EM-Sonderbericht

Es ist wirklich zum aus der Haut fahren. Alles freut sich. Nur ich nicht!

Dies liegt beileibe nicht daran, daß ich ein Fußballmuffel bin. Ich hasse diesen Sport von 25 geistig Zurückgebliebenen einfach, die hinter einer luftgefüllten Lederkugel hinterher rennen und versuchen sie in einem mit einem Netz bespannten Holzrahmen zu kicken.

Früher dachte ich, man wird in Deutschland nur für ehrliche Arbeit richtig bezahlt. Als ich Kontakt mit diesem Sport bekam, hatten wir wenigstens noch Fußballspieler, die sich so nennen durften: Gerd Müller, der kleine Liberozwerg, der jeden Ball in den Kasten brachte. Oder Franz Beckenbauer, der sogar so gut war, daß er den Amerikanern Fußballspielen (dort Soccer genannt) beibringen durfte. Oder Paul Breitner, der eigentlich immer nur dadurch positiv auffiel, daß er sich so weit wie möglich vom Ball aufhielt – und so seinen Teamkameraden ermöglichte, wirkliche Tore zu schießen.

Von der bisherigen Leistung unserer deutschen Mannschaft bin ich alles andere als begeistert. Ich habe bereits € 30 verloren wegen diesen miesen Spielern. Mein Gott, eine Fußballnation erkennt man daran, daß sie am Ende der Vorrunde ausscheidet. Und wenn es nur ein Streik ist, weil der Nationaltrainer das letzte Spiel auf der Tribüne zubringen mußte.

Wo ist der berühmte deutsche Mannschaftsgeist geblieben? Elf einfache Egoisten, die sich gegenseitig den Ball stehlen würden, repräsentieren Deutschland. Und lassen sich dann sogar noch von dem Bundeskanzler anfeuern. Früher hatte die Nationalmannschaft noch Ehre mit dem Bundespräsidenten zu singen. „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder die Nationalhymne, fein säuberlich um die böse Strophe getrennt. Obwohl es damals keine Schande darstellte, wenn der Bundespräsident so etwas sang.

Die Türken

Und nun das. Man kann auch wirklich alles verkehrt machen. Im kommenden Spiel am kommenden Mittwoch muß die deutsche Mannschaft ausgerechnet gegen die Türkei antreten. Ausgerechnet gegen das Land, das Merkel unbedingt in der EU haben will. Ausgerechnet das Land, von dem sogar DDR-Spitzenfunktionäre noch etwas in Sachen Unterdrückung lernen können.

Sind denn alle verrückt geworden? Deutschland kann nicht einfach in einem so wichtigen Spiel gegen die Türkei antreten. Haben die Politiker hier vielleicht vergessen, daß ungefähr 8 Mio von diesen in unserem Land leben? Wurde nicht bedacht, welche Folgen es hat, wenn die deutsche Nationalmannschaft dieses Spiel für sich entscheiden könnte? Brennende Straßenzüge, brennende Autos auf den Parkplätzen.

Es ist unverantwortlich, das die Bundesregierung unsere Nationalmannschaft zu diesem Spiel antreten lassen will. Auch wenn hier nur um der sportlichen Fairnis gekickt werden würde, ist dies bereits zu viel. Wir, als Deutsche, die uns bereits einmal vor Wien so tapfer schlugen und die Osmanen in die Flucht der Schlacht schlugen, stehen nun vor dem Problem, daß am Ende dieser Schlacht nicht nur die elf Türken auf dem Platz noch stehen werden, sondern auch noch die vielen zehntausend Fans, die extra für dieses Spiel nach Wien gekommen sind. Wie stehen wir da, wenn wir die Türkei besiegen?

Hat sich das schon einmal einer überlegt? Wie werden die Konsequenzen sein? Wird Berlin dann zwanzig weitere Moscheen mit überdimensionalen Minaretten in Deutschland bauen lassen, um Abbitte zu leisten, weil man die Türkei bezwang? Oder wird man die brennenden Städte sich selbst überlassen, um so nervende Hartz IV-ler loszuwerden, die unter Garantie dann unter den Opfern vorzufinden sein werden?

Unsere Politik

… sollte an dieser Stelle richtig handeln. Wir können nicht gegen die Türkei gewinnen. So etwas wäre ehrlos. Ein sechzig zu null für die Türkei wäre das einzige stattbare Ergebnis. Nur müßte dies unser Kanzler dem lieben Herrn Löw befehlen, damit die Partie so endet. Oder den Schiedsrichter entsprechend bestechen, damit er kein deutsches Tor gibt. Unsere Politik muß unser Land vor brennenden Städten und Automobilen schützen. Dies geht jedoch nur dann, wenn Deutschland verliert.

Unsere Politik wäre sowieso generell gefragt. Unsere ausländischen, türkischstämmigen Mitbürger genießen noch nicht genug Rechte in unserem Land. Laßt sie doch ohne Führerschein Auto fahren, wenn sie das so wollen und wenn es in ihrer Landestradition so üblich ist! Das ist doch nichts Böses. Wichtig ist nur, daß die Politik handelt und nicht mehr Polizisten auffährt, als wirklich gebraucht werden – in Berlin, beim Public Viewing.

Am besten wäre sowieso eine Kapitulationserklärung gegenüber von Präsident Erdogan, um unser Land vor weitreichendem Schaden zu schützen. Hier geht es um türkische Interessen. Und jene haben immer wichtiger als unsere eigenen zu sein. Deshalb Deutschland: BITTE VERLIER!!!

[So kriege ich vielleicht die verlorenen € 30 wieder und noch € 800 drauf. Anm. d. Verf.]

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