Es ist noch gar nicht so lange her, da war dieses Land Stolz! Nein, nicht auf die Dummheit des AfD. Dies ist wiederum eine Sache, auf die kein Deutscher Stolz sein sollte – oder könnte. Nein, dieses Land war auf seine Politik Stolz, die es die vergangenen 30 Jahre immer noch für unbeteiligte Dritte attraktiv gehalten hatte. Auf eine Politik, die vor Anteilnahme, Ehrlichkeit und Liberalität nur so strotzte. Nicht zu verwechseln mit der Liberalität, wie sie heute die FDP widergibt, denn diese Liberalität fand man in den Jahren 1933 bis 1945 allenthalben.

Es gab einmal eine Zeit, in der man durchaus berechtigt Stolz darauf sein konnte, deutsch zu sein. Doch diese Zeiten sind vorbei. Heute gibt es die „Völkischen“, die selbst bestimmen, was „deutschsein“ ist, und wie es sich gefälligst zu äußern hat. Wobei man nicht vergessen darf, daß diese „Völkischen“ sich zum größten Teil aus Migranten rekrutieren. Man darf hierbei nicht vergessen: Ostdeutschland migrierte vor 28 Jahren in die BRD. Deshalb ist jedes Anti-Migrantengelaber gerade aus dieser Ecke Deutschlands nicht mehr als blanker, menschenverachtender Hohn. Migranten bezichtigen andere Migranten des Diebstahls, Mords, der Erpressung und sonstiger brutaler Verbrechen, nur um selbst hinterher als Deutsche dazustehen. Da beweist sogar der IS in seiner Propaganda mehr Hirnmasse.

Dieses Land hat ein ernsthaftes Problem. Und es ist ein Problem, welches jeder hat, der in diesem Land geboren wurde. Der AfD erzählt seinen Jüngern tatsächlich, daß „deutschsein“ global als Krankheit angesehen wird. „Deutschsein“ sei in den Augen vieler Länder auf dieser Welt nur der Ausdruck einer fassungslosen, unintegrierbaren, Gutmenschensauerei, die nicht nur eine gewisse, angeborene, Disziplin, verlangt, sondern gleichzeitig auch voraussetzt, jeden Fremden mit offenen Armen zu begrüßen.

Ja, der Deutsche ist im Ausland relativ beliebt. Zumindest beliebter als die Briten oder Franzosen. Denn diese beiden Völker führten in ihrer Geschichte bereits mehrfach Angriffskriege, während sich die Deutschen nur zufällig 1940 herum nach Rußland und nach Frankreich verliefen und die Nachbarländer mit einer häßlichen lebensfeindlichen Doktrin überfielen. Wie sagt Dr. Erskine in Captain Amerika: „Es wird immer wieder übersehen, daß das erste Land, welches die Nazis besetzten, ihr eigenes war.“

Genau dies geschieht gerade wieder. Die Faschisten besetzen gerade wieder dieses Land, und stellen sogar die freche Behauptung auf, Deutschland wäre im globalen Ausland mehr als reichlich unbeliebt, weil es eben der UN-Menschenrechtscharta folgt, und soviel Flüchtlinge aufnimmt, wie es eben kann. Anders Ungarn, die gar keine aufnehmen, und stattdessen sogar das Schengen-Abkommen ignorieren.

Dieses Land hat eine uralte Tradition. Die sogar noch aus den Zeiten von Armin, dem Cherusker, stammt. Ok, Armin ist da ein schlechtes Beispiel. Immerhin verriet er die Römer, die dieses Land besetzt hatten, obwohl er eine römische Ausbildung und sogar die Anerkennung als Römedr hatte. Doch schon in den Zeiten vor Armin hatten die Deutschen die Unart wirklich jeden Fremden im Land erst einmal willkommen zu heißen. Eine wirklich schreckliche deutsche Tradition, die jedoch daraus geborenen ist, daß die Germankelten (denn um solche handelt es sich bei dem normalen deutschen Michel) ein reines Binnenvolk sind, die bis dahin dem Wasser niemals zu nahe kamen.

