Manches erfährt man nicht sofort! Anderes erfährt man gar nicht. Zumindest nicht als normaler deutscher Bürger. Die NS-Zeit lastet immer noch wie ein Damokles-Schwert über unserem Land. Doch wenn man dann wieder die Rufe nach aktiver, nicht passiver, Sterbehilfe hört, denkt man auch zuerst, dies wäre eine Tat der Humanität, die zumindest Anerkennung für den durchführenden Arzt verdient.

Doch weit gefehlt. Sterbehilfe hat mit Humanität ungefähr soviel zu tun, wie T4 in der Nazizeit. Denn Sterbehilfe, so wie sie in Deutschland für Alte, Kranke, und Entbehrliche gefordert wird, ist nicht mehr als T4 in einem neuen Gewand. Ich gebe ehrlich zu, ich als Autor habe einige Weile gebraucht, bis ich die genauen Zusammenhänge besser begriff. Nicht, daß ich nicht schon immer ein Gegner des staatlich subventionierten Mordes gewesen wäre. Immerhin schreibt diese Nation hier Geschichte, weil es unter einem Reichskanzler Hitler „lebensunwertes Leben“ hat vernichten lassen. Stellenweise mit absolut inhumanen Methoden.

Doch in den Hirnen moderner Braunärsche, besser getarnt als FDP-, LINKE-, AfD-Mitglieder steht nicht die deutsche Vergangenheit im Raum, sondern die Zukunft unseres Landes. Und dem Land würde es so gut gehen, könnte es Rentner mit nur einem leichten Schnupfen mit moderner Sterbehilfe am Bezug von Rente hindern. Denn dies ist wirklich neoliberale Denke: Vernichte den Arbeiter, nachdem er seinen Dienst getan hat. Der Mensch würde seiner Menschenwürde, seiner Menschenrechte, beraubt, und wie ein Sklave nach getaner Arbeit einfach vernichtet.

Aber um Lebensvernichtung geht es in der ganzen Sache ja überhaupt. Sterbehilfe hat nichts mit Humanität zu tun. Man sollte sich einmal die Aussagen des polnischen Altenpflegers anhören, der in Hamburg um die zweihundert Pflegefälle ermordete – und seine Taten als Todesengel als humanes Werk bezeichnet. Es ist abstoßend. Es ist erschreckend. Es beweist, daß es Menschen gibt, die absolut nichts für Menschenrechte und Menschenwürde übrig haben.

In unseren deutschen Arbeitsämtern das gleiche Bild. Mehr als einmal haben unsere Autoren Ohrenzeugen davon werden können, wie manche Mitarbeiter im Arbeitsamt davon sprechen, wie mit Arbeitslosen umgegangen werden sollte. Nicht nur mit den ausländischstämmigen, die nicht aus €U-Ländern stammten, sondern generell. Mehr als einmal fiel da der Begriff „Gaskammer“. Und dies noch nicht einmal den nervenden Arbeitslosen gegenüber, sondern generell diese Verfahrensweise mit allem „angeblich Arbeitslosen“, die dem „Staat nur auf der Tasche liegen …“ Den Rest kann man sich denken, denke ich.

Aber das Thema Sterbehilfe ist beinahe alljährlich wie das Dioxin-Ei ein Thema in diesem Land. Entweder wenn wieder einmal ein Schweizer Arzt auf deutschem Boden dabei erwischt wurde, wie er im Bodenseekreis eine alte Vettel um die Ecke bringt, oder weil irgendein dummer Politker der GRÜNEN die Klappe nicht hat halten können.

Fest steht, Sterbehilfe ist ein absolutes Nazi-Erbe, und somit ein No-Go in unserer modernen Gesellschaft. Es hat nichts damit zu tun, jemanden zwanghaft am Leben zu lassen. Dazu verpflichtet der hypokratische Eid einen Arzt sowieso. Leben zu schützen und zu erhalten ist der Hauptsinn eines Arztes. Wer gerne Menschen ermorden will, soll in den Iran gehen, dort kann man sich als Scharfrichter heutzutage eine Villa und 200 Frauen verdienen.

Sterbehilfe ist keine Lösung. Selbst wenn der Patient offen artikuliert, daß er unter Schmerzen leidet, gibt es immer noch Möglichkeiten, diese Schmerzen erträglicher zu machen. Einen Patienten auf Verlangen zu töten, ändert nichts daran, daß eine Tötung auf Verlangen nach wie vor ein Mord darstellt. Zumindest für die Menschen, die mit Recht und Gesetz in Einklang sind. Wer jedoch die Demokratie abschaffen möchte, darf gerne die Sterbehilfe befürworten. Ist die Demokratie durch den AfD erst einmal aufgeweicht und abgeschafft, werden sich die Befüworter sehr schnell in einem abgeschlossenen Transporter wiederfinden. Denn in den Augen der Braunärsche sind solche Menschen, die den Mord an Dritten befürworten, absolut für die Gesellschaft entbehrlich. Kein Scherz! Auch die Nazis des NS-Regimes brachten systematisch die Familien um, die einen Behinderten in ihren Reihen hatten. Selbst wenn dieser Behinderte fern in einem Sanatorium lebte. Darüber gibt es interessanterweise sehr gut geführte Aufzeichnungen.

