Wie war das noch mit den Totgesagten? Man hat es wieder getan. Die öffentliche Presse betrieb abermals Leichenschändung. Und nicht nur im Ansatz, sondern tatsächlich vollkommen mutwillig. Am weiteren Verlauf der Karrieren der vier Pechvögel wird sich nun nichts mehr ändern lassen. Nicht, wenn Uneinsichtigkeit bedeutet, sich gleichzeitig noch im Recht zu fühlen, obwohl man es nicht ist.

Der rechte Parteiflügel der hessischen SPD ist sich auch ständig am Beschweren. Wohl deshalb, weil Herr Schäfer-Gümbel auf weisen Rat hin wirklichi nur drei pragmatische Wirtschaftsfaschisten in Stellung für seinen Landesverband gebracht hat und nicht (wie eigentlich geplant) 10. Die hessische SPD-Linke, die sich nach dem mutwillig von den 4 Aufrechten zu Fall bringen, zuerst einige Zeit sammeln mußte, schlägt nun genauso gewissenhaft zurück. Jedoch höflicher – und mit bedeutend mehr Moral.

Frau Metzger ist nicht einmal mehr bei der HEAG (ein Posten, den ihr ihr Schwiegervater einst organisiert hatte), sondern nur noch als einfache Justiziarin bei der Darmstädter Sparkasse. Also der große Traum von der politischen Karriere ist wohl endgültig geträumt. Gleichzeitig jedoch darf man nicht vergessen, da sie als einzige der 4 Aufrechten ehrlich gespielt hat (und schon kurz nach ihrer Wahl verkündete, daß sie sich nicht an das Wahlversprechen: KOCH MUSS WEG halten würde). Immerhin ist die Partei DIE LINKE der Feind und nicht ein konservativer Stoffel, der schon mehrfach dabei erwischt wurde, wie er mehr als nur einfache Fehler macht.

„Nein, eine Perspektive auf einen Job habe ich keine.“ Silke Tesch antwortet freundlich und bereitwillig. Schließlich hat sich die frühere hessische SPD-Landtagsabgeordnete verdächtigen lassen müssen, sie lasse sich mit einer attraktiven Stelle belohnen – dafür, dass sie vor drei Monaten zusammen mit drei Kollegen die rot-rot-grünen Regierungspläne ihrer Parteichefin Andrea Ypsilanti platzen ließ. Nun sitzt sie zu Hause in Kleingladenbach bei Marburg, räumt ihr Wahlkreisbüro aus und arbeitet noch immer die Briefe und Mails aus den turbulenten Novembertagen ab. 90 Prozent seien zustimmend, sagt Tesch.

Nun steht jedoch eindeutig fest, daß Frau Tesch, die eigentlich mit ihrem nebenbei laufenden Handwerksbetrieb sich wirtschaftlich stabilisieren wollte, endgültig auf Hartz IV-Niveau gehen wird. Und deshalb keinerlei Rückhalt ihrer schönen Familie von insgesamt 4 Parteiverrätern genießen wird. Warum bot ihr, nach ihrem Ausscheiden aus dem hessischen Landtag, nicht Jürgen Walter eine Assistentenstelle in seiner Anwaltskanzlei an? Hätte sie dort zuviel mitbekommen? Hätte sie dann die durch Hessen geisternden Gerüchte über Herrn Walter bestätigen können? Oder warum kam kein Jobangebot?!

Es ist schon traurig, wenn Freunde, die man als Familie sieht, einem nicht einmal mehr mit ihrer Hinterseite anschauen und einem Arbeitsmöglichkeiten schaffen, um für ein stabiles Auskommen zu Sorgen, damit man nicht doch noch auf Hartz IV landet. Und dies, weil man tatsächlich ein Gewissen entdeckt hat, wo vorher niemals eines gewesen ist. Wären die 4 Aufrechten wirklich ihrem Gewissen gefolgt, hätten sie nicht nur nicht ihre Wahlkreise verloren, sondern Frau Ypsilanti zur Ministerpräsidentschaft verholfen. So jedoch schoß man sich selbst nicht nur ins politische Aus.

Und das JobCenter in Marburg gehört mit zu den scharfen in unserer Republik. Ob Frau Tesch jedoch Unterstützung vom Erwerbslosenforum nach ihrer Großtat gewährt bekommt, damit sie wenigstens ihren Hartz IV-Antrag richtig ausfüllen kann, war von unserer Redaktion nicht herauszubekommen. Es ist jedoch anzunehmen, daß dem nicht so ist.

