbefähigung des Eckregelsatzbeziehers wurde zurückgezogen – 9 Tage vor dem eigentlichen Bürgermeisterwahlgang. Informiert wurde das Opfer jedoch erst 5 Tage vor der Wahl.

Es kam, wie es kommen mußte. Der Landrat sah sich im Internet in den politischen Foren mit einem Mal der Kumpanei überführt, und nun brach gegen die bisherige Gemeindeführung ein regelrechter Shitstorm los. Der erst einmal damit endete, daß der Bürgermeisterwahltermin verschoben werden mußte, und der zweite Kandidat gleichfalls wieder in die Wahlliste und somit auf den Wahlzettel kam. In der Zwischenzeit scheffelten der alte Ortsvorsteher (Bürgermeister in spe) und der Hotelbesitzer massiv Geld, da die ersten 130 syrischen Flüchtlinge bereits in der Gemeinde angekommen waren. Der Bürgermeister hatte sich sogar schon ein Beschäftigungsprogramm für die Flüchtlinge überlegt, mit dem er die Gemeinde kostengünstig verschönern lassen konnte – und für das es abermals Geld vom Bundesland geben würde. Die aktuelle Situation war also völlig auf win-win.

Wer jetzt denkt, daß die Geschichte an einem Ende sei, irrt sich. Denn als die in diesem Land bekannte Querfront aus rechten und linken Spinnern von dem gesamten Vorfall erfuhr, wurde er sofort von diesen instrumentalisiert. Jedoch nicht zugunsten des Eckregelsatzbeziehers, sondern des geschäftsführenden Ortsvorstehers! Sein Vorgehen gegen die Eckregelsatzbezieher in seiner Gemeinde wurde hochgelobt, weil er anstatt weiterhin 200 arbeitsunfähige in seiner Gemeinde zu dulden, nun bereit war 200 Flüchtlinge ohne Arbeitserlaubnis aufzunehmen. Ja, nicht verlesen. Genau so lief das in den politischen Foren mit einem Mal ab, als die braunen Spinner von der Sache Wind bekamen.

Beinahe direkt erhielt die Gemeinde mehr neue Einwohnermeldungen aus dem braunen indoktriven Bereich als je zuvor und überschritt innerhalb eines Monats die 1200 Einwohner-Marke. Man darf hierbei aber nicht vergessen, daß für die mehr als 300 Neubürger keinerlei Wohnraum in der Gemeinde zur Verfügung stand. Nun wurde es also offiziell, daß aus dem Kaff eine Gemeinde geworden war. Die Bürgermeisterwahl konnte also nun statt finden – und sie fand statt.

In der Zwischenzeit morkierten sich die Querfrontler bitterböse gegen die Eckregelsatzbezieher im Internet und deren uneinsichtiges Verhalten, weil sie ja noch am Leben seien und der Gemeinde rein gar nichts brachten, außer sinnlosen Kosten – die vorher vom Landkreis und nicht von der Gemeinde getragen wurde. Jetzt, wo die Gemeinde durch war, sah dieser kleine Umstand jedoch anders aus.

Denn in einer Gemeinde mit einem Bürgermeister muß die Gemeinde für die Eckregelsatzempfänger primär aufkommen, danach erst der Kreis! Auch muß die Gemeinde für alle in der Gemarkung lebenden Flüchtlinge aufkommen. Dies alles wird mit einer entsprechenden Kompensationszahlung vom Bund gegenfinanziert. Haben die Flüchtlinge jedoch eine Arbeitsmöglichkeit – und sei es auch nur bei der Gemeinde – kommt der Bund nur noch für 1/3 aller anfallenden Kosten auf, den Rest müssen die Flüchtlinge durch ihr Salär beisteuern.

Vormals, als das Kaff noch Kaff war, gab es niemals finanzielle Schwierigkeiten. Nun brach das neu errichtete Kartenhaus über dem frisch gewählten Bürgermeister – der Dank der Unterstützung der Querfront erfolgreich ins Amt gewählt werden konnte – schon einmal rein finanziell zusammen. Das Desaster, welches sich abzeichnete, betraf in erster Hinsicht das Finanzielle. Das in sich zusammenstürzende soziale Umfeld der Gemeinde war nur der zweite Schlag, der der Gemeinde widerfuhr. Vollkommen zurecht.