Doch genau mit Armin beginnt das problematische Deutschsein. Armin verstieß gegen die Grundregel der germanischen Stämme, in dem er die Invasoren versuchte wieder aus dem Land zu werfen, anstatt die Sache auf typisch toitsche Art einfach auszusitzen. In Deutschland gab es sowieso nichts, was zu stehlen wert gewesen war. Den Dresdner Zwinger gab es noch nicht, und die Verwendung eines Rades stellte für den pragmatischen Toitschen ein Problem dar, weil es so etwas wie Mathematik noch nicht einmal im Ansatz gab. Woher denn auch? Es gab ja noch keine arabischen Zählzeichen!

Der Cherusker stellt deshalb nicht die ultimative Verkörperung des Deutschen dar. Diese Position sollte man eher Julius Cäsar zuzugestehen, der es immerhin fertigbrachte, das keltische Königreich in Schutt und Asche zu legen und den gesamten Süden Großbritanniens zu erobern. Und selbst der feine Julius Cäsar war intelligent genug, sich nicht mit den dummen Germanen anzulegen, da er wußte, daß es in deren Gebieten einfach nichts zu holen gab. Seine Nachfolger im römischen Kaiserreich sahen das anders, und wir wissen, worin es endete. Ironischerweise zerschlugen die Toitschen das römische Kaiserreich, weil sie fortlaufend seit Armin Widerstand gegen die angeblichen römischen Besatzer und Invasoren leisteten. Sie bluteten das römische Kaiserreich aus, und schlossen sich dann dem ersten afrorömischen Kaiser an, der von Aachen aus versuchte, daß römische Kaiserreich zu retten. Und schon da bewiesen die Toitschen, daß mit ihrem Nationalstolz nicht sonderlich weit her war, und sie liebend gerne einem Dunkelhäutigen in einen Krieg folgten, der nicht der Ihre war. Genauso, wie sie es dann auch ab 1933 taten, indem sie einem kleingeratenem sexuell frustriertem Österreicher folgten.

Denn ein solches Verhaltensmuster macht den Toitschen aus. Deshalb haben auch so viele ein Problem mit ihrem „deutschsein“. Derzeit läuft die #MeTwo-Debatte – eher Debilette – auf Twitter, und beweist einmal mehr, daß es dem Deutschen nicht nur an Hirnmasse mangelt, sondern auch an Kreativität. Ich erwähne es jedes Mal: Der Künstler gilt in diesem Land nichts mehr. Der Künstler wird von den Blaubraunen als ein genauso großer Feind der toitschen Gemeinschaft angesehen wie der Dunkelhäutige oder Andersglaubende. Dabei bilden sich die Blaubraunen gerade sehr viel auf die deutschen Künstler wie Lessing (Österreicher) und Goethe ein.

Wenn man zum Stolzsein nur noch seine Nationalität hat, für die man übrigens nichts kann, sondern in die man mütterlicherseits hineingeboren wird, ist ein Volk schon deutlich arm dran. Denn für seine Nationalität kann man nichts. Sie wird in Europa über die Mutter vergeben, nicht über den Vater, wie in einigen anderen unzivilisierten Ländern. Es macht heutzutage keinen Spaß mehr, sich im Urlaub darauf zu berufen, daß man Deutscher sei. Macht man Urlaub in einem vornehmlich muslimisch geprägten Land, und erwähnt so nebenher, daß man Deutscher ist, wird man für das Verhalten der Bundesregierung gelobt und bekommt Extras bis zum Abwinken im gebuchten Hotel. Dies ist traurig. Man darf sogar ungestraft, und gegen die Landesgesetze, Alkohol trinken, soviel man möchte, ohne dafür von den Sittenwächtern gemaßregelt zu werden.

