Eigentlich ist dies ein typisches Frauenthema. Doch es geht auch Männer an. Die Zeiten sind definitiv vorbei, in denen eine Frau einfach so sagen kann, „Mein Bauch gehört mir!“. Durch #metoo wird dies alles nämlich ins genaue Gegenteil gezogen. Ja, früher einmal, bevor ihr Frauen so bereitwillig die #metoo-Kampagne unterstützt habt, gehörte euch noch eurer Unterbauch. Doch seit #metoo habt ihr bewiesen, daß ihr darauf nicht aufpassen könnt. Ihr Frauen stellt euch dermaßen kindisch an, reagiert auf angeblichen Sexismus, wo keiner ist. Und dann beschwert ihr euch auch noch, wenn als Resultat eurer nächtlichen Eskapaden eine ungewollte Schwangerschaft rauskommt.

Man muß nicht zynisch sein, um zu erkennen, daß sich die Frauen in diesen Tagen absolut keinen Gefallen tun. Nicht nur wegen der #metoo-Scheiße nicht, sondern generell. Niemand hat etwas gegen Abtreibungen. Am wenigsten die katholische Kirche, die ja Dank der Abschaffung des Nexus durch den letzten Papst (nicht den amtierenden), nun durch Gebete für abgetriebene Kinder eigentlich doppelt soviel Geld verdienen sollte.

Ein Abtreibungsgesetz wird gebraucht. Das verhält sich dabei ungefähr so wie bei der Sterbehilfe. Allein die Sterbehilfe zu erlauben (war bereits vor einiger Zeit hier Thema), beweist die moralische Schieflage, in der sich diese Nation derzeit befindet. Wenn man also nun von bestimmter Seite Schadensbegrenzung dadurch betreiben will, in dem man nun gezielt gegen abtreibungswillige Frauen vorgeht, beweist dies nur, daß die Moral so ziemlich auf den Hund gekommen ist, seitdem #metoo als neue gesellschaftliche Seuche wütet.

Klar gehört euch Frauen euer Unterleib, euer Unterbauch, nach wie vor. Nur mit dem Unterschied, daß es hierbei nicht nur um das kleine Thema Abtreibung geht, sondern gleichzeitig auch um Sterbehilfe. Mit einer Sache haben die konservativen Strömungen in diesem Land jedoch Recht: Solange die Leibesfrucht nicht in der Lage ist, eigene Gedanken zu fassen, sollte die Abtriebung straffrei gestattet bleiben. Töten kann man den Fötus immer noch, wie uns jeden Tag Bilder aus Palästina beweisen.

Abtreibungen sollten generell erlaubt bleiben, es sollte auch beworben werden dürfen. Denn eine Abtreibung ist nichts schlimmes. Angeblich traumatisiert eine Abtreibung eine Frau noch nicht einmal. Nun, ich habe da eine kleine Geschichte, die mir direkt zu Ohren kam:

Mitte der 90er Jahre lernte ich eine nicht mehr ganz so junge Frau kennen. Sie war Stolz auf ihren Körper, der sich, obwohl sie schon Mitte 40 war, gut gehalten hatte. Diese Frau lebte vegetarisch, arbeitete aber professionell als Bestellhure. Ja, diesen Beruf gab es in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts öfters mal. Unabhängige Frauen, die ihren Körper verkauften, um wenigstens moralisch einwandfrei über die Runden zu kommen. Denn Prostitution ist, das wissen wir ja inzwischen durch die gute Arbeit des Kanzlers Schröder, ein anerkannter Ausbildungsberuf mit Abschlußprüfung in Deutschland. Doch kehren wir zum Thema zurück. Nun, jene Mittvierzigerin gab in einem persönlichen Gespräch zu, bereits mindestens fünfmal abgetrieben zu haben. Dies lag meist an den Kindsvätern. Da es wohlhabende Kunden waren, und jene nicht bereit waren, für die Konsequenzen ihres Fehltrittes aufzukommen, blieb ihr nicht selten keine andere Wahl, als den Fötus abtreiben zu lassen.

Es liegt natürlich in der Natur der Sache, daß jeder Gynäkologe, der mit so etwas konfrontiert wird, sein möglichstes tun wird, um das Ungeborene zu retten. Deshalb sind schon einmal die Beratungsgespräche nicht schlecht. Zum Problem wird es, wenn die Psyche der Frau durch die Abtreibungen doch angegriffen wird. Und laut meiner damaligen Bekannten war dies bei ihr nach der dritten Abtreibung der Fall. Die Ausschabung verlief normal, doch der psychische Streß, der hinterher einsetzte, machte sie fertig. Es kam so weit, daß sie ihren Beruf, den sie wirklich liebte, nicht mehr ausführen konnte. Gleichzeitig gewann die Schuld die Oberhand und sie wurde gläubig.