[Denn das bundesdeutsche Land- und Gemeinderecht – in Anerkennung der Landesrechte der einzelnen Bundesländer – definiert folgende Regelung: Erreicht ein Dorf den Zustand der Gemeinde, so ist dieser Vorgang unumkehrbar nach deutschem Recht und eine Aufhebung des Gemeinderechtes ist nicht einmal einer Landesregierung mehr möglich. Im Klartext: Wird aus einem Kaff jemals eine Gemeinde, so ist dies ein unumkehrbarer Vorgang. Ein kleines Kaff behält also seinen Bürgermeister bis es die nächste Stufe, das Stadtrecht, erreicht.]

Durch den Shitstorm, der Mithilfe der Querfrontler, brach nun auch der soziale Zusammenhalt in der Gemeinde in sich zusammen. Dies war zwar abzusehen, aber daß es so rasch erfolgte, war nicht vorherzusehen. Zumindest nicht für die Initiaten des ganzen Schlammassels.

Mittlerweile hat ein Großteil der Eckregelsatzempfänger die kleine Eifelgemeinde in Richtung Kaiserslautern verlassen, der Ortsdiscounter mußte wegen Kundenmangels schließen, und der Hotelbesitzer hat nun das Problem, daß keine seiner Putzfrauen in dem von Flüchtlingen bewohnten Teil des Hauses noch putzen will.

Hinzu kommt noch, daß beinahe wöchentlich neue braune Plakate an beinahe jeder Straßenlaterne auftauchen, wo offen gegen Flüchtlinge gehetzt wird, und welchen Schaden sie den Gemeinden bringen, in denen sie leben. Die Verschuldung der kleinen Gemeinde steht nach nur wenigen Monaten bereits bei mehreren zehn Mio €Uro, die so leicht nicht zu kompensieren sind, weil nicht genug Gewerbesteuerzahler mehr vor Ort sind. Ein Teil der Ferienwohnungsbesitzer hat seine Ferienwohnungen nun endgültig aufgegeben, weil ihnen der Ausländeranteil in der Gemeinde zu hoch geworden ist. Mit den Eckregelsatzbeziehern, die ihnen hin und wieder für einen kleinen Obulus den Garten machten, kamen sie vorher deutlich besser klar.

Wenn man sich aber nun im Nachhinein den Shitstorm auf der immer noch präsenten Gemeindehomepage durchliest, erkennt man sehr leicht, warum ich eingangs vom Hochleben der Blasphemie schrieb. Denn all jene, die sich vorher aktiv dafür einsetzten, daß die Eckregelsatzbezieher aus ihrem angestammten Zuhause vertrieben würden, und dafür lauthals damit prahlten, daß sie selbst gerne Flüchtlinge daheim aufnähmen, verhalten sich absolut still nun. Sie würden keine Flüchtlinge mehr aufnehmen, denn sie wollen sich ihre wunderschönen Häuser nicht durch solchen menschlichen Abfall verdrecken lassen, heißt es da. Man hege zwar Sympathie, aber Flüchtlinge sind noch weniger Wert, als es arbeitsunfähige Eckregelsatzbezieher sind. Die, nach der Meinung der meisten ihre Meinung äußernden, eh in eine Gaskammer gehörten.

Mehr muß man zu dieser Sache nicht sagen. Nur noch auf eines hinweisen: Solche Art von Shitstorms findet man nicht nur auf Gemeindehomepages mit Gästebuchfunktion, sondern auch bei Facebook, und auf den allbekanten braunen Internetpräsenzen. Man könnte diese ganze Angelegenheit nun satirisch sehen, oder sie todernst nehmen. Dies überlasse ich dem Leser gerne selbst. Fest steht jedoch, daß in diesem Land mehr Haß gegen den einfachen Eckregelsatzbezieher – ob Aufstocker oder nicht – vorhanden ist, als gegen den einfachen Flüchtling. Jene würde man aber eigentlich auch gerne vergasen, da diese Flüchtlinge absolut keine Deutschen sind.

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