Es ist schlimm, Deutscher zu sein. Man wird im Ausland wie ein Mensch behandelt, nicht wie das Tier, welches man ist. Man wird respektiert, ohne etwas getan zu haben. Dies ist schrecklich. Ohne einen laufenden Eroberungsfeldzug fühlt sich ein Deutscher im Ausland doch nicht wohl. Ohne wieder Jemanden im Ausland abzukochen, fühlt sich ein Deutscher doch nicht wohl. Und es ist undeutsch, keinen Landsmann, oder auch einen Fremden, nicht betrügen und bescheißen zu wollen – so als echter Deutscher. Und dann wird man im Ausland noch dafür respektiert, als echter Mensch behandelt, obwohl man für seine Abstammung doch nichts kann. Schlimmer noch, man kann ein noch so schlimmer deutscher Finger sein, und auf deutschem Grund und Boden regelmäßig Ausländer verprügelt haben, im globalen Ausland wird man dennoch wie ein König begrüßt und anständig behandelt. Nicht so, wie man in der eigenen Heimat mit Ausländern umgeht. Ist das nicht schrecklich?

Man wird im Ausland als Deutscher gern gesehen, nicht nur, weil man viel Geld ausgibt, sondern weil man eben nur Deutscher ist. Kein dummer deutscher Michel, wie es der AfD ständig erzählt, sondern nur, weil man Deutscher ist. Man gilt etwas, selbst dann, wenn man nichts hat. Im Ausland gilt der Deutsche eben mehr als im Inland. Denn der Deutsche hat mit seinem Deutschsein nur in Deutschland ein Problem. Einerseits gibt es solche dummen rassistischen faschistischen Gruppierungen wie der AfD, die einem erzählen, daß man als Deutscher absolut wertlos sei, und daß einem nur die Nationalität bliebe, wenn man denn etwas darstellen wollte. Andererseits gibt es aber auch die allgemeine Gesellschaft, die gerne Fremde in ihren Reihen aufnimmt, und respektiert. Was ist denn nun der wahre Deutsche? Und warum ist es traurig, Deutscher zu sein?

Das wahre Deutsche ist, und das ist eben das traurig machende, nichts von all dem, was der AfD und andere blaubraune Vereine einem erzählen wollen, was denn einen wahren Toitschen ausmacht. Deutschsein ist man nicht qua Geburt, so ohne eigene erbrachte Leistung, sondern Deutscher wird man durch Bekenntnis. Man ist Deutscher, wenn man für dieses Land noch so etwas wie Liebe fühlt, und auch seine fremdenfreundliche Politik als eben jenen Teil des Deutschseins annimmt, der er ist. Denn ohne diesen offenen, liberalen, Handlungsspielraum gäbe es das deutsche Volk gar nicht. Selbst drer zu klein geratene, sexuelle frustrierte, Österreicher wußte das. Denn ohne genau diese Qualitäten, die den Deutschen ausmachen, hätte er hier niemals Reichskanzler werden können. Der Deutsche ist Stolz auf seine Kultur, auf seine Künstler, auf seine ganze Lebensart. Aber er sollte nicht Stolz darauf sein, Deutscher zu sein. Eine Nationalität ist wehrlos. Alle Menschen dieses Planeten sind Menschen. Sie gehören einer einzigen Spezies an. Es ist zwar schön, ein im Ausland respektierter Deutscher zu sein, doch in erster Hinsicht ist man Mensch. Und wenn man als solcher behandelt werden möchte, sollte man auch Fremde so behandeln. Denn genau dies macht den Deutschen aus. Der Deutsche wird nicht durch den Scheiße definiert, den Armin, der Cherusker, damals trieb. Denn Verrat belegt keine Nationalität, ein Verrat beweist nur, das Derjenige keine Ehre besitzt. Und wir Deutschen definieren unsere Ehre genau durch diese ehrlose Tat. Genau deshalb ist es traurig, Deutscher zu sein, wenn ich nur die Nationalität habe, auf die ich Stolz sein kann. Armins Tat damals schuf das Deutschentum nicht, dies waren Könige, die zwei bis dreihundert Jahre nach ihm lebten.

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