Der Freistaat Bayern, Bundesland darf man ja nicht sagen/schreiben/denken, hat wieder einmal mit seiner Wahl bewiesen, daß die Bayern doch nicht mal in der Lage sind, Wasser warm zu machen. Man kann zu diesem Ergebnis eindeutig kommen, wenn man sich einmal das Wahlergebnis anschaut: Die Braunen mit knapp 10% sind im bayrischen Landtag und dürfen sich nun dort auf staatliche Kosten alimentieren lassen. Denn vom Arbeiten halten sie ja nix.

Doch seien wir mal nicht ganz so gemein. Hart traf es die Asozialen, die sogar noch weniger Prozente an Wählerstimmen als die Braunen einfuhren. Wohlverdient, wie man zugeben muß. Da kann der Wahlkampf noch so gut gewesen sein, wenn die Thematik nichts taugt, und man weiterhin auf dem neoliberalen Roß sitzt, muß man halt immer mit so was rechnen. Nur bei den Asozialen kann niemand rechnen!

Die bisherigen Landeskings, die Christsozialen, die weder christlich, denn sozial sind, haben ihre Oberhoheit verloren. Eine Koalition mit den Grünen kommt nicht in Frage, man möchte ja keine Stuttgarter Verhältnisse in München haben. Wußten sie, das die Münchner U-Bahn-Verlängerung auch schon seit 7 Jahren gebaut wird, und immer noch nicht fertig ist? Stuttgarter Verhältnisse gibt es bereits in München, sie werden nur totgeschwiegen. Aber eine Koalition mit dem freundlichen Braunarsch von Nebenan kommt genauso wenig in Betracht. Dafür tut man dann sich aber lieber mit dem braunen Braunarsch zusammen, der nicht als Braunarsch zu erkennen ist. Mit den Hobbypolitprofis der FW. Was sagt denn eine solche Entscheidung über die Christsozialen aus? Richtig, man verlor die Landtagswahl nicht wegen dem gezeigten Rechtsruck, sondern wegen dem Kalk, welches aus Seehofers Schläfe tropft.- Zumindest würde es Söder so umschreiben.

Die Grünen können sich freuen, das beste Wahlergebnis in Bayern seit Gründung des Landesverbandes.  Aber ist dies auch gut und richtig für Bayern? Ja, die Christsozialen haben den Umweltschutz gemieden, wie der Teufel das Weihwasser, aber braucht denn Bayern noch mehr Natur?Natürlich nicht. Die Grünen werden nur dann mitregieren können, wenn sie eine Möglichkeit finden, der CSU eine Koalition mit dem AfD schmackhaft zu machen. Sie müssen also die Leichen der FW ausbuddeln, könnte man ja als Umweltverschmutzung betiteln in der Presse, und sie offen präsentieren. Dann können sie vielleicht noch etwas von Bayern retten. Doch die Grünen wollen nicht die Welt, sondern nur ihr Portemonaie vor zu vielem staatlichen Zugriff retten. Sie gelten mit Recht als grünlackierte FDP.

Ja, die magentafarbenen haben diesmal richtig gut abgeloset. Das sie überhaupt an der Wahl teilgenommen haben, ohne richtigen Wahlkampf, ohne echte kämpfende Präsenz ihres Bundesparteichefs verwundert dann doch. Und dann ein solch mageres Ergebnis, weit abgeschlagen von der AfD, die man doch als geborenen Koalitionspartner ansieht.

Traurig, die Bayernwahl. Aber die übliche Mär von der Landespartei, die durch nichts und niemand aus ihrem Kurs abzubringen ist. Don Seehofer wird noch weitere Jahre Parteichef bleiben, Söder wird entfernt, um Kosten zu sparen. Und Seehofer bestimmt selbst, mit wem er koaliert, selbst wenn eine solche Koalition bedeuten würde, Bundesrecht mit Füßen zu treten. Als FW-Chef würde ich mich nicht auf die Verhandlungen freuen. Denn wer bei dem Don nicht kuscht, ist sehr schnell weg von allen Fenstern. Die CSU und der AfD werden koalieren. Und der Don wird es als das geringste Übel bezeichnen.

Das alles erinnert so fatal an 1933, ihr glaubt es kaum. Bayern ist am Ende, solange die CSU noch regieren darf.

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