Frau Tesch wird sich also demnächst in einem von Herrn Koch geförderten € 1,50-Jobs wieder finden und so einmal erleben, was sie hätte verhindern können, wenn sie sich an die Parteilinie gehalten hätte. Dies ist ihr zu Gönnen. Nämlich nur von Ganz Unten erkennt man, wie die da Oben wirklich sind. Ausgestoßene Elite wird niemals wieder elitär. So erging es auch dem Reichskanzler Bismarck, nachdem Wilhelm II. ihn damals feuerte. Seine Meinung erhielt im alten Reichgebiet niemals mehr den Stellenwert, den sie noch vorher hatte – und dem Reich gelegentlich auch Leid brachte.

So jedoch zeigt sich offenkundig die politische Unerfahrenheit von Frau Tesch, die damit, daß sie nicht wirtschaftlich vorgesorgt hat, nun wirklich in Kalamitäten steckt. Da sie im arbeitsfähigen Alter ist, und das JobCenter in Marburg sich bestimmt nicht beeindruckt davon zeigen wird, daß sie 10 Monate im hessischen Landtag mit Nichtstun verbracht hat, können wir also sehr stark darauf hoffen, daß Frau Tesch wenigstens dieses eine Mal eine wichtige Erkenntnis mitnehmen wird – falls nicht irgendein Parteistoffel noch den Antrag auf ihren Parteiausschluß findet und ihn einfach undemokratisch abwickelt. Frau Tesch sollte wissen, daß sich für Parteiverräter eine dauerhafte Mitgliedschaft in einer Partei nur dann lohnt, wenn man im Bundesvorstand gesessen hat (siehe Herrn Müntefering).

Quelle des Auszugs: hier

Update:

Frau Carmen Ewerts treibt es nun wirklich zu weit. Sie hat sich heute entschlossen, gegen Frau Nissen Anzeige zu erstatten, die ihr damals, nach ihrem Parteiverrat wünschte, daß ihr die Beine abfaulen (oder so ähnlich – diese Bemerkung ist nur Hörensagen, via Television war jedoch etwas anderes von Carmen Ewerts danach zu hören, das schwerwiegender zu verstehen war). An dieser Stelle läßt sich abermals eine Zeitung darüber aus, wie sich Frau Ewerts – uneinsichtig bis zum Schluß – verhält!

[Sorry, wegen der Panne! Namensverwechslung. Anm. d. Redaktion.]

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3 Kommentare on Hartz IV droht …

  1. Kowalski sagt:

    Es ist einfach mal gar nicht schlecht wenn Frau Tesch die Medizin schlucken muss, die ihre angeblichen Freunde einem Großteil unserer Mitmenschen verschrieben haben.
    So langsam dürfte es ihr dämmern, welch großen Fehler sie beging.
    Andererseits könnte es natürlich auch sein, dass wenn die Schamfrist um ist, ein lukratives Jobangebot kommt. Bis dahin kann man ihre „Misere“ ja trefflich medial ausschlachten und für Mitleid sorgen. Meins jedenfalls hält sich in engen Grenzen.
    Das wäre natürlich die Schlagzeile schlechthin. Die Aufrechte Tesch muss HartzIV beantragen.
    Auf jeden Fall dranbleiben.

  2. Kowalski sagt:

    Es ist einfach mal gar nicht schlecht wenn Frau Tesch die Medizin schlucken muss, die ihre angeblichen Freunde einem Großteil unserer Mitmenschen verschrieben haben.
    So langsam dürfte es ihr dämmern, welch großen Fehler sie beging.
    Andererseits könnte es natürlich auch sein, dass wenn die Schamfrist um ist, ein lukratives Jobangebot kommt. Bis dahin kann man ihre „Misere“ ja trefflich medial ausschlachten und für Mitleid sorgen. Meins jedenfalls hält sich in engen Grenzen.
    Das wäre natürlich die Schlagzeile schlechthin. Die Aufrechte Tesch muss HartzIV beantragen.
    Auf jeden Fall dranbleiben.

  3. Kowalski sagt:

    Es ist einfach mal gar nicht schlecht wenn Frau Tesch die Medizin schlucken muss, die ihre angeblichen Freunde einem Großteil unserer Mitmenschen verschrieben haben.
    So langsam dürfte es ihr dämmern, welch großen Fehler sie beging.
    Andererseits könnte es natürlich auch sein, dass wenn die Schamfrist um ist, ein lukratives Jobangebot kommt. Bis dahin kann man ihre „Misere“ ja trefflich medial ausschlachten und für Mitleid sorgen. Meins jedenfalls hält sich in engen Grenzen.
    Das wäre natürlich die Schlagzeile schlechthin. Die Aufrechte Tesch muss HartzIV beantragen.
    Auf jeden Fall dranbleiben.