Es ist mal wieder Katastrophenhochzeit. Alle AfDler denken, das sich die Welt gegen sie verschworen hat. Gerade jetzt, wo sie auf Facebook die uneingeschränkte Macht übernommen und so viele Gegenspieler wie noch nie sperren gelassen haben. Gerade jetzt, am Höhepunkt ihrer Macht, geht den phallischen Deppen die Luft aus.

Ihre Niederlage bei der Hessenwahl mit unter 8% war schon peinlich genug. Aber sich das Dagegenauflehnen wirkt nun wirklich kindisch. Hallo, liebe unterbelichteten Braunärsche, so was nennt man Demokratie. Man wählt euch nicht, weil man euch mag, sondern weil man die anderen aktuellen Politiker wie Spahn, Westerwelle und Seehofer nicht mag. Aber euch mag keiner, nicht einmal euer Wähler.

Dieses Land stand kurz vor dem alles bereinigenden Rechtsruck. Und damit meine ich nicht den Ruck, den damals Altkanzler Schröder ankündigte, als er die unmenschlichen, gegen die Menschenrechte verstoßenden Hartz-Gesetze durchdrückte. Der feiste Mann sprach damals von dem Ruck der Anständigen, der durch dieses Land gehen würde, nachdem er die Menschenrechte mit Füßen trat, und genau das tat, was der BERTELSMANN VERLAG von ihm wollte. Wohl als Gegenleistung dafür, das man in den folgenden Monaten sein Buch verlegte. So was nennt man nicht nur in der Politik vorauseilenden Gehorsam.

Deshalb verwundert es nicht, wenn so viele Bürger in diesem Land denken, das dieses Land nur noch von den Reichen, Ultrareichen und den Führern regiert wird. Doch wir wissen ja alle, das Frau Weidel im AfD nur geduldet ist. Obwohl, auch in der NSDAP gab es den Quotenschwuli. Heydrich führte ja auch ein hartes Regime und den Schaden, den er anrichtete, daran knabbert bis heute noch das toitsche Volk.

Entscheidend ist jedoch etwas völlig anderes. Etwas, das so viele Menschen nach der krachenden Wahlniederlage der Blaubraunen in Hessen so gerne vergessen. Deutschland hat bereits eine braune Vergangenheit. Wir brauchen keine alten Ideen für moderne Probleme. Österreich unter ihrem kurzen Kurz hat das auch noch nicht begriffen. Dort folgt man, wie es typisch für unsere habsburger Verwandten ist, nur alten Ideen. Natürlich befürwortet man dort den Grundrechtsverstoß von Orban in dessen kleinem Ungarn. Doch eigentlich sähe man sich als Österreicher liebend gerne wieder als Herrscher über die doch so massiv unterentwickelten Ungarn. [Hallo, Leutz, vor 1200 Jahren griffen ungarische Freischärler regelmäßig Teile des deutschen Reiches an, und lehrten die Toitschen das Fürchten. Die Ungarn sind weiter entwickelt als der normale Feld- und Wiesendeutsche. Auch wenn sie gerade wieder einmal alten Ideen folgen, die das Land nur wirtschaftlich ruinieren.]

Man möchte ja am liebsten anführen, das der Deutsche nicht so ist, wie er sich gerade in der Weltöffentlichkeit gibt. Die wirtschaftliche Verteilung in diesem Land war schon scheiße, bevor Merkel 2015 die Grenzen für Flüchtlinge öffnete. Doch vielen aus dem Osten ist das einfach nicht bekannt. Oder sie ignorierten es, weil sie in ihrer neu grün erblühten Wiese mehr als nur ein einfaches Auskommen an den Hilfsgeldern des Staates vorbei hatten. Dies kann viel eher angenommen werden. 

Als dann jedoch das allgemeine Schengen-Abkommen kam, mit den allseits offenen Grenzen, waren es diejenigen in den Grenzgebieten, die so eine wahnsinnige Angst davor hatten, das polnische Diebeskommandos in ihre Bundesländer einfallen und sie regelrecht ausräumen würden. Komischerweise ist das bis heute nicht geschehen. Im Gegenteil, mit Öffnung des Schengen-Abkommens ging die Zahl der von Polen in Deutschland begangenen EInbrüche und Diebstähle um sagenhafte 90% zurück. Und weil halt diese Kriminalität nicht mehr da ist, ist die Politik von Frau Merkel generell falsch? Verstehe ich euch AfDler in der Hinsicht richtig?

Die europäische Kriminalität nimmt ab – außer in Itialien, dort herrschen gerade wieder Zustände wie weiland unter Andreotti – denn mit offenen Grenzen lohnt sich Diebstahl weniger, weil man nun völlig legal an bestimmte Güter kommen kann, und sie nicht mehr unbedingt schon gebraucht stehlen muß. [Die Fahrräder, die über Hamburg & Bremen umgeschlagen werden, sollen übrigens in die Ukraine und nach Weißrußland gehen. Die waren nicht für den polnischen Markt bestimmt, denn dort kauft man inzwischen völlig legal E-Bikes, sogar günstiger als in Deutschland.] Und nicht nur die Kriminalität nimmt ab.

