So hieß vor Jahrzehnten einmal ein futuristischer Film um spanische Organdiebe, die unweit von Barcelona deutsche Touristen ausnahmen wie Weihnachtsgänse und die leeren Kadaver dann ins Meer warfen. Wer die Komplettversion des Films kennt, weiß wie grausam die Geschichte eigentlich gemeint ist. Und eine der Nebenaussagen des Filmes war damals auch, daß dies die endliche Konsequenz der deutschen Verhaltensmuster ist, bis weit nach dem Tod auf die Vollständigkeit des eigenen Körpers zu bewahren. Wer das Buch kennt, wird noch schockierter sein, denn in diesem gibt einer der Organdiebe an, weshalb er dies macht: Er ist Vegetarier!

Doch wir möchten heute nicht über Organhandel und Organentnahme sprechen, sondern über Fleisch. Vor Jahrzehnten hieß es einmal in der Werbung: Fleisch ist ein Stück Lebenskraft. Heute heißt es: Gemüse ist ein Stück Lebenskraft. Dennoch werden nicht mehr landwirtschaftliche Betriebe dazu überredet, rein auf Gemüseanbau zu gehen. In Süddeutschland wird derzeit Ackerland vernichtet, weil man dort anstatt der heimischen Erbsen und Linsen Soja anbaut. Soja laugt den Boden aus, und ist gesundheitlich nicht eben gesund zu nennen. Im Gegensatz zu Erbsen und Linsen. Der Gemüseanbau in Deutschland ist zurückgegangen. Rosenkohl wird derzeit in diesem Land nur noch in drei Landesteilen angebaut. Im Hamburger Land, in Thüringen, bzw. der Mark Brandenburg, und in Westbayern an der baden-württembergischen Grenze. Der restliche Rosenkohl kommt aus den Niederlanden – oder Spanien.

Es soll aber um Fleisch gehen. Der Deutsche, auch Dummdeutscher von unseren europäischen Nachbarn genannt, ißt für sein Leben gerne Fleisch. Doch nicht, wie eigentlich angedacht, Schweinefleisch, sondern vornehmlich Rindfleisch. Rinfleisch ist jedoch, wie wir alle wissen, ein natürlicher Keimträger. BSE, Maul- und Klauenseuche, sind Viren, die man regelmäßig selbst auf fachmännisch und sachgemäß geschlachtetem Rindfleisch finden kann. Rindfleisch ist nicht gesund, im Vergleich ist Schweinefleisch gesünder. Und das, obwohl Schweine angeblich so unsauberer Tiere sind. Körperhygiene ist für Menschen selbst manchmal auch ein Problem. Bei Schlachttieren jedoch wird penibel darauf geachtet, daß sie sauber sind.

Die Reihenfolge beim Fleisch, welches Deutsche am liebsten essen, sieht folgendermaßen aus: Rind, Schwein, Lamm, Ente, Huhn, Gans. Fisch gilt ja im allgemeinen nicht als Fleisch, nicht einmal von der Warte der Kirche aus. Interessant ist, daß in den letzten Jahren Lamm wieder Geflügel überholt hat. Doch Lammfleisch ist im Vergleich immer noch zu teuer. Ziegenfleisch bekommt man in Deutschland auch, günstiger als Lamm, ungefähr auf dem Preisniveau von Schwein, doch viel zu selten, weil es viel zu wenige Schlachtmetzger gibt, die eine Ziege vernünftig schlachten können. Es gibt auch geschächtete Tiere, doch deren Fleisch ist noch schwieriger zu bekommen, wenn man nicht die entsprechenden Verbindungen aufweist.

Aber es geht um Fleisch! Da die heutige Jugend das Kochen gleichfalls verlernt hat, sind inzwischen auch einige deutsche Spezialitäten in Vergessenheit geraten. Herz, Niere, Leber, Lunge. Oftmals von Rind und Schwein. Doch die Deutschen essen so etwas nicht mehr. Selbst größere Menge von Gänseherzen oder Gänsenieren zu besorgen, erweist sich inzwischen als echtes Problem. Vor 30 Jahren war das noch anders. Da bekam man beim Metzger alles an Fleisch, was man wollte. Heutzutage schlachten die meisten Metzger nicht mehr selbst, sondern besorgen sich ihr Fleisch vom Schlachthof.

Womit wir beim eigentlichen Thema sind! Fleisch ist ein Stück Lebenskraft. Fleisch ist für den Menschen als Nahrung unabdingbar. Das einzige Problem ist jedoch: Heutzutage bekommt man bei keinem Metzger mehr alle eigentlich verfügbaren Sorten Fleisch. Und dies nur, weil wir immer mehr Möchtegernvegetarier haben, die keinerlei Ahnung haben, was denn wirklich gutes Fleisch ist.

Fleisch ist generell die beste Vitamin B12-Quelle, die es gibt. Dabei gilt natürlich auch die ernährungsphisiologische Regel, daß das Fleisch nicht zu stark verarbeitet sein darf. Also Salami oder Fleischwurst scheiden als Vitamin B12-Quelle grundsätzlich aus. Hier sind die Vitamine bereits zu sehr in Mitleidenschaft gezogen, als das sie noch wirksam sein könnten und dem menschlichen Körper wirklich helfen würden. Bei Frischfleisch jedoch ist es genau anders herum. Ist das Fleisch richtig abgehangen, also zwischen mindestens 10 und maximal 38 Tagen, besitzt es auch den höchsten Vitamin B12-Anteil, den man sich vorstellen kann. Frischgemüse, welches den Vitaminkomplex B12 enthält, hat im Vergleich selbst dann nur eine homöopathisch wirkende Menge des Wirkstoffes. Deshalb ist Vegetarismus keine sehr gute Alternative, um den menschlichen Körper mit allen lebensnotwendigen Stoffen zu versorgen.

Was bezeichnen wir denn überhaupt als gutes Fleisch? Da gilt erst einmal: Zu frisches Fleisch, also von Tieren, die gerade erst vor 36h ihr Leben verloren haben und zerlegt wurden, kann man als toxisch ansehen. Hier bilden nur die Geflügel und die Fische eine Ausnahme, weil jenes Fleisch in der genannten Frist bereits gegessen sein sollte. Es sei denn, man macht sich die Mühe, und räuchert Geflügel direkt am Knochen. Was auch geht, aber immens arbeitsaufwendig ist. Als gutes Fleisch kann man generell einmal das Fleisch aller kleinerer Huftiere vom Esel abwärts ansehen. Hierzu fallen auch bestimmte, noch in Deutschland heimische, Schweinesorten. Vor Rindfleisch würde ich generell warnen, denn Rind ist rotes Fleisch. Hier sollte man nach Möglichkeit nur die Lende und den Schinken essen, und den Rest den Hunden überlassen. Bei den restlichen Huftieren jedoch kann man alles essen. Besonders sind hier die Innereien hervorzuheben. Diese sollte man nicht verkommen lassen, denn die Inneren, besonders Herz, Leber, Niere und Lunge sind wahre Mineralstoffbomben und Lebensspender.

Die Kontroverse über Fleisch, und das erneute Austicken von Vegetariern und Veganern jeglicher Coleur, steht und fällt mit dem Wissen über den Nährwert und die mineralstoffliche Zusammensetzung von Fleisch.

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