An dieser Stelle könnte man nun so argumentieren, wie es einige im Bundestag taten, daß man den Frauen das Recht über den eigenen Unterleib wieder wegnehmen müsse. Gruslig war es, daß eine solche Aussage ausgerechnet von den GRÜNEN kam. Eben jener Partei, die sich in der Vergangenheit für ein humanistischeres Abtreibungsgesetz stark gemacht hatte. Eine Abtreibung ist immer Scheiße. Für die betroffene Frau, für den Fötus, für den Arzt. Denn der Gynäkologe muß in seinem Abschlußbericht genau begründen, warum er bereit war, bei dieser Patientin die Abtreibung vorzunehmen. Wenn er einen Fehler in seiner Argumentation macht, dann haftet er nämlich vor dem deutschen Staat. Nicht die Patientin. Jene haftet nur, wenn bestimmte Parameter, weshalb sie die Abtreibung so unbedingt möchte, nicht zutrafen.

Deshalb ist eine Abtreibung in unserer modernen Gesellschaft ein defizitäres Thema. Natürlich benötigt dieses Land neue, frische, unverbrauchte, Kinder. Doch wenn sogar Migranten bereit sind, in diesem Land eher abzutreiben als das Kind auszutragen, sollte man sich eher einmal fragen, ob wir Deutschen nicht doch ein Problem mit Kindern haben. Eine Frau, egal aus welchem Beruf stammend, unter einen Generalverdacht zu stellen, nur weil sie abtreiben möchte, ist allein schon ein wenig paranoid. Nicht jede Frau ist eine Bestellhure. Doch das deutsche Abtreibungsgesetz behandelt sie als solche.

Ist das fair?

Das finde ich auch nicht. Das Minister Spahn bereits bei Euthanasie auf der Seite der Vernunft bleibt, und Sterbehilfe nach wie vor ablehnt, ist ein gutes Zeichen. Daß er dabei genauso hart beim Thema Abtreibung bleibt, ist verständlich. Abtreibung belastet früher oder später die Psyche einer Frau, vor allem, wenn sie keine Partner findet, die bereit sind, mit ihr das gezeugte Kind aufzuziehen. Und uneheliche Geburten sind in diesem Land, Dank des islamischen Einflusses, eher eine Rarität. Dabei ist Deutschland als Land modern genug, um wieder geburtenstarke Jahrgänge zu verkraften. Viele würde sich dann ändern. Dennoch hat das Abtreibungsgesetz seine Notwendigkeit. Und es gibt in diesem Land zum Glück nur wenige Fälle, wie den oben beschriebenen, in dem eine Frau mehrfach abtreibt. Der Durchschnitt heutzutage ist, daß eine Frau, bevor sie heiratet, mindestens eine Abtreibung hinter sich hat. Und da das Heiratsalter bei Frauen in den letzten beiden Jahrzehnten massiv angestiegen ist (meist ab 35 aufwärts), muß man sich nicht weiter wundern. Das Gesetz hat seine Richtigkeit, dennoch sollte Ärzten gestattet sein, damit zu werben, daß sie Abtreibungen durchführen. Alles andere wäre dann nämlich nur die Art Heuchelei, die Moslems Europäern so gerne vorwerfen.

Ps.: Im Islam ist Sterbehilfe bei einem alten und kranken Familienmitglied untersagt. Deshalb ist es bereits hirnrissig, daß sich Deutschland so weltoffen und liberal gibt, daß es offen Mord an Wehrlosen gestatten will. Die Reaktion unseres Bundesgesundheitsministers zu dem Thema ist vollkommen korrekt und berechtigt. Nicht einmal in Asien ist Sterbehilfe erlaubt, dort zieht sie in den meisten Ländern sogar die Todesstrafe für den Ausführenden nach sich. Denn in Asien und allen anderen zivilisierten Ländern gilt Sterbehilfe nach wie vor als Mord, während Abtreibung in einigen Gesellschaften durchaus lockerer gesehen wird. Obwohl in Vietnam Abtreibung erlaubt ist, gibt es dort die wenigsten Abtreibung ganz Asiens. Darüber sollte man sich einmal Gedanken machen.

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