Obwohl die Bundesregierung unter Schröder damals auch die Prostitution zu einem Ausbildungsberuf machte, nimmt die Anzahl der ausgebildeten Liebesdienerinnen in diesem Land immer mehr ab. In manchen Städten, selbst in kleineren Dörfern, findet man nicht mehr den Landpuff, wo sich früher groß und klein trafen. Nicht einmal die berühmten Au-Pair-Mädchen, die alles mit sich machen ließen gibt es mehr. Auch deren Zahl ging durch die Schengener Grenzöffnung massiv zurück. Und dies nicht, weil sie in Deutschland sowieso eher als Frei-Haus-Geliebte angesehen werden. Die Zahl ging zurück, weil immer weniger junge Frauen in einem braunen Land als Au-Pair arbeiten möchten. Selbst Frankreich hat seit Le Pens Wahlsieg einen radikalen Niedergang zu verzeichnen. Und in Sachen Liebesdienerinnen sind die Franzosen inzwischen nur noch auf Platz 6. Spitzenreiter sind die Briten, mal wieder. Dort hat die Zahl der Huren proportional zum Brexit-Gedanken zugenommen, und dies nicht nur gefühlt. In GB sind die Lebensbedingungen aktuell dermaßen bescheiden, das viele junge Frauen erst gar keine Ausbildung anfangen, sondern eher ihren Körper auf offener Straße verkaufen. Wer ein wenig exotisch aussieht, hat noch eine Chance, eine Arbeitsstelle zu finden. Die typische Standardbritin guckt aber in die Röhre.

Man möchte an dieser Stelle nicht unken, doch die Niederlage des AfD kam verdient. Man kann nicht mit braunen Parolen dieses Land verändern. Dies kann einfach nicht funktionieren. Funktioniert hätte, wenn man außer dummen Sprüchen in den kommunalen Parlamenten mal mit wirklicher Innovation gekommen wäre. Aber da Innovation ein Fremdwort ist, ein undeutsches noch dazu, ist kein bekannter AfDler dazu fähig. Denn wenn man innovativ wäre, wenn man wirklich etwas verändern wollte, außer die Demokratie und die vielen unnützen Fresser abzuschaffen, könnte man ja etwas bewirken. So ist es täglich amüsant, im Römer dem AfD beim sich lächerlich machen zuzuschauen.

Man kann nur dann etwas bewirken, wenn man Ideen hat. Der AfD zeigte nun bei der hessischen Landtagswahl, das er keinerlei Idee hat. Nicht einmal den Plan einer Idee oder auch nur einen Schatten davon. Der AfD ist absolut innovationsbefreit. Da nutzen auch solche großen Namen wie Höcke, Gauland, von Storch und Weidel nichts, wenn diese Personen Null Plan, Null Idee haben, wie sie dieses Land positiv verändern möchten. Gegen den kleinen Spritzer braunen Nationalismus hat im Prinzip keiner etwas. Doch wenn man sich nur auf diesen kleinen Spritzer verläßt, passiert das, was bei der Hessenwahl passiert ist. Man geht mit fliehenden Fahnen unter – und verkauft das hinterher noch als Wahlsieg.

Die Altnazis würden in ihren Gräbern rotieren. Selbst jene hatten noch Ideen. Aber ihre Nachfolger im Geiste, der AfD, hat nicht einmal den Plan einer Idee. Außer „Ausländer raus“, und „Ausländer sind an allem Schuld“ hat die Partei keinerlei Phrase, die man auch nur im Ansatz Ernst nehmen kann. Wenn man ein Wahlplakat mit zwei nackten Puppen hat, und im Begleittext sich dann darüber mokiert, das Sexualerziehung bereits in der KiTa stattfindet, stellt sich mir hierbei nur die Frage: Hat der Plakatentwerfer selbst die Gnade der angemessenen Bildung genossen? Denn das Plakat ist Heuchelei pur. Man kann sich nicht mit nackten Puppen gegen Sexualerziehung mokieren, wenn man selbst den Genitalbereich der Puppen nicht bedeckt. Damit beweist man nur, wie blöd man ist. Zudem man für Wahlplakate grundsätzlich keine Bilder aus dem Internet nehmen sollte.

Die hessische Wahlschlappe des AfD ist nun wohl der Anfang vom Ende einer Partei, die wirklich etwas hätte verändern können, wenn sie nicht so scheißbraun konservativ rückwärts gewandt wäre. Ja, der AfD hätte eine Alternative für Deutschland sein können. Ja, wenn dort nicht solche Pfeifen und Parteiversager wie Höcke, Gauland, von Storch und Weidel das Sagen hätten. Gäbe es wenigstens in dieser Partei, die zwar von sich sagt, den höchsten Doktorenanteil überhaupt zu besitzen, ein wenig funktionierende Intelligenz, hätte man ja etwas verändern können.

Aber der Witz an allem: Der AfD verlor, weil er nichts verändern wollte. Richtig gelesen. Der AfD hat gar nicht vor, die Um- und Zustände zu verändern. Dem AfD geht es nur um die eigene, private, kleine Macht. Es geht darum, Zweifler am deutschen Faschismus zum Schweigen zu bringen, Dinge sagen zu können, die man sich früher nicht getraute, auch nur zu denken. Der AfD verlor die Hessenwahl, weil hier zu Viele darauf aus waren, für sich privaten Gewinn zu machen. Nicht etwas entscheidend zu verändern. 

Aber zumindest in dieser Hinsicht schenken sich der AfD und DIE PARTEI nichts. Dies beruhigt irgendwie, vor allem dann, wenn die Karikatur als brauner rüber kommt, als es das Original tut. So etwas ist peinlich. Doch anscheinend benötigt Deutschland genau diese Lektion. Wie gesagt, für den AfD ist es der Anfang vom Ende, nicht das Ende vom Anfang.

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