Titel: The Libertine

Genre: Drama

Darsteller: Johnny Depp, John Malkovich, Francesca Annis, Rosamund Pike, Stanley Townsend, Tom Hollander,  Kelly Reilly,

Regie: Laurence Dunmore

Die Geschichte von  John Wilmot, a.k.a. the Earl of Rochester, ein Poet des 17. Jahrhunderts, der famos trank und sein kurzer Weg in sein zu frühes Grab (mit 33), ohne von den zeitgenössischen Kritikern jemals ein Lob für sein Lebenswerk empfangen zu haben.

Johnny Depp spielt diesen Zyniker aus Lebensfrust so etwas von Ãœberzeugend, das einem sehr schnell klar wird, warum der wirkliche Earl of Rochester zu jener Zeit wirklich nicht eben ein Schatz und Freund von Charles II. von England gewesen ist.

Dieser Film arbeitet nur mit Masken als Tricktechnologie und ein wenig Feuerzauber. Aber dies alles tritt in den Hintergrund, wenn man sich nur auf die Geschichte selbst einläßt. Obwohl der Film noch aus dem Jahr 2004 stammt, ist er erst dieser Tage auf DVD gestartet worden. Und er lief selbst erst zu Beginn dieses Jahres in unseren Kinos.

Der Film bekommt das absolute Rating, also AAA. Ich möchte hier auch nicht spoilern, sondern jedem nur empfehlen, sich diesen Film anzutun, der Johnny Depp wieder in jenes Zeitalter führt, in dem auch die Trilogie ‚Fluch der Karibik‘ angesiedelt ist. In jedem Fall überzeugend gespielt, von allem. Rosamund Pike überzeugt in ihrer Rolle – und kommt dabei, obwohl sie hochgeschlossen spielt, sehr erotisch herüber.

Auch ein Lob an den Regisseur, der sich wirklich an das Script hielt und nur hie und da einige kleine Details ausbesserte, um das Leben der damaligen Zeit entsprechend würdigen und einfangen zu können. Alles in Allem ein sehr überzeugender Film. Ich kann ihn nur empfehlen!

John Malkovich spielt Charles II. so blässiert, das man sich für seinen Charakter einen eher unrüphmlichen Tode wünscht. Jedoch überlebt in diesem Film der König seinen Hauspoeten dennoch, obwohl jener ihm im Schlußmonolog des Earls of Rochester in seiner unkonventionellen Art die Krone rettet. Trotzdem verweigert der König dem gesundheitlich angeschlagenen Earl keine bessere ärztliche Versorgung, so das der Held am Ende tragisch stirbt.

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