Wer befürwortet also weiterhin die Sterbehilfe? Entweder der Teil der Gesellschaft, der daran verdienen würde. Also in erster Hinsicht Anwälte und Andere, die es mit dem Gewissen nicht so haben. Oder aber jener Teil, der Kranke, Alte und Behinderte als Belastung für die Gesellschaft wahrnimmt. Und dies sind in meinen bisherigen Beobachtungen vornehmlich Oberschichtler, oder welche, die sich dafür halten. Schichten hat unsere Gesellschaft schon sehr lange nicht mehr. Das Obrigkeitsdenken, welchem manche hinterher weinen, hat nur zur Folge, daß wieder so etwas inhumanes wie Sterbehilfe in diesem Land eingeführt wird. Womit dieses Land sich in keinem Deut mehr von der Nazi-Diktatur unterscheiden würde. Wer die stille Grenze zur Sterbehilfe überschreitet und sie wieder in diesem Land einführen will, macht sich offen des Faschismus schuldig. Denn Sterbehilfe bedeutet die Denkweise des Faschismus aktiv umzusetzen. Für Jemanden, der Sterbehilfe wieder reaktiviert, ist ein Menschenleben absolut nichts Wert. Dem bedeutet ein Menschenleben nichts. Menschenrechte sowieso.

Wer also Sterbenskranke auf deren eigenes Verlangen tötet ist dennoch ein Mörder. Selbst wenn es im letzten Willen des Patienten so niedergelegt ist, besitzt kein Arzt die Erlaubnis dann auch den Patienten zu töten. Mord bleibt Mord, selbst wenn die Tötung auf Verlangen geschah. Es gibt psychologische Mittel, daß man jeden Menschen dazu bringen kann, daß er um den Tod fleht. Solche Praktiken kommen auch beim Verkauf von sogenannten Tötungsmustern zum Einsatz. Man versucht nicht dem Patienten die Tötung auszureden, sondern animiert ihn noch zusätzlich, sich auf diese Art und Weise „erlösen“ zu lassen. Ja, der gleiche Kauderwelch spielt auch in einigen Nazi-Propagandafilmchen eine Rolle, die sich aktiv mit diesem Thema auseinander setzen. Interessanterweise wird dort die „Tötung auf Verlangen“ als humaner Akt dargestellt. Mord bleibt dennoch Mord, egal wie ich ihn umschreibe. Und kein Mensch hat das Recht einen anderen Menschen nur aufgrund seiner Krankheit, seiner sexuellen Gesinnung, seiner politischen Gesinnung, oder wegen seiner Vorlieben zu töten. Wer also als Bundestagsmandatsträger dennoch für die Sterbehilfe einsteht, steht im Gedankengut des Faschismus und möchte letztendlich die Demokratie abschaffen. Damit er hinterher als Staatsmacht die Möglichkeit hat, alle politischen Feinde in Vernichtungslagern auslöschen zu lassen.

Stimmt ja, hatten wir ja schon einmal. Und solche Zeiten werden wiederkommen, wenn wir es erneut zulassen, daß Sterbehilfe in diesem Land erlaubt wird. Wir sind nicht Holland, wir sind nicht die dummen Dänen. Wir sind Deutschland. In diesem Land bedeutet Bildung noch etwas. Wer also ein Gegner der Sterbehilfe ist, steht auf der Seite der Humanität. Nicht derjenige, der sie befürwortet. Es liegt an uns, ob unser Land endgültig in den Faschismus abrutscht, oder ob wir es schaffen, die Demokratie mit demokratischen Mitteln zu erhalten. Dazu gehört dann aber leider auch, alle Befürworter von Sterbehilfe präventiv einzusperren. Am besten Lebenslänglich. Wer nämlich bereits bereit ist, an Sterbehilfe zu denken, wird gedanklich bereits zum Mörder. Und wer bereit ist, in Gedanken zu töten, hat hinterher auch keinerlei Probleme in der wirklichen Welt Morde zu begehen. Man denke nur an den „Totmacher“, sehr gut dargestellt von Götz George damals. Sterbehilfe ist keine Lösung, sondern ein Teil des Problems.

Und es wird für uns Bürger inzwischen Zeit, daß wir uns darum kümmern, die Probleme zu lösen, die unsere Gesellschaft negativ belasten.

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